Man muss dabei aber schon auch etwas aufpassen, dass man sich nicht verzettelt. Zwischen Mississippi-Rassismus und New Orleans-Flair, Flowerpower, Woodstock und Vietnam-Trauma, italienischer Mafia und schwarzem Mob so etwas wie halbwegs stimmigen und authentischen Zeitgeist zu vermitteln, ohne dabei vieles zum Abziehbild verkommen zu lassen, ist sicher keine ganz einfache Aufgabe. Der Protagonist in Mafia 2 war leider sehr blass und sicher einer der größten Schwachpunkte des Spiels; so etwas sollte im dritten Teil nicht noch einmal passieren.Ein afroamerikanischer Held passt gut zu den themen und konflikten der zeit und hat für mich mehr potential als nochmal den mafiaaufsteiger zu bringen...
Unabhängig davon, dass man trotz aller Erwartungen offen an den Titel heran gehen sollte, weiß ich nicht, ob man sich mit dem bisher veröffentlichten Material unbedingt einen Gefallen getan hat. Das ist ähnlich wie bei der Es-gibt-zu-wenig-Stealth-Diskussion im Vorfeld vom vierten Thief-Titel, die ebenfalls für alles andere als gute Stimmung gesorgt hat.
