AW:
Aithir am 15.05.2009 19:10 schrieb:
Das Problem ist bei Spielen wohl, daß Bugdebakel oft auch wegen Geld- und Zeit-
problemen entstehen, weil die Entwickler den Aufwand unterschätzt haben oder der Publisher ganz einfach einen Releasezeitpunkt vorgibt, egal ob das Spiel nun fertig ist oder nicht. Die Konsolenvarianten von Sacred 2 sind ja immer noch nicht fehlerfrei und Probleme gibt es trotz langer Entwicklungszeit immer noch mehr als genung und Ascaron ist dank des unterschätzten Aufwands ja mittlererweile Insolvent.
Der Schritt wäre sicher nicht unproblematisch
, es wüden wohl wirklich einige Publisher oder Entwickler untergehen, wenn sie auf einmal zu Release Qualität liefern müßten.
Den Zwang jeden Patch kostenlos auf einen Datenträger an den Endkunden geben zu müssen, fände ich eine gute Ergänzung.
Die Rückgabe von Spielen klappt aber nicht immer, kein Spiel mit Steamzwang kann man
zurückgeben und Valve verweigert auch deutschen Kunden jedes Rückgaberecht.
Das ist "leider" nicht richtig.
Diese systematischen, reproduzierbaren Fehler oder das Fehlen ganzer Features bzw. falsche Produktangaben treten auch bei Herstellern und Anbietern auf, bei denen monatliche Entgelte für das Spielvergnügen zu entrichten sind.
Da frage ich mich ernsthaft wie kann das sein, daß z.B. bei einem Hersteller mit der höchsten monatlichen Gebühr die Fertigstellung nach über einem Jahr am Markt nicht mehr entsprechend vorangetreiben wird - und jetzt kommts: NICHT im Sinne von individuellen Spielervorstellungen und Wünschen sondern: im Sinne der selbst angepriesenen Features, die auf der Verpackung angegeben werden?
Und als Antwort bekommt man auf Nachfrage dann in den Foren: "Wenn es einem nicht gefällt hätte man ja jederzeit kündigen können..."
(der selbe Hersteller hat bei einer Vorstellung seines Produktes vor Release übrigens auch mal einen jüngeren Jounalisten öffentlich blossgestellt und in Frage gestellt, weil er es sich damals es sich erlaubt hat (vor release) den fehlenden content zu bemängeln (der bis heute nicht ins Spiel gefunden hat).
Da waren Dinge zu lesen wie "Ach das weiss doch jeder erfahrene Journalist, dass ne Beta nicht unbedingt das fertige Produkt repräsentierten kann, etc" oder es wurden sogar: "...die teuren Reisen für die Journalisten.." thematisiert.)
Nein, also die Dinge und Dreistigkeiten der Hersteller haben bereits Dimensionen angenommen, die mehr als eindeutig jenseits der Verträglichkeitsgrenze der Konsumenten liegen.
Ausserdem: Im Unterschied zum unvorhergesehenen mechanischen Verschleiss bei Toasten sind Produkte wie Software doch gerade zu prädestiniert um optimiert zu werden, da sie einzig auf strikten mathematische Gesetzten beruht.
Fehler und Bugs sind somit also wesentlich einfacher feststellbar, reproduzierbar und vor allem: vorhersehbar.
Je früher der Beschluss kommt desto besser, dort wo Geld fliesst muss es auch entsprechende Regelungen geben, es kann nicht sein, dass man Vollpreis für halbfertige Produkte bezahlen muss und dann nicht mal Anspruch auf Reklamation oder sofortigen Umtausch hat.