Deinen Glauben an diese heile Welt hätte ich auch gerne.
Ohne den Verkauf von Lucasfilm an Disney würde es keine neuen Kinofilme geben, wäre Clone Wars nicht abgesetzt worden, würde es LucasArts noch geben, Star Wars 1313 wäre noch immer in Entwicklung und wäre das EU auch nicht so radikal im Eimer gelandet. Das sind alles Entscheidungen, die letztendlich auf dem Mist von Disney gewachsen sind. Das sind alles umwälzende Entscheidungen, die Lucasfilm vorher so nie getroffen hätte. Vermutlich auch, weil George das meiste davon nicht mitgemacht hätte.
Ja und nein. Ohne Frage drängt Disney zu etwas mehr konsequenten Entscheidungen.
Aber: Diese Entscheidungen trifft nicht Disney, sondern - wie ich einem vorherigen Beitrag schon schrieb - Lucas Film. Und natürlich sind diese Entscheidungen aus einer besseren Wirtschaftlichkeit heraus geboren.
Will sagen: Disney gibt vor: "Schreibt schwarze Zahlen. Macht was aus euren Marken. Spart dort ein, wo vorher lediglich Geld versackt ist." Sowas kann man Disney nicht wirklich vorhalten. Die müssen das Geld für den Lucas Film Geschäftsapparat schliesslich irgendwie wieder einfahren. Und Lucas Film sitzt mit seinen Marken auf einem haufen Geld.
Dementsprechend:
1) Natürlich motiviert/drängt Disney dazu, dass Lucas Film seine Marken nutzt. Ein Star Wars Film war da vorprogrammiert (und muss ja auch nicht schlecht sein).
2) "SW: The Clone Wars" wurde nicht abgesetzt, sondern etwas abgewürgt/notdüftig zu Ende geführt, weil momentan die neue Serie "SW:Rebels" am Start ist.

3) Wie schon gesagt, war Lucas Arts zu letzt eher eine Geldverschwindungsgrube. Lucas hat das nicht so gestört. (War ja auch sein 'Verdienst'.) Der hat den Ideengeber gespielt. (Siehe Entwicklerkommentare zu damaligen und heutigen Produktionen.) Nur hat Lucas Arts früher mehr zu stande gebracht, wohl weil G. Lucas weniger rein geredet hatte. Ich hätte Lucas Arts auch - wenn auch schweren Herzens - Kürzungen unterzogen.
4) Star Wars 1313 war bis zum Zeitpunkt der Einstellung nett zum Werben, aber eine offene Baustelle. Das Konzept war noch nicht rund und die Entwicklung ging ewig schleppend voran. Das das Projekt nicht fortgesetzt wird, war da schon vor dem Verkauf von Lucas Film klar. -Laut Jemandem aus der Entwicklung. Finde den Link leider nicht.
5) Der Reboot des SW-EU ist auch von den Entscheidungen von Lucas Film abhängig. Ist ja deren Produkt. Und auch wenn es mir nicht gefällt: Ich kann es irgendwie nachvollziehen. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: a) Was sie nicht tun -> dem SW-EU folgen und Handlung daraus in Epi 7-9 abbilden. Oder b) Was sie tun ->Dem SW-EU nicht folgen, sich aber zeitlich mit dem SW-EU überschneiden. Ergo würden diese Ereignisse (und Figuren usw.) damit automatisch zu einem alternativen Universum (AU), da die Filme ja immer als 'Kanon'/Original angesehen werden (sollen). Zudem bieten sie den Schreiberlingen mehr Möglichkeit zur Entfaltung, wenn diese nicht ständig auf irgend welche Ereignisse des SW-EU achten müssen. Ich finds ja auch Mist.. Ich hatte mir die Verfilmung der Thrawn-Reihe gewünscht. Aber Lucas Film bzw. Fr. Kennedy hat leider was anderes entschieden.
6) Lucas hat selbst genug versaut. Und SWTCW und Kanon? Also bitte..
ps. Mit Glauben an heile Welt hat mein Geschreibsel nix zu tun.

Aber anzunehmen, dass diese ganzen kreativen (ich meine nicht die wirtschaftlichen!) Entscheidungen zu Star Wars von Disney herrühren, ist etwas abergläubisch. Solange es ein Lucas Film als Unternehmen gibt, wird dieses auch die kreativen Entscheidungen selbst führen.