AW: News - TV: Der ZDF-Beitrag zu "Wie Kinder Spaß am Morden finden"
und vielleicht macht es mir nunmal Spaß macht, so zu tun als beschütze ich die Welt vor Aliens, oder mal so zu tun als würde man das leben aus Sicht eines Auftragskillers zu sehen.
Es gibt auch keine Argumente für Wodka, Zigaretten und co. dennoch darf jeder 16 Jährige Zigaretten kaufen und sich, zumindest mit Bier, die Birne zukippen.
Aber ein normalem menschen passiert das nicht. Und nur durch Spiele wird man bestimmt nicht "unnormal". Wieviele Autounfälle passieren, wo Alkohol im Spiel ist? dennoch darf man hochprozentiges kaufen.
Die moralische Instanz ist vorhanden, der Entwickler legt fest, wie weit man gehen kann. Wenn ich bei GTA San Andreas eine Kettensäge nehmen kann, dann ist das so, zerstückeln kann ich die Menschen nicht, da kann ich machen was ich will.
zudem dein vergleich. Bundeswehr und Spiele. Wann kommt man in die Bundeswehr. Manchmal schon mit unter 18. und da wird das Töten gezielt trainiert.
Im Laden kommt auch KEINER an die Produkte die ab 18 sind. und wenn doch dann hat das System versagt. Ansonsten sehe weiterhin paralleleln zwischen Film und Spiel. Nehmen wir Company of Heroes. Das Spiel ist auch recht brutal auf seine Weise, aber ebenfalls abschreckend. Befehle ich meinen Leuten den Angriff, so rennen sie los , vielleicht ins Verderben und werden aufgerieben. Die brutale Darstellung zeigt mir nur deutlicher, das es ein Fehler war so anzugreifen. Ist ja nicht so, das einem gezeigt wird, "schau mal, wenn Du den gegner so sbschlachtest, bekommst Du mehr Punkte". das ist nur in ganz seltenen Fällen der so und kommt auch in filmen vor.
ganz unabhängig von der Diskussion, ich finde es auch wichtig das nicht jeder alles sehen und spielen kann. Und ich finde Eltern wie Lehrer sind sich ihrer Aufgabe manchmal nicht bewusst und leider auch zu häufig nicht gewachsen. Aber wenn man eine verbindliche Alterseinstufung hat, dann finde ich das okay. Nun ist man in Deutschland nunmal mit 18 Erwachsen und wird vom gesetz (fast) gleich behandelt wie zb. ein 50 Jähriger. Also wenn jemand mit 50 alles spielen dürfte weil es unbedenklich ist, muss das ein 18 Jähriger auch.
bye
Spinal
Ja, seh ich ähnlich, deshalb ist das auch eins "meiner" Argumente.eX2tremiousU am 24.10.2006 15:36 schrieb:Stimmt zwar, nur geht es hier primär darum, dass eben Kinder vor solcher Software halbwegs effektiv geschützt werden. Die USK kann nur Empfehlungen aussprechen, die Verkäufer im Saturn können nur Kontrollen machen, aber im Endeffekt müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit solchen Inhalten erlernen, bzw. die Eltern ein gezieltes Auge darauf haben, was denn die Kinder so alleine im Zimmer an brutalen Medien konsumieren. Praktisch wird indirekt die schlechte Erfüllung des Erziehungsauftrages von Staat und Familie angeprangert, was imho auch gut und nötig ist.Spinal am 24.10.2006 14:48 schrieb:Und wir sind nicht alle 13 oder 14. Es gibt durchaus viele erwachsener Spieler.
Nunja, GTA hat überall 90er Wertungen eingeheimst und es macht den meißten Leuten die es spielen Spaß. irgendwas muss ja daran sein. Und das ist der Punkt, es hat was, das Spaß macht. genausowenig gibt es Argumente einen übermäßig brutalen Film zu sehen, wie zb. Saw. Oder übermäßig brutale Bücher zu lesen wie hunderte Kriminalromane.Zu den Argumenten: Komisch. Die Spieler schreien immer bei diesen "Berichten" auf, und beschreiben die Vorgehensweise der Politiker und Medien als inkompetent, es wird praktisch immer auf diese "Argumente" verwiesen, jedoch sagt niemals jemand konkret welche positiven Argumente es denn für den Konsum von brutalen Spielen gibt. Bei CS / RvS gilt noch der Punkt "Taktik und Teamplay" als solide Rechtfertigung für den Konsum. Doch Titel wie GTA, Quake und Co. entziehen sich dieser Betrachtung, da solche spielerischen Inhalte nicht vorhanden sind. Ich würde äußerst gerne mal Argumente FÜR diese Spiele hören. Mir fallen keine ein. Außer eben "Zeitvertreib". Nur zählt dieser Punkt nicht, wenn du eine gepflegte Diskussion mit älteren Semestern oder Politikern beginnen willst.Es werden viele Argumente gar nicht angesprochen und die Spielergemeinde in ein völlig falsches Licht gedrängt, allein schon wegen der offensichtlichen Fehleinschätzung, das es kaum erwachsene Spieler gibt.
und vielleicht macht es mir nunmal Spaß macht, so zu tun als beschütze ich die Welt vor Aliens, oder mal so zu tun als würde man das leben aus Sicht eines Auftragskillers zu sehen.
Es gibt auch keine Argumente für Wodka, Zigaretten und co. dennoch darf jeder 16 Jährige Zigaretten kaufen und sich, zumindest mit Bier, die Birne zukippen.
Aber ein normalem menschen passiert das nicht. Und nur durch Spiele wird man bestimmt nicht "unnormal". Wieviele Autounfälle passieren, wo Alkohol im Spiel ist? dennoch darf man hochprozentiges kaufen.
Klar ist es schwierig Argumente zu finden, aber bestimmt nicht unmöglich. Man stelle sich vor, Tennis stünde in der Kritik. Was für Argumente gibt es fürs Tennisspielen? Es ist Sport, okay aber man kann auch anderen Sport treiben.Siehe oben. Offizielle Institutionen brauchen auch eine gewisse Rechtfertigung für ihre Existenz. Ohne richtige Argumente für diese Titel, kann keine Institution professionell und akzeptabel ihre Standpunkte verteidigen, bzw. das normale Volk für solche Inhalte sensibilisieren.Das Problem, es gibt keine Anlaufstelle, keinen sprecher oder irgendetwas offizielles, was die Spieler vertritt.
Ja, dieser Mangel ist aber nicht ein Problem der Computerspiele und Du hast selber geschrieben, dass der Schutz jugendlicher in elternhand liegen sollte.Argument und zugleicht Hauptproblem: Viele Eltern haben weder Zeit noch Lust sich darum zu kümmern, was ihre Kinder spielen. Traurig genug, dass Fernsehshows auf den Erziehungsauftrag der Eltern hinweisen müssen.Nur ein paar Argumente, die nie aufgezählt werden:
- In letzter Instanz haben die Eltern das letzte Wort. Besonders wenn ein Spiel erst ab 18 freigegeben ist.
Sicher, im Computerspiel habe ich den Finger an der Maus, aber in Filmen ist es auch Sinn der Sache sich in den Hauptdarsteller reinzuversetzen und das gelingt oft besser als im Spiel. Allein das innerliche "Jaaaaa" wenn ein Bösewicht bekommt was er verdient.Computerspiele sind ein interaktives Medium. Filme nicht. Du kannst in Spielen die Figuren auf verschiedene Arten beseitigen, und eine moralische Instanz ist in der Regel nicht vorhanden.- Warum wird auf Computerspielen rumgehackt, auf filme nicht?
Die moralische Instanz ist vorhanden, der Entwickler legt fest, wie weit man gehen kann. Wenn ich bei GTA San Andreas eine Kettensäge nehmen kann, dann ist das so, zerstückeln kann ich die Menschen nicht, da kann ich machen was ich will.
Natürlich wird die Computerspielwelt immer realistischer. Aber ich weiß nicht was es für einen von Vorteil sein soll, das er weiß, dass ein Schuss ins Bein den gegner "lähmt". Ich glaube das weiß man auch ohne Computerspiel.Der Punkt zählt nicht mehr. Die Technik macht akkurate und relativ "realistische" virtuelle Exekutionen am PC oder der Konsole möglich. Spieler wissen in der Regel immer, dass ein solider Kopfschuss mehr Schaden anrichtet als ein Schuss ins Bein. Realistisch angehauchte Titel wie Flashpoint, Raven Shield und Co. simulieren die korrekte Funktion von Waffenfunktionen (Feuermodi) und haben ein Gegnerschadensmodell. Kopftreffer sind tödlich, Treffer in die anderen Extremitäten hingegen verlangsamen die Bewegungen der Figuren oder behindern die Zielfähigkeit dieser Gegner. Aktuelle Titel simulieren Windeinwirkung, Rückstoß einer Waffe, Munitionsarten (Stahlmantel, verschiedene Kaliber), und die Gegner reagieren entsprechend auf den Beschuss. In gewisser Weise kann man sagen, dass Titel wie Flashpoint extrem nah an die Realität rankommen. Der Spielablauf da war praktisch in vielen Teilen identisch mit meiner Bundeswehr Grundausbildung im offenen Feld. Einschließlich Waffenhandhabung und Nutzung dieser (Einzelschuss, Gegner gezielt verwunden, Iron-Sights nutzen). In gewisser Weise stimmt es also durchaus, aktuelle Titel sind technisch und inhaltlich fast so weit, als dass diese Spiele als "Tötungssimulation" miss interpretiert werden können. Nicht ohne Grund nutzen auch echte Spezialeinheiten und Armeen modifizierte Versionen von Flashpoint für taktische Simulationen und zur Schulung von Manövern im offenen Feld.- Warum wird überall erzählt, es würde "das Töten trainert" werden? Als ich früher mit Playmobil Figuren gespielt habe, sind aucheine ganze Menge Spielfiguren umgekommen.
zudem dein vergleich. Bundeswehr und Spiele. Wann kommt man in die Bundeswehr. Manchmal schon mit unter 18. und da wird das Töten gezielt trainiert.
-Ja, nur haben viele Filme eine moralische Instanz, oder Emotionen bzw. die Kaltblütigkeit wird anhand von schockierenden Szenen abschreckend inszeniert. Auf dem Filmmarkt gibt es auch viel Gore und B-Movie-Mist, nur werden diese Machwerke weder im Kino gezeigt, noch im Fernsehen, und auch in der Videothek kommt KEINER unter 18 an entsprechende Produkte. Titel wie GTA, wo der Aufbau einer Gangsterkarriere im Mittelpunkt steht, beschäftigen sich nicht mit Moral oder einem Gerechtigkeitssinn. Da wird primär ein Ablauf gezeigt, der sich gänzlich von gängigen, vergleichbaren, Filmen im Bezug auf Inszenierung, "Wirkung", und "Geschichte" unterscheidet.Warum wird nie die Geschichte hinter einem Spiel erzählt? Spiele sind schließlich Filmen sehr ähnlich und werden immer ähnlicher. sie erzähen Geschichten, manchmal sind es böse geschichten, aber das machen Filme auch. Geschichten erzählen, wo man Sympathie für den "Bösewicht" bekommt.
Regards, eX!
Im Laden kommt auch KEINER an die Produkte die ab 18 sind. und wenn doch dann hat das System versagt. Ansonsten sehe weiterhin paralleleln zwischen Film und Spiel. Nehmen wir Company of Heroes. Das Spiel ist auch recht brutal auf seine Weise, aber ebenfalls abschreckend. Befehle ich meinen Leuten den Angriff, so rennen sie los , vielleicht ins Verderben und werden aufgerieben. Die brutale Darstellung zeigt mir nur deutlicher, das es ein Fehler war so anzugreifen. Ist ja nicht so, das einem gezeigt wird, "schau mal, wenn Du den gegner so sbschlachtest, bekommst Du mehr Punkte". das ist nur in ganz seltenen Fällen der so und kommt auch in filmen vor.
ganz unabhängig von der Diskussion, ich finde es auch wichtig das nicht jeder alles sehen und spielen kann. Und ich finde Eltern wie Lehrer sind sich ihrer Aufgabe manchmal nicht bewusst und leider auch zu häufig nicht gewachsen. Aber wenn man eine verbindliche Alterseinstufung hat, dann finde ich das okay. Nun ist man in Deutschland nunmal mit 18 Erwachsen und wird vom gesetz (fast) gleich behandelt wie zb. ein 50 Jähriger. Also wenn jemand mit 50 alles spielen dürfte weil es unbedenklich ist, muss das ein 18 Jähriger auch.
bye
Spinal
Tassen im Schrank haben und daher nicht nach einer Runde FEAR versuchen ihrem Nachbarn mit einer Schrotflinte die Beine abzuschießen sehe ich keinen Grund eine Verschärfung von Jugendschutzmaßnahmen zu verteufeln! Sämtliche Spiele in denen getötet oder anderweitig Gewalt angewendet wird (sofern sie selbstzweckhaft oder einfach nur sinnlos ist) sollten gerne auf "ab 18" hochgestuft werden. Von mir aus Abgabe in Geschäften nur gegen Perso! Hach, ich würde es sogar begrüßen, wenn man potenziellen Käufen erst einen psychoanalytischen Eignungstest vorsetzt. Und wenn die kleinen Hormompfropfen in einem ahornblattgeformten Tintenklecks einen Mutanten mit einem Steakmesser erkennen der gerade ihren Mathelehrer fachmännisch entgrätet und in handliche Stücke schnibbelt ... nun... ich übertreibe natürlich. Aber von den Überspitzungen mal abgesehen - ich meine es schon so wie ich es hier schreibe.