Wirklich krass, ich hab' 3 Jahre lang in einem Kino als Filmvorführerin gearbeitet, da war Kisten schleppen angesagt.
Ein normallanger Film hatte etwa 5-6 Akte, die musste ich alle vor der ersten Vorführung zusammenkleben, sodass aus 5 Rollen nur noch 2 Rollen wurden. Dabei war immer total aufzupassen, das man nicht irrtümlich ans Ende von Akt1 das Ende von Akt2 klebt, vor der ersten Vorführung musste man hoffen, das der Vorgänger alles zurückgespult hatte.
Wenn alles geklebt war, wurde der Film in die Vorführmaschinen eingefädelt wie ein Faden in die Nähmaschine. Wenn man das nicht ganz genau machte, funktionierte gar nichts mehr... bestenfalls entwickelte nur die Tonspur ein Eigenleben.
Da man 2 Rollen hatte, musste man am Ende der 1. Rolle punktgenau auf die 2. Maschine mit der 2. Rolle schalten, was immer wieder mal zu unbeabsichtigen Pausen geführt hat. Entweder hat man das Ende der 1. Rolle "verschlafen", weil es grad im TV so spannend war, oder schlimmstenfalls war die 2. Rolle nicht zurückgespult
Ich hatte den Job damals zu Titanic-Zeiten, der Film war so lange, das ich sogar 4 Rollen hatte und 3 x umschalten musste, 3 x Herzklopfen, das nicht alles still steht.
Wahnsinn, wie sich die Zeiten geändert haben, ich glaub die Filmvorführer von heute kennen diese Maschinen gar nicht mehr und haben noch nie einen Film geschnitten und geklebt