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News - Steam: Digitaler Vertrieb trotzt der Krise: Steam mit 97% Wachstum

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Und wenn es um 997% wachsen würde, ich würde dennoch niemals ein Spiel über Steam beziehen.

Entweder die gute alte DVD Box oder garnix.
 
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Shadow_Man am 30.07.2009 19:03 schrieb:
Großer Nachteil ist aber: Man kann per Online immer nur deutsche Versionen kaufen... oder wurde das mittlerweile geändert? Indizierte Spiele etc. bekommt man auf solchen Plattformen auch nicht.
Ich habe englische Versionen von Spielen bei Freunden gesehen, ich kann aber nicht sagen, ob es reicht irgendwelche Spracheinstellungen zu ändern.
Die Indizierung ist ein deutsches Phänomen , zu dem ich mich nicht äussern kann, da ich ihm nie begegnet bin.
Und: Wer kein schnelles Internet hat, der schaut bei reinem Downloadvertrieb total in die Röhre.
Desweiteren sind deine Spiele immer an Online-Accounts gebunden.
Also ich hoffe, dass der Retail Markt nie ganz aussterben wird. Für mich wäre das dann sogar ein Grund das Hobby ganz an den Nagel zu hängen.
Wer keine Breitbandanschluss hat, hat schlimmere Probleme. Es gibt Dinge, die meiner Meinung nach zu verbessern sind. Good Old Games z.B. bietet Spiel zum Herunterladen ohne Kopierschutz oder DRM an. Das ist zwar ein Spezialfall aber es zeigt die Richting, in die es gehen muss.
Man wird sehen, wie Valve reagiert, um mehr Kunden anzusprechen, wenn das Wachstum sich verlangsamt.
 
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aeghistos am 30.07.2009 19:38 schrieb:
Wer keine Breitbandanschluss hat, hat schlimmere Probleme. Es gibt Dinge, die meiner Meinung nach zu verbessern sind. Good Old Games z.B. bietet Spiel zum Herunterladen ohne Kopierschutz oder DRM an. Das ist zwar ein Spezialfall aber es zeigt die Richting, in die es gehen muss.
Man wird sehen, wie Valve reagiert, um mehr Kunden anzusprechen, wenn das Wachstum sich verlangsamt.
Sicher nicht indem man das Grundprinzip der Plattform (Spiele an einem Account gebunden, immer und überall verfügbar, etc.) in Frage stellt. Im Gegenteil, ich hoffe man verstärkt es noch und schaut, dass mehr Entwickler Komfortfunktionen wie Steamcloud einsetzen. Bei Third Party DRM stimme ich dir aber zu, so etwas sollte es auf Steam nicht geben.

Als (ich glaub) Bioshock mit zusätzlichem DRM über Steam veröffentlicht wurde, hat ein Valve-Mitarbeiter im Forum gepostet, dass man bei der Wahl zwischen einem solchen Spiel mit Third Party DRM oder das Spiel nicht auf der Plattform haben, man sich einfach für ersteres entscheiden muss. Wenn Steam weiter wächst und noch größer wird, verändert sich dann natürlich auch die Verhandlungsposition. Dann gehts nicht mehr nur darum, ob es sich Steam leisten kann einen solchen Titel nicht im Angebot zu haben, sondern auch ob es sich der Hersteller leisten kann einen solchen Titel nicht auf Steam anzubieten.
 
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Valve hat mit Steam ne reine Goldgrube, ich vermute mal das in ~20 Jahren Steam einer der mächstigsten und reichsten Publisher werden könnte, warum?

DSL ist immer flächenweiter verfügbar, ich kenn kaum Orte bei denen gar kein DSL geht, viele haben mindestens 2000 oder gar 3000.
Mit DSL 3000 ladest 6 GB in 5 Stunden runter, das ist nicht sonderlich lange finde ich, morgens nachm aufstehnd en PC anschalten und nachmittags zocken...

Dieser Online Vertrieb wird sicherlich weiter boomen, warum immer ewig zum MediaMarkt fahren, sich in Warteschlagen stellen und zu zahlen wenn alles so einfach geht?

Einziger Nachteil an Steam ist die Accountgebundenheit, man kann seine Games nicht weiterverkaufen oder sozusagen eine Art "löschen-funktion" die es möglich macht das man den Spielcode auf anderen Accs aktiviert und eben das man Online gebunden ist.

Wer seine Spiele von Haus aus nicht verkauft und normale Flatrate zuhause hat der hat mit Steam keinerlei Probleme. Ganz im Gegenteil durch das intelligente Patchsystem ist man immer aktuell ohne viel zu suchen, man sihet neueste Spiele sofrt biem Start von Steam, Spiele sind Multilanguage und man kann die Spiele von überall immer downloaden.

Man merkt auch das die Publisher immer weiter auf STeam setzen da die Userzahlen immer größer werden, was auch positiv für uns ist da Steam dann mit größerer Auswahl punktet im ONline Sortiment.

Ansonsten wirds die Ladenversion immer geben vorerst. Denke die ganze Welt wird sich eh immer weiter digitalisieren.
 
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Das ganze wird sogar noch weiter gehen. Es wird der Zeitpunkt kommen, da brauchen die Spiele nicht mal mehr herunter geladen werden. Die Spiele laufen dann auf Servern und werden nur noch als Stream auf den heimischen Rechnern gespielt.
Der User hat dann keine Downloadzeiten mehr und braucht sich um die Systemanforderungen kein Gedanken machen. Und die Entwickler brauchen ihre Software nicht mehr auf tausenden PC Konfigurationen lauffähig bekommen. Raubkopien sind dann auch kein Thema mehr.
Erste Entwicklungen in die Richtung gibt es bereits. http://www.heise.de/newsticker/GDC0...ele-per-Funk-oder-als-Stream--/meldung/135066
 
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HLP-Andy am 30.07.2009 22:28 schrieb:
Sicher nicht indem man das Grundprinzip der Plattform (Spiele an einem Account gebunden, immer und überall verfügbar, etc.) in Frage stellt. Im Gegenteil, ich hoffe man verstärkt es noch und schaut, dass mehr Entwickler Komfortfunktionen wie Steamcloud einsetzen. Bei Third Party DRM stimme ich dir aber zu, so etwas sollte es auf Steam nicht geben.
Mich stört an dem System, dass man Lizenzen nicht von einem Account auf einen anderen verschoben werden können. Dadurch entstünde die Möglichkeit, Spielelizenzen weiterzuverkaufen oder auszuleihen. Ich glaube nicht, dass Valve dadurch weniger Spiele verkaufte. die Kosten, die durch den erhöhten Traffic entstehen könnte man durch eine Transaktionsgebühr decken.
 
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aeghistos am 31.07.2009 10:27 schrieb:
Transaktionsgebühr
Jupp, es wäre so einfach.

Ich bin ja nicht mal jemand der Spiele oft, eben fast nie, weiterverkauft, aber einfach das mir die Möglichkeit genommen wird, finde ich ein Unding.
Sobald Weiterverkauf ginge, oder halt sogar ein "Ausleihen" eines Downloads gegen Gebühr, wäre Steam eine wirklich gute Sache. So ist es mir halt unnötig restriktiv um es gänzlich gut zu finden.
Ich würde auch meinen das man damit keinen Verlust einfahren würde. Es ist ein gutes, funktionierendes DRM-System, und so könnte man imo den letzten Nörglern den Wind aus den Segeln nehmen. Vor allem könnte man so auch noch die Leute noch mehr auf digital umstimmen. Man verkauft dann halt nicht mehr die Datenträger (die bei Steam eh wertlos sind) über einen Gebrauchtshop, sondern wirklich nur mehr den Key- so wie bei der Geschenk-option-, und das dann natürlich nur mehr über Steam.
Imo wäre das dann sogar mehr Umsatz und noch mehr Kundenbindung an die Plattform.
 
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SirWinston am 31.07.2009 08:49 schrieb:
Das ganze wird sogar noch weiter gehen. Es wird der Zeitpunkt kommen, da brauchen die Spiele nicht mal mehr herunter geladen werden. Die Spiele laufen dann auf Servern und werden nur noch als Stream auf den heimischen Rechnern gespielt.
Der User hat dann keine Downloadzeiten mehr und braucht sich um die Systemanforderungen kein Gedanken machen. Und die Entwickler brauchen ihre Software nicht mehr auf tausenden PC Konfigurationen lauffähig bekommen. Raubkopien sind dann auch kein Thema mehr.
Erste Entwicklungen in die Richtung gibt es bereits. http://www.heise.de/newsticker/GDC0...ele-per-Funk-oder-als-Stream--/meldung/135066


gaikai/ onlive? ;-)
aber, wie schon des öfteren gesagt, da wird man erst mal abwarten müssen, wie das funktionieren wird. spiele, wie wir sie gewohnt sind, wird es über diese dienste in absehbarer zeit nicht geben können. davon bin ich überzeugt.

aber zum thema:
dem downloadvertrieb gehört die zukunft, oder zumindest ein teil davon, da muss man nun wahrlich keine hellseherischen fähigkeiten besitzen, um das einschätzen zu können.
für mich persönlich ist aber steam keine alternative, so lange spiele nicht weiterverkauft/ -geliehen werden können (egal, ob ich das letztendlich mache oder nicht) und/ bzw die darüber beziehbaren titel nicht weit billiger werden (verglichen mit dem retailhandel).
momentan zahlt man auf steam und co. (normalerweise) für weniger (weniger rechte am spiel, keine verpackung, kein datenträger [darüberhinaus spart der publisher die einzelhandelsmarge komplett ein]) das gleiche.
und das kann nicht sein.
 
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crackajack am 31.07.2009 10:47 schrieb:
Jupp, es wäre so einfach.
Ist es eben nicht. Tatsache ist, dass Software einfach nicht mit anderen Produkten vergeleichbar ist. Es gibt keinen Verschleiß, das Spiel verliert nach Nutzung nicht automatisch an Wert. Und wenn das ganze dann auch noch komplett digital abläuft, dann gibt es einfach überhaupt keinen Unterschied mehr zwischen einem neu gekauften und einem Second-Hand-Spiel. Man hat es im Account, klickt es an, es wird runtergeladen und man spielt.

Natürlich würde sich das negativ auf die Verkäufe auswirken, warum soll ich für ein Spiel 30 Euro ausgeben, wenn ich für 10 Euro exakt das selbe kriege, ohne auch nur ein Promille-Abwertung? Ohne dass ich sonst irgendwas machen muss? Keinen Versand bezahlen muss, nichts. Gerade Singleplayer-Spiele würden dann ständig weiterverkauft werden, einer kaufts und zehn Leute spielen es hintereinander. Und genau aus diesem Grund wird es auch niemals kommen.


die darüber beziehbaren titel nicht weit billiger werden (verglichen mit dem retailhandel).
momentan zahlt man auf steam und co. (normalerweise) für weniger (weniger rechte am spiel, keine verpackung, kein datenträger [darüberhinaus spart der publisher die einzelhandelsmarge komplett ein]) das gleiche.
und das kann nicht sein.
1. Wieso kann das nicht sein?
2. Steam kostet nichts?

Was sind denn die Kosten von einem Retail-Spiel? Steuer, Marge des Einzelhändlers, Marge des Publishers, Werbung, Entwicklungskosten, physische Herstellung des Produkts.

Alles bis auf den letzten Punkt bleibt doch bei einem über Steam vertriebenen Spiel erhalten, nur dass statt der Marge des Einzelhandels eben Valve diesen Prozentsatz kassiert. Alles was wegfällt ist die physische Produktion und das ist nun wirklich nur ein kleiner Teil der Kosten eines Produkts. (Etwa 2-3 Euro.) Um die könnte es über Steam billiger sein, die restlichen Kosten bleiben doch gleich.

Nur wer bestimmt den Preis bei Steam? Der Publisher. Und der möchte natürlich den Preis haben, den er auch allen anderen Händlern empfiehlt, die unverbindliche Preisempfehlung. Bei einem Vollpreisspiel sind das bei uns eben 49,99 Euro. Dass solche Spiele bei Media Markt & Co trotzdem manchmal für 39 bis 45 Euro angeboten werden liegt einfach daran, dass diese Händler auf einen (großen) Teil ihrer Gewinnmarge verzichten, mit dem Hintergedanken, dass jemand der deshalb in den Laden kommt sich eben auch noch was anderes kauft.
 
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HLP-Andy am 31.07.2009 11:10 schrieb:
crackajack am 31.07.2009 10:47 schrieb:
Jupp, es wäre so einfach.
Ist es eben nicht. Tatsache ist, dass Software einfach nicht mit anderen Produkten vergeleichbar ist. Es gibt keinen Verschleiß, das Spiel verliert nach Nutzung nicht automatisch an Wert. Und wenn das ganze dann auch noch komplett digital abläuft, dann gibt es einfach überhaupt keinen Unterschied mehr zwischen einem neu gekauften und einem Second-Hand-Spiel. Man hat es im Account, klickt es an, es wird runtergeladen und man spielt.
Bis auf den letzten Satz trifft alles auch auf Software auf Datenträgern zu. Wenn man nur ein bisschen auf seine DVDs aufpasst, dann halten die sich lange. Und bei Handbuch und Verpackung sind wir beide uns ja einig, dass das eigentlichen Wert hat.
Natürlich würde sich das negativ auf die Verkäufe auswirken, warum soll ich für ein Spiel 30 Euro ausgeben, wenn ich für 10 Euro exakt das selbe kriege, ohne auch nur ein Promille-Abwertung? Ohne dass ich sonst irgendwas machen muss? Keinen Versand bezahlen muss, nichts. Gerade Singleplayer-Spiele würden dann ständig weiterverkauft werden, einer kaufts und zehn Leute spielen es hintereinander. Und genau aus diesem Grund wird es auch niemals kommen.

Nach einer bestimmten Zeit kann man nicht mehr den Neupreis für ein Spiel verlangen und wer, der bei Sinnen wäre, würde ein neues Spiel schon für 10€ wieder abgeben? Es wäre natürlich möglich, dass ein Spiel so wenig spielenswert ist, dass der Markt in wenigen Tagen mit grossen Mengen gebrauchter Lizenzen überschwemmt wird. In dem Fall wäre aber die Frage berechtigt, ob das Spiel überhaupt seinen anfänglichen Preis wert war. Der Handel mit gebrauchten Spielen wäre daher ein hervorragendes marktwirtschaftliches Korrektiv, das die Entwickler anspornen kann, mehr Wert zu produzieren.
Eine Transaktionsgebühr habe ich ja vorgeschlagen, meiner Meinung nach ein Mittel das die allzu häufige Weitergabe eines Spiels durchaus verhindern kann.
 
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aeghistos am 31.07.2009 19:24 schrieb:
Eine Transaktionsgebühr habe ich ja vorgeschlagen, meiner Meinung nach ein Mittel das die allzu häufige Weitergabe eines Spiels durchaus verhindern kann.
mit welcher rechtfertigung?
 
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HanFred am 01.08.2009 11:20 schrieb:
aeghistos am 31.07.2009 19:24 schrieb:
Eine Transaktionsgebühr habe ich ja vorgeschlagen, meiner Meinung nach ein Mittel das die allzu häufige Weitergabe eines Spiels durchaus verhindern kann.
mit welcher rechtfertigung?
Weil für Valve zusätzliche Kosten anfallen durch den Download? Oder werden die Daten alle auf DVD gebrannt, zum Käufer geschickt und der kopiert sie auf die Festplatte, so dass für den Distributor keine weiteren Kosten entstehen? Aber es wird ohnehin weder mit noch ohne Transaktionsgebühr kommen, im Gegenteil, die Publisher von Konsolenspielen blicken neidisch auf Steam und fragen sich, wie sie das auch bei den Konsolen umsetzen können, denn der Used-Market macht ihnen dort zunehmend zu schaffen. Trotz ständig größerer Hardware-Basis stagnieren oder sinken die Spiele-Verkäufe bei Xbox 360, Wii und Playstation 3 zur Zeit.

Das hier scheint übrigens noch ganz gut zum Thema zu passen: http://www.hlportal.de/?site=news&do=shownews&news_id=7072
 
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HanFred am 01.08.2009 11:20 schrieb:
aeghistos am 31.07.2009 19:24 schrieb:
Eine Transaktionsgebühr habe ich ja vorgeschlagen, meiner Meinung nach ein Mittel das die allzu häufige Weitergabe eines Spiels durchaus verhindern kann.
mit welcher rechtfertigung?
Bandbreite ist nicht kostenlos, die Schaffung und Instandhaltung eines sicheren Systems für die Übertragung bringt Kosten mit sich und es entstehen Kosten, weil sich der Support um zusätzliche Probleme kümmern muss. Das sind für mich die drei offensichtlichsten Punkte.
 
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HLP-Andy am 01.08.2009 12:22 schrieb:
denn der Used-Market macht ihnen dort zunehmend zu schaffen.
ich hattze die frage eher darauf bezogen, mit welcher rechtfertigung gegen den gebrauchtmarkt vorgegangen wird. denn dafür gibt's keine plausible rechtfertigung ausser der raffgier.
 
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HanFred am 01.08.2009 12:51 schrieb:
ich hattze die frage eher darauf bezogen, mit welcher rechtfertigung gegen den gebrauchtmarkt vorgegangen wird. denn dafür gibt's keine plausible rechtfertigung ausser der raffgier.
Nochmal: Weil es so etwas wie gebrauchte Spiele gar nicht gibt, schon gar nicht bei der Digitalen Distribution. Bei Hardcopies kann es wenigstens sein, dass die DVD etwas zerkratzt ist, dass die Hülle verschmiert, das Handbuch etwas zerknittert ist, dass man einfach etwas frisches, neues haben möchte und nicht etwas, was schon eine Weile von jemanden benutzt wurde.

Das alles gibt es bei beispielsweise Steam nicht. Ein gebrauchtes Spiel wäre zu 100 Prozent gleichwertig mit einem gerade neu gekauften. Man erhält die selben Serviceleistungen von Valve, gratis Download so oft man möchte, usw. Das heißt man zahlt nicht nur nichts für das Spiel an den Ersteller, nein, man kostet ihm auch noch zusätzliches Geld. Und aus diesem Grund wird es nicht passieren. Du siehst doch wie erfolgreich Steam ist, auch wenn der Weiterverkauf nicht möglich ist. Wieso soll sich das jetzt plötzlich ändern?

Und versetz dich doch mal in die Lage der Entwickler. Du programmierst ein Spiel, verkaufst es an eine Person und dann wird es noch zehn mal weiter verkauft. Zehn Leute spielen dein Spiel aber du kriegst nur einmal Geld dafür. Du bietest zehn Leuten eine gute Unterhaltung, wirst dafür aber von neun Leuten nicht bezahlt. Was hat das mit Raffgier zu tun?
 
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HLP-Andy am 01.08.2009 13:01 schrieb:
Du siehst doch wie erfolgreich Steam ist, auch wenn der Weiterverkauf nicht möglich ist. Wieso soll sich das jetzt plötzlich ändern?
1. Etwas erfolgreiches kann durchaus noch Kundenfreundlicher werden.
Das beisst sich in den seltensten Fällen
2. Glaube ich beinahe, dass Steam damit eher noch Geld machen könnte.
Wenn der Key von einem Account zum nächsten verkauft wird, griefen sie 10€ dem Käufer ab und sperren den Key beim Verkäufer.
 
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HLP-Andy am 01.08.2009 13:01 schrieb:
Das alles gibt es bei beispielsweise Steam nicht. Ein gebrauchtes Spiel wäre zu 100 Prozent gleichwertig mit einem gerade neu gekauften. Man erhält die selben Serviceleistungen von Valve, gratis Download so oft man möchte, usw. Das heißt man zahlt nicht nur nichts für das Spiel an den Ersteller, nein, man kostet ihm auch noch zusätzliches Geld. Und aus diesem Grund wird es nicht passieren.

Diese Leistungen bietet Steam zu jeder verkauften Lizenz an, ob diese nun bei Spieler A oder Spieler B liegt.

Du siehst doch wie erfolgreich Steam ist, auch wenn der Weiterverkauf nicht möglich ist. Wieso soll sich das jetzt plötzlich ändern?

Steam hat einen ziemlich geringen Marktanteil. Die Frage ist wie gross dieser Anteil mit all den Einschränkungen werden kann. Im Moment funktioniert es noch aber irgendwann wird man grössere Kundenkreise ansprechen wollen, dazu muss das Angebot attraktiver werden. Wenn die Umsätze zu stagnieren beginnen, wird eine Situation geschaffen in der neuen Anbietern mit besseren Konzepten der Markteintritt ermöglicht wird. Die jetzigen Anbieter sollten auf der Hut sein und ihre Angebote ständig verbessern. In der Welt der online Distribution können sich die Marktkräfte in relativ kurzer Zeit völlig auf den Kopf stellen.

Und versetz dich doch mal in die Lage der Entwickler. Du programmierst ein Spiel, verkaufst es an eine Person und dann wird es noch zehn mal weiter verkauft. Zehn Leute spielen dein Spiel aber du kriegst nur einmal Geld dafür. Du bietest zehn Leuten eine gute Unterhaltung, wirst dafür aber von neun Leuten nicht bezahlt. Was hat das mit Raffgier zu tun?

Die Argumentation, weshalb Klingeltöne teurer sind als Musikstücke, ist, dass es sich dabei um eine Art öffentlicher Aufführung handelt, für die mehr Lizenzgebühren anfallen. Deine Ausführung finde ich nicht ganz so lächerlich - aber fast.
 
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HLP-Andy am 01.08.2009 13:01 schrieb:
Und versetz dich doch mal in die Lage der Entwickler. Du programmierst ein Spiel, verkaufst es an eine Person und dann wird es noch zehn mal weiter verkauft. Zehn Leute spielen dein Spiel aber du kriegst nur einmal Geld dafür. Du bietest zehn Leuten eine gute Unterhaltung, wirst dafür aber von neun Leuten nicht bezahlt. Was hat das mit Raffgier zu tun?

Wenn eine Person ein Spiel allerdings weiterverkauft, bekommt sie Geld herein, welches sie in die Nachfolgeprodukte stecken kann. Aus der Sicht muss man es ja auch mal sehen.
Außerdem: Es ist doch besser, wenn Leuten die nicht so viel Geld haben, die Möglichkeit gegeben wird sich Spiele billig gebraucht zu kaufen, als wenn sie diese Möglichkeit nicht hätten und dann lieber zur Raubkopie greifen würden.
 
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aeghistos am 01.08.2009 13:55 schrieb:
Diese Leistungen bietet Steam zu jeder verkauften Lizenz an, ob diese nun bei Spieler A oder Spieler B liegt.
Nein. Diese Leistung bietet Steam Spieler A an, mit der Auflage, die Leistung nicht weiterzuverkaufen.

Steam hat einen ziemlich geringen Marktanteil. Die Frage ist wie gross dieser Anteil mit all den Einschränkungen werden kann. Im Moment funktioniert es noch aber irgendwann wird man grössere Kundenkreise ansprechen wollen, dazu muss das Angebot attraktiver werden. Wenn die Umsätze zu stagnieren beginnen, wird eine Situation geschaffen in der neuen Anbietern mit besseren Konzepten der Markteintritt ermöglicht wird. Die jetzigen Anbieter sollten auf der Hut sein und ihre Angebote ständig verbessern. In der Welt der online Distribution können sich die Marktkräfte in relativ kurzer Zeit völlig auf den Kopf stellen.
Neue Konzepte sind schön und gut, aber zum Verkauf von Spielen gehören immer zwei. Nebem dem Käufer nämlich auch der Verkäufer. Und wieso sollten die Publisher ihre Spiele dort verkaufen, wo sie weniger Gewinn machen? Da bleiben sie doch lieber dort, wo der Gewinn höher ist. Und wenn dort keine (oder zumindest keine namhaften) Spiele angeboten werden, dann bleibt es ein Nischenprojekt, da kann das Konzept noch so toll sein.


Die Argumentation, weshalb Klingeltöne teurer sind als Musikstücke, ist, dass es sich dabei um eine Art öffentlicher Aufführung handelt, für die mehr Lizenzgebühren anfallen. Deine Ausführung finde ich nicht ganz so lächerlich - aber fast.
Du würdest es anders sehen, wenn du selbst das Spiel entwickelt hättest.

Shadow_Man am 01.08.2009 13:56 schrieb:
Wenn eine Person ein Spiel allerdings weiterverkauft, bekommt sie Geld herein, welches sie in die Nachfolgeprodukte stecken kann. Aus der Sicht muss man es ja auch mal sehen.
Also wenn ich die Wahl hab zwischen zehn Leuten die ein Produkt von mir kaufen oder einer Person, die ein Spiel von mir kauft und möglicherweise irgendwann mal einen Nachfolger kauft, dann würde ich mich für Möglichkeit Nummer Eins entscheiden.


Außerdem: Es ist doch besser, wenn Leuten die nicht so viel Geld haben, die Möglichkeit gegeben wird sich Spiele billig gebraucht zu kaufen, als wenn sie diese Möglichkeit nicht hätten und dann lieber zur Raubkopie greifen würden.
Wieso wäre das besser? Nenn mir einen einzigen Vorteil den der Hersteller dadurch hätte. Ich sehe keinen Unterschied, in beiden Fällen kriegt er keinen Cent. (Außer bei den Raubkopien kümmern sich die Leute wenigstens noch selbst um die Bandbreite, beim Weiterverkauf über Steam müsste Valve sie bezahlen. So gesehen wäre es sogar noch ein Nachteil gegenüber Raubkopien.)

PS:
@Shadow_Man
Hast den vorhin verlinkten Artikel gelesen? Dieses Jahr überholt die Digitale Distribution bereits die Retail-Verkäufe, jetzt musst du dir dann doch bald Steam zulegen und dich von den Verpackungen verabschieden. Ich würd dir ja empfehlen die Sache langsam einschleifen zu lassen und ab und zu mal ein paar günstige Spiele über Steam zu kaufen, damit du dich daran gewöhnst und es kein so großer Schock wird, wenn du dich komplett umstellen musst. ;)
 
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Ich persönlich bin einfach der Meinung, dass man das Spiel, das man gekauft hat, auch weiterverkaufen kann.
Ja, ich weiss ,das ist in den AGB und im Gesetzbuch wieder was anderes.

Darum war ich der Meinung, dass Steam zu so einem Model durchringen könnte. Eine Art Vorreiterrolle, die sie ja eh schon haben.
Das Argument, dass es eben so besser für sie ist, ist ja logisch.
Besser für den Kunden ists nicht.

Der Vorteil bei Steam wäre ja, dass der jenige, der "sein" spiel verkauft hat, eben NICHT mehr spielen kann. Und vielleicht würde er er sich später wieder anders überlegen und würde sich das Spiel nochmals kaufen.
 
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