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Steam: Europäische Kommission prüft Geoblocking

Aber:



Wichtig ist hier "zur Verbreitung oder Verwendung". Bloßer Besitz ist damit nicht gemeint; hier geht es ganz klar um die kommerzielle/gewerbliche Nutzung. "Verwendung" meint ebenfalls die in erster Linie die öffentliche, also zu Propagandazwecken. Der eigene "Nazi-Showroom", wo man begeistert der Nachbarschaft den Mist unter die Nase reiben fällt, fällt aber mit einiger Sicherheit auch darunter.
Ich verstehe dich,
aber wieso sind dann Spiele in Deutschland verboten mit eben solchen Symbolen die ich doch auch nur PRIVAT spiele/nutze im eigenem Heimchen?
Versteht wohl nur der jeweilige Gesetzgeber, oder?
Ziemlich verzwickt das ganze.:-B
Wie gesagt, Anwalt und so.....:-D
 
Ich verstehe dich,
aber wieso sind dann Spiele in Deutschland verboten mit eben solchen Symbolen die ich doch auch nur PRIVAT spiele/nutze im eigenem Heimchen?

Sind sie doch nicht. Früher, in grauer Vorzeit, als es noch kein DRM gab, konntest Du relativ problemlos Komplett-Uncut Versionen im Ausland erwerben und -legal!- einführen. Ich habe z. B. ein Original-Uncut-Commandos, dass ich mir seinerzeit in London in einem VirginStore gekauft habe. Das Ding wurde sogar "beschlagnahmt"; Privatbesitz und -einfuhr bleiben dennoch erlaubt.


Ziemlich verzwickt das ganze.:-B
Wie gesagt, Anwalt und so.....:-D

Eigentlich gar nicht. Heute ist das Problem in erster Linie DRM/digitaler Vertrieb. Das heißt, Du darfst Dir zwar jederzeit solche Uncut-Versionen kaufen, aber wenn aus juristischen Gründen ein "Regionlock" drauf ist, werden die Hersteller auf die hiesige Rechtslage verweisen und den Teufel tun, Dir das Spiel uncut zugänglich zu machen. Theoretisch könnte man das dann sogar einklagen, aber in der Praxis... (Streitwert, Aufwand -> sinnlos)

Wenn Du aber irgendwo -im Ausland- eine physische, DRM-freie Version findest, dann ist der (private!) Kauf, die Einfuhr, der Besitz und die persönliche Verwendung nach wie vor vollkommen legal.
 
Also doch nicht ganz so einfach, denn dann gebe es das alles ja erst gar nicht.
Wieso etwas verbieten wenn es dann doch erlaubt ist.:-D
Verstehste was ich meine? Ich glaube schon.:-]
 
Also doch nicht ganz so einfach, denn dann gebe es das alles ja erst gar nicht.
Wieso etwas verbieten wenn es dann doch erlaubt ist.:-D

Rede ich chinesisch? :-B

Es ist NICHT verboten. Es ist verboten, dass Zeug öffentlich zu zeigen und zu handeln.

Was das Thema Digitalvertrieb angeht - es ist kompliziert. Denn die Rechtssprechung hinkt der technischen Entwicklung um Jahr(zehnt)e hinterher. Da herrscht mitunter bei allen Beteiligten größte Verwirrung. Und aus der Perspektive kann ich es verstehen, wenn Unternehmen da - beraten durch ihre Justiziare - rechtlich auf Nummer sicher gehen wollen und entsprechende Verrenkungen speziell für den deutschen Markt anstellen.

Ich bin aber guter Dinge, dass wir bis spätestens 2030 (nein, das ist jetzt keine Ironie!) auch in der Rechtssprechung notwendige Anpassungen erleben werden. Ich habe mich ja vor vielen Jahren für zwei Semester in die Rechtswissenschaft "verirrt", ich erinnere mich gut daran, dass einer meiner Profs damals meinte, "Bis ein neues gesellschaftliches Phänomen von der Rechtswissenschaft/dem Gesetzgeber vollständig erfasst und bewertet werden kann, dauert es in etwa 20-30 Jahre."

Na dann. :-B
 
2030
Na mal sehen, das könnte ich gerade noch so miterleben.:-D:-B
 
Die Info habe ich gar nicht haben wollen - deine privaten Verhältnisse gehen mich nix an.
Wenn du mir unterstellst, dass mir die Preise, egal sind, weil ich mir die ja eh leisten kann, egal sind, muss ich das berichtigen.
Dass ich dazu noch eine Begründung liefere ist ein Bonus, welchen man leider sehr selten in Argumentationen sieht
;)


Das funktioniert vielleicht beim aktuellen Fifa oder Call of Duty. Bei Blizzard gehen die mit dem Preis frühestens nach 5 Jahren runter. Davon ab: Wenn du auf die Sales wartest, hast du dem Hersteller vielleicht kein Schnippchen geschlagen, aber der typische Lieblingskunde bist du damit trotzdem nicht. Das sind hierzulande nur die, die ohne nach links und rechts zu schauen kommentarlos 70 Euro für ein aktuelles Spiel auf den Tisch legen.

Gruß Ronny

Ja eben:
Der Kunde hat es in der Hand Geld auszugeben.
Games sind je keine Steuern, die man zahlen muss.
Es werden auch viele teure Smartphones gekauft, obwohl es ein günstigeres, mit weniger Leistung, vollkommen ausreichen würde.
Da muss der Kunde halt selber Verantwortung übernehmen. Sich aber darüber nerven, dass MAN SELBER das Geld ausgegeben hat, ist ja irgendwie nicht ganz logisch.

Und ich verstehe auch, dass Games etwas kosten müssen, da die Entwicklung nicht ganz günstig ist.
Ja, ein Fifa kostet wohl in der Hinsicht nicht mehr die grosse Menge (abgesehen von den Lizenzen...)
Aber der Gewinn, der der mit solchen Blockbustern gemacht wird, fliesst auch in die Entwicklung neuerer, risikoreicher Projekte.
Und da muss der Publisher nun mal eine Mischrechnung machen (Gewinne in "reichen" Ländern, Nullsummenspiel in "armen" Ländern).

Ich bin übrigens ein Lieblingskunde von Blizzard:
Da kaufe ich mich trotzdem noch immer jede CE ;)
 
Ich bin übrigens ein Lieblingskunde von Blizzard:
Da kaufe ich mich trotzdem noch immer jede CE ;)

Das ich hier Blizzard Fan bin weiß wohl jeder, und aber auch das ich genauso gut Blizzard kritisiere. Aber die machen einfach die Top Spiele.


PS: Wusste gar nicht das du Blizzi Stammkunde bist.:-X Ich schick dir mal mein battle#tag
 
Das ich hier Blizzard Fan bin weiß wohl jeder, und aber auch das ich genauso gut Blizzard kritisiere. Aber die machen einfach die Top Spiele.


PS: Wusste gar nicht das du Blizzi Stammkunde bist.:-X Ich schick dir mal mein battle#tag

Ich bin Stammkunde, aber weniger Stammspieler ;)
Ab und zu D3 (wobei da meine Frau auch ab und zu spielt) und früher WOW, welches aber aus Zeitgründen nicht mehr gespielt wird.
Aber die CE lege ich mir trotzdem zu... ja, auch sehr unlogisch, ist aber so :D
 
"Juristendeutsch" ist nicht leicht zu verstehen, ich weiß. ;-)

Aber:



Wichtig ist hier "zur Verbreitung oder Verwendung". Bloßer Besitz ist damit nicht gemeint; hier geht es ganz klar um die kommerzielle/gewerbliche Nutzung. "Verwendung" meint ebenfalls die in erster Linie die öffentliche, also zu Propagandazwecken. Der eigene "Nazi-Showroom", wo man begeistert der Nachbarschaft den Mist unter die Nase reiben fällt, fällt aber mit einiger Sicherheit auch darunter.

Eben. Ein Wolfenstein Uncut zu kaufen und zu besitzen ist nicht verboten. Auch nicht der Kauf im Ausland. Das ist ja der Krux dabei. Publisher wie Bethesda gehen halt nur aufgrund vorauseilenden Gehorsam so weit zu blocken. Und genau da hoffe ich, daß im Rahmen dieser Untersuchungen zum Geoblocking diese unsinnige Einschränkung fällt. Das heißt ja nicht, ,daß man dann bei steam.de ein Wolfenstein uncut kaufen kann. Aber man kann sich ohne Ärger Wolfenstein uncut Retail in Österreich kaufen und auch in Deutschland benutzen. Nur nicht bewerben, offen auslegen oder weiterverkaufen/vertreiben. Zumal ist so ein Spiel gegen die Nazis und nicht dafür. Ein Punkt mehr der dafür spricht, daß solche Spiele in Deutschland ruhig uncut erscheinen könnten, weil der Kontext ein komplett anderer ist wie der Nazi-Insignien-Paragraph eigentlich impliziert.
 
Ich halte es aber eher für wahrscheinlicher, dass man in Zukunft auch im Digitalvertrieb problemlos solche Spiele im Ausland erwerben kann, als das in absehbarer Zeit das Verbot der Darstellung verfassungswidriger Symbole in Computerspielen fällt.

Der Grund: Computerspiele werden nach wie vor als Spielzeug betrachtet und nicht als "künstlerische Medien", bei denen die Darstellung problemlos ist - solange es keiner Verherrlichung dient.
Das wird erst dann passieren, wenn jemand (in dem Fall ein Hersteller) Interesse zeigt, dass juristisch bis zur höchsten Instanz durchzufechten. Das Interesse daran ist aber verschwindend gering...
 
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