AW:
Huskyboy am 11.12.2008 11:58 schrieb:
die DRM titel wurden zusammen öfter geladen als die restlichen 6, DRM ist auch garnicht gedacht kopien zu verhindern, sondern um den gebraucht und verleihmarkt zu töten
Ich habe die Liste gelesen und auch verstanden. Hab mir auch schon gedacht, daß es nicht unbeachtet bleibt, daß viele DRM-Titel darunter sind. Ist ja auch kein Kunststück, nachdem praktisch jeder neuere Blockbuster damit auffährt. Es ist nur die Frage, welche Schlüße man daraus zieht. Ich glaube, Deine sind da nicht so zwigend.
DRM (und dazu gehört auch Steam, nicht nur das nervige Zeug von Securom) verfolgt zweierlei Ansätze. Neben Raubkopien zu verhindern bzw. zu erschweren (was wie bei jedem Verfahren mehr schlecht als recht funktioniert), soll es natürlich auch den Second Hand Markt austrocknen. Über beide Punkte muß man nicht streiten.
Aber letzten Endes wäre es den Publishern (
wie bei den Konsolen auch) eingermaßen egal, wie oft ein Spiel über den Second Hand Markt verkauft wird, wenn sie auf dem ersten Markt genügend hohe Erträge erzielen würden. Das Vergleich der Käufe von Bioshock auf PC bzw. Konsole betrug 1 : 5 !!!! Da hat der Publisher natürlich kein Interesse mehr dran, auch noch Mindereinnahmen durch den Second Hand Markt hinzunehmen.
Wie immer eine Frage von Ursache und Wirkung, oder für einfachere Gemüter von Henne und Ei ....
Huskyboy am 11.12.2008 11:58 schrieb:
TitanQuest kam einfach zur falschen zeit, das spiel WAR! verbuggt und instabil.. ich habs nämlich Original hier, und das war besonders nach ein paar stunden absturzanfällig, zudem wurds einfach langweilig
Bei mir liefs im Original, ist nie abgestürzt und mir hats gefallen. Und jetzt? Unsere persönlichen Meinungen zu dem Spiel sind irrelevant. Einzig relevant war, ob Iron Lore nicht durch rufschädigende Raubkopien derart in Mitleidenschaft gezogen worden sein könnte, daß sie pleite gegangen sind. Natürlich kann man immer die schlechte Qualität, den falschen Zeitpunkt oder auch die Lotto-Zahlen vom letzten Wochenende verantwortlich machen. Die Indizien, daß dem nicht so war bleiben. Und die kannst du mit Deinem Geschwafel auch nicht entkräften ....
Huskyboy am 11.12.2008 11:58 schrieb:
und wieso beweislastumkehr? Die können keinen schaden nachweisen, die werfen mit fiktiven zahlen durch die gegend die sich nicht beweisen lassen.. tolle argumentation
Diese Art von Argumentation ist eben eine Beweislast-Umkehr ...
Huskyboy am 11.12.2008 11:58 schrieb:
Mir wärs auch lieber hypemüll wie Spore würde richtig floppen und dafür sich ein World of Goo richtig gut verkaufen, aber das ist utopie
Du wirst lachen, aber die Entwickler von World of Goo gehen davon aus, daß sie trotz Demo (gar nicht mal so kurz) und fairem Preis nur ca. 20% der Spiele tatsächlich verkauft haben, der ganze Rest sind Raubkopien !!!! Hab leider den Link gerade nicht parat, such ihn dir aber gerne raus.
Raptor am 11.12.2008 12:04 schrieb:
Aber eben genau diese Ausgaben haben rein gar nichts gebracht. Das zeigt am besten Spore. In dem Fall hat der Kopierschutz nur den ehrlichen Kunden gegängelt und das Spiel nicht davor bewahrt kopiert zu werden. Außerdem sind solche Statistiken einfach nur Zahlen die jeder anders bewerten kann. Diese Zahlen sagen nichts über den entgangenen Verlust bzw. den verursachten Schaden durch illegale Kopien aus. Interessant wäre ein geschätzter realistischer Schaden (leider kenne ich keine unabhängige Möglichkeit um diesen zu errechnen) den man gegenüber den Kosten für den Kopierschutz aufwägen kann. Dann kommt noch hinzu das DRM einige vom Kauf abschreckt, auch hierzu wären Zahlen interessant, sind aber schwer zu ermitteln.
Das sich Firmen illegale Kopien nicht gefallen lassen ist klar, nur geht DRM am Kunden vorbei und beruhigt nur die Aktionäre.
Die Zahlen sind eindeutig genug, um zuindest eine Tendenz zu erkennen. Wie gesagt bei einem Vekaufsverhältnis von 1 : 5 (PC : Konsole) bei Bioshock und den Zahlen an downgeloadeten Spielen müssen wir uns über die Ursachen der schlechten Abverkäufe eigentlich nicht mehr unterhalten. Am Spiel jedenfalls kann es nicht gelegen haben, sonst hätte es sich auf der Konsole auch nicht verkauft.
Raptor am 11.12.2008 12:04 schrieb:
Aber genau das ist doch ein großes Problem, denn im Endeffekt ist es der Kunde der zählt, nicht der Aktionär etc. . Wenn man den Kunden vergrault bzw. an ihm vorbei entwickelt darf man sich über Fehlschläge nicht wundern.
Stimmt. Das ist sogar das größte Problem von allen. Und genau darum geht die News. Und genau deshalb muß man sich Gedanken machen, wie Vertriebswege aussehen können, die weder den Kunden verkraulen noch den Publisher dumm darstehen lassen
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