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Pro7 mit peinlichem Beitrag über Fortnite, zitierte Pädagogin wehrt sich auf Twitter

Wenn man bedenkt dass bei Pro7 mit Studio71 eigentlich ein Unternehmen vorhanden ist, die sich gut mit Videospielen auskennen sollten (dort sind u.a. einige bekannte Youtuber/Let's Player und Streamer) ist das gleich noch peinlicher. Sowas hätte ich eher von RTL erwartet (erinnere man sich an den gamescom-Skandal von vor einigen Jahren)
 
Das Problem ist, dass da in den Redaktionen teilweise noch immer Chefs sitzen, die komplett auf Quote aus sind, keine Ahnung haben UND etwas "reißerisches" wollen, zudem auch wirklich komplett das Sagen haben. Da sind einige, die wollen eine Art Bild-Zeitung als TV-Version - und die unterstellten Redakteure sind oft genug unterbezahlte arme Schweine, die es dann gar nicht wagen, etwas journalistisch handfest und gut recherchiert zu präsentieren, was der "Meinung" des Chefs widerspricht. Man wird auf Fortnite aufmerksam, der Chef dann so "Was isn das?" - ein Praktikant "eine Art Shooter, wo der letzte Überlebende gewinnt" - der Chef "Oh - Robert [ein Redakteur, der wie ein Praktikant bezahlt wird], such doch mal alles dazu raus, was zu Killerspielen und so passt, und frag mal einen Psychologen oder so, warum so was schlimm sein kann" - für die gante Recherche hat er dann vlt auch nur ein paar Stunden Zeit, und schon hat man den Salat, weil der Redakteur auf keinen Fall mit einer Story zurückkommen darf "es handelt sich um einen lustigen comicartigen Shooter, bei dem auch Kinderfachleute keine Sorge haben, dass jemand ab 12 Jahren davon einen Knacks bekommt", bzw. durch den Zeitdruck wäre er vielleicht so oder so nicht in der Lage, die "Wahrheit" rauszufinden", außer er kennt das Spiel selber ganz genau.

Das würde bei einem ÖR-Sender inzwischen nicht mehr passieren, die haben das schon längst gelernt UND genug junges Redaktions-Personal, das NICHT bedingungslos vor dem Chef kuscht, das sich auch mit solchen Themen auskennt bzw. nicht mit Vorurteilen rangeht und weiß, wie man rausfindet, was wirklich dahintersteckt. Zudem müssen die auch nicht komplett auf Quote hin produzieren, haben bis auf GANZ aktuelle News auch keinen Zeitdruck, und sie müssen nicht etwas auf Teufel komm raus zur Sensation oder zum Skandal machen. Natürlich würde je nach dem, um welche Redaktion es sich genau handelt, das Thema trotzdem eher negativ bewertet werden - manche Redaktionen sind halt "so drauf", dass sie jede Gewalt per Se schon mal doof finden. Aber einseitig und schlecht recherchiert, das wird denen IMHO nicht mehr passieren. Grad auf dem ZDF habe ich schon oft in den Nachrichten völlig neutrale Berichte sogar über Shooter gesehen, die man um 2005 herum, als es die ganze "Killerspiel"-Diskussion gab, so unaufgeregt niemals für möglich gehalten hätte. zB Spiele als Kunst, Call of Duty als Action-Unterhaltungsmarke mit Umsatzzahlen, von denen Hollywood nur träumen kann, ganz ohne "Killerspiel"-Zeigefinger usw.

Das ZDF hat "sogar" in einer Doku (siehe hier) über "Killerspiele" u,a die eigenen Fehler mit aufgearbeitet, da kommen auch ehemalige Gamer und Gaming-Redakteure zu Wort und schildern, wie die Medien versagten und - was das eigentlich schlimme ist - sich bei jungen Leuten den Ruf versauten. Es führt vlt ein bisschen zu weit, aber wenn heute die Leute unter 40 was von "Lügenpresse" labern, dann kann es AUCH mit den damaligen Vorgängen zu tun haben. Denn - das wird in der Doku auch geschildert: wenn normale Zuschauer bei einem Bericht hören, was ein Professor über Atomphysik sagt, dann gibt es kaum jemanden, der merken würde, wenn er was falsches erzählt. Als aber damals 2005-2008 ausschließlich Gegner und selbsternannte Experten, die bei Gaming an sich Laien waren, zu Wort kamen, dann haben 100% aller Leute, die ab und an auch spielen, gemerkt: "Äh, das ist völliger Quatsch - die lügen uns an!", und das haben die natürlich auch den Freunden und Bekannten erzählt, die nicht spielen, so dass damals eben bereits die Mehrheit aller Leute unter 30 das Gefühl hatte: entweder die Medien wollen bewusst etwas so darstellen, dass die Unwahrheit propagiert wird, oder aber sie arbeiten unglaublich unprofessionell, so dass man denen daher nicht vertrauen kann.

Das eigentliche Problem war aber nur, dass die Killerspiel-Sache zu einem Zeitpunkt aufkam, als "Gamer" noch zu jung waren, um in seriösen News-Medien Fuß gefasst zu haben. Die Redakteure damals haben ihre Berichte sicher im besten Wissen erstellt, aber eben mit deren Lebenserfahrungen, in denen "Gaming" nicht vorkam. Und anerkannte Experten in wissenschaftlichen Stellen für Gaming gab es damals eben auch noch nicht - man muss sich das mal klarmachen: damals gab ja noch nicht mal das iPhone, so rückständig waren wie damals :D ;) Wenn man es mal auf - vielleicht was weit hergeholt, aber durchaus denkbar - den Punkt bringt: dank eines Irren aus Erfurt entstand damals möglicherweise etwas, was heute bei einigen das Vertrauen in die Medien zerstört hat. Wäre so was vlt 5 Jahre später erst passiert, hätte es anders ausgesehen, weil dann schon mehr Ex-Gamer auch im TV oder bei Zeitungen gearbeitet hätten, oder auch an Unis&co.
 
Zum Glück hat die Macht der USK auch Ihre Grenzen!

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Setzen, 6
 
ProSieben, ProSieben ...Ach ja, dieser TV-Sender!
Hat vor nicht all zu langer Zeit der ProSieben-Chef gesagt, seine Zuschauer seien "fettleibig und ein bisschen arm"?
Warum sollte man sich auch für solch ein Publikum, dass sich beleidigen lässt, Mühe geben? :-S
 
Hmm,Pro7? ...Pro7? War das nicht dieser Sitcom-Conserven-Sender?

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Das hier erwähnte Spieleratgeber NRW kann ich übrigens sehr empfehlen. Wirklich tolle Seite.
 
Ich weiß schon warum ich das Fernsehen meide. Aber das TV-Programm ist halt in der Vergangenheit hängen geblieben und bedient die "ältere" Klientel oder die Doofen. Wenn man einmal schaut, was tagsüber so kommt, da läuft mir der kalte Schauer über den Rücken.
Und gerade im Gaming tun "ältere" Mitbürger gerne nochmal auf Moralapostel. Spielen selber auch, aber nur halt den "harmlosen" oder "einfachen" Kram. Und die Idioten schauen alle RTL etc. für die seichte (hirntote) Unterhaltung. Was zur Hölle ist Köln50210 (heißt das so?) und warum fahren Teenager darauf ab?. Manchmal fühl ich mich zu alt für diese Welt oder für zu jung. Ich erwarte ja kein Kulturfernsehen wie Arte (da läuft mir manchmal auch zu komischer Kram :B ) aber etwas mehr Intelligenz im TV wäre schon schön.
Wird es aber wohl nie mehr geben, zum Glück gibt es genug Alternativen.

Übrigens kam heute ein Artikel im Spiegel zu einer Studie über GTA V und Gewalt-/Aggressionssteigerung. Sehr interessant und aufschlussreich die Studie.
 
Wir sind halt im Clickbait Deppen Zeitalter. Der eine schreibt "das Ende vom PC" ;-) und der andere "Redakteur" schreibt "Nur wer andere abknallt, überlebt" Beides erzeugt Aufmerksamkeit. So lange das funktioniert mache ich keine Vorwürfe den "Redakteuren" bei Techbook, Focus, Chip, Stylebook, auf Youtube, Weather.com, Bild.de, Businessinsider, ...ach du meine gute das hört ja gar nicht auf...
 
Das letzte Gute was bei Pro Sieben lief, das war Stromberg ;)
 
wobei aber auch etwas an den Kommentaren hier interessant ist: Leute die sich über das Fernsehen aufregen und unbewusst zugeben faktisch keine Ahnung darüber zu haben wie Fernsehen aussieht
Oh diese Ironie ... :-B
 
Manchmal frage ich mich ob das einzige Argument der Eltern ist:"Das darfst du noch nicht spielen, weil die Altersfreigabe über deinem liegt!"

Wie wäre es mal mit Eigenverantwortung? Rein stecken und die Verantwortung dem Staat überlassen ist so 1990...

1990 hatte jeder mehr Freiheiten als heute! Seit dem Jahr 2000 mischt sich der Staat mehr und mehr in private Belange ein...! Rauchen von 16 auf 18, Alkohol verbote in der Öffentlichkeit, Entmündigung, ob man eine Raucherkneipe / Restaurant besuchen oder dort arbeiten möchte... (ohne Wertung die Beispiele)
 
Zuletzt bearbeitet:
1990 hatte jeder mehr Freiheiten als heute! Seit dem Jahr 2000 mischt sich der Staat mehr und mehr in private Belange ein...! Rauchen von 16 auf 18, Alkohol verbote in der Öffentlichkeit, Entmündigung, ob man eine Raucherkneipe / Restaurant besuchen oder dort arbeiten möchte... (ohne Wertung die Beispiele)

die Beispiele sind gewertet dadurch dass genau diese raus gesucht hast

im übrigen ja, war schon geil damals nach kaltem Rauch stinken zu müssen und noch im Rauch zu stehen in einem Mittelgeilbelüfteten Kabuff
Oder schonmal nachgedacht dass es eher der Fall ist dass man der nicht unerheblichen Zahl an Nichtrauchern eher Freiheit zum Atmen gegeben hat? Oder ist das jetzt so eine Mitleidtour dass man sich selbst als Armes Opferlamm darstellen versucht weil man nicht die Rechte anderer einschränken darf?
 
die Beispiele sind gewertet dadurch dass genau diese raus gesucht hast

im übrigen ja, war schon geil damals nach kaltem Rauch stinken zu müssen und noch im Rauch zu stehen in einem Mittelgeilbelüfteten Kabuff
Oder schonmal nachgedacht dass es eher der Fall ist dass man der nicht unerheblichen Zahl an Nichtrauchern eher Freiheit zum Atmen gegeben hat? Oder ist das jetzt so eine Mitleidtour dass man sich selbst als Armes Opferlamm darstellen versucht weil man nicht die Rechte anderer einschränken darf?

Du wirst dringend auf Twitter gebraucht, da haben andere Leute Meinungen die von deiner abweichen!
 
die Beispiele sind gewertet dadurch dass genau diese raus gesucht hast
Gut zuwissen, das Beispiele direkt eine Wertung abgeben... man sollte dann Argumente einfach so im Raume stehen lassen, damit der leser nicht eine Wertung vermutet ohne zu wissen wie der Verfasser zu den Beispielen steht!

im übrigen ja, war schon geil damals nach kaltem Rauch stinken zu müssen und noch im Rauch zu stehen in einem Mittelgeilbelüfteten Kabuff
Wurde noch nie gezwungen in Gaststätten / Kabuffs zugehen in die ich nicht wollte

Oder schonmal nachgedacht dass es eher der Fall ist dass man der nicht unerheblichen Zahl an Nichtrauchern eher Freiheit zum Atmen gegeben hat? Oder ist das jetzt so eine Mitleidtour dass man sich selbst als Armes Opferlamm darstellen versucht weil man nicht die Rechte anderer einschränken darf?
Bin nicht Raucher und habe 2 Jahre zwischen 18 und 20 geraucht... bin absolut das Opfer
 
Das beängstigende an so einer Berichtserstattung, wie schon bei den öffentlich rechtlichen und auch bei RTL ist ja; wenn sie mit solchen Themen derartig umgehen, tun sie das mit anderen Themen auch. Bei einem Thema von dem ich vielleicht vorher keine Ahnung hatte, werd ich für dumm verkauft. Es wird immer schwerer sich eine unvoreingenommene Meinung zu bilden, wenn man weiß, die schauen eher auf Quote als einen zu informieren.

Und mit dem Fernsehen ist es wohl wie mit Modern Talking, Scooter oder bei McDonalds. "Niemand" kauft das, aber die machen Millionen.
 
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