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News - PC Games: Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden begrüßt Verbot so genannter Killerspiele

AW: News - PC Games: Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden begrüßt Verbot so genannter Killerspiele

derdragan am 08.06.2009 14:38 schrieb:
norea-x am 08.06.2009 14:04 schrieb:
echt traurig, dass sogar schon die angehörigen und nahestehenden direkt in winnenden die augen vor den eigentlichen problem verschleißen.


Hmmm, es mag zwar hart klingen, aber die Angehörigen tun mir leid. Wenn sie das Problem objektiv benennen könnten würde Sie ihr eigenes Umfeld anprangern. Denn das war es doch was den AL geformt und zu dem gemacht hat. Negative Erfahrungen aus dem Umfeld und der Familie.Ich frage euch: Wer sägt sich seinen eigenen Ast ab? Die Computerspiele sind eine einfache Erklärung für das Geschehene und das Gefühl etwas zu tun hilft über die Trauer /über den Verlust.
(egal wie Falsch es für Fachkundige zu sein scheint) Das Verbot hilft den Schmerz zu verarbeiten, und ehr was mit aktiver Selbsttherapie zu tun.

Ich wette wenn der Amokläufer Alkoholiker gewesen wäre, dann würden die nicht so einen Auflauf machen, denn das wäre ja ein Bereich ihres eigenen Lebens, auf den kann man ja nicht verzichten.

derdragan am 08.06.2009 14:38 schrieb:
Schade.. ich weis echt nicht wenn ich im September Wählen soll

Na die Piratenpartei :-D;-)
 
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Es haben sich scheinbar bei denen im forum, schon 2 gemeldet wegen der forderung.
 
AW: News - PC Games: Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden begrüßt Verbot so genannter Killerspiele

Wenn Regierungen für jeden einzelnen Mord geradestehen müssten, die Menschen keine theoretischen Morde mehr erlernen müßten (bundeswehr), gewaltverherlichende Medien - Filme - Kunst - Bücher - usw.............. verboten würden - dann begrüße ich dieses Verbot.
Aber einfach so auf ein bestimmtes Medium einzuhacken wird wohl nicht das geringste ändern.
 
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groening am 08.06.2009 14:54 schrieb:
Wenn Regierungen für jeden einzelnen Mord geradestehen müssten, die Menschen keine theoretischen Morde mehr erlernen müßten (bundeswehr), gewaltverherlichende Medien - Filme - Kunst - Bücher - usw.............. verboten würden - dann begrüße ich dieses Verbot.
Aber einfach so auf ein bestimmtes Medium einzuhacken wird wohl nicht das geringste ändern.

Verbote haben noch nie irgendetwas bewirkt. Bestes Beispiel: Die amerikanische Prohibition in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Alkoholverbot führte nur zu einem drastischen Anstieg der Kriminalität.

Ein Verbot ist eine billige, populistische "Lösung", ein reines Bekämpfen der Symptome, ohne sich wirklich mit den Ursachen auseinander zu setzen.
 
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Wenn ich sowas schon höre, dann wird mir schlecht. Aber hauptsache irgendwelche Deppen können über Sachen urteilen, von denen sie keine Ahnung haben. Ich finde Computerspiele sollten generell verboten werden. So ein Mariokart ist schon irrsinnig brutal.
 
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Wenn wir uns nichts einfallen lassen, werden sich mal wieder Leute mit wenig Kenntnis zur Sache durchsetzen und die entsprechenden Populisten werden dieses Verbot erlassen. Vielleicht ist nicht jedem klar, was das bedeutet. Wenn dieses Verbot erstmal erlassen ist, werden andere Länder nachziehen. Es wird zuerst keine Shooter mehr für den deutschsprachigen Markt geben (A und CH) inbegriffen. D.h. man wird englische Versionen im Ausland beziehen müssen, was aber illegal wäre.
Kein Verantwortlicher liest dieses Forum!
 
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das nennt man gruppendummheit einer sagt irgendwas und alle anderen plappern ihn nach

und wenn die spiele verboten werden werde ich auf torrent netze umsteigen und die verbotene spiele runterladen......
 
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Wichtig wäre, die gleichen Leute anzusprechen, wie dieses Verbotsinitiative auch. Stimmen sammeln und Petitionen einreichen. Vielleicht könnte die PC Games zusammen mit Anderen einen solchen Schritt lancieren, Unterschriften sammeln und direkt auf die zuständigen Politiker zugehen.
 
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hm ja
das kein Bündnis, das ist dem Text nach eine Fan-Aktion von Titanic-Lesern

Aber eigentlich müsste man doch selbst ein Bündniss schaffen, gegen solche Hobby und Berufsdemagogen mit der Vogelstraußpolitik, die den Fehler überall wo anders suchen, als in Verboten von Bauernopfern und Halbgaren Kontrollen die Lösung zu suchen

Denn das Tolle an den Waffenkontrollen ist ja, die kann man wieder verschicken wenn das einem nicht passt, also der Kleine die Waffe mal mit zu den Kumpels genommen hat oder so :ugly:
von der Popsigen Anzahl an Kontrolleuren zu schweigen, klar das man die Spiele verbieten will, alles andere kostet ja zuviel Geld als es Wählerstimmen bringt als die Rettung von Konzernen die sich selbst in die Scheiße geritten haben *hustholzmannräusper*

Das doch keine Politik, das ist Kabarett, sowas kann sich doch kein Gagschreiber ausdenken
 
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Bonkic am 08.06.2009 13:39 schrieb:
hat sich jemand mal die unterschriftenliste dieses bündnisses zum thema "killerspieleverbot" durchgelesen?

da heisst es doch tatsächlich:

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Forderung „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“ in vollem Umfang unterstütze.
Ich erwarte von den zuständigen verantwortlichen Personen bzw. Stellen die bestehenden
Gesetze auf diese Forderungen hin zu überprüfen und die entsprechenden Änderungen der
Gesetze zu veranlassen.

killerspieleverbot_pdf

bei allem respekt vor den opfern und den nachkommen- aber wer denkt sich denn bitteschön so was aus?
übrigens bin auch ich dafür, spiele zu verbieten, die dazu dienen, menschen zu ermorden, mit meiner unterschrift kann das bündnis also rechnen.... *kopfschüttel*

edit:
die entscheidenden worte sind übrigens auch im original fett gedruckt und nicht nur bei mir.

Ganz genau den gleichen Gedankengang hatte ich auch gerade beim lesen der PDF.
Hilfe! :rolleyes:
Ich kann auch verstehen dass man als Anghöriger/Betroffener/Freund oder Bekannter wütend ist und nicht unbdedingt rational reagiert.
Aber trotzdem sollte man bei so einer Aktion auch sachlich bleiben, sonst gibt man sich auch schnell der Lächerlichkeit preis.
 
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Bonkic am 08.06.2009 13:39 schrieb:
hat sich jemand mal die unterschriftenliste dieses bündnisses zum thema "killerspieleverbot" durchgelesen?

da heisst es doch tatsächlich:

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Forderung „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“ in vollem Umfang unterstütze.
Ich erwarte von den zuständigen verantwortlichen Personen bzw. Stellen die bestehenden
Gesetze auf diese Forderungen hin zu überprüfen und die entsprechenden Änderungen der
Gesetze zu veranlassen.

killerspieleverbot_pdf

bei allem respekt vor den opfern und den nachkommen- aber wer denkt sich denn bitteschön so was aus?
übrigens bin auch ich dafür, spiele zu verbieten, die dazu dienen, menschen zu ermorden, mit meiner unterschrift kann das bündnis also rechnen.... *kopfschüttel*

edit:
die entscheidenden worte sind übrigens auch im original fett gedruckt und nicht nur bei mir.

Das ist wirklich harter Tobak.
Wie kann man nur so einseitig und ignorant denken.
Irgendwann muss der gesunde Mensch dochmal die Idiotie in solche Aussagen entdecken.
Das dieses Bündnis auch noch von demokratisch gewählten Politikern unterstützt wird ist irgendwo paradox. Mir wird wirklich übel :-$
 
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Tja, sogenante Killerspiele sind halt ein leichter Gegener. Sie wollen Killerspiele verbieten und im Tv/Kino wird weiterhin Tag täglich jede Menge Gewallt ausgestrahlt. Das beißt sich irgendwie und zeigt eigentlich, wie schlecht und dumm unsere Politikin/er sind. Sie kümmern sich nicht um das wirkliche Problem,den Menschen und unsere Gesellschaft.
 
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norea-x am 08.06.2009 14:41 schrieb:
Ich wette wenn der Amokläufer Alkoholiker gewesen wäre, dann würden die nicht so einen Auflauf machen, denn das wäre ja ein Bereich ihres eigenen Lebens, auf den kann man ja nicht verzichten.

derdragan am 08.06.2009 14:38 schrieb:
Schade.. ich weis echt nicht wenn ich im September Wählen soll

Na die Piratenpartei :-D;-)


Hey mit ist gerade eingefallen: Wenn es ein Alkoholiker gewesen wäre: Dann wäre er nur vermindert schuldfähig, da er unter drogen gestanden hat und somit NICHTS für SEINE tat kann.

Alkohol ist von der Gesellschaft anerkannt, ich denke aber das jeder (auch unter Alkohol) für seine Taten verantwortlich ist. WEIL: Niemand ihn zwingt alkohol zu trinken und jeder aufhören kann, wenn er geistig und mental normal veranlagt ist. Soll heißen, wenn er nüchtern "normal" ist.

Genauso sollte die Regierung mechanismen entwickeln die greifen.
Z.B. eine zugangskontrolle für das Internet. Einen Login/ Eine Registrietung über den Personalausweis. und wenn Eltern dann zulassen das Kinder über Ihre Kennung spielen, müssen sie dafür haften (z.B. Onlinespiele etc.), Verletzung der Führsorgepflicht.
Ich weis es ist eine Datensammelei und Datenschutztechnisch schwer umzusetzten.
Es gibt aber sicher eine Kompromiss, der eine solche Lösung realisierbar macht.
 
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bernder am 08.06.2009 15:56 schrieb:
Bonkic am 08.06.2009 13:39 schrieb:
hat sich jemand mal die unterschriftenliste dieses bündnisses zum thema "killerspieleverbot" durchgelesen?

da heisst es doch tatsächlich:

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Forderung „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“ in vollem Umfang unterstütze.
Ich erwarte von den zuständigen verantwortlichen Personen bzw. Stellen die bestehenden
Gesetze auf diese Forderungen hin zu überprüfen und die entsprechenden Änderungen der
Gesetze zu veranlassen.

killerspieleverbot_pdf

bei allem respekt vor den opfern und den nachkommen- aber wer denkt sich denn bitteschön so was aus?
übrigens bin auch ich dafür, spiele zu verbieten, die dazu dienen, menschen zu ermorden, mit meiner unterschrift kann das bündnis also rechnen.... *kopfschüttel*

edit:
die entscheidenden worte sind übrigens auch im original fett gedruckt und nicht nur bei mir.

Das ist wirklich harter Tobak.
Wie kann man nur so einseitig und ignorant denken.
Irgendwann muss der gesunde Mensch dochmal die Idiotie in solche Aussagen entdecken.
Das dieses Bündnis auch noch von demokratisch gewählten Politikern unterstützt wird ist irgendwo paradox. Mir wird wirklich übel :-$
 
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bernder am 08.06.2009 15:56 schrieb:
Bonkic am 08.06.2009 13:39 schrieb:
hat sich jemand mal die unterschriftenliste dieses bündnisses zum thema "killerspieleverbot" durchgelesen?

da heisst es doch tatsächlich:

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Forderung „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“ in vollem Umfang unterstütze.
Ich erwarte von den zuständigen verantwortlichen Personen bzw. Stellen die bestehenden
Gesetze auf diese Forderungen hin zu überprüfen und die entsprechenden Änderungen der
Gesetze zu veranlassen.

killerspieleverbot_pdf

bei allem respekt vor den opfern und den nachkommen- aber wer denkt sich denn bitteschön so was aus?
übrigens bin auch ich dafür, spiele zu verbieten, die dazu dienen, menschen zu ermorden, mit meiner unterschrift kann das bündnis also rechnen.... *kopfschüttel*

edit:
die entscheidenden worte sind übrigens auch im original fett gedruckt und nicht nur bei mir.



Das ist wirklich harter Tobak.
Wie kann man nur so einseitig und ignorant denken.
Irgendwann muss der gesunde Mensch dochmal die Idiotie in solche Aussagen entdecken.
Das dieses Bündnis auch noch von demokratisch gewählten Politikern unterstützt wird ist irgendwo paradox. Mir wird wirklich übel :-$


Hm der Text ist ehrlich gesagt schon etwas bedenkenswert und sollte überarbeitet werden.
Also ich habe mit meinen Spielen noch keinen Menschen getötet und mir ist auch neu, das Menschen aus Pixeln bestehen. Außerdem sind mir meine Spiele zu schade, um sie nach jemandem zu Werfen.
 
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Liebe Eltern der Aktionsgemeinschaft. Will man so das eigene Unvermögen vertuschen? Vielleicht sollte man zuhören, was sein(e) Kind(er) zu sagen haben...

Liebes Daddeldepot-Team,

gerade habe ich den Leserbrief des ’geschockten Pädagogen’ gelesen und möchte hiermit mal eine Sichtweise ermöglichen, die es in der Form vielleicht noch nicht gegeben hat. Auch ich war fest entschlossen einen Amoklauf zu starten, verhindert wurde dies nur durch einen Zufall.

Sollte Euch interessieren wie Menschen zu Amokläufern werden können, möchte ich hiermit meine Geschichte erzählen. Vielleicht wirft diese ein etwas anderes Licht auf diese grausamen Taten, die immer wieder geschehen. Die Person, die es am meisten betrifft kann man leider nicht mehr fragen, da sich die Täter traditionell am Ende selbst richten.

Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Dorf mit geschätzten 400 Einwohnern und besuchte natürlich auch die dortige Schule. Ich war, als ich eingeschult wurde, sehr lern- und wissbegierig, in den ersten Jahren mit der Klassenbeste und las bereits Bücher als die meisten anderen gerade erst mit dem ABC fertig waren. Ich war ein sehr ruhiges Kind - relativ unauffällig, friedlich und freundlich. Mit anderen Worten: Ich war anders als die meisten anderen. Zudem auch nicht besonders sportlich und körperlich schwächer als der Rest. Ein gefundenes Fressen für Menschen mit schwachem Geist und eingeschränkter Persönlichkeit.

Im Laufe der Jahre wurde ich zum Prügelknaben und Sündenbock für alles mögliche abgestempelt. Als ich in die fünfte Klasse kam, begann ein Leben, dass ich im Nachhinein nur als Horrorszenario beschreiben kann. Ich interessierte mich eher für Naturwissenschaften, Bücher und seit meinem 12. Lebensjahr (als ich ein NES geschenkt bekam) auch mit absoluter Begeisterung für Videospiele. Gerüchte wurden laut, teilweise verbreitet durch Eltern, ich würde, wenn ich älter wäre, bestimmt mal ’anders’ werden. Schwul, für Dorfbewohner also die niederste Lebensform die für sie überhaupt existiert. Dies griffen einige Schüler auf und verbreiteten das Gerücht, welches wohlwollend von vielen aufgenommen wurde. Meine Situation verschlimmerte sich auch noch dadurch, dass ich mich nicht dem Gruppenzwang unterordnen wollte. Ich interessierte mich nicht für Zigaretten oder Alkohol, Discotheken waren nie mein Ding und das Thema Sex bzw. überhaupt erstmal eine Orientierung in dieser Richtung zu finden war mir erstmal auch egal. Jemanden wie mich würde man wohl als Spätzünder bezeichnen.

Dies führte natürlich dazu, dass ich nicht ’cool’ genug war und noch mehr ausgeschlossen wurde - was wiederum dazu führte, dass ich mich für die oben genannten Dinge noch weniger interessierte und deswegen wurde ich noch uncooler wurde usw. - ein Teufelskreis. Ich hatte nur zwei Freunde, die sich in einer ähnlichen Situation befanden und mir nicht wirklich helfen konnten, ich hatte manchmal den Eindruck dass jeder von uns froh war, wenn mal ein anderer gemobbt wurde.

Bereits auf dem Weg zur Schule wurde ich gehänselt, durch den Schuleingang an den dort herumstehenden Schülern zu gehen war jeden Tag ein Spießrutenlauf. Man warf mir Beleidigungen an den Kopf, teilweise bespuckte man mich, quälte mich, schubste mich herum und tat mir sowohl psychisch als auch physisch weh. Ich war verzweifelt. Körperlich unterlegen sah ich irgendwann keinen anderen Ausweg als selbst Gewalt gegen einen dieser Sadisten anzuwenden. Dieser Versuch wurde jedoch im Keim erstickt - indem man mir sofort den Arm verdrehte und mich anderen vorführte. Wenn man allein ist und versucht sich zu wehren, wird alles nur noch schlimmer. Man hat als Einzelner keine Chance, wenn andere sich immer wieder gegen einen verbünden.

Ich versuchte etwas anderes. Mich anzupassen. Ich trank Bier, fing an zu rauchen und versuchte, Anschluss zu finden. Indem ich so tat, als ob mich die Themen der anderen interessierten. Partnersuche, Disco, Drogen. Im Grunde genommen versuchte ich, jemand zu sein der ich nie sein und werden wollte. Dies wurde erst skeptisch beäugt bis man dann kollektiv beschloss, es lächerlich zu finden. Meine Eltern wussten von diesen Dingen so gut wie nichts. Ihnen war klar dass ich nicht sonderlich beliebt war, was aber wirklich in der Schule und vor allem in mir vorging, wussten sie nicht.

Lehrer beobachteten diese Szenarien zwar, schauten aber wohlwollend weg. Sind ja nur Kinder. Die meinen das nicht ernst. Ist ja nur Spaß. Dass dabei aber jemand innerlich zugrunde geht, interessierte niemanden. Eine Lehrkraft meinte einmal zu einem der obersten Rädelsführer, er solle doch seine überschüssige Kraft an einem Baum abreagieren, andere zu ärgern wäre unfair. Und das war es dann auch schon.
Ein Highlight war, als ein hinter mir sitzender ‚Klassenkamerad’ versuchte, mich im Unterricht anzuzünden - indem er mir ein brennendes Feuerzeug in den Nacken hielt. Den Lehrer interessierte dies herzlich wenig. Ich hatte danach eine offene, nässende Wunde im Nacken, die ich versuchte vor meinen Eltern zu verstecken. Sie fanden es trotzdem heraus und fragten geschockt was passiert wäre. Ich versuchte die Sache herunterzuspielen um das folgende Szenario zu vermeiden. Mir war klar, dass eine Einmischung meiner Eltern alles nur noch schlimmer machen würde. Am nächsten Tag fingen sie den Verursacher meiner Brandwunde ab (mein Elternhaus lag auf dem allgemeinen und einzigen Schulweg) und stellten ihn zur Rede. Sie ermahnten ihn, mich zukünftig in Ruhe zu lassen.

Das war der Beginn eines noch schlimmeren Alptraumes. Sowieso schon täglich gehänselt und ausgeschlossen, in der Schule ängstlich immer nur auf den nächsten Angriff wartend, war ich nun als Petze abgestempelt die sich nicht wehren kann und Mama und Papa vorschickt.

Ab da war mein Leben kein Leben mehr. Ich verkroch mich nur noch in meinem Zimmer, die Schule war jeden Tag ein emotionaler Trip in die Hölle. In den Pausen war ich oft ’fällig’, im Sportunterricht sowieso. Schwächlinge mit schlechten sportlichen Leistungen waren bei der damaligen Sportlehrerin sowieso nicht beliebt - dies war auch die ideale Gelegenheit dem Idioten, also mir, immer wieder richtig eins reinzuwürgen. Im wahrsten Sinne des Wortes, ich sage nur Völkerball….

Videospiele waren von da an mein täglicher Begleiter. Ich brauchte diese um mich abzureagieren. Ego-Shooter waren nie mein Ding, aber Prügelspiele, Horrorspiele, Rollenspiele. Ich flüchtete mich in Phantasiewelten, um nicht wahnsinnig zu werden.

Als wir eines Tages wieder Sportunterricht hatten, begab sich die Klasse in Richtung Sporthalle am anderen Ende des Dorfes, um dort auf den Unterrichtsbeginn zu warten. Keine Lehrkraft in der Nähe (da mal wieder zu spät) und aggressive Raufbolde die Langeweile hatten. Bis jemandem einfiel, die umherliegenden Steine und Schieferplatten als Wurfgeschosse gegen mich zu verwenden. Die Idee fand wachsenden Zuspruch und so fing man quasi an, mich zu steinigen.

Ich hatte keine Chance mich zu wehren. All die Jahre der Qualen und Erniedrigungen ohne Aussicht auf Besserung oder Akzeptanz meiner Person brachen in diesem Moment über mich herein. Ich wollte flüchten und schaffte es irgendwie mit meinem Fahrrad zu entkommen… natürlich nicht ohne den Versuch mich daran zu hindern und mir weitere Steine hinterherzuwerfen. Man könnte ja noch den einen oder anderen Treffer landen. Ich fuhr zum Haus meiner Eltern, fing an zu weinen und wollte nur noch eines. Töten oder getötet werden. Mein Leben war sinnlos. Ich hatte an diesem Tag begriffen, dass es nicht besser werden würde, egal was ich auch versuchen sollte. Ich sah den Tod - in welcher Form auch immer - als den einzigen Ausweg. Ich traf unterwegs meine Sportlehrerin und rief Ihr zu, dass ich nicht mehr kann. Es schien sie kaum zu interessieren. Als ich an der Werkstatt meines Vaters war ließ ich mein Fahrrad fallen und begab mich tränenüberströmt zum Waffenschrank. Mein Vater hatte Waffen und ich wusste auch damit umzugehen, wir hatten immer wieder Zielübungen auf Bierdosen oder Ü-Ei Figuren unternommen. Mir war alles egal. Ich wollte diese Menschen töten, einen Befreiungsschlag ausüben, Rache nehmen für die Jahre der Hölle auf Erden, die man mir bereitet hatte. Ich wollte nur noch den Tod. Den der anderen und/oder meinen eigenen. Egal. Es sollte einfach nur enden. An diesem Tag. Mir war alles egal.

(Un)glücklicherweise war der Waffenschrank meines Vaters an diesem Tag verschlossen. Ich rüttelte daran, erreichte aber nicht das was ich wollte. Waffen um zu töten. Als ich begriff, dass nicht einmal dies funktionierte, war alles für mich vorbei. Ich lebte in der Hölle und es gab keinen Ausweg. Eine Weile später fanden mich meine Eltern heulend und zitternd in meinem Zimmer. Ich hatte einen totalen Nervenzusammenbruch. Natürlich waren diese sofort in Panik und fragten was passiert wäre, meine Antwort drauf war immer wieder, dass ich am Ende wäre und nur noch einen Wunsch habe: Meine Peiniger zu töten oder mich umzubringen. Es sollte einfach nur vorbei sein.

Ich ging von da an nicht mehr in die Schule. Psychologische Hilfe lehnte ich ab. Was sollte dies bringen? Besser damit umzugehen, dass ich misshandelt werde? Verständnis für meine Peiniger aufbringen? Lächerlich….
Als in der Schule der Ernst der Lage erkannt wurde, wurden Diskussionen im Unterricht darüber geführt, wie ich später erfuhr. Nach einigen Tagen kam einer der schlimmsten Folterknechte zu mir nach Hause, um sich zu entschuldigen. Klar, dass er dies nur tat weil er dazu gezwungen wurde. Man sah ihm an, dass es nicht wirklich ernst gemeint war. Ich ging daraufhin wieder zur Schule - an meinem ersten Tag bekam ich von einer Mitschülerin eine Blume überreicht und eine Entschuldigung im Namen der ganzen Klasse. Lächerlich, dachte ich nur. Diese Schweine hätten von mir aus auch elendig verrecken können, aber ich nahm dankend an und machte gute Mine zum bösen Spiel, denn keine zwei Wochen später ging es - wenn auch in wesentlich abgeschwächter Form - weiter wie vorher.

Ich beendete nach der Realschule freiwillig meine Schullaufbahn, der Gedanke auf ein Gymnasium zu gehen und 3 weitere Jahre den Horror zu erleben, war unerträglich. Ich machte eine Ausbildung und tat das einzig Richtige: Ich zog sofort weg.

Ich konnte endlich, nach fast 20 Jahren in Hamburg einen Neuanfang starten, in einer Stadt, in der mich niemand kannte und ich Menschen kennenlernen durfte, die mir gegenüber unvoreingenommen waren. Ich war am Anfang sehr schüchtern und ängstlich, blühte aber von da an förmlich auf. Heute kann ich sagen : Mein Leben begann erst mit 20, alles andere davor war ein Alptraum, die Hölle auf Erden. Viele Jahre lang. Heute habe ich viele Freunde, alles Menschen die mich mögen und auf die ich mich verlassen kann, ich habe mein Abitur an der Abendschule nachgemacht (diese Zeit zählt zum schönsten überhaupt - hätte nie gedacht, dass so etwas in
 
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Bonkic am 08.06.2009 13:39 schrieb:
hat sich jemand mal die unterschriftenliste dieses bündnisses zum thema "killerspieleverbot" durchgelesen?

da heisst es doch tatsächlich:

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Forderung „Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, Menschen zu ermorden“ in vollem Umfang unterstütze.
Ich erwarte von den zuständigen verantwortlichen Personen bzw. Stellen die bestehenden
Gesetze auf diese Forderungen hin zu überprüfen und die entsprechenden Änderungen der
Gesetze zu veranlassen.

killerspieleverbot_pdf

bei allem respekt vor den opfern und den nachkommen- aber wer denkt sich denn bitteschön so was aus?
Der Vater eines der Opfer, der seine 16 jährige Tochter verloren hat, ist der Einzelakteur, der sich für dieses Verbot einsetzt. Er wird sich das im Umkehrschluß auch ausgedacht und ins Leben gerufen haben. Auf Stern.de gibt es hierzu auch ein recht interessantes Interview, das mit dem Initiator dieser Aktion, Hardy Schober, geführt wurde. *click* Das Herr Schober auch für ein Verbot von Faustfeuerwaffen eintritt, wofür es auch eine Petition gibt, wird hier unter den Tisch fallen gelassen. *click* Allerdings liest sich diese Petition ähnlich, wie auch die andere, in der es um das Verbot von Killerspielen geht.

Gegen die Verursacher der Probleme wird ein Verbot so oder so nichts ausrichten. Auch die Auslöser werden dadurch nicht beseitigt, die zu solchen Gewaltakten führt, wie sie nun zuletzt bei dem Amoklauf stattfanden, wo viele junge Menschen ihr Leben verloren haben. Ich denke nicht, das Herr Schober mit dieser Aktion viel erreichen wird, noch weniger, das ein Verbot von Killerspielen durchgesetzt werden kann. Es ist aber einfacher, ein Verbot von Killerspielen zu fordern, und es bei Bedarf auch durchzusetzen, als sich gegen die Waffenlobby zu stellen.

Aktiv gegen Waffen einzutreten, hieße, sich zum Beispiel gegen Daimler EADS zu stellen, gegen Heckler und Koch, Schützenvereine, Waffenbesitzer ganz allgemein. Das kann sich kein Politiker leisten, der nicht auf seine Laufbahn Wert legt. Da geht es nämlich um das ganz große Geld, und das wiederum, kommt Vater Staat zugute. Aber auch ein Waffenverbot wird nicht dazu führen, das zukünftige Amokläufe verhindert werden. Dann nimmt der nächste, der einen Anschlag auf Leib und Leben anderer plant, eben Molotow Cocktails, oder eine Machete.

Helfen kann nur Prävention durch Aufklärung der Eltern, durch Einbindung der jugendlichen in die Gesellschaft, durch eine Behandlung der jugendlichen nicht als jugendliche, sondern als junge Erwachsene. Wenn jugendliche mehr in die Gesellschaft eingebunden werden, und damit meine ich, das sie nicht sich selbst überlassen werden, unter sich bleiben, oder sich absondern und ihre eigenen Regeln aufstellen, sondern aktiver Teil der Gesellschaft zu werden, dem man Verantwortung gibt. Den Weg können die Politiker bereiten, die Verantwortung müssen bis zu einem gewissen Grad die Eltern übernehmen, und die Umwelt kann dafür sorgen, das es funktioniert.

Was den meisten Jugendlichen heute fehlt, scheint mir, ist eine Perspektive. Die Eltern beziehen Harz IV, oder wie es bei uns heißt Arbeitslosengeld, die Kinder sehen keine Perspektive, bleiben sich selber überlassen, und können sich selten an ihre Bezugspersonen wenden, die Eltern oder ihr soziales Umfeld. Jugendliche brauchen ebenso eine Aufgabe, wie wir als Erwachsene, der Geist etwas Verändern zu können, denn Probleme gäbe es ja mehr als genug derzeit, fehlt aber. Diesen müsste man den Jugendlichen vermitteln, und ihnen Wege aufzeigen, wie sie Probleme lösen können, ohne Gewalt, sondern gemeinsam, mit anderen.

Was nicht viel bringt, sind Petitionen, und noch mehr Petitionen, bezahlte Studien der einen oder anderen Seite, politischer Populismus mit Verbotsforderungen, Aktionismus und Selbstverteidigung. Damit werden nämlich nur Feindbilder konstruiert, auf die die breite Masse anspringt. TV ist Schuld, PC Spiele sind Schuld, das Internet, die Medien, überhaupt alles ist Schuld. Die Verursacher der Probleme, das Umfeld der Täter, die Verantwortlichen und die Ursachen für solche Taten, bleiben oft eine Nebensächlichkeit, genauso wie die Opfer.

An die Opfer denken scheinbar weder die Politiker, noch die Medien, ja nicht einmal PC Games hat an sie gedacht. Es hieß Amoklauf, die Worte Killerspiele seien Schuld geisterten durch die Medien, dagegen muß eine Petition ins Leben gerufen werden. T-Shirts wurden gedruckt, lange Texte an Politiker verfaßt, und die Opfer, was war noch schnell mit ihnen? Diese halten für alle Seiten her, um darüber zu streiten, wer denn Schuld sei am tragischen Tod. Gegen die Waffenlobby stellt sich ebenfalls weder PC Games, noch richtet sich eine Petition dagegen, sie dient ebenfalls nur dazu, zu argumentieren, Schützenvereine seien böse. Denn dort wird ja das töten geübt, mit echten Waffen, nicht am PC:

Aus diesem Grund wäre ich für ein Ende dieser nicht fruchtenden Diskussionen, der T-Shirt Aktionen und Petitionen an Politiker, die am Ende des Tages doch nicht das bringen, was sie sollten. Sie verhindern auch keine Amokläufe, sie verhindern keinen Mord, sie sorgen nicht für eine bessere Welt, sie bringen die Eltern nicht dazu, sich mit ihrem Nachwuchs intensiver auseinanderzusetzen. Sie retten nur ein Hobby, und Spielezeitschriften, die über Spiele berichten, die Einnahmen.
 
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masterofcars am 08.06.2009 13:54 schrieb:
Mich würde mal interessieren, auf was Sie sich stürzen wenn die "Killerspiele" endlich verboten sind und der nächstte Amoklauf kommt... (Denn der kommt mit Sicherheit, ob Killerspiele verboten sind oder nicht)

Ich glaub dann bricht für all die, die bisher alles so schön einfach auf Computerspiele schieben konnten, eine Welt zusammen.

Das genau wird zum Problem. Ich glaube ich nicht, das Amokläufe dann aufhören werden. Vielleicht wird es dann heissen "Täter spielte damals Killerspiele". Wie auch immer, sollte solch ein Fall eintreten, wird man feststellen, das es schwerer ist ein Verbot rückgängig zu machen, als es zu erlassen.
 
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Das Aktionsbündnis begrüßt die Entscheidung der 16 deutschen Innenminister, die Herstellung und die Verbreitung von so genannten Killerspielen zu verbieten
Ehm is ja mal toll und ich begrüße jeden Morgen meine Latte.
VERDAMMT wen interessiert sowas? :confused:
 
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lenymo am 08.06.2009 17:10 schrieb:
Das Aktionsbündnis begrüßt die Entscheidung der 16 deutschen Innenminister, die Herstellung und die Verbreitung von so genannten Killerspielen zu verbieten
Ehm is ja mal toll und ich begrüße jeden Morgen meine Latte.
VERDAMMT wen interessiert sowas? :confused:
JEDEN Morgen? Na warte mal ab. Wenn du älter wirst, dann wird das auch seltener.
:ugly: :-D
 
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