RTX 3060 kaufen: Verkaufsstart am 25. Februar - Verfügbarkeit, Preis und Shops

sauerlandboy79

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Wie steht es um die Lebensdauer der E-Auto-Akkus? Wie geht man bei der Entsorgung eben dieser um? Was hat das für Folgen für die Umwelt? Und was würde ein Ersatz überhaupt kosten?

An E-Autos haften mir zu viele Unklarheiten. Ich warte lieber 10 Jahre, mal schauen wo wir dann überhaupt stehen werden.
 

Spassbremse

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Wie steht es um die Lebensdauer der E-Auto-Akkus? Wie geht man bei der Entsorgung eben dieser um? Was hat das für Folgen für die Umwelt? Und was würde ein Ersatz überhaupt kosten?

An E-Autos haften mir zu viele Unklarheiten. Ich warte lieber 10 Jahre, mal schauen wo wir dann überhaupt stehen werden.

Die meisten E-Auto-Hersteller geben 8 Jahre Garantie bzw. 160000km Laufleistung auf den Akku, Haltbarkeit ist aber deutlich länger, auch wenn dann die Leistung abnimmt.

Die Akkus werden natürlich recycelt, allerdings hängt hier der Gesetzgeber wieder einmal hinterher. Allerdings ist das ökonomische Interesse an einer möglichst vollständigen Verwertung hoch, insofern sehe ich da keine Hemmnisse

Wenn's Dich interessiert:

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/info/elektroauto-akku-recycling/

Ich möchte unseren Hybriden jedenfalls nicht mehr missen. Wir fahren den jetzt seit Januar 2020 und bei ~50km Fahrleistung pro Tag kostet uns das keine eineinhalb Tankfüllungen pro Monat (durchschnittlicher Verbrauch knapp 4l) , für 'nen Mittelklasse-Wagen kein schlechter Wert.
 

Spiritogre

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Wie sinnvoll Wasserstoff langfristig(!) in Pkws ist wird sich zeigen müssen. In Lkws, Schiffen etc. ist er jedoch momentan unabdingbar und für Pkws ist er immerhin als Übergangslösung ideal.

Denn wie gesagt, es geht um Umweltschutz und nicht um Effizienz. Und reine E-Autos kommen halt mit einem ganzen Rattenschwanz an Problemen und auch Zusatzkosten. Man braucht ein Einfamilien- oder Reihenhaus oder Tiefgarage unter dem Wohnhaus mit genug Stellplätzen für alle plus Wallboxen, die ja auch mal eben etliche 1000 Euro Kosten bedeuten.

Dann die Reichweite, nur das neue Model S von Tesla hat genug davon, kostet aber dann auch über 120.000 Euro. Solange es keine E-Autos mit 800+ KM Reichweite in der Golfklasse für 20.000 bis 30.000 Euro Neupreis gibt ist das Ganze ohnehin ein Markt für ideologen.

Dies gesagt halte ich eben Wasserstoff für eine perfekte Übergangslösung für die nächsten zehn bis 20 Jahre, bis die Infrastruktur für reine E-Autos ausgebaut ist und die Akkus merklich leistungsfähiger sind sowie sich die Preise angepasst haben.

Ein Problem was wir hier in Deutschland haben sind ja die hohen Strompreise. Theoretisch ist die viel geschmähte Stromheizung anstelle Erdgas und Co. dann nämlich auch mal irgendwann wieder interessant. Aber das alles geht eben nicht zu den Strompreisen und Steuern, die wir hierzulande zahlen müssen.

Und wir müssen ehrlich sein, der Staat verdient an Benzin und Diesel Unsummen, so um die 80 Prozent von den 1,50 Euro die ein Liter Benzin momentan kostet gehen an den Staat. Die Einnahmen will der Staat sicher nicht missen. Grüne, SPD und Co. überlegen ja gerade fleißig, wo sie überall die Steuern erhöhen können, falls sie die nächste Bundesregierung stellen. Wir können uns also künftig auf noch höhere Strompreise einstellen, was die E-Autos und Co. noch wieder weiter unattraktiver macht.
 

MichaelG

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Während der Fahrt ? Induktiv oder über Hochleitungen ? Wie soll das praktikabel funktionieren ? Wie die zig 100.000 Landstraßen-, Stadt- und Autobahnkilometer damit bestücken ? Was soll diese Leitung dann aushalten ? Man siehe die aktuelle Verkehrsdichte. Wenn davon dann 30%-40% parallel an den Leitungen "saugen" wie soll das die Infrastruktur aushalten?

Wie soll die Auslastung funktionieren wenn der aktuelle Fahrzeugbestand als Elektroauto unterwegs ist ? Das sind alles (sorry) nur Hirngespinste. Die zwar im kleinen Rahmen funktionieren aber nicht bei einer zweistelligen Mio-Zahl an Pkw und entsprechenden Nutzverkehr dazu.

Das sind alles irgendwie Träumereien, die aber schlußendlich was die Umsetzung betrifft vor riesengroße Probleme gestellt werden.

Wasserstoff mag zwar (noch? nicht) so effizient sein wie Batterieantrieb. Aber für den Alltag erheblich praktikabler.

Und für eine Umsetzung als Massenverkehr deutlich tauglicher als irgendwelche Hochleitungen über nahezu das komplette bundesdeutsche Straßennetz zu ziehen oder die Straßen mit Induktionsmatten auszurüsten. Wo nicht einmal ansatzweise genug Geld ist um das Straßennetz instand zu halten ist erst Recht nicht die Kohle da um solche grundlegenden Umbauten am kompletten Straßennetz vorzunehmen und diese Technik dann auch noch zu warten.
 

Spassbremse

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Während der Fahrt ? Induktiv oder über Hochleitungen ? Wie soll das praktikabel funktionieren ? Wie die zig 100.000 Landstraßen-, Stadt- und Autobahnkilometer damit bestücken ? Was soll diese Leitung dann aushalten ? Man siehe die aktuelle Verkehrsdichte. Wenn davon dann 30%-40% parallel an den Leitungen "saugen" wie soll das die Infrastruktur aushalten?

Wie soll die Auslastung funktionieren wenn der aktuelle Fahrzeugbestand als Elektroauto unterwegs ist ? Das sind alles (sorry) nur Hirngespinste. Die zwar im kleinen Rahmen funktionieren aber nicht bei einer zweistelligen Mio-Zahl an Pkw und entsprechenden Nutzverkehr dazu.

Ich bin kein Ingenieur, also erwarte nicht, dass ich Dir die exakte technische Umsetzung erklären kann, aber das sind definitiv keine Hirngespinste:

https://www.autobild.de/artikel/e-autos-aufladen-per-induktion-ohne-kabel-4270082.html

Wie das letztlich skaliert, keine Ahnung. Aber ich denke nicht, dass schlaue(re) Leute dieses Problem nicht bedacht haben.

@Spiritogre:

Deine Einwände sind durchaus berechtigt, aber wenn Du mit dem Preis argumentierst; ein Wasserstoffantrieb ist sehr viel komplexer und aufwändiger, als ein reines E-Auto und das spiegelt sich auch im Preis wider;

Es gibt aktuell nur exakt zwei Serienmodelle, die überhaupt käuflich sind, das sind zum einen der Toyota Mirai und das andere der Hyundai Nexo. Beide Wagen kosten ab ca. 80000€.

Ich gehe stark davon aus, dass wir in den nächsten Jahren deutlich preiswertere E-Autos mit deutlich größeren Reichweiten auf dem Markt sehen. Denn vom Akku einmal abgesehen, lässt sich so ein E-Auto eigentlich spürbar preiswerter konstruieren, als das bspw. bei einem klassischen Verbrenner der Fall ist (ein klassisches Auto hat angeblich über 90x mehr Teile als ein E-Auto)
 

MichaelG

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Ich bezweifle, daß das durchdacht ist. Der E-Auto-Hype ist Aktionismus und seit Kurzem auf die Beine gestellt. Jahrzehntelang war das Thema nicht vakant. Man hat jetzt eine große gewachsene Infrastruktur in die man das komplett neue Konzept in kurzer Zeit hineinpressen will bzw. wenn es nach der Politik geht muß. Und so etwas geht in der Regel immer schief.
 

sauerlandboy79

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Ich gehe stark davon aus, dass wir in den nächsten Jahren deutlich preiswertere E-Autos mit deutlich größeren Reichweiten auf dem Markt sehen. Denn vom Akku einmal abgesehen, lässt sich so ein E-Auto eigentlich spürbar preiswerter konstruieren, als das bspw. bei einem klassischen Verbrenner der Fall ist (ein klassisches Auto hat angeblich über 90x mehr Teile als ein E-Auto)
Hauptproblem bleiben aber die seltenen Erden die für E-Autos. Die Art wie und wo diese gewonnen werden beißen sich mit Umweltschutz und Menschenrecht. Daher wird diese Technik in meinen Augen auch keine dauerhafte Lösung sein.
 

MichaelG

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Das ist der nächste Punkt. Das Material für Akkus ist begrenzt. Und der Abbau der notwendigen Ressourcen weder umweltfreundlich noch entsprechen die Umstände wie die Materialien gewonnen werden den Menschenrechten. Das wird bei allem Hype um die Elektromobilität immer gern unter den Tisch gekehrt. Auch daß der Auspuff dieser Antriebsart existiert. Er steht nur an anderer Stelle. Und 100% Ökostrombetriebe Technologie wird es wohl nie geben weil der Energiebedarf viel zu hoch ist wenn man alles hernimmt.
 

Spassbremse

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@sauerlandboy79 u. MichaelG:

Es ist ja nicht so, dass Wasserstoffantriebe ohne Akkus auskommen würden. Ja, die können kleiner ausfallen, aber trotzdem braucht es einen Zwischenspeicher. Nochmal, das sind ebenfalls E-Autos, nur das die elektrische Antriebsenergie IM Auto mithilfe einer Brennstoffzelle aus Wasserstoff erzeugt wird, also Wasserstoff(tank)->Brennstoffzelle->Strom->Stromspeicher(Akku)->Elektromotor.

Die seltenen Erden, oder besser: die Metalle der seltenen Erden (die übrigens gar nicht so selten sind, wie der Name suggeriert), werden wie so ziemlich alle Rohstoffe extrem umweltfeindlich gewonnen; da besteht kein großer Unterschied bspw. zur Goldgewinnung, oder anderer begehrter Metalle. Ja, die Gewinnungsverfahren *müssen* dringend umweltfreundlicher werden, aber solange Profit vor Umweltschutz kommt...

Das aber den Akkus bzw. E-Autos anzulasten, ist unredlich. Auch bei klassischen Autos ist die Materialgewinnung alles andere als umweltfreundlich und sämtliche Elektronikprodukte benötigen aufgrund ihrer schieren Masse Unmengen an "seltenen Erden", da könnte man genauso gut ein Verbot von Smartphones, TV und Computern fordern.
Und natürlich braucht man Zeug auch und erheblich wieder für den Bau von Brennstoffzellenantrieben...

Nein, der einzig richtige Weg ist eine möglichst 100%ige Recyclingquote UND hohe Umweltstandards bei der Gewinnung der Rohstoffe.

EDIT:

@MichaelG:

Oder reden wir die ganze Zeit aneinander vorbei und Du meinst einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor?
Das wäre dann natürlich keine Brennstoffzelle, aber Wasserstoff direkt als Treibstoff ist natürlich hochriskant. Das würde unglaublich hohe Anforderungen an das Material stellen, nur , um entsprechende Sicherheit zu gewährleisten.
BMW hat afaik vor Jahren mal an so einer Lösung gearbeitet, sie aber wieder aufgegeben.
 
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