AW:
Rabowke am 10.11.2008 08:26 schrieb:
[...] Wenn man sich Spiele anschaut welche über einen Schlüssel "online" validiert werden und auch online gespielt werden, dann sollte es möglich sein, seine Produkte dahingehend anzupassen um eine Kundenbindung zu erreichen.
Warum brauch ich für den Singleplayermodus eine bestehende Internetverbindung? Wer bezahlt den Unterhalt der Server die benötigt werden um sämtlichen Kunden auch zu Stoßzeiten ein unterbrechungs- und störungsfreies Spielen zu ermöglichen?
Oder soll das so laufen wie bei Hellgate London? Hat ja prima geklappt... vor allem das mit "Singleplayer und Multiplayer werden immer den gleichen Patchstand haben". *hust*
Rabowke am 10.11.2008 08:26 schrieb:
[...] Ich glaube schon das es hier einige Punkte gibt wo man ansetzen kann & natürlich wird man einigen Leuten vor den Kopf stoßen ( siehe Online Features ), aber Breitbandinternet verbreitet sich wirklich immer mehr in Deutschland.
So? Es ist schon bekannt, dass DSL384 per Definition auch "Breitband" ist? Ich glaub ich muss keinem erzählen, wieviel Spaß Surfen und Downloaden bei so um die 45kB/s macht... -.-"
STARSCrazy am 10.11.2008 13:25 schrieb:
Mein Vorschlag:
Ein Datenträgerwechsel muss her. Weg von CDs und DVDs hin zu USB-Sticks mit Verschlüsselung und Selbstschutz. Dongle heißt das Zauberwort.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dongle
Vorteile:
- Diese sind sehr schwer zu kopieren
- Diese Datenträger haben schnellere Zugriffszeiten
- Hardware und Software bilden hier eine Einheit
und
STARSCrazy am 10.11.2008 16:11 schrieb:
Aus der Wikipedia:
Wenn alle Daten auf den Dongle gepackt werden gibt es nicht mal einen Nachteil für den Kunden. Das zwei typischen Gegenargumente für den Dongle sind:
1. Was ist wenn ich den Dongle verliere?
2. Ich muss jedes mal nen USB-Anschluss belegen!
3. Dongles sind teurer
Zu 1 & 2: Dabei treten die gleichen Probleme bei Spielen auf welche die CD im Laufwerk prüfen.
3: Ja sie sind teurer. Jedoch wird sich das bei einer Massenproduktion in grenzen halten. Zumal man heute schon normale USB-Sticks als Werbegeschenke hinterhergeworfen bekommt.
Hatten wir die Diskussion nicht schon, warum Verschlüsselung der Spieldaten realtiv wenig bringt? Na gut, wenn Sie so davon überzeugt sind, dass die Leute (auch die mit Highendrechnern) erst mal lockere 15-90 Minuten
vor jedem Spielstart und bei jedem neuen Level warten bis alle Textur-/Sounddaten plus Modelle plus Engine dekodiert sind...
Außerdem ist der Dongle nicht der eigentliche Datenträger sondern nur der Kopierschutzmechanismus. Aber das wär schon eine klasse Idee. Jetzt wo wir gerade dabei sind, den Spieler von der Rolle des Disc Jockey zu entlasten (Datenträger zum Spielen einlegen), machen wir ihn einfach zum Dongle Jockey...
"Mensch, wo hab ich noch gleich den Dongle für Sacred 3? Der hier? Nein, C&C 5. Der hier? Nein, Gothic 4. Der hier? Auch nein, Spore 2 1/2. Der hier? Wieder nein, Freelancer 2. Der hier? ..."
Zusätzlich besteht die Hürde darin, dass nicht alle Rechner über ausreichend USB-Steckplätze verfügen und abhängig von der verwendeten Hardware im Dongle passive Hubs nicht ausreichen könnten. USB-Tastaturen, -Mäuse, -Joysticks, -Drucker, -Scanner, -Festplatten, -Headsets, -Lautsprecher, etc. Also wird der Benutzer wieder damit gequält, entweder unter den Tisch zu kriechen und seinen Drucker auszustecken damit er spielen kann oder sich extra einen aktiven USB-Hub zu kaufen.
Die Diskussion warum es nicht lohnt/sinnvoll ist den Dongle zum Datenträger zu machen hatten wir auch schon - mit INU-IDs Vorschlag eines per Ethernet verbundenen Moduls.
Wenn eine CD/DVD verkratzt ist kann man noch versuchen die oberste Schicht des Mediums dünn abzuschleifen. Hat bei mir funktioniert, im Spielehandel meines Vertrauens 5€ gekostet und mir die englische Oblivion Collector's Edition DVD gerettet. Geht das bei einem Dongle auch? Kann man da auch so einfach den Stecker austauschen (oder das vielleicht sogar selber machen?) wenn da mal ein Kontakt zu abgenutzt ist, oder der Rahmen verzogen ist und sich das Teil nicht mehr anstecken lässt?
Oder werden die Chips so mit dem Gehäuse verklebt, dass sie zerstört werden wenn man den Dongle öffnet, um zu verhindern dass man direkt auf bestimmte Teile des Dongles zugreifen kann, und somit eventuell durch Mitschneiden/Manipulation des Busverkehrs auf dem Dongle oder durch Anzapfen einer vergessenen Debuggingschnittstelle z.B. direkt den privaten Schlüssel im Klartext aus einem Registerset auslesen kann?
Vielleicht wird das ja auch zur neuen Goldgrube der Publisher. Umtausch kann man mit einem pauschalen "selbst verschuldet" ablehnen (da sich Dongle ja weitaus weniger abnutzen als CD/DVD Medien ist davon auszugehen, dass eine viel längere durchschnittliche Lebenserwartung angesetzt wird) - aber aus "Kulanz" wird ein Ersatz für eine "kleine Bearbeitungsgebühr" von vielleicht 25€ plus Porto und Verpackung angeboten. Der Kunde hätte also die Wahl: entweder Neukauf für 50€ oder Ersatz für 25€. Für den Publisher eigentlich eine Traumsituation.
Außerdem... Wikipedia ist zwar gut, aber nicht das Maß aller Dinge. Sekundäre Quellen zum Thema "Dongles sind unknackbar" wären da doch angebracht. Auf
Heise Security finden sich nämlich unter anderem
solche Perlen die zeigen, was für Pfusch bei "sicheren" und "zertifizierten" Datenträgern von den Herstellern getrieben wird. -.-