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News - TV: Der ZDF-Beitrag zu "Wie Kinder Spaß am Morden finden"

AW: News - TV: Der ZDF-Beitrag zu "Wie Kinder Spaß am Morden finden"

eX2tremiousU am 24.10.2006 15:36 schrieb:
Spinal am 24.10.2006 14:48 schrieb:
Und wir sind nicht alle 13 oder 14. Es gibt durchaus viele erwachsener Spieler.
Stimmt zwar, nur geht es hier primär darum, dass eben Kinder vor solcher Software halbwegs effektiv geschützt werden. Die USK kann nur Empfehlungen aussprechen, die Verkäufer im Saturn können nur Kontrollen machen, aber im Endeffekt müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit solchen Inhalten erlernen, bzw. die Eltern ein gezieltes Auge darauf haben, was denn die Kinder so alleine im Zimmer an brutalen Medien konsumieren. Praktisch wird indirekt die schlechte Erfüllung des Erziehungsauftrages von Staat und Familie angeprangert, was imho auch gut und nötig ist.
Ja, seh ich ähnlich, deshalb ist das auch eins "meiner" Argumente.
Es werden viele Argumente gar nicht angesprochen und die Spielergemeinde in ein völlig falsches Licht gedrängt, allein schon wegen der offensichtlichen Fehleinschätzung, das es kaum erwachsene Spieler gibt.
Zu den Argumenten: Komisch. Die Spieler schreien immer bei diesen "Berichten" auf, und beschreiben die Vorgehensweise der Politiker und Medien als inkompetent, es wird praktisch immer auf diese "Argumente" verwiesen, jedoch sagt niemals jemand konkret welche positiven Argumente es denn für den Konsum von brutalen Spielen gibt. Bei CS / RvS gilt noch der Punkt "Taktik und Teamplay" als solide Rechtfertigung für den Konsum. Doch Titel wie GTA, Quake und Co. entziehen sich dieser Betrachtung, da solche spielerischen Inhalte nicht vorhanden sind. Ich würde äußerst gerne mal Argumente FÜR diese Spiele hören. Mir fallen keine ein. Außer eben "Zeitvertreib". Nur zählt dieser Punkt nicht, wenn du eine gepflegte Diskussion mit älteren Semestern oder Politikern beginnen willst.
Nunja, GTA hat überall 90er Wertungen eingeheimst und es macht den meißten Leuten die es spielen Spaß. irgendwas muss ja daran sein. Und das ist der Punkt, es hat was, das Spaß macht. genausowenig gibt es Argumente einen übermäßig brutalen Film zu sehen, wie zb. Saw. Oder übermäßig brutale Bücher zu lesen wie hunderte Kriminalromane.
und vielleicht macht es mir nunmal Spaß macht, so zu tun als beschütze ich die Welt vor Aliens, oder mal so zu tun als würde man das leben aus Sicht eines Auftragskillers zu sehen.
Es gibt auch keine Argumente für Wodka, Zigaretten und co. dennoch darf jeder 16 Jährige Zigaretten kaufen und sich, zumindest mit Bier, die Birne zukippen.
Aber ein normalem menschen passiert das nicht. Und nur durch Spiele wird man bestimmt nicht "unnormal". Wieviele Autounfälle passieren, wo Alkohol im Spiel ist? dennoch darf man hochprozentiges kaufen.
Das Problem, es gibt keine Anlaufstelle, keinen sprecher oder irgendetwas offizielles, was die Spieler vertritt.
Siehe oben. Offizielle Institutionen brauchen auch eine gewisse Rechtfertigung für ihre Existenz. Ohne richtige Argumente für diese Titel, kann keine Institution professionell und akzeptabel ihre Standpunkte verteidigen, bzw. das normale Volk für solche Inhalte sensibilisieren.
Klar ist es schwierig Argumente zu finden, aber bestimmt nicht unmöglich. Man stelle sich vor, Tennis stünde in der Kritik. Was für Argumente gibt es fürs Tennisspielen? Es ist Sport, okay aber man kann auch anderen Sport treiben.
Nur ein paar Argumente, die nie aufgezählt werden:

- In letzter Instanz haben die Eltern das letzte Wort. Besonders wenn ein Spiel erst ab 18 freigegeben ist.
Argument und zugleicht Hauptproblem: Viele Eltern haben weder Zeit noch Lust sich darum zu kümmern, was ihre Kinder spielen. Traurig genug, dass Fernsehshows auf den Erziehungsauftrag der Eltern hinweisen müssen.
Ja, dieser Mangel ist aber nicht ein Problem der Computerspiele und Du hast selber geschrieben, dass der Schutz jugendlicher in elternhand liegen sollte.
- Warum wird auf Computerspielen rumgehackt, auf filme nicht?
Computerspiele sind ein interaktives Medium. Filme nicht. Du kannst in Spielen die Figuren auf verschiedene Arten beseitigen, und eine moralische Instanz ist in der Regel nicht vorhanden.
Sicher, im Computerspiel habe ich den Finger an der Maus, aber in Filmen ist es auch Sinn der Sache sich in den Hauptdarsteller reinzuversetzen und das gelingt oft besser als im Spiel. Allein das innerliche "Jaaaaa" wenn ein Bösewicht bekommt was er verdient.
Die moralische Instanz ist vorhanden, der Entwickler legt fest, wie weit man gehen kann. Wenn ich bei GTA San Andreas eine Kettensäge nehmen kann, dann ist das so, zerstückeln kann ich die Menschen nicht, da kann ich machen was ich will.
- Warum wird überall erzählt, es würde "das Töten trainert" werden? Als ich früher mit Playmobil Figuren gespielt habe, sind aucheine ganze Menge Spielfiguren umgekommen.
Der Punkt zählt nicht mehr. Die Technik macht akkurate und relativ "realistische" virtuelle Exekutionen am PC oder der Konsole möglich. Spieler wissen in der Regel immer, dass ein solider Kopfschuss mehr Schaden anrichtet als ein Schuss ins Bein. Realistisch angehauchte Titel wie Flashpoint, Raven Shield und Co. simulieren die korrekte Funktion von Waffenfunktionen (Feuermodi) und haben ein Gegnerschadensmodell. Kopftreffer sind tödlich, Treffer in die anderen Extremitäten hingegen verlangsamen die Bewegungen der Figuren oder behindern die Zielfähigkeit dieser Gegner. Aktuelle Titel simulieren Windeinwirkung, Rückstoß einer Waffe, Munitionsarten (Stahlmantel, verschiedene Kaliber), und die Gegner reagieren entsprechend auf den Beschuss. In gewisser Weise kann man sagen, dass Titel wie Flashpoint extrem nah an die Realität rankommen. Der Spielablauf da war praktisch in vielen Teilen identisch mit meiner Bundeswehr Grundausbildung im offenen Feld. Einschließlich Waffenhandhabung und Nutzung dieser (Einzelschuss, Gegner gezielt verwunden, Iron-Sights nutzen). In gewisser Weise stimmt es also durchaus, aktuelle Titel sind technisch und inhaltlich fast so weit, als dass diese Spiele als "Tötungssimulation" miss interpretiert werden können. Nicht ohne Grund nutzen auch echte Spezialeinheiten und Armeen modifizierte Versionen von Flashpoint für taktische Simulationen und zur Schulung von Manövern im offenen Feld.
Natürlich wird die Computerspielwelt immer realistischer. Aber ich weiß nicht was es für einen von Vorteil sein soll, das er weiß, dass ein Schuss ins Bein den gegner "lähmt". Ich glaube das weiß man auch ohne Computerspiel.
zudem dein vergleich. Bundeswehr und Spiele. Wann kommt man in die Bundeswehr. Manchmal schon mit unter 18. und da wird das Töten gezielt trainiert.
-
Warum wird nie die Geschichte hinter einem Spiel erzählt? Spiele sind schließlich Filmen sehr ähnlich und werden immer ähnlicher. sie erzähen Geschichten, manchmal sind es böse geschichten, aber das machen Filme auch. Geschichten erzählen, wo man Sympathie für den "Bösewicht" bekommt.
Ja, nur haben viele Filme eine moralische Instanz, oder Emotionen bzw. die Kaltblütigkeit wird anhand von schockierenden Szenen abschreckend inszeniert. Auf dem Filmmarkt gibt es auch viel Gore und B-Movie-Mist, nur werden diese Machwerke weder im Kino gezeigt, noch im Fernsehen, und auch in der Videothek kommt KEINER unter 18 an entsprechende Produkte. Titel wie GTA, wo der Aufbau einer Gangsterkarriere im Mittelpunkt steht, beschäftigen sich nicht mit Moral oder einem Gerechtigkeitssinn. Da wird primär ein Ablauf gezeigt, der sich gänzlich von gängigen, vergleichbaren, Filmen im Bezug auf Inszenierung, "Wirkung", und "Geschichte" unterscheidet.

Regards, eX!

Im Laden kommt auch KEINER an die Produkte die ab 18 sind. und wenn doch dann hat das System versagt. Ansonsten sehe weiterhin paralleleln zwischen Film und Spiel. Nehmen wir Company of Heroes. Das Spiel ist auch recht brutal auf seine Weise, aber ebenfalls abschreckend. Befehle ich meinen Leuten den Angriff, so rennen sie los , vielleicht ins Verderben und werden aufgerieben. Die brutale Darstellung zeigt mir nur deutlicher, das es ein Fehler war so anzugreifen. Ist ja nicht so, das einem gezeigt wird, "schau mal, wenn Du den gegner so sbschlachtest, bekommst Du mehr Punkte". das ist nur in ganz seltenen Fällen der so und kommt auch in filmen vor.

ganz unabhängig von der Diskussion, ich finde es auch wichtig das nicht jeder alles sehen und spielen kann. Und ich finde Eltern wie Lehrer sind sich ihrer Aufgabe manchmal nicht bewusst und leider auch zu häufig nicht gewachsen. Aber wenn man eine verbindliche Alterseinstufung hat, dann finde ich das okay. Nun ist man in Deutschland nunmal mit 18 Erwachsen und wird vom gesetz (fast) gleich behandelt wie zb. ein 50 Jähriger. Also wenn jemand mit 50 alles spielen dürfte weil es unbedenklich ist, muss das ein 18 Jähriger auch.

bye
Spinal
 
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Spinal am 24.10.2006 16:32 schrieb:
Nunja, GTA hat überall 90er Wertungen eingeheimst und es macht den meißten Leuten die es spielen Spaß. irgendwas muss ja daran sein. Und das ist der Punkt, es hat was, das Spaß macht. genausowenig gibt es Argumente einen übermäßig brutalen Film zu sehen, wie zb. Saw. Oder übermäßig brutale Bücher zu lesen wie hunderte Kriminalromane.
Und der Umstand, dass dieses Spiel Spaß macht ist eben der Faktor, der vielen Politikern übel aufstößt. Es ist einfach der Inhalt, der nicht mit den geachteten gesellschaftlichen Normen vereinbar ist. Diese Spiele setzen sich fast schon provokativ mit dem Töten von anderen Figuren auseinander, was eben in der westlichen Welt - scheinbar ganz besonders in Deutschland - noch immer ein großes Tabu ist. Da ist eine Unvereinbarkeit enthalten die auch noch eine Fragestellung beinhaltet: "Virtuelles Töten macht Spaß?" bzw. "Warum macht virtuelles Töten Spaß?".
Oder mal so zu tun als würde man das leben aus Sicht eines Auftragskillers zu sehen.
Mir machen solche Inhalte ja auch Spaß, nur versuche den unterhaltsamen Faktor mal älteren Menschen / Politikern begreifbar zu machen. Du wirst mit Sicherheit daran scheitern. Siehe mein Post der einige Seiten weiter vorne verfasst wurde.
Es gibt auch keine Argumente für Wodka, Zigaretten und co. dennoch darf jeder 16 Jährige Zigaretten kaufen und sich, zumindest mit Bier, die Birne zukippen.
Ja, nur sind Alkohol und Kippen nicht moralisch "falsch", da sie nicht Tabus brechen, oder sich mit gesellschaftlichen Säulen wie "respektvoller Umgang mit dem Leben" auseinandersetzen. Raucher sind eigentlich mittlerweile eine größere Randgruppe als Shooter-Gamer. Diese können bei Bewerbungen aufgrund ihres Konsums benachteiligt werden, und dürfen nur noch in bestimmten Zonen rauchen.
Aber ein normalem menschen passiert das nicht. Und nur durch Spiele wird man bestimmt nicht "unnormal".
Da dies nicht wissenschaftlich bestätigt, oder wiederlegt wurde, kann man dazu keine differenzierte Aussage treffen. Allerdings können diese Inhalte junge - noch geistig manipulierbare - Menschen beinträchtigen. Was eben eine Kontrolle durch Eltern erforderlich macht.
Klar ist es schwierig Argumente zu finden, aber bestimmt nicht unmöglich. Man stelle sich vor, Tennis stünde in der Kritik. Was für Argumente gibt es fürs Tennisspielen? Es ist Sport, okay aber man kann auch anderen Sport treiben.
Tennis ist aber nicht moralisch bedenklich, schränkt nicht den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen ein, und ist nicht so manipulierend wie so mancher Spielinhalt, da keine fragwürdigen Inhalte interaktiv nutzbar gemacht werden. Mir solchen Vergleichen kann man keinen "Stich" gegen die Gore-Kritiker setzen. Man vergleicht da Bananen mit Wassermelonen. Klar, beides schmeckt gut, aber im Aufbau sind sie zu unterschiedlich.
Die moralische Instanz ist vorhanden, der Entwickler legt fest, wie weit man gehen kann. Wenn ich bei GTA San Andreas eine Kettensäge nehmen kann, dann ist das so, zerstückeln kann ich die Menschen nicht, da kann ich machen was ich will.
Dies ist keine moralische Instanz, dies ist einfach nur "Schadeneindämmung" im Angesicht des Jugendschutzes. Ein moralischer Faktor wäre z.B., wenn das Spiel aufgrund zu vieler ziviler Verluste verloren wäre. Oder das Töten einer gesetzlichen Instanz (Polizist, Soldat etc.) ebenfalls in einem Spielende resultieren würde. Du kannst in GTA jedoch praktisch unendlich viele Zivilisten beseitigen, und aufgrund der spielerisch bevorzugten Position der Spielfigur die halbe Nationalgarde neutralisieren. Wird man doch mal getötet, so kann man das Spiel problemlos wieder im Krankenhaus beginnen und der einzige Malus besteht im Verlust der Waffen und eines Geldbetrags für die Behandlung. Moralische Instanz = 0 und genau deshalb absolut bedenklich in den Augen der Politiker. Das Spiel wurde einfach dafür ausgelegt möglichst viel Schaden anzurichten. Und solche Spielinhalte kann man vor den "Großen" im Bundestag und Co nicht schönreden, bzw. mit Argumenten entschuldigen die du aufgezählt hast. Da fehlt es einfach an Hand und Fuss.
Aber ich weiß nicht was es für einen von Vorteil sein soll, das er weiß, dass ein Schuss ins Bein den gegner "lähmt". Ich glaube das weiß man auch ohne Computerspiel.
Mh, da wäre ich mir teilweise garnicht mehr so sicher. Beispielsweise hat man im Rahmen von Umfragen für das Gesundheitsministerum an Schulen Geschmackstest bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 - 15 Jahren durchgeführt, ein relativ großer Teil der Schüler konnte z.B. keine Banane geschmacklich erkennen, oder war mit einer Ananas bzw. primitivem Speisequark überfordert. Wenn es in Großstädte tatsächlich bereits so weit ist, dass die Kinder nicht mehr wissen wie eine Banane schmeckt, dann ist wohl mittlerweile alles möglich.
zudem dein vergleich. Bundeswehr und Spiele. Wann kommt man in die Bundeswehr. Manchmal schon mit unter 18. und da wird das Töten gezielt trainiert.
In der Bundeswehr wird das Töten nicht gezielt trainiert, alleen diese Formulierung ist in dem Zusammenhang falsch. Primär darf nur verwundet werden, nicht aber direkt getötet. Zumal wird bei der BW der Umgang mit Waffen diszipliniert, streng nach Vorschrift und äußerst ernsthaft gelehrt. Da wird mehr Aufmerksamkeit darauf verwendet, als in so manchem Kinderzimmer. Schließlich sollte auch der Umgang mit virtuellen Inhalten gelehrt werden. Was beim Bund der Ausbilder, sollten in der zivilen Welt die Eltern sein. Komischerweise funktioniert es in der Bundeswehr mit der Kontrolle nur wesentlich besser.
Im Laden kommt auch KEINER an die Produkte die ab 18 sind. und wenn doch dann hat das System versagt.
Das System versagt teilweise recht häufig. Zumindest war es bei mir so als ich noch nicht volljährig war. Allerdings war dies nur der Fall bei Spielen, versuchte ich z.B. in der Videothek einen Film ab 18 zu leihen, so war ausnahmslos immer an der Kasse Schluss. Dies beruht aber nur auf persönlichen Erfahrungen, keine Ahnung wie die Sache heute aussieht.
Ansonsten sehe weiterhin paralleleln zwischen Film und Spiel. Nehmen wir Company of Heroes. Das Spiel ist auch recht brutal auf seine Weise, aber ebenfalls abschreckend. Befehle ich meinen Leuten den Angriff, so rennen sie los , vielleicht ins Verderben und werden aufgerieben. Die brutale Darstellung zeigt mir nur deutlicher, das es ein Fehler war so anzugreifen. Ist ja nicht so, das einem gezeigt wird, "schau mal, wenn Du den gegner so sbschlachtest, bekommst Du mehr Punkte". das ist nur in ganz seltenen Fällen der so und kommt auch in filmen vor.
Titel wie CoHeroes sind wieder ein ganz anderer Fall. Auf der einen Seite wird Gewalt deutlich gezeigt, aber diese dient nicht der "Belustigung" des Spielers. Zumal ist die taktische Note hier der elementare Spielinhalt. Du kannst als Spieler nicht sinnlos alles töten, weil das Programm diese Möglichkeit einfach nicht offeriert. Es diktiert dir einfach taktische Limitierungen, welche das Spiel vom Niveau her auf ein höheres heben, als z.B. GTA. In GTA ist es schließlich möglich permanent und alles zu beseitigen, auch bekommt man dort - wie von dir im Zusammenhang mit CoH angesprochen - zusätzliches Geld für das Überfahren / Erschießen von Zivilisten (in der uncut Fassung).
Nun ist man in Deutschland nunmal mit 18 Erwachsen und wird vom gesetz (fast) gleich behandelt wie zb. ein 50 Jähriger. Also wenn jemand mit 50 alles spielen dürfte weil es unbedenklich ist, muss das ein 18 Jähriger auch.
Ein 18 Jahre alter Bürger kann dies doch auch. Es geht ja primär nur darum, dass Kinder / Jugendliche unter 18 dies nicht in der selben Form dürfen. Sekundär ist die Frage der "fragwürdigen Inhalte" zu klären, die wohl jede Generation betrifft. In dem Beitrag vom ZDF ging es ja auch darum, dass kleinere Mitbürger diese Titel spielen. Und dies muss von Politik (was imho durch die USK mehr als ausreichend getan wird) und durch die Eltern (was imho alles andere als ausreichend getan wird) kontrolliert werden. Der Rest, sprich diese Panikmache und das globale Verbot dieser Spiele sind wohl einfach nur Wahlsprüche um mal wieder von wichtigeren Themen abzulenken.

Regards, eX!
 
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das ist doch solch ein schwachsinn das sie meinen sich da einmishen zu müssen und außerdem wie gesagt ist das beschäuert nur die schlechten sachen zu zeigen und die guten vorne vorzulassen. naja warscheinlich wollen sie dann damit eine stupide steuer ereichen , die der staat dann warscheinlich "nur" dazu verwendet solche spiele "altersgerecht" einzustufen . Stuss.
sollen sich anfah raushalten die alten unwissenden, bei denen das leben nur aus freide-freude-eierkuchen besteht. außerdem ist deutschland ja das einzigste land wo solch piele wie "dark messhia" geschnitten werden.
das ist doch alles stuss
 
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Ich finde es recht erstaunlich, wie sich die eigene Einstellung zu diesem Thema ändern kann. Als ich noch 16 war, ging mir diese ganze "Jugenschutzsch##ße" tierisch auf die Eier. Ich fand es einfach bescheuert Spiele exklusiv für den deutschen Markt zu zensieren (nein, ich sage NICHT 'schneiden' - entschärfte Spiele sind NICHT 'geschnitten'! Wer hat sich eigentlich diese saudämliche Bezeichnung für Entschärfung ausgedacht? Filme werden geschnitten, Spiele nicht! Das ist völlig hirnlos! Aber das nur mal nebenbei).

Inzwischen bin ich 23 und muss absolut sagen, dass es viel zu viele Spiele gibt, die ich der heutigen Generation der "Heranwachsenden" nicht unbedingt in die Hände geben möchte. Sicher gibt es auch Ausnahmen und vielleicht liegt es daran, dass ich in der zweitgrößten Stadt Deutschlands lebe und generell ein kleiner Misanthrop bin -- aber es läuft da draußen wirklich ein gewaltiger Haufen Idioten rum die sich kaum richtig artikulieren können, sich gegenseitig die Eier schaukeln, weil sie sich jedes Wochenende in kürzester Zeit besinnungslos saufen können und sich anziehen als wären sie entweder blind oder behindert oder behinderte Blinde, respektive Zuhälter (ja, ist höchst unkorrekt das so zu sagen, ich bin halt ein sarkastischer Sack).

Dass das generelle Gewaltpotenzial steigt ist, gaube ich, keine Missempfindung. Ich macher derzeit eine zweite Ausbildung, was natürlich auch Beurfsschule bedeutet. Wie oft da der ein oder andere was auf's Maul bekommt, weil er "komisch geguckt" oder was "Falsches gesagt" hat.... tzzz. Von mit Goldkettchen behängten, D&G-Shirt tragenden Asozialen mit der typischen "Hahnenkammfrisur" im Wet-Gel-Look die gerade mal halb so alt sind wie ich --- Ich würde es jederzeit einen Wisch unterschreiben, dass solche Fatzken kein GTA mehr spielen dürfen. Da kocht so schon genug Sch##ße in viel zu kleinen Hirnen, als das die noch auf die Idee kommen sollten mal wirklich ein Auto zu klauen um damit besoffen ein paar Kinder tot zu fahren. Ich gehöre mit meinem Alter ja fast noch selbst zur "Jugend von heute"... das gib mir ja selbst schon zu denken! Ich möchte nicht wissen, wie die Gesellschaft in 30 Jahren aussieht, wenn diese Morlocks ihre eigene Brut aufzüchten. Langsam zieht das Argument "Tja, es muss ja auch auch Leute geben die mein verstopftes Klo freipumpen!" nicht mehr, soviel könnte ich in tausend Jahren nicht k#cken!

Klaaaaaaaaar, es gibt Ausnahmen! Sicher auch sehr viele Ausnahmen! Aber wenn 9 von 10 Menschen niemals in ein Haus einbrechen würden, wäre das Grund genug alls Haustürschlösser abzuschaffen? Alle Rechtschaffenden Menschen müssen Schlüssel bei sich tragen, alles abschließen, für teuer Geld Schlösser ersetzen wenn man sein Schlüsselbund verloren hat et cetera. Ein Preis den man zahlen muss, weil es halt Arschkekse da draußen gibt, denen es scheißegal ist ob Du gerade 800 Euro für Dein neues Bike gezahlt hast. In dem Sinne finde ich es auch nicht wild, wenn man die Jugendschutzmaßnahmen verstärkt. Schlecht für alle normalen Gamer, aber wenn sich dadurch der eine Freak der mir wohlmöglich morgen abend aus Spaß oder zu stark angestauten Agressionen in die Fresse haut lieber mit einen leckeren Kuchen backt, kann ICH mit dieser Einschränkung sehr gut leben.

Nur weil hier mehrheitlich Leute posten die anscheinend noch alle (oder ausreichend :) Tassen im Schrank haben und daher nicht nach einer Runde FEAR versuchen ihrem Nachbarn mit einer Schrotflinte die Beine abzuschießen sehe ich keinen Grund eine Verschärfung von Jugendschutzmaßnahmen zu verteufeln! Sämtliche Spiele in denen getötet oder anderweitig Gewalt angewendet wird (sofern sie selbstzweckhaft oder einfach nur sinnlos ist) sollten gerne auf "ab 18" hochgestuft werden. Von mir aus Abgabe in Geschäften nur gegen Perso! Hach, ich würde es sogar begrüßen, wenn man potenziellen Käufen erst einen psychoanalytischen Eignungstest vorsetzt. Und wenn die kleinen Hormompfropfen in einem ahornblattgeformten Tintenklecks einen Mutanten mit einem Steakmesser erkennen der gerade ihren Mathelehrer fachmännisch entgrätet und in handliche Stücke schnibbelt ... nun... ich übertreibe natürlich. Aber von den Überspitzungen mal abgesehen - ich meine es schon so wie ich es hier schreibe.

Der ZDF-Beitrag ist natürlich Müll. In erster Linie disqualifiziert er sich schon durch seine einseitge, parteiische und schlecht recherchierte Aufmachung. Was mich aber schon fast erschreckt; teilweise wurde einigen Spielen die generelle Markteignung abgesprochen. Da hört der Spaß schon auf. Wer 18 ist soll machen dürfen was er will und sich nicht von einer Instanz - und um GOTTES Willen nicht vom Staat! - vorschreiben lassen, was er legal kaufen und spielen darf! Nicht weil ich denke, dass alle volljährigen Menschen automatisch auch geistig fit für Spiele wie Manhunt sind (der prozentuale Anteil der minderjährigen Nazis die 39 in Polen eingefallen sind dürfte mir da Recht geben). Aber ab 18 soll das jeder für sich selbst klarmachen dürfen. Da muss die persönliche Freiheit schon überwiegen. Nun sagt man gerne, von 16 bis 18... das sind nur zwei Jahre! Stimmt! Zwei Jahre in denen sich bei Jungen Menschen VIEL tut. Trotzdem, eine Raufstufung der Volljährigkeit auf 21...? Ich wäre dabei!* Wahrscheinlich würde dann die NPD nicht im sächsischen Landtag sitzen, ein enormer Arbeitslosigkeitsanstieg die Türsteher-Wirtschaft erschüttern und ich würde aufhören Galle zu kotzen und aus den Ohren zu bluten wenn ich mal zwei Stationen mit der U-Bahn fahre ohne meine Ohren auf Durchzug zu schalten.

Fall sich jetzt einige in ihrer Würde gekränkt fühlen oder vor Wut über meine absolut indiskutable Meinung mit blitzenden Augen ihre Findekuppen blutig kauen -- bitte hier klicken: http://de.wikipedia.org/wiki/Satire


*Selbstverständlich würde ich das NICHT finden, wenn ich noch 17 wäre. Da spricht die Altersweisheit aus mir! ;-)
 
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Nur um süffisanten Kommentaren vorzubeugen,die meine zahlreichen Tippfehler im letzten Posting als Indiz für meine eigene Dummheit anführen möchten: Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich einiges falsch geschrieben habe! Es liegt nicht daran, dass ich zu dämlich bin Adjektive klein zu schreiben oder Kommas richtig zu setzen. Nein, ich war einfach nur zu faul alles nochmal zu überprüfen.
 
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@eX2tremiousU

Sicher hast Du in vielen Belangen recht. 3 Dinge möchte ich dazu noch sagen.
1. Du hast recht mit dem Problem, das es einfach Spiele gibt, für die man keine Argumente finden kann. GTA oder Postal zum Beipiel. Sehr wohl aber für andere Spiele die ebenfalls in der Kritik stehen.
2. Wir dürfen nicht vergessen worüber wir reden. Mir ist völlig klar das junge Leute geschützt werden sollten und das Eltern hier ein zum Teil völlig falsches Verhalten zeigen. Ich denke darüber sind sich viele einig.
Der Bundeswehrvergleich ist natürlich weit hergeholt und mir ist klar, das es dort funktioniert. Ich habe es so provokativ und oberflächlich gesagt, wie Politiker über das Thema Computerspiele urteilen.
3. Wenn Spiele brutal sind und Spaß machen, so finde ich den Weg falsch sie einfach zu verbieten. Vielmehr sollte man herausfinden warum das so ist und was es für Auswirkungen hat. Das solche Spiele nur für Erwachsene sein sollten ist klar.

Würde gerne ausführlicher Antworten, aber erstens bin ich müde und zweitens verzettel ich mich immer mit den Quotes.

bye
Spinal
 
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