Das ändert aber alles nichts daran, dass die Serie handwerklich unterirdisch ist.Von Maga-Kulturkampf-Prominenz explizit erwähnt zu werden passiert eben gerade nicht allen Serien.
Mal ganz davon abgesehen, dass der anti-woke-mob sowieso jederzeit umdefiniert was unter woke zu verstehen ist, so wie es ihnen gerade in den Kram passt. In einer ganz ähnlichen Diskussion zu einem anderen Produkt habe ich "go woke - go broke" als widerlegt erklärt, weil Baldurs Gate 3 ja erfolgreich war. Mir wurde entgegnet, BG3 sei ja nicht woke...
Wie ich sagte, Dawsons Creek im 32. Jhd. Nur ohne Dawson, ohne 32. Jhd, ohne irgendeine nachvollziehbare Charakterentwicklung, ohne irgendetwas, dass zum Beispiel ein Dawsons Creek mal erfolgreich gemacht hat und viele andere Serien, die sich dem Zeitgeist widmen.
Lachhafte Charaktere, stümperhafte schauspielerische Leistungen, eklatante Lore-Fehler, Stereotypen, Charaktere vollziehen innerhalb von Sekunden, von einer Szene auf die nächste, komplette Wesensveränderungen. Sagen was und machen 2 Sekunden später das genaue Gegenteil.
Die Serie macht ja Satiriker arbeitslos, das kann man nicht mehr parodieren. Da gibts keine Steigerung mehr.
Da hilft es auch nicht, wenn man heute beteuert, dass ja zum Beispiel ein TNG anfangs auch Probleme mit dem Publikum hatte. Ja, das hatte sie, aber nicht so dermaßen vernichtend und wenn TNG so wie SFA gewesen wäre, hätte sie es vermutlich nicht mal bis zum Ende der ersten Staffel gebracht. Damals wurde bei über 20 Folgen pro Staffel die erste Hälfte bereits ausgestrahlt, als die zweite noch gedreht wurde. Da hätte man auch den Stecker gezogen.

