AW: Spiel gut, Test gut aber Bewertung zu hoch
[size=10pt; font-family: Arial][/size][size=10pt; font-family: Arial] [/size][size=10pt; font-family: Arial]All das, was mich schon vor Jahren an BG und NWN (die für mich trotz der Kritik immer noch zu den besten RPG zählen) genervt hat, ist geblieben wie z.B.:[/size]
[size=10pt; font-family: Arial]1) [/size][size=10pt; font-family: Arial]keine Aktionen der nicht-quest-relevanten NPG (keine Beschäftigung, geschweige denn Interaktion mit der Spielfigur)[/size]
[size=10pt; font-family: Arial]2) [/size][size=10pt; font-family: Arial]kein Leben in der Umwelt[/size]
[size=10pt; font-family: Arial]3) [/size][size=10pt; font-family: Arial]Taktisches Kämpfen immer noch viel zu umständlich[/size]
[size=10pt; font-family: Arial]4) [/size][size=10pt; font-family: Arial]Immer noch keine offene Spielwelt[/size]
[size=10pt; font-family: Arial]Kurz gesagt:
Vieles von dem, was einem RPG Atmosphäre verschafft, hat Bioware offensichtlich
sträflich vernachlässigt. [/size]
BioWare legt bei ihren Spielen großen Wert auf eine filmreife Inzenierung der Geschichte, die z.B. auch ständig durch geskriptete Cutscenes und Dialoge vorangetrieben wird.
Bei einem "open world" Spiel wäre dies wohl nicht so leicht (ich verweise da z.B. auf Bernd Beyreuther, Chefdesigner von Drakensang):
Eine "open world" vervielfacht nicht nur den Entwicklungsaufwand (Tagesabläufe sämtlicher NPCs erfordern wohl einen immensen Programmieraufwand), sie erschwert es einem Entwickler auch noch zusätzlich, "seine Geschichte" dem Spieler so zu präsentieren, wie er gerne möchte - da dieser strenggenommen überall hin kann.
Bliebe als Kniff, mit entsprechenden Sperren zu arbeiten (wie in Gothic damals mit dem Minental), aber auch diese lassen sich nicht immer geschickt einbauen.
Zu guter Letzt ist das größste Problem die Größe der Spielwelt an sich:
Zu große Spielwelten lassen sich unmöglich mit spielerischem Inhalt füllen - das beste Beispiel hierfür ist Gothic 3. Riesige Spielwelt, aber relativ leer. Oder Oblivion - eine Menge guter Quests, aber dennoch jeder Menge generischer Dungeons und Landschaften. Risen dagegen bietet eine glaubwürdige "open world", der Kniff liegt jedoch darin, dass die Vulkaninsel nicht besonders groß ist.
Ich persönlich denke, "open world" und dramaturgisch aufwändig erzählte Story widersprechen sich. Was ich jedoch begrüßen würde, wäre, wenn BioWare *innerhalb* der "Schlauchlevels" wieder etwas mehr Platz zum Erkunden einräumen würde - denn das schließt sich imho nicht aus.
[size=10pt; font-family: Arial]Stattdessen gibt’s dann außerdem noch viel Blut zu sehen (Diablo lässt grüßen). Diese Blutorgien finde ich einfach nur zum Kotzen. Games-Zeitschriften müssten endlich mal dazu übergehen, so etwas im Test mit Punktabzug zu bestrafen.[/size]
Warum sollte man etwas mit Punktabzug bestrafen, dass *Dir* persönlich nicht zusagt? Ich finde z.B. Shooter generell ziemlich überflüssig, analog dazu müsste ich auch eine Abwertung einfordern, oder?
Man könnte jedoch negativ hervorheben, dass sich die Bluteffekte nicht (bzw. nur zu einem Teil) deaktivieren lassen, denn es gibt bestimmt genügend Leute, denen die "Blutorgien" nicht unbedingt zusagen.
Als negativer Aspekt kommt außerdem hinzu, dass Bioware offensichtlich auch die so einem RPG angemessenen AD&D-Regeln kommerzialisiert – d.h. glattgebügelt – hat.
Da muss ich Dir widersprechen. Das Regelwerk von DA

ist eine Eigenentwicklung von BioWare und basiert nicht auf den AD&D Regeln.