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News - Webfundstück: Killerspiele: Frontal 21-Redaktion äußert sich zum YouTube-Video

AW: News - Webfundstück: Killerspiele: Frontal 21-Redaktion äußert sich zum YouTube-Video

Ob man aus der pdf ein neues youtube-video machen kann?
 
AW:

WOW. ich muss echt sagen, ich bin wirklich beeindruckt von der community hier! (fast) alle haben richtig gute beiträge zum thema abgegeben und es viel verständlicher geschrieben als der Herr von Frontal21 :top:
grosses lob von mir an euch alle :-)

(musste doch auch mal gesagt werden :ugly: )

mfg
 
AW:

irgendwie aneinander vorbei... mit unbeteiligten personen meinte er doch nicht die leute im irrenhaus sondern allgemein passanten bei hitman... da ist vieles missverstanden worden, irgendwie...

lustig finde ich allerdings dass sie sich beschweren dass er sich doch hätte erstma bei denen melden sollen, bevor er sich beschwert... ich glaub das waren sicher tausende die sich beschwert haben und die haben einfach das forum geschlossen... sehr komisch das ganze, da wurde irgendwie aneinander vorbeigeredet...
 
AW: News - Webfundstück: Killerspiele: Frontal 21-Redaktion äußert sich zum YouTube-Video

Gut was das töten von Menschen angeht haben sie schon recht, das mans ich auf den Standpunkt stellt, dass es eigentlich keinen UNterschied machen darf, ob das nun ein guter oder ein böser oder unbeteiligter Mensch ist den man töten soll. Ist alles gleich schlimm, wenn man vom Recht auf Leben ausgeht.

Der Punkt mit dem Militär hinkt mehr als gewaltig;) da wurde schlicht vergessen zu erwähnen dass das Militär zwar die Software zum üben einsetzt, ABER das in einem realistischen Simulator und nicht an einem einfachen Computer.

Beim Bund gibts dafür auch so HGSAP´s.
Da legt man sich dann mit der knifte hin und guck auf ne riesen leinwand. Da läuft dann ein Video ab und dann musst du eben auf den Feind zielen. Hatte schon was CS feeling, allerdings nur vom grad der Einfachheit vom schiessen her. Da Rückstoss und co. garnicht gegeben war.
Aber wenn man sagt das man mit der Maus töten lernt, dann bitte auch alle Jagdvereine verbieten denn da schießt man ja wirklich......
 
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Freaky22 am 01.12.2007 23:15 schrieb:
[...]
Der Punkt mit dem Militär hinkt mehr als gewaltig;) da wurde schlicht vergessen zu erwähnen dass das Militär zwar die Software zum üben einsetzt, ABER das in einem realistischen Simulator und nicht an einem einfachen Computer.
[...]

Worauf der Autor des Pamphlets abziehlt sind nicht solche Simulatoren, sondern wie hier von schon von einigen richtig festgestellt wurde auf Simulationen. Im HSwasauchimmer lernt man tatsächlich Zielen und Schießen mit lebensgroßen Modellen der Waffen, die man später als Soldat benutzt.
Die US Army dagegen benutzt Softwareprogramme, um Soldaten korrektes Prozedere im Umgang mit Zivilisten (z.B. lernen die Soldaten jetzt interaktiv mit Spiel, wie sie Stammesführer im Nahen Osten korrekt anzureden haben, anstatt nur passiv vor einem Lehrvideo zu sitzen oder einfach gar nichts gesagt zu bekommen) und auch taktisches Vorgehen beizubringen, wie z.B. in Full Spectrum Warrior, wo die eigene Spielfigur nur Befehle geben, aber nicht selbst abdrücken kann.

DAS jetzt zu kritisieren ist einfach dumm, dumm, dumm vom lieben Doktor und zeigt nur einmal mehr, dass eine ernsthafte (= gehaltvolle und faire) Diskussion mit Vertretern der öffentlich-rechtlich Medien nicht möglich ist, wenn es um ihre populistische 'Berichterstattung' auf BILD-Niveau geht.

Dafür, dass man dafür GEZ (oder nicht :D) und Steuern zahlt, ist das definitiv eine Frechheit.
 
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Larsado am 01.12.2007 23:11 schrieb:
Ob man aus der pdf ein neues youtube-video machen kann?
nö...und genau deswegen haben sie ein pdf und kein video als gegendarstellung gemacht :-D

ich persönlich würde 100 euro spenden, wenn alle beteiligten mal in einer talkshow auftreten und ihre meinungen darlegen. aber leider ist es ja grad mode die talkshow frühzeitig zu verlassen...bei der miesen recherche der redakteure würde ich auf einen abgang in den ersten 2 minuten tippen :ugly:
 
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AUDILORD42 am 01.12.2007 23:47 schrieb:
Larsado am 01.12.2007 23:11 schrieb:
Ob man aus der pdf ein neues youtube-video machen kann?
nö...und genau deswegen haben sie ein pdf und kein video als gegendarstellung gemacht :-D

Geht schon, man muss nur die entsprechenden Textpassagen der PDF-Datei ins Video einfügen. Und Grundlage zu ner Antwort bietet der Text ja allemal.

:-]

Freaky22 schrieb:
Beim Bund gibts dafür auch so HGSAP´s.

Btw, 'AGSHP'; und Rückstoß hatte das Ding auch. ;)
 
AW: News - Webfundstück: Killerspiele: Frontal 21-Redaktion äußert sich zum YouTube-Video

AUDILORD42 am 01.12.2007 23:47 schrieb:
Larsado am 01.12.2007 23:11 schrieb:
Ob man aus der pdf ein neues youtube-video machen kann?
nö...und genau deswegen haben sie ein pdf und kein video als gegendarstellung gemacht :-D

ich persönlich würde 100 euro spenden, wenn alle beteiligten mal in einer talkshow auftreten und ihre meinungen darlegen. aber leider ist es ja grad mode die talkshow frühzeitig zu verlassen...bei der miesen recherche der redakteure würde ich auf einen abgang in den ersten 2 minuten tippen :ugly:


Bin dabei :ugly:
 
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Leute kapiert Ihr jetzt endlich das diese "Politmagazine" 100% unglaubwürdig sind? Die drehen sich die Sachen so zurecht wie sie es brauchen. Wenn im Jahr xx kein Egoshooter in den Top-Ten war dann nehmen die halt ein anderes Jahr. Und der "Steini" hat jetzt halt nur Computerspiele besessen, das reicht denen dann jetzt auch schon.
 
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Ich denke, die Frontal21-Redaktion weiß inzwischen schon ziemlich genau, was sie da verzapft hat.
Dass sie mit ihrem "Bericht", den sie so gemacht haben wie jeden anderen auch, hier in solch ein Wespennest gestoßen sind, haben sie einfach nicht vorhergesehen. Aber wenn man vorher noch nie im Leben einen Computerspieler getroffen hat, kann man freilich nicht wissen, dass ein Großteil von denen über ausreichend Sachverstand und eine Bildung jenseits vom durchschnittlich blonden Mitteleuropäer verfügt.

Jetzt haben sie all ihre Fehler gemacht (keiner wüsste das besser als sie selbst) und hoffen darauf, dass das Thema einfach irgendwann vergessen wird. Das Eingestehen von Fehlern ist in ihrem Geschäft tödlich.

Und das ist das Erbärmliche an diesen Leuten. Sie sind nicht mal in der Lage, um Verzeihung zu bitten, sondern gehen einfach darüber hinweg und hoffen auf ein Vergessen. Dass sie damit ihrer ganzen Branche des TV-Journalismus' schaden, interessiert sie nicht.

Ich würde bei diesem Geleier am liebsten auch alles vergessen und mich wieder meinen Hobbies zuwenden. Aber Nein, das dürfen wir nicht, sonst machen die das immer wieder.
 
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Hallo Leute,

Dieses Thema lässt meinen zarten Hals mittlerweile stetig anschwellen, ich bin jedoch meistens zu faul, mich tatsächlich schriftlich mit einzelnen Argumenten auseinanderzusetzen. Aber nur so kann man eine wirklich Debatte jenseits von "was der Dittmayer sagt ist wahr und das ZDF lügt" (was ja im Grunde stimmt
:-) ) führen.
Also hab ich mich jetzt doch mal rangemacht, hab dabei sowohl eigene Argumente eingearbeitet als auch schon hier angeführte aufgegriffen.
Da sowas nunmal etwas länger werden kann, aber Genauigkeit ist hier wohl notwendig, werd ich das ganze häppchenweise schreiben/posten.

MfG
Folken

Ich würde bei diesem Geleier am liebsten auch alles vergessen und mich wieder meinen Hobbies zuwenden. Aber Nein, das dürfen wir nicht, sonst machen die das immer wieder.

Du sprichst mir aus der Seele.
 
AW: News - Webfundstück: Killerspiele: Frontal 21-Redaktion äußert sich zum YouTube-Video

So, hier also meine Antwort auf Teil 1 der Gegendarstellung.

Zu 1.
Hier muss bereits eine erste wichtige Differenzierung getroffen werden: In Ihrem Beitrag heißt es ausdrücklich, der Amokläufer soll mit Computerspielen das ZIELEN geübt haben. Genau darauf bezieht sich auch Herr Dittmayer, in dem er fragt, wie man mit einem Computerspiel das ZIELEN lernen soll.

Dass die US-Armee Abwandlungen und Originale von im Handel erhältlichen Ego-/Taktik-/...Shootern zum Training Ihrer Rekruten verwendet, impliziert keineswegs, dass der Sinn dieser Verwendung der Verbesserung der Zielfähigkeiten mit der realen Waffe dienen. Dies geht auch aus keinem der von Ihnen angeführten Zitate vor.

Tatsächlich ist sogar eher anzunehmen, dass die Spiele dem Training von (u.a.) Taktiken innerhalb eines militärischen Einsatzes dienen. Zu behaupten. dass nun der Amoklauf eines Schülers mit einer militärischen Operation mit all ihren zu beachtenden Parametern zu vergleichen wäre, lag wohl auch nicht im Sinne Ihrer Betrachtung.

Tatsächliches Zieltraining in Verbindung mit computerspielähnlichen Simulationen oder Computerspielen im Original wird – wenn nicht eine konventionelle Schießübung mit echten Waffen vorgezogen wird – gewöhnlich in einem Simulator mit der Replik einer realen Waffe durchgeführt. Der Unterschied einer solchen zu Tastatur und Maus, die wohl die am häufigsten frequentierten Eingabegeräte des durchschnittlichen Shooter-Spielers sein dürften, ist evident.

Als eine noch mit dem Zielen verbundene Fähigkeit, die jedoch keineswegs identisch mit erster ist, bleibt nur noch die Reaktionsschnelligkeit. Zum Training derselben reicht jedoch schon ein Bildschirm mit aufblitzenden Lichtpunkten, ein „Killerspiel“ ist dazu wohl nicht erforderlich.

Wie im Vorangegangenen gezeigt, trifft die rhetorische Frage des Herrn Dittmayer also sehr wohl Ihre Behauptung, und in Ihrer Stellungnahme versuchen Sie, dies durch den Hinweis auf einen peripheren, allgemeineren Bereich, nämlich die Verwendung von Spielen zur Soldatenausbildung durch die US-Armee, welche nicht nur das Zielen umfasst, zu verschleiern.

-------------
Soviel zum ersten Argument, selbstverständlich fehlen hier Belege, aber es ist schonmal ein Ansatz, auf dem man aufbauen kann. Polemik hab ich jetzt mal weitgehend zu vermeiden versucht, deswegen klingt es natürlich auch eher nüchtern (trocken?) und weniger "knackig" und prägnant. Für Kritik/Berichtigungen bin ich gerne offen.

MfG, Folken
 
AW: News - Webfundstück: Killerspiele: Frontal 21-Redaktion äußert sich zum YouTube-Video

Habe keine Lust mich mit dem 2. Argument auseinanderzusetzen, weil hier einiges aneinander vorbeiläuft, und ich weder Doom noch Doom 3 wirklich gespielt hab, noch mich mit den unterschiedlichen Gesetzeslagen zu diesen Zeiten auskenne. Außerdem müsste ich mir dann noch mal genau den ganzen Frontal21-Bericht reinziehen, und das ist, wie erwähnt, grad nicht gut für meinen Hals :) . Vielleicht beschäftige ich mich damit später.

Hier also mal die Grundstruktur für eine Antwort auf das 3. Argument.

Zu 3.
Zitat aus Ihrem Bericht:
„Erfurt vor zwei Jahren: Im Blutrausch tötet ein Schüler Lehrer, Mitschüler – wie im Computerspiel.“ Dieser Satz erweckt beim nicht mit der Materie vertrauten Zuschauer den Eindruck, der Amokläufer habe in Deutschland erhältliche Computerspiele besessen, in denen es u.a. das Ziel ist, Lehrer und Schüler zu töten.

Herr Dittmayer weist nun klar verständlich und treffend darauf hin, dass die aufgestellte Behauptung, schlicht falsch ist: In keinem dieser Spiele ist es das Ziel, Lehrer oder Schüler zu töten. Der rhetorische Schachzug in Ihrer Gegendarstellung, Herrn Dittmayer Zynismus zu unterstellen, geht vollständig ins Leere:

Ob und inwiefern das Töten z.B. von Soldaten mehr gerechtfertigt ist als das Töten von Zivilisten (unter denen: Lehrer, Mitschüler), ist eine völlig andere Diskussion. Sie werden aber zugeben müssen, dass es (nicht nur) in der öffentlichen Meinung einen großen Unterschied macht, ob in PC-Spielen auf Soldaten, Monster, etc. oder auf Lehrer und Schüler geschossen wird, also eine eindeutige Parallele zwischen den Inhalten eines PC-Spiels und einem Amoklauf in einer Schule bestünde.

Ziel des Videos scheint zu sein, offensichtliche Fehler in der Recherche, wenn nicht sogar bewusste Falsch-Darstellungen aufzudecken. Dies ist an dieser Stelle gelungen, und anstatt diesen offensichtlichen Fehler zuzugeben, wird hier der Autor des Videos rhetorisch geschickt ins moralische Abseits maneuvriert.

----------------
Oje, ich hoffe dass überhaupt jemand Lust hat, sich das hier alles zu Gemüte zu führen, es ist halt etwas lang... Kritik, Anregung zu Kürzungen, die die Genauigkeit nicht zu sehr beeinträchtigen: immer her damit!! :)

MfG Folken
 
AW:

ultio am 01.12.2007 19:11 schrieb:
Solche Idioten, die wollen sich doch nur herrausreden, dabei haben sie doch ganz ->eindeutig<- Müll verzapft.
Einfach mal ne E-Mail schreiben. So:
"Guten Abend.
Ich möchte gerne auf ihre Reaktion auf das Video von Herrn Dittmayer reagieren.
US-Armee mit Egoshootern
Sie behaubten, die US-Armee würde mit Computerspielen das Zielen und schießen trainieren. Tatsächlich geht aus ihren Auszügen etwas ganz anderes hervor: "um z.B. das Stürmen von besetzten Botschaften üben zu können". Daraus folgere ich, dass die Armee die Spiele nutzt, um in verschiedenen Szenarien taktische Stellungen zu trainieren. Man trainiert also das Takiteren, sich im Raum zurecht finden und wie man schnell und komplikationsfrei einen Raum säubert. Wie man aber eine Waffe betätigt, zielt und lädt, lernt man mit solchen Spielen nicht. Auch die Armee lernt derlei nicht durch Spiele. "Das Militär nutzt diese Videospiele als Vorabtraining", nicht aber als Haubttraining. Oder habe ich das falsch verstanden??
Wissen Sie, welch einen Kraftaufwand es bedarf, eine Waffe zu laden? Ich weis es nicht. Ich habe noch nie eine in der Hand gehalten. Und ja: Ich habe MaxPayne gespielt. Wieso kann ich dann mit einem Luftgewehr auf dem Weihnachtsmarkt keine Rose treffen? Auf zwei Schritt (ich habe lange Beine) treffe ich kaum ein Ziel. Wieso nicht? Ich habe doch mit CounterStrike, HalfLife und Doom3 geübt? Kann es sein, dass man mit Computerspielen, die mit der Maus gesteuert werden, das Zielen überhaubt nicht üben kann? Kann es sein, dass das Zielen durch das Kreuz im Zentrum des Monitores extrem erleichtert wird? Oder unterliege ich da schon wieder einem Irrtum?

„Doom 3“
hätte wie das Vorgängerspiel indiziert werden müssen.
Nein, hätte es nicht. Doom1 und 2 haben dem Spieler nichts erzählt. Es ging nur ums reine Töten. Es gab keine Geschichte. Nur das sinnfreie Morden war Spielinhalt. Und die Splattereffekte setzten dem Ganzen noch die Krone auf. In Doom3 ist das alles etwas anders. Sicherlich ist das Spiel immernoch sehr blutig. Aber das Zerfetzen von Gegnern ist in der Art und Weise, wie es früher der Fall war, nicht mehr möglich. Es ist unmöglich, Gliedmaßen abzuschießen.
Aber um ganz ehrlich zu sein, darf Dumm3 gerne verboten werden. Stört mich absolut nicht. Man nennt es nicht umsonst die größte Grafikdemo aller Zeiten.

Trotzdem hat die Nachfolgeversion „Doom 3“... Bemerken Sie es selbst? Sie werfen einem Spiel vor, der Nachfolger eines anderen Spieles zu sein.

Ich gebe mal eine Reihe von Beispielen: Kennen Sie Jedi Knight? Der Erste Teil war sehr blutig und brutal. Abgetrennte Arme, zerfetzte Leichen und wirklich abstoßende Real-Life-Zwischensequenzen haben ihn zu Recht auf den Index verfrachtet.
Teil 2 und 3 sind von anderem Kaliber. Beide sind ab 16 freigegeben, haben kein Blut, keine Leichenverstümmelung, keine abgetrennten Körperteile und keine unschönen Zwischensequenzen mehr.

Quake. Erster, zweiter und dritter Teil indiziiert. Vierter Teil ab 16. Stark gekürzt, kein Blut, kein Gore. Man hat dazugelernt.

MaxPayne. Erster Teil, wie beschrieben von ihnen, verboten. Zweiter Teil? Nanu? Zeitlupeneffekt? Fehlanzeige, nur Bullettime. Schmerzensschreie? Keine zu hören. Heftige Fäkalsprache? Gut Glück beim Suchen. Na? Wo sind denn die Gemeinsamkeiten, die MaxPayne 2 auf den Index hiefen müssten? Nur der Name?
Frontal21 berichtete korrekt, dass zahlreiche extrem brutale Spiele auf dem Markt sind, deren
Vorgängerversionen noch indiziert waren. Das steht im Widerspruch zum Jugendschutzgesetz (§
14 Abs 4). Wieso? Nur weil der Vorgänger zu blutig war, muss der Nachfolger auch blutig sein???
Das kann nicht Ihr Ernst sein!!

Eine solche Differenzierung erscheint uns zynisch
Mir nicht. Es macht gewiss einen Unterschied, ob man virtuell auf Außerirdische oder Fantasygestalten zielt, oder auf Menschen, die in unserem Alltag auftauchen. Haben Sie mal "The Dentist" (zu Deutsch: der Zahnarzt) gesehen? Nein? Ich auch nicht. Denken Sie mal drüber nach!

Auf der Hülle heißt es: „Bereite dich auf
unsagbare Schmerzen vor“, „Verwende stachelumwickelte Baseballschläger“.
Hierzu sage ich nur eines: Sie haben noch nie Wrestling gesehen. Sonst würden Sie sich darüber nicht pikieren.

Auch dies ist ein zynischer Einwand. Geht es doch in dem Spiel darum, Figuren, die an Behinderte
erinnern, zu töten. Der Unterschied „beteiligt“ oder „unbeteiligt“ ist nach unserer Ansicht
menschenverachtend.

Hä?? In Hitman geht es darum, einen Behinderten zu töten? Wo? Den Level scheine ich noch nicht zu kennen. Und ich habe alle Teile gespielt!
Zur Erklärung: Der "Hitman", Agent 47, ist ein geklonter Auftragsmörder. Seine Aufgabe besteht darin, gefährliche Menschen auszuschalten. Ja. Man spielt einen Killer. Und deswegen mag ich Hitman. Es ist das einzig ehrliche Kilelrspiel. Und man wird bestraft, wenn man die falschen Leute tötet. Man hat ein bis 8 Ziele. Wer mehr Leute tötet bekommt erstens weniger Geld, wird zweitens sehr wahrscheinlich gesehen und bei der Polizei angeschwärzt und muss für viel Geld alles wieder ins Lot bringen und hat es drittens in Zukunft richtig schwer. Sinnloses Morden? Bitte. Wenn Sie es so spielen wollen. Aber dann viel Glück ab der dritten Mission.

Bei Frontal21 war von „Metzelspielen“ die Rede
Stellt sich die Frage, was Metzelspiele sind? Diesen Begriff gibt es nicht. Da wir ja kritisieren dürfen... Nein, ich kritisiere nicht. Ich bitte nur, und zwar um eine bessere Wortwahl. Seien Sie ein Vorbild und lehren den Jugendlichen richtiges Deutsch. Nutzen Sie Worte, die sich im Duden finden lassen. Metzelspiele ist nicht deutsch.

Es entspricht schlicht der Lebenserfahrung

Dass verbotene Früchte am Besten schmecken. Sie wollen ein Verbot von Killerspielen? OK. Immer her damit. Die Jugendlichen holen sich die Spiele dann vom Dealer. Sie halten dies wahrscheinlich für ein Hirngespinnst. Aber die Lebenserfahrung zeigt, dass es immernoch endlos viele Drogenabhängige mit Todesfolge gibt. Soviel zum Verbot.

Alleiniger Spielinhalt ist wieder das reaktionsschnelle Erschießen

Eine Frage: Was ist der Inhalt von Stirb langsam? Oder von StarWars? Oder von Rambo? Oder von Kill Bill? Oder von Starship Troopers? Oder von Herr der Ringe? Oder von Asterix und Obelix? Richtig: Die Gewalt. Ist es der alleinige Inhalt? Nein. Aber es ist ein tragender Bestandteil. Wieso machen Egoshooter so vielen Menschen Spaß? Weil sie wie Actionfilme sind, nur zum selber erleben. Bevor sie wieder mal auf Egoshootern rumhacken, sollten sie mal eines von Anfang bis Ende durchspielen. Ich empfehle wärmstens Half Life2, Max Payne2, Jedi Knight3 oder Starship Troopers. Diese erzählen tolle Geschichten. Und dennoch ist die Haubtaufgabe das Schießen.

Was gerne unterschlagen wird, ist, dass Deutschlands Jugendschutz der weltweit härteste ist. Was gerne unterschlagen wird, ist, dass es keine Langzeitstudien über die Auswirkung von Killerspielen gibt.
Und was alle hier vergessen: Diese Diskussion gab es in den 60er Jahren bezüglich der Beatles, in den 80er Jahren bezüglich der Horrorfilme und es gibt sie heute wieder. Ja, wir Menschen lernen wahrlich nie aus. Denn wir lernen nie hinzu!!

Ich wünsche einen angenehmen Advent.

Achja, eh ich es vergesse: Ich Spiele seit Wolfenstein3D Killerspiele und bin Erzieher. Ich spiele gerne einen Killer (am liebsten Mr. 47) und bringe Kindern gewaltfreie Konfliktlösung bei. Nach ihrer Recherche müsste das unmöglich sein. Wieso geht es dann doch?"
zum Beispiel.
 
AW:

kein computerspiel mit maus und tastatur kann einem das zielen beibringen. wer soetwas behauptet hat keine ahnung wovon er redet.

wie in den quellen, die frontal21 in der stellungnahme selbst angibt steht, wird es nur zum taktischen training verwendet, mehr nicht, mehr ist damit auch nicht machbar.

die bundeswehr besitzt auch simulatoren, welche den umgang mit waffen trainieren sollen. dabei schiesst man mit einer waffe die mit dem pc verbunden ist auf feindliche soldaten die sich in einer landschaft bewegen die von einem beamerauf eine landschaft projezierte werden. diese übungswaffen besitzen per luftdruck erzeugten rückstoß und ein realistisches gewicht und dort kann man zielen üben, jedoch würde keines der genannten pc spiele auch nicht an abwandlungen für solche zwecke gebraucht werden können.


in dem ganzen statement wird deutlich dass es nur darum geht argumente zu entkräften, und die sich äußernde person zu verunglimpfen, jedoch auf billigste und schlecht rechervierteste weise. es ist unglaublich dass sich solche menschen journalisten nennen und von steuergeldern bezahlen lassen.
 
AW:

ps hat jemand zb den bericht im zdf zum thema texas holdem poker gesehen? ich weiß leider nicht mehr welche sendung es war, aber das muster war genau das gleiche.

da wurde poker schlecht gemacht, suchtgefahr, ewige kosten, illegales glücksspiel und was weiß ich noch.
 
AW:

Ah, scheinbar beteiligen sich noch einige andere zu so später Stunde am Frontal-"Bashing" ;-) .

@ the zwei vor mir:
Wenn ihr Lust habt, lest doch mal meine postings zu Argument 1 u. 3.

Ich hab jetzt noch was zum 7. Frontal 21-Argument geschrieben, auf die dazwischen hatte ich grad einfach keine Lust, oder es fehlte mir die Spielerfahrung (ich hab z.B. jetzt keine Lust den Sanatoriums-Teil von Hitman zu spielen, um mit aller Sicherheit sagen zu können ob nicht doch irgendwelche entfernt an Behinderte erinnernde Personen erschossen werden mussten usw.) Leider kann man ja nur so wirklich sichere, beweiskräftige Gegenargumente bringen.

Also, hier meine Antwort auf 7.

zu 7:
Zitat aus Ihrer Gegendarstellung:
„Im Zusammenhang mit dem Spiel „Silent Scope 3“ die Frage nach der Rechtfertigung von „finalen Rettungsschüssen“ bei Geiselnahmen zu diskutieren ist abwegig.“

Ist es nicht. Zumal gerade DANN nicht, wenn in Ihrem Beitrag eindeutig eine Szene aus dem Spiel gezeigt wird, in der der Spieler im Rahmen eines Polizeieinsatzes eine Geiselnahme durch einen "finalen Rettungsschuss“ beendet. [Oh mann es juckt mich so derbe hier noch ne fiese Sarkasmusbombe loszuwerden, aber ich lass es, um der Polemikbegrenzung Willen :-D ]

Zitat aus Ihrem Bericht: „'Du bist der Größte!' - Perverses Lob für einen gezielten Mord.“ Hier ist auf zweierlei hinzuweisen:
1. „You're the greatest“ bezieht sich, wie aus dem Kontext der gezeigten Szene ersichtlich ist, auf das erfolgreiche Beenden einer Geiselnahme durch den Spieler, und nicht, wie suggeriert wird auf einen kontextfreien, aus Spaß an der Gewalt durchgeführten virtuellen Mordes.
2. Darauf, dass es sich nicht um einen solchen handelt, macht der Autor aufmerksam, indem er richtig feststellt, dass es durchaus zur legalen Praxis der Polizei gehören kann, das Leben von Geiseln durch die gezielte Tötung des Geiselnehmers zu retten. Nichts anderes wird an dieser Stelle des Spiels gezeigt.

Es kann hier also weder die Rede sein von einem „perverse[n] Lob“ (es bezieht sich auf die erfolgreiche Rettung der Geisel in einer schwierigen Situation), noch von einem „gezielten Mord“ (soweit man der Auffassung des Hessischen Ministeriums des Innern folgt).

--------------------
So, jetzt werd ich erstmal abwarten, ob überhaupt Reaktionen von Euch auf mein Geschreibsel kommen und leg mich schlafen.
Auch hier gilt: I want your Kritik, Verbesserungen, Ergänzungen (z.B. wegen der Sache mit Silent Scope 2 vs 3, das kann man wohl nur machen, wenn man wirklich beide Teile gespielt hat und vergleichen kann, anders ist Frontal21 trotz der dummen Bezüge auf Vorgänger hier wohl nicht anzugreifen.).

MfG
Folken
 
AW:

da diskutieren menschen über sachen von denen sie eigentlich keine ahnung haben, verbreiten fehlinformationen wie das ja immer schon passiert. da geht es doch wohl mehr darum feindbilder zu schaffen und sich sich selber zu profilieren.
das eigentlich fatale an der ganzen sache ist doch, dass sich die fehlinformation nicht nur auf "killerspiele" beschränkt sondern alle informationen umfasst die das öffentlich rechtliche informationsmedium verbreitet.
die leute die da diskutiert haben sollten sich mal mehr um den verbraucherschutz kümmern als um den dubiosen schutz vor spielinhalten.
wenn man z.b. mehrere informationsmedien nutzt fällt einem auch auf, dass die information die das "staatsfernsehen" verbreitet einseitig und zielgerichtet ist und das schon seit betehen der anstalten.
was hat real gesehen ein spiel mit einem amoklauf zu tun? gar nichts. so etwas gibt es schon immer, nur muss dafür ein sündenbock ausgemacht werden in unserer zeit. jedem noch so inkompetenten menschen der mal was sagen will wird ein forum gegeben, auch wenn dieser bewusst desinformiert nur um im gespräch zu bleiben.
amokläufe, familiendramen die in mord und totschlag enden gab und gibt es immer wieder. heute wird nur kapital aus der nachricht geschlagen und es besteht auch die möglichkeit schnell diese information zu verbreiten, diese möglichkeit gab es halt in der vergangenheit nicht.
 
AW:

Zubunapy am 02.12.2007 03:47 schrieb:
Kann es sein, dass man mit Computerspielen, die mit der Maus gesteuert werden, das Zielen überhaubt nicht üben kann? Kann es sein, dass das Zielen durch das Kreuz im Zentrum des Monitores extrem erleichtert wird? Oder unterliege ich da schon wieder einem Irrtum?

schön und gut; aber was ist mit light- gun shootern oder wii shootern?
kann man denn dann mit denen das zielen üben?

„Doom 3“
hätte wie das Vorgängerspiel indiziert werden müssen.
(...)
Aber um ganz ehrlich zu sein, darf Dumm3 gerne verboten werden.

du setzt hier "indizierung" mit "verbot" gleich- das ist bekanntermassen falsch.

Eine solche Differenzierung erscheint uns zynisch
Mir nicht. Es macht gewiss einen Unterschied, ob man virtuell auf Außerirdische oder Fantasygestalten zielt, oder auf Menschen, die in unserem Alltag auftauchen. Haben Sie mal "The Dentist" (zu Deutsch: der Zahnarzt) gesehen? Nein? Ich auch nicht. Denken Sie mal drüber nach!

kapier ich nicht; was willst du damit sagen?

Wieso machen Egoshooter so vielen Menschen Spaß? Weil sie wie Actionfilme sind, nur zum selber erleben.

die paralle zur filmwelt würde ich aus deiner arumentation verbannen.

Bevor sie wieder mal auf Egoshootern rumhacken, sollten sie mal eines von Anfang bis Ende durchspielen. Ich empfehle wärmstens Half Life2, Max Payne2, Jedi Knight3 oder Starship Troopers. Diese erzählen tolle Geschichten. Und dennoch ist die Haubtaufgabe das Schießen.

max payne 2 ist kein ego- shooter.

Diese Diskussion gab es in den 60er Jahren bezüglich der Beatles, in den 80er Jahren bezüglich der Horrorfilme und es gibt sie heute wieder. Ja, wir Menschen lernen wahrlich nie aus. Denn wir lernen nie hinzu!!

auch diese paralle würde ich tunlichst vermeiden.

Ich wünsche einen angenehmen Advent.

danke, ebenso. ;-)

edit:
ich bin jetzt nur auf einige punkte eingegangen, die mir direkt ins auge gefallen sind.
 
AW:

Bonkic am 02.12.2007 09:08 schrieb:
...aber was ist mit light- gun shootern oder wii shootern?
kann man denn dann mit denen das zielen üben?

In sehr begrenzter Weise, der Lerneffekt beschränkt sich auch das "Anlegen und anvisieren", das kann man auch mit jeder anderen Spielzeugwaffe oder halt zb. mit einem Besenstil... Aber hey, ist aber eh keine Maus/Tastaur Steuerung, und damit uninterressant für die "Ballerspiel-Diskussion".
In Egoshootern wird Kimme und Korn, für den Spieler zentriert, weil man das per Maus schlecht simulieren kann, was aber beim echten Schießen der wichtigste Punkt ist, um überhaupt zutreffen.

Um am ende ein echten Trainingserfolg zuerzielen muss ein Schütze mehr können als reines "anlegen und abdrücken".

- Jede echte Waffe hat ihren eigenen Haltepunkt, und diesen kann man nicht "simuliert" herausfinden.
- Wind wird in keinem mir bekannten Spiel simuliert.
- Ballisik zwar schon, aber die Streuung ist willkürlich/zufällig und ist nicht auf das "echte Leben" übertragbar.
- Das Gewicht der Waffe, sowie Haltung der Waffe, die deutlich schwerer ist als jede light- gun, und das gewicht, das sich je nach Munitionsstand merklich verändert und Verhalten des Schützen auf den Rückstoß, kann man einfach nicht simulieren, das muss man selber, in echt trainieren.

Sollte ich in meinem Leben mal Amoklaufen , hat zumindest der Erfolg des ganzen, sicher nichts mit mein Umgang mit SoF, OFP, ET ect.. zu tun, sondern mit meiner Ausbildung bei der Bundeswehr.

Und jeder erfolgreiche Amokschütze hat vorher mit seinen Waffen in echt trainiert, sei es nun bei einem Schützenverein, einer Armee oder auf "Vater's Wiese hinterm Haus".
 
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