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    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

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Special - Spielemarkt: Kopierschutz-Report #2: Raubkopie und Raubkopierer im Detail

Von den Copyrighthaltern sehe ich keine Gefahr ausgehen. Sie alle, egal ob Kinofilm, DVD, Pay-TV, TV Produzenten, Softwarehersteller oder Autoren, sind erst einmal von ihren Kunden abhängig....
Da gebe ich dir prinzipiell Recht nur ist das Problem jenes dass die Kunden von ihrer Macht des Boykotts nicht gebrauch machen. Ich bin selber schon so Spiele süchtig dass ich nicht mehr darauf verzichten könnte selbst wenn ich es wollte :-$
und nun zum Problem .. die Contentindustrie mischt sich in Politik ein und erzwingt Gesetze die uns unsere Grundrechte einschränken. Ich lebe gott sei dank in Österreich und da hat vor kurzem der OGH entschieden dass der Provider sich strafbar machen würde, würde er die Daten seiner Kunden an Rechteverwerter weitergeben! (ja, ich mag dieses Land)

und was meint hr. medewitsch dazu:
Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbandes der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria)
und bei der LSG zuständig für die Produzentenverrechnung hebt aus dem
OGH-Urteil gegenüber dem WebStandard hervor, dass es den
Mitgliedsstaaten laut Europäischem Gerichtshof freistehe, "die
Speicherung und Verarbeitung von Verkehrsdaten auch für Auskünfte wegen
Urheberrechtsverletzungen zu erlauben, und zwar unabhängig von den
Regelungen der Vorratsdatenspeicherung-Richtlinie. D.h., die
Zweckbestimmung der Vorratsdatenspeicherung-RL auf schwere Strafdaten
steht dem nicht entgegen." Medwenitsch sieht darin eine wesentliche
Aussage in der Urteilsbegründung, die Argumenten widerspreche, die eine
Vorratsdatenspeicherung "nur zur Bekämpfung von Terrorismus und anderen
schweren Straftaten erlauben wollen."

zusammengefast: gleiche Rechte für Filesharer wie Terroristen! .. Hallo!? Gehts noch! also ich seh da echt eine große Gefahr ausgehen, viel, viel größer als jeder Wirtschafliche Schaden der durch down/uploader entstehen könnte.. ich könnte noch 100ete Beispiele bringen wo die Contentindustrie plötzlich anfängt uns unserer Rechte zu beschneiden, lobbing und bestechungen nicht ausgeschlossen.. Also echt und da denk ich mir schon.. ok, jetzt erst recht! Ps.: ich kaufe schon lange keine Musik mehr (die auf riaaradar als RIAA Musik eingestuft wird) - so kann ich wenigstens einen kleinen Beitrag zum erhalt der demokratie leisten..

und wenn die Gameindustrie (die Gott sei dank noch nicht ganz so extrem drauf ist) so weiter macht lad ich echt nur noch Spiele runter (PS.: hab ein großes Regal voller Originale, wenns so weiter geht werden aber nicht mehr viele dazu kommen) - wobeis schon Wurscht ich ob der Virus sich im crack oder im DRM (man denke an Sony) versteckt..
momentan jedoch bin ich noch zu schwach und liebe den Geruch des frisch ausgepackten Handbuchs noch zu sehr um einen echten Boykott durch zu setzen ,)
 
Mich würde mal interessieren, wieviele der Leute hier, die die Raubkopieen "ankotzen" selber welche haben.
(und womöglich garnichts davon wissen?)
 
man muss sich eigentlich nicht wundern,warum raubkopie so verbreitet ist.Wenn irgendwelche Leute (z.B.Robert Kottick) die Spielerpreise auf überdimensionale Kosten erhöhen,dann ist es umso verlockender,mit einer Raubkopie kostenlos ein Topspiel downzuloaden.Es gibt zwar noch viele Gründe (z.B. die bescheuerte Internetaktivierung usw.)aber dies sollte der Hauptgrund.Aber ich glaube auch seit Veränderung des Kopierschutzes hat man sich reichlich unbeliebt gemacht,das Spiel zu kaufen (GTA 4 zum Beispiel)
 
DIe "Bagatellisierung der Illegalität des Raubkopierens" ist wohl oder übel der wichtigste Grund.
Und genau diese Bagatellisierung findet ja auch in diesem Artikel wieder statt! Statt die wahren Gründe (der, wie gesagt, in Wahrheit nur ein einziger ist, nämlich ein preislichr) zu beleuchten, wiederholt man die Scheinargumente und Rechtfertigungen der Raubkopierer und gibt diesen sogar noch mediale Präsenz.
Nein, so einfach ist das nicht. Das würde dann nämlich die Frage aufwerfen, warum sich ein großteil trotzdem noch die Spiele kauft, wo man sie doch umsonst haben könnte. Etwa um den Entwicklern und Publishern zu helfen, von denen man teilweise wie ein vorbestrafter Krimineller behandelt wird? Selbst wenn so eine Denkweise sehr einseitig ist, sind die getroffenen Schutzmaßnahmen meistens genauso unkomfortabel und problematisch wie nutzlos.
Und es hat auch noch nie geholfen, ein offensichtliches Problem totzuschweigen. Ob der Artikel nicht kritisch genug gegen Raubkopien spricht, darüber kann man sich vielleicht streiten, aber ansonsten gut geschrieben und informativ. Weiter so.
 
Desto teurer ein Siel desto lukrativer ist es sich diese illegal zu ziehen oder von nem Freund zu brennen. Alles was den legalen Käufern in irgendwelcheN hinsichten "einschränkt" sprich Kopierschutz mit Aktivierungen und sonstwas geht nur zum Minus für den Verkäufer.

Der Raubkopierer bekommt:
- Ein kostenloses Spiel
- Keinen Kopierschutz
-> Gutes Preis/Leistungsverhältnis
Immerhin wenn einem das Spiel nicht zusagt braucht ers nur zu löschen, der Verkäufer hat 50 € in Sand gesteckt

Was die Industrie immer vergisst ist: Jeder raubkopierer ist ein Potenzieller Käufer! Man muss die Leute nur dazu bringen sei es durch spezielle Bonusmaterial, Multiplayer oder sonstigen Dingen das sie es kaufen. Auch der Preis ist entscheidend.
 
Oft im Thread gelesen:
Raubkopierer kopieren nur, weil es kostenlos ist.
Schön verallgemeinert. Soetwas zerstört jede ernstzuehmende Diskussion im Keim.

Ich glaube viele aus der "Es gibt keine Rechtfertigung"Fraktion hier sehen das Gesamtkonstrukt nicht.

Klar kopieren die Leute, weil sie das Spiel so umsonst bekommen. Aber das ist überhaupt nicht der Punkt. Wichtig ist die Frage: Unter welchen Gegebenheiten würden sie eigentlich dafür bezahlen? Denn nur darauf kommt es an.

Und darauf gibt der Artikel auch Antworten. Ich sehe da nirgendwo eine Bagatellisierung des Problems.

Letztlich kann man Raubkopierer sehr wohl in verschiedene Gruppen mit verschiedenen Beweggründen unterteilen. Die Asis, die grundsätzlich alles klauen, was sich ihnen anbietet, aber auch diejenigen, die unter anderen Gegebenheiten das Spiel gekauft hätten.

Ein Boykott eines verbugten Spiels wäre moralisch vertretbarer als eine Raubkopie, aber wirtschaftlich gesehen spielt es keine Rolle.
Entscheidend ist, dass es einen Grund gab, warum jemand ein betreffendes Spiel nicht gekauft hat und nicht warum er es nicht spielen sollte.
 
Ihr immer mit eurem "die Spiele sind zu teuer"!

Tatsache ist doch, dass sich die Preise von PC-Spielen - von einigen wenigen Ausreißern, die es aber früher auch schon gab, abgesehn - im Schnitt seit vielen Jahren so gut wie nicht verändert haben, und das obwohl sich die Herstellungs und Entwicklungskosten ver X-facht haben. Im Gegenteil: Die Budgetversion von Spielen kommt heutzutage viel früher.

Dieses Gejammer über den Preis ist wirklich an den Haaren herbeigezogen. Die Leute lügen sich hier in die eigene Tasche, sonst nichts. Und dann abends weggehn und sich für 7 Euro pro Cocktail besaufen, dafür reicht dann das Geld schon...
 
Desto teurer ein Siel desto lukrativer ist es sich diese illegal zu ziehen oder von nem Freund zu brennen. Alles was den legalen Käufern in irgendwelcheN hinsichten "einschränkt" sprich Kopierschutz mit Aktivierungen und sonstwas geht nur zum Minus für den Verkäufer.

Der Raubkopierer bekommt:
- Ein kostenloses Spiel
- Keinen Kopierschutz
-> Gutes Preis/Leistungsverhältnis
Immerhin wenn einem das Spiel nicht zusagt braucht ers nur zu löschen, der Verkäufer hat 50 € in Sand gesteckt

Was die Industrie immer vergisst ist: Jeder raubkopierer ist ein Potenzieller Käufer! Man muss die Leute nur dazu bringen sei es durch spezielle Bonusmaterial, Multiplayer oder sonstigen Dingen das sie es kaufen. Auch der Preis ist entscheidend.
Diese Pauschalisierung ist ein Griff ins Klo und ich wundere mich immer wieder, was Leute, wie Du, sich bei so Aussagen denken.

Sollen die Spiele 20 Euro kosten?Meinst Du etwa, dass es nichts kostet Spiele zu produzieren und dass die Macher, diese Künstler, es nicht verdienen, Geld zu verdienen?

Ich kenne tausende Leute, die raubkopieren, weil sie einfach Geld dabei sparen. Denen geht es nicht um den Preis. Die würden auch bei 15 Euro raubkopieren.Dass es immer noch Leute gibt, die sich über Kopierschutzmaßnahmen so aufregen und die Publisher anschwärzen, spricht einfach nur für Primitivität!

Ich hasse Raubkopierer und ich hasse es, dass sie daran Schuld sind, dass die Innovation in der Spielebranche leidet! Vielen Dank!! Und ich nehme jeden Kopierschutz dankend an! Je härter, desto besser...

Ich geb allen Raubkopierern, sprich Dieben, einen Tipp: wenn ihr keine Kohle habt, so wie ich als Student, dann wartet 6 Monate und kauft die Spiele original bei Ebay oder sonstwo. Sind dann viel billiger...*kopfschüttel*
 
Ich hasse Raubkopierer und ich hasse es, dass sie daran Schuld sind, dass die Innovation in der Spielebranche leidet! Vielen Dank!!
Warum sind die daran Schuld? Die Entwicklungskosten für Spiele sind in Regionen gestiegen, für deren Deckung kein Markt vorhanden ist. So einfach ist das.

Das Problem mangelnder Innovationen hast bei Hollywoodblockbustern aus den selben Gründen auch.

Jahrelang wurde überragende Technik als tragendes Verkaufsargument benutzt (Next Gen Konsolen, High End Gaming PC...) und jetzt merkt man, dass einerseits die Konsumenten natürlich an diesen technischen Stand gewöhnt sind, aber andererseits die Spieleentwicklungen kaum noch finanzierbar sind. Tja dumm gelaufen.

Das Problem besteht btw. auch auf den Konsolen. GTA IV musste sich über 10 Mio. mal verkaufen, damit es kein wirtschaflticher Flop werden würde.

Nintendo ist mit der Wii auch nur so erfolgreich, weil man neue Käuferschichten abseits der NexTGen-Core Gamerschaft erschlossen hat, die noch nicht grafikverwöhnt sind.
 
Diese Pauschalisierung ist ein Griff ins Klo und ich wundere mich immer wieder, was Leute, wie Du, sich bei so Aussagen denken.

Sollen die Spiele 20 Euro kosten?Meinst Du etwa, dass es nichts kostet Spiele zu produzieren und dass die Macher, diese Künstler, es nicht verdienen, Geld zu verdienen?

Ich kenne tausende Leute, die raubkopieren, weil sie einfach Geld dabei sparen. Denen geht es nicht um den Preis. Die würden auch bei 15 Euro raubkopieren.Dass es immer noch Leute gibt, die sich über Kopierschutzmaßnahmen so aufregen und die Publisher anschwärzen, spricht einfach nur für Primitivität!

Ich hasse Raubkopierer und ich hasse es, dass sie daran Schuld sind, dass die Innovation in der Spielebranche leidet! Vielen Dank!! Und ich nehme jeden Kopierschutz dankend an! Je härter, desto besser...

Ich geb allen Raubkopierern, sprich Dieben, einen Tipp: wenn ihr keine Kohle habt, so wie ich als Student, dann wartet 6 Monate und kauft die Spiele original bei Ebay oder sonstwo. Sind dann viel billiger...*kopfschüttel*
Du nimmst also jeden Kopierschutz dankend an, freust dich über tiefe Eingriffe in dein System wo ein Spiel eigentlich gar nichts zu suchen hat und nimmst willentlich in Kauf das sowas auch dein System sowohl gefährden als auch kaputt machen kann???
Hört sich ja fast wie nen Troll an wie ich finde...

Ich hab mir zu letzt GTA4 und Fifa 09 geholt da ich diese Titel auch im Multiplayer spielen wollte und wurde, wie ich finde, verarscht. Bei GTA4 lief das Spiel erst nach dem ersten Patch bei mir überhaupt und zudem wurde ich gegängelt mir x-Sachen zu installieren nur damit ich es online spielen kann, die gar nicht zum Spiel gehören und nur den ehrlichen Kunden aufgezwungen werden. Ist das logisch? Ich finde nein, ich sollte doch als ehrlicher Kunde der gern bereit ist für ein Spiel seiner Wahl Geld auszugeben wenigstens nicht noch verarscht werden (sorry die Wortwahl, aber das ist hier nunmal der Fall) sondern einen Mehrwert erhalten (klar, Online spielen ist ein Mehrwert der für mich ja der Grund zum Kauf war).
Bei Fifa09 war es ähnlich, es lief zwar immerhin von Beginn an ohne Probleme (abgesehen von dem miesen Gamepad Support) aber dafür konnte man es nur 5mal installieren, jetzt werden viele schreien das man doch eh nur eine Installation zum spielen benötigt, aber wenn man nunmal Windows hat, was von Spielen vorraus gesetzt wird, kann es mitunter vorkommen das das System mal seinen Geist aufgibt und man nicht die Chance hat ein Spiel zu deinstallieren und somit den Schlüssel wieder frei zu machen. Da ich numnal auch mit Windows arbeite und öfer was ausprobiere kam das bei mir leider so weit, das irgendwann alle meine Installationen aufgebraucht waren (hört sich schon falsch an, ist ja kein Einwegprodukt!!!) und ich eine teure 0900 Nummer anrufen mußte um diese wieder frei zu schalten.

Und die Gängelung das ich für Installationen einen Rechner mit Internetzugang benötige ist eh mit die größte Schweinerei, was wenn ich mal umziehe oder mein Zugang ausfällt und ich gerad dann das Spiel neu installieren möchte? Dann hab ich als ehrlicher Kunde die Arschkarte, denn mit einer gecrackten Version hab ich das Problem nicht, die kann ich immer installieren und so oft ich möchte!

Ich werde zwar nach wie vor zu originalen greifen da ich nunmal gerne online spiele, es mir aber bei bestimmten Titeln 3mal überlegen und im Zweifelsfrei die Hände davon lassen, bevor ich wieder zu viel Geld für Gängelung bezahle wo ich mir nur mit rum ärgern muss!
 
So viel hab ich hier schon gelesen. Diverse Rechtfertigungen warum man Schwarzkopien zieht und vorallem viel Blabla warum man moralisch hoch überlegen ist wenn man dies nicht tut. Am besten fand ich noch die Sache mit dem "die Menschen umerziehen und ordentlich bestrafen" (frei zitiert).

Soweit sind wir mittlerweile. Anstatt das mal mit Vernunft agiert wird muß man gleich wieder den bösen unvollkommenen Menschen ändern. :rolleyes:

Dabei ist die Lösung simpel. Leute die schwarzkopieren wollen werden weiter schwarzkopieren. Weils einfach ist. Weils kostenlos ist. Dagegen kommt man nicht an.
Aber man kann es stark genug reduzieren ohne größere Teile des eigenen Kundestamms zu vergraulen. Denn eine Industrie die etwas verkaufen will, hat IMMER auf den Kunden einzugehen. Nicht der Kunde auf die Industrie.

Also gebt den Leuten einen Mehrwert der 50€ rechtfertigt. Gebt ihnen Bonuszeug fürs ehrlich sein. Ärgert sie nicht mit völlig unsinnigen Kopierschutzmaßnahmen. Gebt ihnen halbwegs fehlerfreie Spiele (nehmt zumindest Bugs raus die nem 3-jährigen nach 5 min. spielen auffallen). Lernt endlich das Story>Grafik und und un. Gebt ihnen kurz gesagt gute Produkte zu guten Preisen. Und die Leute werden es kaufen. Und die Industrie wird Gewinn machen.

Warum also sich darauf konzentrieren die jugendlichen Schwarzkopierer anzugehen. Die bringen eh kaum Geld weil sie nicht soviel davon haben (oder es versaufen :-D ). Setzt man die oben genannten Punkte um dann wird die Gruppe die der Industrie sowieso schon am meisten Geld bringt wahrscheinlich richtg viel Geld ausgeben. Gemeint sind die meist im Beruf stehenden, aber schon spielaffinen und durchaus qualitätskritischen 30-40jährigen. Und wenn das passiert können einem die bösen Schwarzkopierer am Allerwertesten vorbei gehen.

Das alles entbindet einen natürlich nicht davon sich mit dem grundlegenden Problem zu beschäftigen: Urheberrechte im digitalen Zeitalter und das man da endlich mal eine Lösung finden sollte welche die Industrie nicht massiv gegenüber den Menschen bevorteilt.
Aber das ist weniger Aufgabe der Spieleindustrie, sondern eher die von Politikern. Also solchen die tatsächlich Volkvertreter sind und nicht bezahlte Lobbyvertreter. :-(
 
Oft im Thread gelesen:
Raubkopierer kopieren nur, weil es kostenlos ist.
Schön verallgemeinert. Soetwas zerstört jede ernstzuehmende Diskussion im Keim.

Ich glaube viele aus der "Es gibt keine Rechtfertigung"Fraktion hier sehen das Gesamtkonstrukt nicht.

Klar kopieren die Leute, weil sie das Spiel so umsonst bekommen. Aber das ist überhaupt nicht der Punkt. Wichtig ist die Frage: Unter welchen Gegebenheiten würden sie eigentlich dafür bezahlen? Denn nur darauf kommt es an.

Und darauf gibt der Artikel auch Antworten. Ich sehe da nirgendwo eine Bagatellisierung des Problems.

Letztlich kann man Raubkopierer sehr wohl in verschiedene Gruppen mit verschiedenen Beweggründen unterteilen. Die Asis, die grundsätzlich alles klauen, was sich ihnen anbietet, aber auch diejenigen, die unter anderen Gegebenheiten das Spiel gekauft hätten.

Ein Boykott eines verbugten Spiels wäre moralisch vertretbarer als eine Raubkopie, aber wirtschaftlich gesehen spielt es keine Rolle.
Entscheidend ist, dass es einen Grund gab, warum jemand ein betreffendes Spiel nicht gekauft hat und nicht warum er es nicht spielen sollte.
Ich finde das du hier definitiv Recht hast. Wie du schon sagst sind diese Post mit "Es gibt keine Rechtfertigung" nicht wirklich dazu angetan um eine Diskussion zu fördern, darüber hinaus sind mir solche Aussagen einfach zu pauschal und zu einfach.
Dass was du sagst ist ein wesentlicher Punkt, genauso die Sache dass die Publisher sich oft genauso in den Grauzonen des Gesetzes bewegen wie vermeintliche Schwarzkopierer. Ein wichtiger Punkt hierbei ist besonders die Sache bezüglich ein Spiel gebraucht zu verkaufen. Laut dem Artikel der FAZ besteht auch bei Software das Recht diese frei weiterzuveräßern. Dies ist mittlerweil aber nur noch selten gegeben. Hinzu kommt dann noch die Verallgemeinerung dass ja jeder Spieler ein potentieller Raubkopierer ist. Darüber hinaus bietet einem oft das Original einfach keinen Mehrwert. Während sich mittlerweile der ehrliche Käufer bei fast jedem Spiel mit DRM, Onlineaktivierung etc. rumschlagen muss, muss das ein Schwarzkopierer nicht. Er kann das Spiel runterladen, installieren und Spielen. Er braucht keine Zusatzsoftware die im schlimmsten Fall Probleme beim Spiel und beim Betriebssystem verursacht. Er führt sich nicht gegängelt. Er muss keine Rechte abgeben um das Spiel zu spielen. Das Theme ist einfach zu komplex um es mit Pauschalaussagen abzufertigen. Die Spieleindustrie ist an der aktuellen Situation nicht ganz unschuldig und immer wieder Verluste und schlechte Verkaufszahlen mit dem Verweis auf Schwarzkopierer zu begründen ist hier sicherlich nicht hilfreich.
Bezüglich des Argumentes das heutige Spiele sehr aufwendig sind und die Leistung honoriert werden muss, darf man auch nicht die andere Seite vergessen. Ja die Programmierung vieler Spiele ist komplex und aufwendig, aber das was teilweise auf den freien Markt geworfen wird ist verbuggt, halbfertig oder schlimmeres. Dies kommt mittlerweile gefühlt nicht nur selten vor sondern ist fast schon Standard. Wenn in anderen Bereichen z.B. in der Wirtschaft solche Software ausgeliefert würde, dann würde es Konventionalstrafen hageln oder noch schlimmer solche Firmen würden sich am Markt nicht halten. Natürlich ist das kein Grund schwarz zu kopieren, aber die Qualität ist einfach schlechter geworden und ohne Demo etc. kauft man sich oft die Katze im Sack und kann schnell enttäuscht werden.

Der Artikel an sich ist mMn sehr gut, weil er neutral gehalten ist und nicht nur auf einer Seite steht sonder eher objektiv ist.
 
3. Minderwertige Qualität der Produkte

wenn es minderwertig ist,macht sich doch auch keiner die Mühe es zu hohlen, wenn er besseres haben kann ?
 
AW:

Hier mal meine  Geschichte zum unerlaubten Kopieren:

Ich hab so in den frühen 90ern richtig angefangen zu spielen, vorrangig auf Konsolen. Damals war alles neu, quasi jedes Spiel konnte mich begeistern (4D Sports Driving/Stunts und Doom, Super Mario und Zelda sind mir immer noch in guter Errinnerung), ich freute mir nen Ast über grobpixelige Grafiken und schrecklichen Midi-Sound.

Später, als man dann den ersten eigenen Rechner hatte, griff ich als Halbwüchsiger immer mal wieder zu den damals so verbreiteten Spielesammlungen, wo man 10 bis 12 Spiele für den Preis eines Vollpreisspieles abstauben konnte. Da meine Eltern Computerspielen ect. sehr kritisch gegenüberstanden, und ich mir deshalb Konsolen/Rechner ect. selbst kaufen musste, blieb auch nicht viel Geld für Software übrig. Als das Internet in immer mehr Haushalten einzog, war ich hin und wech darüber, dass einem mehr oder weniger das gesamte Angebot der Spieleindustrie im Internet kostenlos zur Verfügung stand. Zu dieser Zeit habe ich mir dann auch ordentlich Spiele gezogen.

Dann begann sich so langsam das Empfinden zu entwickeln, dass ein gekauftes Spiel mit Packung und so doch einen Mehrwert hat, und es auch den Entwicklern ein Mittagessen beschert. Allerdings wurden sie trotzdem vor dem Kauf oft noch heruntergeladen, bei Gefallen aber auch nicht selten zum Vollpreis gekauft. Das Runterladen von Spielen wich immer mehr dem Kauf der Originalversionen, bis ich es eigentlich fast komplett aufgab.

Allerdings stellte ich zu meinem Bedauern auch fest, dass das Angebot von Titel, die mir das bezahlte Geld wert waren, sich immer weiter ausdünnte. Man hatte irgendwie schon alles in diversen Variationen gesehen, es gab kaum noch Spiele, die mich wirklich zu begeistern wussten, viele Käufe waren einfach ein Griff ins Klo. Das in Kombination mit den anscheinend salonfähig gewordenen "Beta-Releases" von Spielen schmälerte dann immer mehr meine Bereitschaft, Geld für Spiele zu bezahlen, sie waren es m.Mn nicht mal mehr wert, runtergeladen zu werden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenso wie die Originale vergammeln würden.

Seit mehreren Jahren habe ich das Runterladen von Spielen komplett aufgegeben, allerdings kaufe ich mir auch kaum mehr welche, da ich zu oft entäuscht wurde. Als die größten käuflich erworbenen Entäuschungen fallen mir spontan Söldner: Secret Wars, Assassins Creed und Crysis (das ich mir Gott sei Dank nur geliehen hatte) ein. Daneben gibts noch viele gekaufte Spiele, die ich zwar nicht wirklich als schlecht empfand, sie aber trotzdem wegen fehlender Motivation nicht durchgespielt habe. Das aktuelleste Spiel aus meiner Sammlung ist Dawn of War II (Februar :ugly: ), das zur Abwechslung mal sein Geld wert war, und das auch auch immer noch begeistert spiele. Daneben löhne ich noch den monatlichen Obulus für Eve Online.

Die Essenz von meinem ganzen Bla Bla hier: früher war bei mir der Grund eine Kombination aus Sammlertrieb und Geldmangel, wobei ersteres überwog, da viele Spiele nicht selten bis gar nicht gespielt wurden. Später kam dann die Einsicht, dass der Spieleentwickler an seiner Arbeit auch was verdienen sollte, und so kaufte ich auch die Spiele, die mir gefielen. Vor einigen Jahren stellte ich das Runterladen komplett ein, allerdings ging auch der Spiele-Kauf auf ein Minimum, ca 2 bis 4  Spiele pro Jahr, zurück. Einerseits dürfte das an meinen gestiegenen Ansprüchen liegen, andererseits ist die Spieleindustrie durch durch den massenhaften Release von aufgewärmten/verbuggten Spielen daran nicht ganz unschuldig. Auch ist es so, dass man mit einem Spiel wie mit keinem anderen Medium eine 50€ teure Katze im Sack kauft. Da helfen auch Demos nicht wirklich, denn über die Qualität des späteren Spielverlaufs, sowie über den trauigerweise zur Pflicht gewordenen Patch-Support sagen diese nicht wirklich was aus. Zudem sind sie oft auf eine lächerliche Art und Weise beschnitten, die eher noch vom Kauf abhält, anstatt zu motivieren: man erinnere sich an die BF2-Demo, wo man nicht mal eine Karte beenden durfte (gekauft habe ich es dann trotzdem :ugly: ).

Insgesamt denke ich auch, dass das Raubkopieren eher jüngere Personen betrifft, die einerseits nur wenig Geld für Spiele zur Verfügung haben, andererseits aber auch einen möglichst großen Teil der erscheinenden Spiele haben möchten. Wenn die Einsicht fehlt, dass man nicht alles haben kann und muss, und dann noch ein Medium wie das Internet zur Verfügung steht, wo man mehr oder weniger alles herbekommen kann, ist es kein Wunder, dass ein Spiel nach dem anderen runtergeladen wird. Umgekehrt sind mir kaum Personen bekannt, deren Teenie-Zeit schon einige Jahre vorbei ist, die, sollten sie ein Spiel haben wollen, es aus dem Internet laden würden (es sei denn, sie halten das für den normalen Vertriebsweg von Software :ugly: ). Ich vermute, das ist einfach eine Mentalität, die man mit einem gewissen Alter ablegt, ich zumindest bin mittlerweile ein Gegner von kopierten Spielen, da man sich langfristig damit m.Mn eher schadet. Spiele die kaum gekauft aber massenhaft kopiert werden, werden beim Publisher kaum die Erkenntnis wecken, dass ihre Spiele zu verbuggt/zu verbraucht sind, um gekauft zu werden, nein, sie werden sich eher in ihrer bisherigen Meinung bestätigt fühlen, dass ihre Spiele von der potentiellen Kundschaft durchaus angenommen werden würden, gäbe es nicht den kostenlosen Verbreitungsweg über das Internet. Das wird sie dann immer weiter motivieren, die Spiele mit einem Account zu verdongeln, sonstige mehr oder weniger funktionierende Kopierschutzmaßnahmen einzusetzen, oder gar nur mehr auf Konsolen zu setzen, da dort das Problem nicht so verbreitet ist.
 
Ich hasse Raubkopierer und ich hasse es, dass sie daran Schuld sind, dass die Innovation in der Spielebranche leidet! Vielen Dank!! Und ich nehme jeden Kopierschutz dankend an! Je härter, desto besser...
Du findest es also gerechtfertigt, dem Publisher persönliche Daten zu übermitteln und dir vom Kopierschutz sagen zu lassen, welche Software du auf deinem Rechner nutzen darfst und welche nicht? Dazu noch ein kleines Backdoor, und alle sind zufrieden, nicht wahr? =) Für mich sind diverse Kopierschutzmaßnahmen ein eindeutiger Grund, ein Spiel nicht zu kaufen; Dinge wie SecuROM kommen mir nicht auf die Platte, egal wie interessant das Spiel sein mag. Ich besitze keine Raubkopien und habe auch nicht vor, damit anzufangen, sehe jedoch nicht ein, wieso man sich als ehrlicher Kunde mit den aktuellen Ausgeburten der Kopierschutz-Entwicklung abfinden sollte.
 
1. Keine Demo-Version des Spiels vorhanden, vorheriges Testen nicht möglich
Dann kann man Testberichte lesen, Reviews, Previews und Erfahrungsberichte Anderer
2. Original hat keinerlei Mehrwert gegenüber der Raubkopie
Es ist wohl schwierig ca. 50€ gegen 0€ als Mehrwert darzustellen...
Außerdem bekommt man Support, kann i. d. R. ohne Probleme und Aufwand online spielen, man bekommt ein bedrucktes Medium, eine Verpackung etc.
3. Minderwertige Qualität der Produkte
Mein "Lieblingsargument"
Wenn etwas nicht gut oder minderwertig ist, warum lade ich es dann runter um es zu spielen? Ich spiele nur SPiele die ich auch gut finde und ich höre und kaufe auch nur Musik die mir gefällt. Dieses Argument ist wirklich du..!
4. Registrierung des Originals erfordert Übermittlung von persönlichen Daten
Trifft im Vergleich zu den gesamten zur Verfügung stehenden SPielen, auf eine Hand voll zu. Und selbst bei anderen SPielen wo dies nicht gemacht wird, besteht die gleiche Raubkopierproblematik... Ich sag nur PoP
5. Tausch und / oder Weiterverkauf nicht möglich
Blödsinn!!
Bei den DRM Spielen kann man Registrierungen rückgängig machen und dann auch die SPiele tauschen und weiterverkaufen. Bei nicht DRM SPielen (90%+) geht es prinzipiell!!
6. Bagatellisierung der Illegalität des Raubkopierens
Fehlendes Rechtsbewußtsein. DIe jenigen sehen es einfach nicht, dass sie anderen damit schaden(Hersteller Publisher Mitarbeiter....) und im Endeffekt auch allen anderen Spielern(starke Kopierschutzmaßnahmen, immer mehr Konsolenportierung und exklusive Titel)

Alle bis auf der letzte Grund sind scheinheilig und können sofort widerlegt werden, womit diese "Scheinargumente" nichtig wären.

MfG
 
Raubkopierer ist das schlimmste. sie gehören alle eingesperrt, damit mit der spieleindustrie nicht das selbe passiert, was mit der musikindustrie schon passierte! ANTI RAUBKOPIERER
 
Du findest es also gerechtfertigt, dem Publisher persönliche Daten zu übermitteln und dir vom Kopierschutz sagen zu lassen, welche Software du auf deinem Rechner nutzen darfst und welche nicht?
1.) Welche persönlichen Daten bitte genau? 2.) Betrifft das nur sehr wenige SPiele 3.) Ist solche eine Auswucherung nur das Ergebnis der Reaktion auf die Raubkopierproblematik
Dazu noch ein kleines Backdoor, und alle sind zufrieden, nicht wahr? =)
Beispiel bitte??!!
Für mich sind diverse Kopierschutzmaßnahmen ein eindeutiger Grund, ein Spiel nicht zu kaufen; Dinge wie SecuROM kommen mir nicht auf die Platte, egal wie interessant das Spiel sein mag. Ich besitze keine Raubkopien und habe auch nicht vor, damit anzufangen, sehe jedoch nicht ein, wieso man sich als ehrlicher Kunde mit den aktuellen Ausgeburten der Kopierschutz-Entwicklung abfinden sollte.
Tja, dann bedanke dich nicht bei den Publishern und Entwicklern dafür sondern da, wo das Problem ensteht. Also bei all Denen die meinen für die jahrelange Arbeit anderer nichts bezahlen zu müssen. In der Biologie nennt man das übrigens "Schmarotzer".

Man darf nie vergessen, es bringt nichts die Symptome zu verteufeln und anzugehen, sondern man muss das Problem sehen und etwas dagegen tun.

MfG
 
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