Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Maulwurf2005

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Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Mahlzeit

noch nicht allzu lange her und von Jedi noch nicht gepostet, der Zwischenfall in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel
Ist nicht viel dramatisches passiert, aber die Politik nimmt dies als weiterer Anstoß für die Atomkraftdebatte, welche wohl den Wahlkampf in 2 Jahren dominieren wird. Die Linken Parteien (Linke, natürlich die Grünen (obwohl ich das eigentlich unterständlich finde) und die SPD) sind für den Atomausstieg, die "mittleren und rechteren (FDP, CDU) wollen bei der Atomkraft bleiben.

Jetzt stellt sich aber die generelle Frage: Ist Atomkraft die Energie, auf welche man bauen sollte oder nicht?
Meiner Meinung nach ist Atomkraft die Einzige Energieproduktionsform (ausgenommen der Fusionsenergie, welche aber beim heutigem Fortschungsstandpunkt noch nicht durchführbar oder rentabel ist), welche auch aus umweltsicht akzeptabel ist. Gut, sie ist jetzt nicht weltklasse, aber auf grund fehlender Alternativen einfach die beste. Kohle, Öl und Gas werden bald knapp und verschmutzen Wasser und Luft in einem so hohem Maße, dass auch der größte Umweltraudi einsehen muss, dass dies nicht mehr die Alternative sein kann. Wasserkraft ist eine Gute Sache, nur braucht man dafür gegebenheiten, um nicht allzu viel Natur zu zerstören. In Ländern wie Norwegen ist das alles gut, aber halt für das Durchschnittsland einfach nicht realisierbar. Windkraft ist zwar schön und gut, aber liefert einfach viel zu wenig Energie. Wenn man ganz Deutschland mit Windkraftenergie beliefern will, kann man sämtliche Natur vergessen, fast jeder Baum müsste zu einem Windkraftgenerator werden, und das ist ja auch keine Alternative. Bleibt noch die Solarenergie, welche aus physikalischer Sicht auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Denn solch eine Solarzelle liefert halt nur 5 Jahre lang Netto-Strom, und das ist einfach zu wenig. Gut, der Arbeitsmarkt würde sich freuen, aber halt nur der´.
Von daher bleibt meiner Meinung nach nur noch die Kernenergie übrig, denn sie ist beim Produzieren nahezu frei von Umweltschaden und einzig und alleine der Abfall und das Risiko sind die Probleme, obwohl auch das Risiko ziemlich klein gehalten wird, wenn man seine Tests beser kontrolliert. Und würde man das Geld, was man spart, wenn man endlich mal aufhört, an jeder Straßenecke einen Windkraftgenerator zu bauen, in die Forschung zur Beschleunigung des radioaktiven Verfalls stecken, wären quasi alle glücklich.....
Das ist meine Meinung zum Thema, was meint ihr dazu? Atomkraft ja oder nein?
 

Boesor

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Maulwurf2005 am 30.06.2007 14:44 schrieb:
Jetzt stellt sich aber die generelle Frage: Ist Atomkraft die Energie, auf welche man bauen sollte oder nicht?

Nein, sollte man nicht

Meiner Meinung nach ist Atomkraft die Einzige Energieproduktionsform (ausgenommen der Fusionsenergie, welche aber beim heutigem Fortschungsstandpunkt noch nicht durchführbar oder rentabel ist), welche auch aus umweltsicht akzeptabel ist.

Atomkraft ist aus Umweltsicht relativ akzeptabel, solange nichts passiert.
Bei der Solarenergie ist das Ende der Forschung ja längst nicht erreicht, die akt. Generation ist ja schon wesentlich effektiver. Ein festahleten an der kernkraft könnte weitere Durchbrüche bei den alternativen Energien verhindern oder zumindest behindern.

Von daher bleibt meiner Meinung nach nur noch die Kernenergie übrig, denn sie ist beim Produzieren nahezu frei von Umweltschaden und einzig und alleine der Abfall und das Risiko sind die Probleme, obwohl auch das Risiko ziemlich klein gehalten wird, wenn man seine Tests beser kontrolliert. Und würde man das Geld, was man spart, wenn man endlich mal aufhört, an jeder Straßenecke einen Windkraftgenerator zu bauen, in die Forschung zur Beschleunigung des radioaktiven Verfalls stecken, wären quasi alle glücklich.....

Das problem bei der Kernenergie ist ja, wie du schon erkannt hast, der radioaktive Abfall.
Gibt es denn Erkenntnisse das man diesen irgendwann mal sicher und vernünftig entsorgen kann?
Und dann wäre da ja auch noch die nicht gerade unendlich vorhandenen Uranmengen auf der Welt.
Alles in allem kann Atomkraft auf keinen Fall die Energieform der Zukunft sein.
 

doceddy

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Ich bin auch stark für Atomenergie. Klar, Tschernobyl war schlimm, aber in letzten 21 Jahren gab es keine große Unfälle mehr. Dagegen hört man jeden Monat ne Meldung über Unfälle in Raffinerien oder Kohleabbauwerken. Zz ist Atomenergie die zukunftssicherste Methode
 
TE
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Maulwurf2005

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Boesor am 30.06.2007 14:52 schrieb:
Das problem bei der Kernenergie ist ja, wie du schon erkannt hast, der radioaktive Abfall.
Gibt es denn Erkenntnisse das man diesen irgendwann mal sicher und vernünftig entsorgen kann?
In der Schweiz läuft momentan ein Experiment, bei dem der Abfall in einem Berg verstaut wird, und die außenhülle aus feuchtem Ton besteht. Ich weiß nichts genaueres darüber, aber auf jeden Fall klingt es sehr verheißungsvoll.

Alles in allem kann Atomkraft auf keinen Fall die Energieform der Zukunft sein.
Als Energiequelle der Zukunft würde ich eh die Fusionsenergie nennen, was aber auch eine Weiterentwicklung der Kernenergie ist. Von daher geht die Zukunft von der Atomkraft aus.
 

Boesor

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doceddy am 30.06.2007 14:54 schrieb:
Ich bin auch stark für Atomenergie. Klar, Tschernobyl war schlimm, aber in letzten 21 Jahren gab es keine große Unfälle mehr. Dagegen hört man jeden Monat ne Meldung über Unfälle in Raffinerien oder Kohleabbauwerken. Zz ist Atomenergie die zukunftssicherste Methode

Willst du jetzt Störfälle in Atomkraftwerken mit Störfällen in Gruben und Raffinerien vergleichen??? Wo ist da der Sinn?
Und wenn du in letzter Zeit nichts über Störfälle in AKW´s gehört hast scheinst du nicht sehr aufmerksam zu sein.
google mal "Forsmark"
 

fiumpf

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Im Moment bin ich für die Atomkraft.

Aber man sollte diese nur solange nutzen bis man effektive Möglichkeiten gefunden hat, erneuerbare Energiequellen so anzuzapfen dass der komplette Energiebedarf gedeckt wird.


Ich bin mir sicher dass das irgendwie machbar ist.
 

doceddy

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Boesor am 30.06.2007 14:58 schrieb:
doceddy am 30.06.2007 14:54 schrieb:
Ich bin auch stark für Atomenergie. Klar, Tschernobyl war schlimm, aber in letzten 21 Jahren gab es keine große Unfälle mehr. Dagegen hört man jeden Monat ne Meldung über Unfälle in Raffinerien oder Kohleabbauwerken. Zz ist Atomenergie die zukunftssicherste Methode

Willst du jetzt Störfälle in Atomkraftwerken mit Störfällen in Gruben und Raffinerien vergleichen??? Wo ist da der Sinn?
Und wenn du in letzter Zeit nichts über Störfälle in AKW´s gehört hast scheinst du nicht sehr aufmerksam zu sein.
google mal "Forsberg"


Dann sag mir bitte wie viele Menschen bei den letzten "Störfällen" in Atomkraftwerken gestorben sind. Guck nach Osten, es gibt keinen einzigen Monat wo nicht ~50 Menschen in Kohleabbauwerken sterben. Und wie viele "Supertanker" sind schon ausgelaufen? Dt verfügt einfach nicht über das Land um so viele Windräder und Solaranlagen aufzustellen
 

fiumpf

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doceddy am 30.06.2007 15:05 schrieb:
Dt verfügt einfach nicht über das Land um so viele Windräder und Solaranlagen aufzustellen



Naja, mMn kann sich jedes EFH durch Solarzellen selber versorgen und produziert sogar nen Überschuss.

Die Industrie kann ja dann den Strom aus den Wasserkraftwerken haben.
 

Boesor

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doceddy am 30.06.2007 15:05 schrieb:
Dann sag mir bitte wie viele Menschen bei den letzten "Störfällen" in Atomkraftwerken gestorben sind. Guck nach Osten, es gibt keinen einzigen Monat wo nicht ~50 Menschen in Kohleabbauwerken sterben. Und wie viele "Supertanker" sind schon ausgelaufen? Dt verfügt einfach nicht über das Land um so viele Windräder und Solaranlagen aufzustellen

Es geht ja auch nicht darum wieviele schon gestorben sind, sondern wieviele bei einem GAU sterben würden.

Und ich hoffe du hast gesehen, wenn du gegoogelt hast, dass die Atomkraft keinesfalls so sicher ist wie es scheint.

Ich halte das Risiko der Atomkraft für zu groß, ein Unfall und du hast sehr viel mehr als 50 tote.

Nebenbei, dass in China jedes Jahr tausende Bergleute sterben liegt ja nicht am generellen Risiko des Kohleabbaus, sondern an den miserablen Sicherheitsstandards in vielen Gruben. In Deutschland sterben jedes jahr ca. 0,1 Bergleute
 

Boesor

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Die größte "Energieerzeugung" wäre es, mal vernünftig Energuie einzusparen.
 
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Maulwurf2005

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Boesor am 30.06.2007 15:11 schrieb:
Nebenbei, dass in China jedes Jahr tausende Bergleute sterben liegt ja nicht am generellen Risiko des Kohleabbaus, sondern an den miserablen Sicherheitsstandards in vielen Gruben. In Deutschland sterben jedes jahr ca. 0,1 Bergleute
Aber in Deutschland ist die Chance, dass ein A-Werk in die Luft fliegt, entsprechend gering. Denn hier hat man einfach sehr hohe sicherheitsvorkerungen, und dass die beien Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, zeigt doch, wie sicher Kernenergie in Deutschland ist.

Zur Energieeinsparung: Es würde theoretisch über supraleiter gehen, das Problem ist halt nur, dass dadruch die Erde noch wärmer werden würde. Und der Preis spielt hier natürlich auch eine Rolle.
 

pirx

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Boesor am 30.06.2007 14:58 schrieb:
Und wenn du in letzter Zeit nichts über Störfälle in AKW´s gehört hast scheinst du nicht sehr aufmerksam zu sein.
google mal "Forsmark"

Ich halte mich da an Murphys-Gesetz: Alles was schief gehen kann, wird auch schief gehen.

Ganz abgesehen davon dass ich die Frage(n) der Endlagerung äusserst unbefriedigt beantwortet finde, ist ja eigentlich der grösste Witz dass man einerseits nicht immer mehr Energie verbrauchen kann, während man gleichzeitig immer weniger produziert. So gesehen kann ich wohl oder übel mit AKWs leben...
 

King-of-Pain

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fiumpf am 30.06.2007 15:06 schrieb:
doceddy am 30.06.2007 15:05 schrieb:
Dt verfügt einfach nicht über das Land um so viele Windräder und Solaranlagen aufzustellen



Naja, mMn kann sich jedes EFH durch Solarzellen selber versorgen und produziert sogar nen Überschuss.

Die Industrie kann ja dann den Strom aus den Wasserkraftwerken haben.

nur solange die sonne scheint ...
abgesehn davon wird durch die Sonnen und Windkraft indirekt die umweltbelasstung erhöht

da die Stromkonzerne gezwungen sind den hier produzierten strom aufzukaufen (wodurch auch die Preise in die höhe getrieben werden) müssen Kraftwerke mitt teillast gefahren werden wodurch der wirkungsgrad verschlechtert wird.
 

Boesor

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Maulwurf2005 am 30.06.2007 15:16 schrieb:
Boesor am 30.06.2007 15:11 schrieb:
Nebenbei, dass in China jedes Jahr tausende Bergleute sterben liegt ja nicht am generellen Risiko des Kohleabbaus, sondern an den miserablen Sicherheitsstandards in vielen Gruben. In Deutschland sterben jedes jahr ca. 0,1 Bergleute
Aber in Deutschland ist die Chance, dass ein A-Werk in die Luft fliegt, entsprechend gering. Denn hier hat man einfach sehr hohe sicherheitsvorkerungen, und dass die beien Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, zeigt doch, wie sicher Kernenergie in Deutschland ist.

Zur Energieeinsparung: Es würde theoretisch über supraleiter gehen, das Problem ist halt nur, dass dadruch die Erde noch wärmer werden würde. Und der Preis spielt hier natürlich auch eine Rolle.

Die Frage, die jeder bei der Frage der Atomkraft beantworten muss: Ist das Risiko zu verantworten?

ich meine nein, denn bei allen Sicherheitsstandards bleibt immer ein Restrisiko.
Und Schweden ist ja nicht gerade ein Dritte Welt Land.
Warum sollte so ein störfall bei uns unmöglich sein?
 

Yikrazuul

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Atomkraftwerke sind schon sicher, wenn gut geführt und man gute Technik verwendet. Tschernobyll war ja das eklatante Gegenbeispiel, ein Wunder, dass es nicht vorher hochgegangen ist.

Atomenergie sollte Energieerzeugung aus Wind/Sonne ergänzen bzw. dominieren. Man ist schon naiv wenn man glaubt, aus Wind und Sonne nur annähernd den Energiehunger der Welt sitllen zu können. Vergleicht mal den Output eines Kohlekraftwerkes mit dem von allen Wind-/Sonnenkraftwerken in D zusammen...
Bis auf die Entsorgung ist auch jedes Atomkraftwerk umweltrfreundlicher als diese dämlichen Kohle-ich-verbrenne-wichtige-Resourcen-Kraftwerke!

Zum Thema Fusionskraftwerk muss ich aber sagen, dass sie - wenn technisch realisierbar - ein dickes Problem darstellen. Energie wird dann haufenweise günstg zur Verfügung stehen, was zur Folge hat, dass jeder Energie verschwenden wird (v. a. USA, China). Das wird massivst zur Umweltrpoblemen, v.a. Erderwärumung führen. Man müsste den Strompreise auf dem selben Level halten und die Überschüsse für Umweltsachen umleiten!
 

Boesor

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Yikrazuul am 30.06.2007 15:34 schrieb:
Atomkraftwerke sind schon sicher, wenn gut geführt und man gute Technik verwendet. Tschernobyll war ja das eklatante Gegenbeispiel, ein Wunder, dass es nicht vorher hochgegangen ist.

Da werfe ich doch nochmal "Forsmark" ins Rennen, das steht nicht in der Ukraine oder Aserbaidschan, sondern in schweden.

Und der Betreiber (Vattenfall) ist auch in Deutschalnd aktiv.
 

Boesor

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Yikrazuul am 30.06.2007 15:34 schrieb:
Zum Thema Fusionskraftwerk muss ich aber sagen, dass sie - wenn technisch realisierbar - ein dickes Problem darstellen. Energie wird dann haufenweise günstg zur Verfügung stehen, was zur Folge hat, dass jeder Energie verschwenden wird (v. a. USA, China). Das wird massivst zur Umweltrpoblemen, v.a. Erderwärumung führen. Man müsste den Strompreise auf dem selben Level halten und die Überschüsse für Umweltsachen umleiten!

Da mach dir mal keine Gedanken, als wenn die Stromkonzerne bislang den Preis nach Erzeugungskosten berechnet hätten.
 

Thresher

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Der Abbau von Uran ist übrigens auch umweltschädlich, da dort das Edelgas Radon freigesetzt wird welches Schäden an Mensch und Umwelt mit sich bringt.
 
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aeghistos

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Maulwurf2005 am 30.06.2007 14:57 schrieb:
In der Schweiz läuft momentan ein Experiment, bei dem der Abfall in einem Berg verstaut wird, und die außenhülle aus feuchtem Ton besteht. Ich weiß nichts genaueres darüber, aber auf jeden Fall klingt es sehr verheißungsvoll.

Bis jetzt gibt es in der Schweiz nur Untersuchungen über die Eignung bestimmter geologischer Formationen. Bei Benken gleich an der deutschen Grenze, liefen/oder laufen Probebohrungen, falls sich der Untergrund eignet, muss es erst noch politisch durchkommen. Es wäre nicht das erste Mal, dass die lokale Bevölkerung in der Schweiz den Plänen für ein Endlager den Todesstoss versetzt. Zuletzt passiert in Nidwalden (Zentralschweiz), dort ging es nur um einen Sondierstollen.

Für Mittel- und schwachradioaktive Abfälle mag das Verbuddeln ja noch funktionieren aber hochradioaktive Abfälle brauchen über Millionen Jahre eine sichere Lagerstätte. Ich persönlich bin dafür das Zeug ins Weltall zu schiessen, dann ist der Scheiss wenigstens sicher entsorgt. Während des Starts der Rakete wäre man zwar einem erhöhten Risiko ausgestzt, aber im Vergleich zum Vergraben halte ich es für die bessere Lösung. Man könnte das Zeug auch in einen Tiefseegraben kippen, könnte funktionieren. Wer die Wahl hat...

Aber selbst wenn man das Endlagerungsproblem gelöst haben sollte, würde ich nicht auf Atomkraft setzen. Wie Fossileenergie Träger ist Uran eine beschränkte Ressource. Bis neue Kraftwerke geplant, bewilligt, die Blokade der Anwohner durchbrochen und das Werk in Betrieb genommen werden kann wird sehr viel Zeit vergehen. Kurzfristig können sie also auch keine Lösung sein.


1969 kam es in der Schweiz in einem Versuchsreaktor zu einer Kernschmelze, zum Glück war das Ding in einem Stollen gebaut worden.
 

Captain_Schorle

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Thresher am 30.06.2007 16:15 schrieb:
Der Abbau von Uran ist übrigens auch umweltschädlich, da dort das Edelgas Radon freigesetzt wird welches Schäden an Mensch und Umwelt mit sich bringt.

Quelle?
Edelgase sind generell eig. ziemlich unschädlich und ich kann mir net vorstelln, dass Radon in so derben Mengen anfällt, dass die Strahlung ins Gewicht fällt.

Ansonsten find ich Atomkraft schon sinnvoll, sauber und Effizient.
Bis auf Tschernobyl gabs es ja keinen gravierenden Unfall, also ist die Sicherheit meines erachtens ausreichend. Der Abfall ist kein Problem, solange ihn man nur Tief genug verbuddelt (ist ja uch nich so viel), in ein paar tausend Jahren könn dann auch Kinder damit wieder spielen. ^^
Die erneuerbaren Energiequllen sind keine ernstzunehmende alternative, da deren Wirkungsgrad leider an der Grenze zur Lächerlichkeit liegt. :B

Hoffen wir, das die Fusionsernergie nicht mehr allzulange auf sich warten lässt, dann kann man auch alle AKW's vom Netz nehmen und ist auf der sicheren Seite.
 

Thresher

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Captain_Schorle am 30.06.2007 16:30 schrieb:
Thresher am 30.06.2007 16:15 schrieb:
Der Abbau von Uran ist übrigens auch umweltschädlich, da dort das Edelgas Radon freigesetzt wird welches Schäden an Mensch und Umwelt mit sich bringt.

Quelle?
Edelgase sind generell eig. ziemlich unschädlich und ich kann mir net vorstelln, dass Radon in so derben Mengen anfällt, dass die Strahlung ins Gewicht fällt.

Ansonsten find ich Atomkraft schon sinnvoll, sauber und Effizient.
Bis auf Tschernobyl gabs es ja keinen gravierenden Unfall, also ist die Sicherheit meines erachtens ausreichend. Der Abfall ist kein Problem, solange ihn man nur Tief genug verbuddelt (ist ja uch nich so viel), in ein paar tausend Jahren könn dann auch Kinder damit wieder spielen. ^^
Die erneuerbaren Energiequllen sind keine ernstzunehmende alternative, da deren Wirkungsgrad leider an der Grenze zur Lächerlichkeit liegt. :B

Hoffen wir, das die Fusionsernergie nicht mehr allzulange auf sich warten lässt, dann kann man auch alle AKW's vom Netz nehmen und ist auf der sicheren Seite.

Hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Uran
wo sonst. Radon ist nämlich radioaktiv.
Das ist auch noch ganz interessant: http://marktcheck.greenpeace.at/2933.html
 

Thresher

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Captain_Schorle am 30.06.2007 16:30 schrieb:
Thresher am 30.06.2007 16:15 schrieb:
Der Abbau von Uran ist übrigens auch umweltschädlich, da dort das Edelgas Radon freigesetzt wird welches Schäden an Mensch und Umwelt mit sich bringt.

Quelle?
Edelgase sind generell eig. ziemlich unschädlich und ich kann mir net vorstelln, dass Radon in so derben Mengen anfällt, dass die Strahlung ins Gewicht fällt.

Ansonsten find ich Atomkraft schon sinnvoll, sauber und Effizient.
Bis auf Tschernobyl gabs es ja keinen gravierenden Unfall, also ist die Sicherheit meines erachtens ausreichend. Der Abfall ist kein Problem, solange ihn man nur Tief genug verbuddelt (ist ja uch nich so viel), in ein paar tausend Jahren könn dann auch Kinder damit wieder spielen. ^^
Die erneuerbaren Energiequllen sind keine ernstzunehmende alternative, da deren Wirkungsgrad leider an der Grenze zur Lächerlichkeit liegt. :B

Hoffen wir, das die Fusionsernergie nicht mehr allzulange auf sich warten lässt, dann kann man auch alle AKW's vom Netz nehmen und ist auf der sicheren Seite.

So effizient wie alle behaupten ist Atomkraft auch nicht, da diese von der EU gefördert wird (von 97 bis 2006 ca 3.7 Milliarden Euro) und auch die Preise für die Entsorgung nicht im Strompreis miteinberechnet sind.
Mit einfach verbuddeln is da nämlich nicht viel!
 

MoeD

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Maulwurf2005 am 30.06.2007 14:44 schrieb:
Meiner Meinung nach ist Atomkraft die Einzige Energieproduktionsform, welche auch aus umweltsicht akzeptabel ist.

Atomkraft produziert, wie du selber sagst, Abfall, der zu Lasten unseres Planeten irgendwo verscharrt oder in die dritte Welt verschifft wird. Nur weil es heute für uns noch kein Problem ist, heisst das nicht, dass es langfristig kein Problem ist. Atomkraft ist meiner Meinung nach nichts weiter als die Verlagerung eines Umweltproblems auf einen späteren Zeitpunkt. Das kann nicht die Lösung sein, aber leider denken viele Menschen bei solchen Dingen nicht sonderlich vorausschauend, besonders wenn es darum geht Wählerstimmen einzufangen.
 

Boesor

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

Captain_Schorle am 30.06.2007 16:30 schrieb:
Ansonsten find ich Atomkraft schon sinnvoll, sauber und Effizient.
Bis auf Tschernobyl gabs es ja keinen gravierenden Unfall, also ist die Sicherheit meines erachtens ausreichend..

ich fahre seit 20 jahren betrunken Auto, lässt du mich weiterfahren?
Nur weil Harrisburg oder Forsmark keine GAU´s prodziert haben können wir doch nicht davon ausegehen das es immer so weiter geht.
Gerade Forsmark sollte gezeigt haben das es absolute Sicherheit in der Atomkraft nicht gibt.

Ne weitere Alternative wäre ja auch noch n Terroranschlag
 

jediknight1

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Captain_Schorle am 30.06.2007 16:30 schrieb:
Ansonsten find ich Atomkraft schon sinnvoll, sauber und Effizient.
Bis auf Tschernobyl gabs es ja keinen gravierenden Unfall, also ist die Sicherheit meines erachtens ausreichend..

[/quote]

Das war ja von den Mitarbeitern verschuldet. Kernfusion hat mehr Zukunft. Bisher muß nur noch das Material dafür entwickelt werden, was die Wärme aushält.
 
A

aeghistos

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

jediknight1 am 30.06.2007 21:29 schrieb:
Das war ja von den Mitarbeitern verschuldet. Kernfusion hat mehr Zukunft. Bisher muß nur noch das Material dafür entwickelt werden, was die Wärme aushält.

Es gibt kein Material, das diese Wärme aus hält, darum muss die Fusion in einem Magnetfeld stattfinden. Dafür ist aber viel Energie nötig. Es gab vor ein paar Jahren mal eine Meldung aus England, dass es gelungen ist, für kurze Zeit eine Kernfusionsreaktion aufrecht zu erhaten, die mehr Energie geliefert, als verbraucht hat.

Mir ist eigentlich egal, ob ein Atomunfall durch fehlerhafte Technik oder menschliches Versagen verursacht wird. Die Folgen bleiben sich gleich.
 
R

Ra-Tiel

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

jediknight1 am 30.06.2007 21:29 schrieb:
Das war ja von den Mitarbeitern verschuldet. Kernfusion hat mehr Zukunft. Bisher muß nur noch das Material dafür entwickelt werden, was die Wärme aushält.
Und eventuell ein Verfahren entwickelt werden, welches zu langfristiger Energieerzeugung geeignet ist und nicht um Größenordnungen mehr Energie verbraucht als erzeugt. ;)

Und zum Thema Material: JET und der geplante ITER Reaktor halten die Temperaturen schon aus - aus dem einfachen Grund, dass es keinen direkten Kontakt mit dem Plasma gibt. Wer sich dafür interessiert, kann ja mal das Prinzip der magnetischen Flasche und des Tokamak Designs bei Wiki zu Gemüte führen.

Die Wände dienen im Notfall sogar als Sicherungsmaßnahme um die Reaktion abzubrechen. Kontakt mit den Wänden verschmutzt das Plasma und kühlt es soweit ab, dass die Fusionsreaktion nicht mehr aufrechterhalten werden kann und zusammen bricht.
 
R

Ra-Tiel

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AW: Störungen in Atomkraftwerken - Die generelle Frage nach Atomkraft

aeghistos am 30.06.2007 21:43 schrieb:
Es gibt kein Material, das diese Wärme aus hält, darum muss die Fusion in einem Magnetfeld stattfinden.
Stimmt. Siehe auch meine Wiki-Links von oben.

aeghistos am 30.06.2007 21:43 schrieb:
Dafür ist aber viel Energie nötig. Es gab vor ein paar Jahren mal eine Meldung aus England, dass es gelungen ist, für kurze Zeit eine Kernfusionsreaktion aufrecht zu erhaten, die mehr Energie geliefert, als verbraucht hat.
Das dürfte wohl JET gewesen sein.

aeghistos am 30.06.2007 21:43 schrieb:
Mir ist eigentlich egal, ob ein Atomunfall durch fehlerhafte Technik oder menschliches Versagen verursacht wird. Die Folgen bleiben sich gleich.
Nicht unbedingt.

Wenn eine Kernspaltung mal unkontrolliert wird, hört sie von alleine erst dann auf, wenn der Anteil spaltbaren Materials in den Brennstäben unter eine kritische Grenze sinkt, und nicht mehr genug Neutronen freigesetzt werden um die Reaktion in Gang zu halten. Außer den Reaktor mit Neutronenabsorbern vollzupumpen kann man da eigentlich kaum was machen.

Bei Kernfusion aber ist die Reaktion auf bestimmte Randbedingungen angewiesen, zB Plasmatemperatur oder Vakuum in der Reaktorkammer. Diese Bedingungen werden aber sofort negiert wenn die Reaktion aus dem Ruder läuft - damit würgt sich die Kettenreaktion sofort selber ab. Dass ein Fusionsreaktor tagelang unkontrolliert vor sich hinbrutzelt ist ausgeschlossen, auch weil der Brennstoff innerhalb des Reaktor nur für ~1h reicht und zusätzliches Material kontinuierlich zugeführt wird.

Auch die Kraftwerke selber wären nicht so gefährlich. Da der Kernprozess ein anderer als der bei Spaltungsvorgängen ist, ist auch die Strahlung in den Baumaterialien anders - aber vor allem wesentlich geringer. Selbst die am stärksten kontaminierten Bauteile würden nach nur rund 500 Jahren eine extrem reduzierte Strahlungsbelastung aufweisen und fast ungefährlich sein - also kein Vergleich zu Spaltkraftwerken die Müll produzieren der über Zehntausende von Jahren hinweg hochgefährlich bleibt.
 

MICHI123

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ich bin gegen Atomkraft, aber nicht wegen der Gefahr eines Unfalls, die ist imo gering.
Der Grund warum man neue Energiequellen erforscht/entwickelt, ist ja nunmal der, dass man den Planeten nachhaltig schützen will, und nicht einfach alles für die nächste Generation verpestet und vergiftet zurücklassen will. Da ist Atomkraft aber gerade ein schlechtes Beispiel für. wenn man bedenkt wie lange der Müll davon noch strahlt -> stellt euch vor wir buddeln was aus, und auf einmal stoßen wir auf Atommüll, der von ner Zivilistaion von vor 5000 Jahren von der wir garnichts wussten, dort verbuddelt wurde xD
 

MICHI123

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Boesor am 30.06.2007 19:45 schrieb:
Ne weitere Alternative wäre ja auch noch n Terroranschlag
eher unwahrscheinlich, die Wände von einem Atomreaktor halten den aufprall eines Jets praktisch unbeschadet stand.
 
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