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Star Wars: Wie Disney ein ganzes Universum kastriert - Kolumne

Absolute Kontinuität, bei der krassen Anzahl an Spielen, Bücher, Filmen, Serien etc., ist ein Wunschgedanke.

Es geht hier ja nicht um ein paar Details, die vermutlich nicht passen, sondern um ganze Buchreihen, Erzählstränge und Charakter-Biografien, die mit den neuen Filmen aller Voraussicht nach eingerissen werden.
 
Es geht hier ja nicht um ein paar Details, die vermutlich nicht passen, sondern um ganze Buchreihen, Erzählstränge und Charakter-Biografien, die mit den neuen Filmen aller Voraussicht nach eingerissen werden.
Ich glaub, das würde keinen grossen unterschied machen.
Entweder Disney würde das EU weiterführen, hätte dann aber beinahe keine Möglichkeiten mehr, ihr Vision zu machen. Und für jeden noch so kleine "Fehler" würden sie von den HC-Fans angeprangert werden.
Oder sie machen mehr oder weniger Tabula Rasa um ihre Vision, von einem "neuen" Universum zu erzeugen.
 
die frage ist doch, wie man wichtige veränderungen die in diesem eu passiert sind, der großen mehrheit von leuten verständlich macht, die nur die filme kennt.
das stelle ich mir persönlich extrem schwierig, wenn nicht unmöglich vor.
allerdings bin ich auch kein kenner der materie.

ein beispiel: wenn im nächsten film jetzt zb 'plötzlich' ein wichtiger charakter aus den alten filmen nicht mehr dabei wäre, weil verstorben, würd ich wohl auch wie der ochs vorm berg stehen.
 
Es geht hier ja nicht um ein paar Details, die vermutlich nicht passen, sondern um ganze Buchreihen, Erzählstränge und Charakter-Biografien, die mit den neuen Filmen aller Voraussicht nach eingerissen werden.
Erst einmal müsste man ja wissen welche Charaktere (neben den bekanntesten Hauptfiguren) in den kommenden Filmen auftauchen werden und was der Inhalt der neuen Trilogie sein wird. Und nicht zu vergessen, die begrenzte Laufzeit von vielleicht 2 Stunden pro Film. Dass da einiges außen vor bleibt, würde mich kein Stück überraschen.
 
Nieder mit Disney! Die sollen Zeichentrickfilme machen, von was anderem haben sie keine Ahnung.
Naja, Disney ist zwar berühmt (berüchtigt?) für Animationsfilme, aber seit den 50'ern haben die immer auch stapelweise Realfilme gemacht, darunter Klassiker wie 20.000 Meilen unter dem Meer.
Und den Sci-Fi "Das schwarze Loch" mit Maximilan Schell fand ich damals auch richtig gut.
 
Dann bist du bei Star Wars aber an der falschen Adresse. ;)
Star Wars ist Fantasy im Weltraum, keine Sci-Fi.
Ah ja, das stimmt wohl. Wobei ich die beiden Genres (bis auf das mehr oder weniger an "Science") immer schon sehr nahe beieinander fand.

Wobei doch Star Wars auch immer als eher flaches, und mit holzschnittartigen Rollen besetztes, Weltallmärchen verrufen war. Das ausgerechnet da der Kanon so wichtig sein soll? Oder wurde das durch die ganzen Bücher doch so viel Komplexer?
 
Ah ja, das stimmt wohl. Wobei ich die beiden Genres (bis auf das mehr oder weniger an "Science") immer schon sehr nahe beieinander fand.

Wobei doch Star Wars auch immer als eher flaches, und mit holzschnittartigen Rollen besetztes, Weltallmärchen verrufen war. Das ausgerechnet da der Kanon so wichtig sein soll? Oder wurde das durch die ganzen Bücher doch so viel Komplexer?

Nicht unbedingt, aber Charaktere die du über 100+ Bücher begleitest werden einfach komplexer. Du bist ja bei vielen Ereignissen in deren "Leben" dabei. Ein SW Roman kann ich lesen und weiß sofort wie ich einzuordnen habe was Zeit und Raum angeht.

Sicherlich hat das EU auch schwächere Elemente (egal ob Bücher, Comics oder Spiele), aber im groben passt das alles ganz gut zusammen, weil schon immer auf eine gewisse Kontinuität geachtet wurde.

Es wird einfach schwer werden beim lesen in Zukunft die beiden "Universen" zu trennen. Jacen Solo wird für mich immer Darth Caedus werden - er wird das erlebt haben und verbrochen haben was er getan hat usw. - Es bleibt abzuwarten wie Disney die Geschichte der Solos in den nächsten 20-30 Jahren erzählen wird.

Man muss einfach mal bedenken das das EU derzeit ca. 40 Jahre nach Episode 6 spielt (Bücher, Comics gehen bis ~140 Jahre später) - da ist einfach viel passiert. Sie schmeißen alleine 40 Jahre Geschichte weg die NACH den Filmen entstanden ist. ganz zu schweigen von den Inhalten zu Zeit der Alten Republik und davor. Dort geht die Geschichte ja auch auf 40.000 Jahre zurück (100k wenn man die Enstehen des Corellia Systems mit einbezieht).

Für die Fans die das EU genossen haben wird es einfach schwer werden sich zu orientieren.

Daher hoffe ich einfach das sie viele Sachen auch übernehmen werden und einfach in einen neuen Kontext bringen - sprich sich das ganze einfach zurecht biegen ....

Wobei ... vielleicht wäre es doch einfacher, auch für uns als Fans, wenn sie es einfach ganz anders und neu machen. Dann wäre man nicht so verwirrt und hätte etwas komplett neues auf das man sich einlassen könnte.

Ach .. ist einfach schwer zu zu verarbeiten. Es bleibt wohl nur auf die ersten neue Inhalte zu warten und zu sehen wohin die Reise geht.
 
Für die Fans die das EU genossen haben wird es einfach schwer werden sich zu orientieren.

Es wird für mich auch irgendwie schwer sein, eine Episode 7 zu akzeptieren, in der es nicht darum geht, dass ein gewisser Großadmiral die kläglichen Reste des Imperiums unter seinem Kommando vereint. Er das Imperium wieder gegen die Neue Republik in Stellung bringt und die schwangere Leia Organa Solo, ihr Mann und ihr Bruder einen Spion in den eigenen Reihen finden müssen. Und so weiter und so fort...
 
Nun ich habe diese großartigen Bücher auch gelesen (und ein paar weitere) und fand sie eher so mittelgut...
Als "Kanon" hab ich sie aber ohnehin nie angesehen, ebensowenig wie die wirklich gelungenen Spiele um Kyle Katarn. Es hätte mich schon sehr überrascht, wenn die neuen Filme darauf basieren würden. Wenn ich daran denke, wer die Streifen dreht, würde es mich auch nicht wundern, wenn Chewbacca eine Zeitreise macht und versehentlich Tatooine zerstört, bevor Anakin vor den Jedi entdeckt wurde und damit das ganze Universum auf Anfang setzt...
 
Gefühlt war das EU noch nie Kanon für mich. Ich wusste, dass wenn es darauf ankommt, nur die Kinofilme darüber entscheiden, was die offizielle Version ist und was nicht. Dass TCW nach der neuen Disney-Regel sogar mit reingenommen wird, überrascht mich sogar ein bisschen. Aber auch nur ein bisschen, denn sehr viele Kids von heute sind mit TCW aufgewachsen bzw. TCW war deren allererster Kontakt zu Star Wars überhaupt ... nicht die Kinofilme. Denen kann man die Clone Wars natürlich nicht wegnehmen, DAS würde einen massiven Shitstorm heraufbeschwören.

Sicher, um ein paar der Geschichten im EU ist es wirklich schade, aber - es wurde ja bereits von dem einen oder anderen geschrieben - es ist auch viel Scheiß darunter, schlechte Stories, welche die sich widersprechen. Da wundert es nicht, dass Disney eine radikale Lösung gewählt hat. Sich durch den EU-Dschungel wurschteln und da einzelne Elemente rausgreifen und andere verwerfen, da tritt man auch sehr, sehr vielen Leuten auf die Füße und hat noch enorm viel Arbeit damit. Daher besser dieser radikale Einschnitt.

Entscheidend wird nun die Qualität von Episode VII. Wird die geil, werden nur noch einige wenige Hardcore-Fans Mara, Thrawn und Co. nachweinen. Erfüllt der Film aber nicht die Erwartungen ... dann gnade Disney George Lucas, denn die Fans werden es nicht tun.
 
Mich überrascht das nicht. Disney zieht die Reißleine und bekommt dafür Prügel. Aber vermutlich immer noch weniger Schläge, als wenn sie das EU anerkannt hätten. Dann würden sie für kleinste Fehler in den kommenden Filmen von den Hardcorenerds zerfleischt werden.

Gefällt mir auch nicht, ein paar Bücher (allen voran die von Zahn) sind wirklich toll und wären eine Verfilmung wert. Aber wie gesagt: aus Sicht von Disney vermutlich eine unausweichliche Entscheidung.
 
Das ist natürlich bitter. Ich selbst habe meine ersten EU Bücher gelesen, noch bevor ich einen Star Wars Film überhaupt gesehen habe. Bin also quasi ins EU hineingewachsen. Gerade die erste Thrawn Trilogie habe ich bestimmt in meinem Leben schon 5-6 mal gelesen und sie gehört zu meinen absoluten Lieblings SciFi Geschichten.
Interessanter Weise habe ich mich gerade erst vor knapp 2 Wochen mit einem Freund über die neuen StarWars Filme unterhalten. Wir hatten uns auch überlegt, wie man das komplexe EU einem Publikum zugänglich machen kann, dass davon überhaupt nix weiß und sich nie mit beschäftigt hat. Wir sind da aber dennoch auf Ideen gekommen, die jetzt gar nicht so sehr rumgesponnen waren. Gerade mit den Kindern hätte sich da viel machen lassen :)

Doch ist es auch so, dass StarWars für die heutige Jugend was ganz anderes ist als für uns alte Fans. Ein heute 15 Jähriger ist mit Clone Wars und diesem Kram aufgewachsen und hat vielleicht mal die Prequel Trilogie gesehen - und selbst diese Filme sind für ihn alte Schinken. Mit dem StarWars das wir kennen und lieben gelernt haben hat der dann gar nix mehr am Hut. Das EU kennt er nicht. Somit hat Disney in irgendeiner Weise einen Reboot gebraucht - und hat einen sogesehen logischen Weg gewählt, auch wenn er uns nicht passt. Im Endeffekt bleiben die Geschichten des EU, für mich auch immer StarWars. Kanon hin - Kanon her. Bei Star Trek gibt es auch unzählige Romane, Videospiele, etc. die nicht Teil des offiziellen ST Kanons sind und dennoch zweifellos StarTrek Geschichten. Und so verhält sich das dann eben auch mit StarWars, auch wenn wir Fans hier anderes gewohnt sind.

Bei dem Gespräch vor 2 Wochen hat mein Kumpel einen sehr wahren Satz gesagt: "Wir werden in den neuen Filmen im Kino sitzen und sie scheiße finden, ganz egal was Disney macht, ganz einfach weil es nicht mehr unser StarWars ist, das wir von früher kennen."
 
Oh man... Wie kann man sowas nur tun. Gerade dieses Universum mit dem größten Franchise der Welt so in´s Gesicht zu rotzen. Mein Gott... was wollten die damit erreichen bzw beweisen ? Das die fette Eier haben ? Dann solln die sich mal melken lassen -.-""
Es kotzt einfach an

Einfach alles weg...

Mal sehen wie EP7 wird. Ich bin ja noch guter Dinge für den Titel, allerdings mit fadem Beigeschmack
 
Ich bin für Episode 7 sehr pessimistisch. Regisseur ist schließlich J.J. Abrams, der es schon geschafft hat Star Trek bis zur Unkenntlichkeit zu verhunzen (vergleiche eine Classic-Folge mit den beiden neuen Filmen). Star Wars ist durchaus auch philosophisch ("Mehr wir sind als diese plumpe Materie..." "Es gibt keinen Tod, nur die Macht" etc.). Wenn man einfach nur Popkornkino machen will mit Explosionen und Lichtschwertern, wird diese philosophische Komponente außen vor bleiben, also werden sich die Fans der älteren Teile beschweren.

Siehe auch Steven Galipeau: The Luke Skywalker Journey, wo Star Wars als ein moderner kollektiver Mythos gedeutet wird.

Es gibt natürlich Platz nach Return of the Jedi sowohl für Thrawn als auch für wie auch immer geartete neue Geschichten, man muss sich nur die Mühe machen, sie entsprechend einzuordnen damit sie nebeneinanderpassen ohne sich zu beißen. Lucas selbst soll sich wohl mal beschwert haben, wieviel Arbeit es ist, einen Kinofilm zu machen, weil er wirklich alles mögliche bedacht hat, auch wenn es im Film gar nicht zu sehen ist, oder nur für eine viertel Sekunde, z.B. wie die Gungans Unterwasser leben etc. .

Die neuen Produzenten werden sich wohl oder übel ebenfalls diese Arbeit machen müssen wenn sie etwas produzieren wollen, das die Fans überzeugt.
 
Wobei ich das neue Star Trek trotzdem nachvollziehen kann. Da hat Abrahams einfach den Reset-Knopf gedrückt und baut eine alternative Linie auf. Finde ich 100% besser als das letzte Enterprise mit Scott Bekula wo man sich zuletzt mit dem temporalen kalten Krieg total verrannt hatte. Und die neue Crew ist frisch, nicht mehr so verstaubt wie das Star Trek aus den 1960er Jahren obwohl ich das auch gut fand. Die neuen Charaktere passen auch. Ich kann mich da nicht wirklich beschweren, auch wenn der Khan aus Into Darkess nicht an das Original heranreicht, wenn man den direkten Vergleich zieht. Für sich betrachtet ist der Film hingegen wirklich gut geworden.

Bei Star Wars hingegen bauen die Filme auf der bestehenden Basis von Episode I bis VI auf (wobei aber Lucas schon bei der neuen Triologie (I-III) im Vergleich zum Original deutlich nachgelassen hatte. Hayden Christensen war mit Augen zudrücken Mittelmaß in meinen Augen, JarJar Binks total nervig und die Qualität dieser Triologie kam an die der klassischen nicht ansatzweise heran.

Und aufgrund des Aufbaus auf der vorhandenen Basis finde ich die Ignorierung des Kanon und des EU daneben. Anders sähe es aus, wenn Disney mit einer neuen Episode I käme und alles incl. der klassischen Triologie neu aufstrippen würde. Dann könnte man mit der Ignorierung noch leben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auch Lucas sagte immer das nur das Kanon ist was in seinen Filmen vorgekommen ist..... leider
 
Genauso so gnadenlos wie sie Lucasart vernichtet haben, werden Sie es auch mit dem Star-Wars Imperium tun. Vorher noch große Töne gespuckt, alles bleibt beim alten, aber in Wirklichkeit haben sie die Fans nur getäuscht. Das gleiche wird in ein paar Monaten mit Occulus Rift passieren. Beides die total falschen Käufer.
 
Tja die Ausrichtung läuft Richtung Mainstream. Da nimmt man auf die alten Fans keine Rücksicht.
 
Ich kann mich noch an meinen ersten Star Wars Film erinnern. Mitte der 80´er. Seitdem liebe ich Star Wars. Nicht das Episode 1-3 Strafe genug wären kommt auch noch Disney und Zerstört etwas mit dem viele von uns gross geworden sind.Das ist etwas grotesk. Ich kann mich damit nicht abfinden.
 
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