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News - Olli ha(a)kt nach: "Killerspiele" - meine Meinung

gugelhupf1a am 24.11.2006 09:36 schrieb:
ElBorbah am 24.11.2006 06:33 schrieb:
frage aus einem intelligenztest:

viele jugendliche spielen "killerspiele". manche jugendliche begehen einen amoklauf.
welche der folgenden aussagen lassen sich aus den oben genannten fakten logisch ableiten und sind wahr?
- alle jugendlichen, die amok laufen, spielen "killerspiele".
- alle jugendlichen, die "killerspiele" spielen, werden amok laufen.
- viele jugendliche, die einen amoklauf begingen, spielten "killerspiele".
- viele jugendliche, die bisher keinen amoklauf begangen haben, spielen "killerspiele".
- jugendliche, die nicht amoklaufen, spielen keine "killerspiele".
- alle jugendlichen tragen grüne kniebundhosen.


seinen wir doch mal ehrlich: jugendschutz ist ein fass ohne boden. während man lauthals "killerspiele" für alles übel auf der welt verantwortliche macht, langzeitstudien zum thema "killerspiele und ihre folgen" durchgeführt werden, und während die diversen institutionen darüber grübelt ab welchem alter man gewisse inhalte von medien freigibt, stossen kinder und jugendliche sowie erwachsene auf aller welt beim surfen im internet, zufällig oder gezielt, auf sogenannte "funvideos". zu dieser kategorie von unterhaltungsvideos zählen neben lustigen computergenerierten comikanimationen und ausschnitten aus albernen slapstickfilmen sowie selbstgedrehten sketchen angehender comedians auch solche "funvideos" die reale szenen realer gewalt zeigen. neben amateuraufnahmen von schlimmen (verkehrs)unfällen, reihen sich auch hinrichtungs- sowie vergewaltigungs- als auch selbstmordvideos unter der kategorie der "funvideos" ein. und die rede ist nicht von szenen aus gewaltverherrlichenden spielfilmen, sondern von filmischen dokumenten tatsächlich stattgefundener ereignisse. filme, auf denen brutalste und schrecklichste szenen aus der realität gezeigt werden, selbst bewusst zur vermarktung aufgenommene vergewaltigungen mit anschliessender folterung und ermordung der opfer, und natürlich auch im weitesten sinne pornographie die die grenzen der vorstellungskraft eines gesunden menschenverstandes bei weitem übertrifft, laufen in der unterhaltungsbranche des www unter der kategorie der "funvideos". so ist es ein kinderspiel solche videos im internet zu finden, egal ob man sie sucht oder nicht.
angesichts dieser tatsache halte ich es für absurd sich überhaupt gedanken über sogenannte "killerspiele" und ihren mögichen einfluss auf kinder und jugendlicher zu machen.


Nochmal zum mitschreiben:

Die Gewalt-PC-Spiele sind nur ein Teil des Problems. Das Problem ist, dass heutzutage Gewaltszenen technisch perfekt inszeniert und mit einer unglaublichen impressiven Gewalt auf Kinder und Jugendliche von allen Bildschirmen her eindröhnen. Das auf Grund der Tatsache, dass man dadurch Menschen ans Medium binden, und dadurch Kohle machen kann (-> alles Gangster).
Das ganze in einer Gesellschaft, in der wenig Zeit, Liebe und Geld für Kinder vorhanden ist, und nur Materielles zählt.
Jeder muss das auf irgendeine Weise verdauen. Die meisten schaffen das ohne OFFENSICHTLICHE Folgen. Manche schaffen das halt nicht, mit teilweise absurden Folgen (Überkompensation, Neurosen etc...)

Die Politiker wissen genau, dass Verbote und Altersfreigaben nichts bringen, sondern sind wie üblich nur stimmengeil (-> alles Gangster).

Hört BITTE auf mit der Diskussion, ob man durch PC-Spielen zum Amokläufer wird.

DAS PROBLEM IST WESENTLICH VIELSCHICHTIGER!!!!!!!

ich wollte nur meinen unmut zum ausdruck bringen über das spontane "killerspiele gehetze" direkt nachdem bekannt wurde, dass der amokläufer, so wie viele andere jugendliche auch, gerne "killerspiele" spielte.
abgesehen davon, dass das nur eine polemik ist um stimmung und stimmen zu machen (was ja üblicherweise auf so ziemlich jedes politiker-wort zutrifft), ist es einfach nur eine dumme aussage der keine logische folgerung vorangeht.
es ist eine frechheit und verantwortungslosigkeit der politiker einfach das erstbeste schlagwort in den raum zu werfen um die wahren ursachen zu verdrängen. das funktioniert natürlich, weil die meisten erwachsenen, die ohne computer aufgewachsen sind, keine ahnung von computerspielen haben.

es ist auch einfach so, dass es in deutschen schulen eine erschreckende menge an sehr, sehr schlechten lehrern gibt. mit schlechten lehrern meine ich nicht nur die unfähigkeit lehrstoff herüber zu bringen, sonder vor allem das totale versagen im umgang mit den schülern. die meisten lehrer neigen dazu schüler in schubladen zu stecken anhand der zensuren die diese erhalten. ich selbst war überdurchschnittlich lange schüler (3mal nicht versetzt) und mir machte oft die gerningschätzung mancher lehrer mir gegenüber zu schaffen: schlechte noten = schlechter schüler = schlechter, minderwertiger mensch. das problem dabei ist, dass man als schüler 1. kaum chancen hat die vorurteile der lehrer zu entkräften, sonder auch 2. das hineinwachsen des schülers in die vom lehrer vorgegebene rolle.
ein beispiel aus meiner schulzeit:
bei einem neuen deutschlehrer schrieb ich einen ziemlich guten ersten aufsatz für den ich eine 1,5 erhielt. meine darauffolgenden aufsätze waren meiner einschätzung nach sehr schlecht und hätten allesamt bestenfalls eine 4 verdient. der lehrer jedoch, der mich als guten aufsätzeschreiber klassifiziert hatte, gab mir für den 2. aufsatz eine zwei. für den dritten eine 2,5. für den vierten eine 3. usw. er gab mir also bessere noten als ich sie für meine leistung verdient gehabt hätte, weil er mich in der rolle eines guten schülers sah und passte seine notengebung nur nach und nach der tatsächlichen leistung an.
genauso geht es auch anders rum. nachdem ich die 5. klasse wiederholen musste, hatte ich dann in der 6. klasse wieder den selben mathelehrer wie in der 5. in der ich nicht versetzt wurde. er schaute mich eindringlich an und meinte dann zu mir :"wir kennen uns...". ich kam mir vor wie ein schwerverbrecher.
 
ElBorbah am 24.11.2006 10:16 schrieb:
gugelhupf1a am 24.11.2006 09:36 schrieb:
ElBorbah am 24.11.2006 06:33 schrieb:
frage aus einem intelligenztest:

viele jugendliche spielen "killerspiele". manche jugendliche begehen einen amoklauf.
welche der folgenden aussagen lassen sich aus den oben genannten fakten logisch ableiten und sind wahr?
- alle jugendlichen, die amok laufen, spielen "killerspiele".
- alle jugendlichen, die "killerspiele" spielen, werden amok laufen.
- viele jugendliche, die einen amoklauf begingen, spielten "killerspiele".
- viele jugendliche, die bisher keinen amoklauf begangen haben, spielen "killerspiele".
- jugendliche, die nicht amoklaufen, spielen keine "killerspiele".
- alle jugendlichen tragen grüne kniebundhosen.


seinen wir doch mal ehrlich: jugendschutz ist ein fass ohne boden. während man lauthals "killerspiele" für alles übel auf der welt verantwortliche macht, langzeitstudien zum thema "killerspiele und ihre folgen" durchgeführt werden, und während die diversen institutionen darüber grübelt ab welchem alter man gewisse inhalte von medien freigibt, stossen kinder und jugendliche sowie erwachsene auf aller welt beim surfen im internet, zufällig oder gezielt, auf sogenannte "funvideos". zu dieser kategorie von unterhaltungsvideos zählen neben lustigen computergenerierten comikanimationen und ausschnitten aus albernen slapstickfilmen sowie selbstgedrehten sketchen angehender comedians auch solche "funvideos" die reale szenen realer gewalt zeigen. neben amateuraufnahmen von schlimmen (verkehrs)unfällen, reihen sich auch hinrichtungs- sowie vergewaltigungs- als auch selbstmordvideos unter der kategorie der "funvideos" ein. und die rede ist nicht von szenen aus gewaltverherrlichenden spielfilmen, sondern von filmischen dokumenten tatsächlich stattgefundener ereignisse. filme, auf denen brutalste und schrecklichste szenen aus der realität gezeigt werden, selbst bewusst zur vermarktung aufgenommene vergewaltigungen mit anschliessender folterung und ermordung der opfer, und natürlich auch im weitesten sinne pornographie die die grenzen der vorstellungskraft eines gesunden menschenverstandes bei weitem übertrifft, laufen in der unterhaltungsbranche des www unter der kategorie der "funvideos". so ist es ein kinderspiel solche videos im internet zu finden, egal ob man sie sucht oder nicht.
angesichts dieser tatsache halte ich es für absurd sich überhaupt gedanken über sogenannte "killerspiele" und ihren mögichen einfluss auf kinder und jugendlicher zu machen.


Nochmal zum mitschreiben:

Die Gewalt-PC-Spiele sind nur ein Teil des Problems. Das Problem ist, dass heutzutage Gewaltszenen technisch perfekt inszeniert und mit einer unglaublichen impressiven Gewalt auf Kinder und Jugendliche von allen Bildschirmen her eindröhnen. Das auf Grund der Tatsache, dass man dadurch Menschen ans Medium binden, und dadurch Kohle machen kann (-> alles Gangster).
Das ganze in einer Gesellschaft, in der wenig Zeit, Liebe und Geld für Kinder vorhanden ist, und nur Materielles zählt.
Jeder muss das auf irgendeine Weise verdauen. Die meisten schaffen das ohne OFFENSICHTLICHE Folgen. Manche schaffen das halt nicht, mit teilweise absurden Folgen (Überkompensation, Neurosen etc...)

Die Politiker wissen genau, dass Verbote und Altersfreigaben nichts bringen, sondern sind wie üblich nur stimmengeil (-> alles Gangster).

Hört BITTE auf mit der Diskussion, ob man durch PC-Spielen zum Amokläufer wird.

DAS PROBLEM IST WESENTLICH VIELSCHICHTIGER!!!!!!!

ich wollte nur meinen unmut zum ausdruck bringen über das spontane "killerspiele gehetze" direkt nachdem bekannt wurde, dass der amokläufer, so wie viele andere jugendliche auch, gerne "killerspiele" spielte.
abgesehen davon, dass das nur eine polemik ist um stimmung und stimmen zu machen (was ja üblicherweise auf so ziemlich jedes politiker-wort zutrifft), ist es einfach nur eine dumme aussage der keine logische folgerung vorangeht.
es ist eine frechheit und verantwortungslosigkeit der politiker einfach das erstbeste schlagwort in den raum zu werfen um die wahren ursachen zu verdrängen. das funktioniert natürlich, weil die meisten erwachsenen, die ohne computer aufgewachsen sind, keine ahnung von computerspielen haben.

es ist auch einfach so, dass es in deutschen schulen eine erschreckende menge an sehr, sehr schlechten lehrern gibt. mit schlechten lehrern meine ich nicht nur die unfähigkeit lehrstoff herüber zu bringen, sonder vor allem das totale versagen im umgang mit den schülern. die meisten lehrer neigen dazu schüler in schubladen zu stecken anhand der zensuren die diese erhalten. ich selbst war überdurchschnittlich lange schüler (3mal nicht versetzt) und mir machte oft die gerningschätzung mancher lehrer mir gegenüber zu schaffen: schlechte noten = schlechter schüler = schlechter, minderwertiger mensch. das problem dabei ist, dass man als schüler 1. kaum chancen hat die vorurteile der lehrer zu entkräften, sonder auch 2. das hineinwachsen des schülers in die vom lehrer vorgegebene rolle.
ein beispiel aus meiner schulzeit:
bei einem neuen deutschlehrer schrieb ich einen ziemlich guten ersten aufsatz für den ich eine 1,5 erhielt. meine darauffolgenden aufsätze waren meiner einschätzung nach sehr schlecht und hätten allesamt bestenfalls eine 4 verdient. der lehrer jedoch, der mich als guten aufsätzeschreiber klassifiziert hatte, gab mir für den 2. aufsatz eine zwei. für den dritten eine 2,5. für den vierten eine 3. usw. er gab mir also bessere noten als ich sie für meine leistung verdient gehabt hätte, weil er mich in der rolle eines guten schülers sah und passte seine notengebung nur nach und nach der tatsächlichen leistung an.
genauso geht es auch anders rum. nachdem ich die 5. klasse wiederholen musste, hatte ich dann in der 6. klasse wieder den selben mathelehrer wie in der 5. in der ich nicht versetzt wurde. er schaute mich eindringlich an und meinte dann zu mir :"wir kennen uns...". ich kam mir vor wie ein schwerverbrecher.


Absolut richtig. Die Politiker sind wirklich alle nur Machtgeil und wollen ihr Schäfchen ins Trockene bringen. Also werden solche emotionalen Themen gerne zum Stimmenfang aufgegriffen.

Die wirklichen Probleme liegen z.B. in solche Sachen wie du sie aufgezählt hast.
Das verstärkte Konsumieren von PC-Gewalt-Spielen und Gewaltfilmen schon von Kindern und Jugendlichen ist ein Symptom einer kranken Gesellschaft und verfehlter (Familien-)Politik und nicht die Ursache.
 
Absolut richtig. Die Politiker sind wirklich alle nur Machtgeil und wollen ihr Schäfchen ins Trockene bringen. Also werden solche emotionalen Themen gerne zum Stimmenfang aufgegriffen.

Die wirklichen Probleme liegen z.B. in solche Sachen wie du sie aufgezählt hast.
Das verstärkte Konsumieren von PC-Gewalt-Spielen und Gewaltfilmen schon von Kindern und Jugendlichen ist ein Symptom einer kranken Gesellschaft und verfehlter (Familien-)Politik und nicht die Ursache. [/quote]


...........mit "kranker Gesellschaft" meine ich z.B. eine Gesellschaft in der das Zeigen eines nackten Körpers im Fernsehen verhindert wird (Zensur-Balken in MTv z.B.), die Darstellung von Gewalt in jeglicher Form jedoch weitgehend akzeptiert wird.
Das kommt z.B. alles noch von der Scheiß katholischen Kirche, Die haben immer schon die Waffen gesegnet und die Sexualität verdammt.
Oder in Amerika das Rauchen verboten wird weil es nachgewiesenerweise Leben kostet, aber auf der anderen Seite täglich im Irak Menschen getötet werden.
Hier kann man gut dabei sehen, dass es bei Verboten nicht um den Wert Mensch geht, sondern eigentlich nur um die Staatsmacht auszudrücken.
 
Killerspiele sind sicher nicht der Grund dafür das es auf der Welt Amokläufe gibt!! Es liegt wohl eher daran das die Leute psychisch Labil sind und in ihrem Umfeld niemanden haben der ihnen halt geben kann.... ich finde es absolut albern mal wieder die Ego-Shooter und "Killerspiele" als Grund dafür zu nennen was an der Schule passiert ist! Ich glaube ganz ehrlich das die Politiker keinen überblick haben und es sich viel zu einfach machen....
Die Spielergemeinschaft die ein paar Millionen Menschen auf der Welt umfasst müssten ja eigentlich alle potenzielle Killer sein wenn man den Politikern glauben schenken soll!!

Wählt die grünen! Die haben noch keine Äußerungen in der Richtung gemacht.... :ugly:

Ne ich finde den Politikern die so aussagen machen sollten sich erst mal informieren.

Wir sollten uns nicht um unsere geliebten Spiele sorgen.... denn wenn sie verboten werden, werden sich Wege finden die zu bekommen!!! So was ist in der heutigen Zeit nicht mehr zu realisieren....
 
Mal ganz kurz:

Man muss erstmal definieren, was Killerspiele sind. Für mich sind das Spiele, bei denen es nur ums Töten geht und selbiges zelebriert wird. Bei diesen Spielen ist kein weiterer Sinn vorhanden und sie fördern nicht das Nachdenken. Auf die korrekte und Realistische Darstellung von Gewalt ist besonders geachtet worden und ansonsten sind diese Spiele ziemlich anspruchsfrei. Die Gewalt richtet sich gegen fühlende Lebewesen.

Sind diese Spiele bedenklich? JA, unbedingt!

- als begeisterter PC-Spieler habe ich trotzdem kein Verständnis dafür, auf welche Art und Weise diese Spiele versuchen, anzusprechen und zu gefallen.
Die geistige Verfassung der Menschen, die sich dafür begeistern, sinnlos zu töten macht mir Sorgen. Damit will ich nicht sagen, dass diese Mörder werden. Ich denke nur, dass bei Ihnen etwas nicht stimmt.

Macht ein Verbot Sinn? Nein auf keinen Fall

- Verbote sind meist kontraproduktiv. Die Haupszielgruppe von Computerspielen und gerade von solchen Killerspielen sind junge Leute, die sich durch verbotenes noch mehr angesprochenn fühlen könnten. Der Vertriebsweg dieser Prudukte ist absolut nicht kontrollierbar, ein Verbot wäre absolut wirkungslos.


Was mir persönlich aber viel mehr Sorgen macht, als diese Killerspiele ist folgendes:

Die Mehrheit der Bevölkerung ist sich einig darüber, dass diese "bösen" Killerspiele schuld an den Vorfällen der letzen Zeit sind. Trotzdem schaffen es die Eltern nicht, Ihre Kinder davon abzuhalten, solche Spiele zu spielen. Ein Verbot soll daran was ändern? Ein Verbot. für solche Eltern, Kinder zu kriegen vielleicht.

Wie kann es ausserdem sein, dass Personen zu Aussenseitern avancieren, Massenmordgedanken in sich tragen und Ihren Hass auf die ganze Welt schüren und wochenlang allein in ihrem Keller sitzen, ohne das jemandem etwas auffällt?

Die Killerspiele sind nur ein Vorwand, um von den wirklichen Problematiken abzulenken. Die Problematiken, die verursachen, dass es eine Nachfrage nach Killerspielen gibt.

Vielleicht sind Killerspiele für potentielle Mörder ja gut...Kan irgendwer wiederlegen, dass für solche Menschen das töten am PC Stressabbau ist, welcher evtl. "echte" Taten verzögert und verhindert? Ich denke nicht.
 
Nach dem tragischen Amoklauf des 18 jährigen Sebastian B. aus Emsdetten spricht wieder ganz Deutschland über ein Verbot von so genannten „Killerspiele“. Politiker wie der Bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber plädieren für ein generelles verbot dieser angeblichen Killerspiele. „Sie animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten“ sagte er in einer Stellungnahme zu diesen Thema. Doch kann man diese aussage so stehen lassen? Ich meine Nein. Denn wenn es nach Herrn Stoiber geht müssten alle Jugendliche oder Junge erwachsene Potenzielle Mörder und Amokläufer sein die jemals eines dieser besagten spiele als Freizeit Beschäftigung gespielt haben. Doch dies ist nicht so, denn es steckt mehr dahinter als stupides abballern und abschlachten von Gegnern. Es zählt nicht das töten des einzelnen sondern das miteinander spielen. Ob organisiert in so genanten Clans wo Trainingseinheiten stattfinden um Taktiken einzustudieren und sich anschließend in Wars gegen andere Teams zu messen. Oder auf so genanten Public Servern, wo jeder der Mal Lust hat mit oder gegen andere Internet Spieler anzutreten sich austoben darf. Für viele Leute die tag für tag ihre Zeit im Internet verbringen dienen diese Spiele auch als Plattform um Freunde zu treffen und neue hinzuzugewinnen. Nach vielen Experten Meinungen treiben Internetspiele Kinder und Jugendliche in die Einsamkeit vorm Rechner, doch das gilt nur für einen geringen Anteil. Sicherlich währe eine Sportliche Betätigung sinnvoller um soziale Kontakte zu pflegen, von dem Gesundheitlichen Vorteil mal abgesehen, doch für Leute die schwer irgendwo Anschluss finden ist eine Internet Gemeinschaft ein idealer ort. Denn hier wird man vorbehaltlos in eine Welt aufgenommen wo es egal ist welche Markenklamotten man trägt oder ob jemand gut aussieht. Man wählt sich einen anonymen Namen aus und kann loslegen. Eine dauerhafte alternative zu „realen freunde“ sollte es allerdings nicht werden, aber für viele dient es als eine Kurze Flucht aus einer vielleicht nicht so schönen realen Welt.
Wenn man sich den oben genanten Kommentar mal durch den Kopf gehen lässt muss ich mich auch selber fragen ob ich jemals auf den Gedanken gekommen bin virtuell erlebtes real dar zu stellen. Ich habe selber Jahrelang eines der verteufelten und angeblich zum Amokläufer ausbildenden Games Counter Strike gespielt. Und ich muss das ganz klar verneinen. Denn jeder geistig gesunde Mensch weiß zwischen Virtuell und Real zu unterscheiden. Bei Kindern kann die Sache schon anders aussehen und deshalb gehören Spiele dieser art auch nicht in ihre Hände und sind zu recht auch erst ab 18 erhältlich. Womit wir bei dem Problem dieses Ganzen Themas angekommen sind. Die Eltern!
Meines erachten sind sie die hauptschuldigen. Den wenn ich als Elternteil nicht merke das mein Kind immer mehr in eine Traumwelt abrutscht dann muss ich mich doch selber Fragen, was habe ich falsch gemacht? Kinder werden ja nicht von heute auf morgen zum Amokläufer und Außenseiter. Dies ist ein schleichender Prozess der sich wahrscheinlich über Jahre hinweg zieht. Da staut sich Frust, Angst und Verzweiflung an und diese Faktoren werden dann über ein Ventil abgelassen. Und dieses Ventil kann eben ein Ego Shoter namens Counter Strike sein. Doch sind solche Spiel deswegen Auslöser solch grausamer taten? Wohl kaum. Eltern sollten sich mehr zeit für ihre Kinder nehmen, ihnen zuhören um sie besser zu verstehen und bei Problemen die sie haben rechtzeitig eingreifen zu können.
Zu den Politikern bleibt nachträglich zu sagen das es mich nicht wundert das nach einen verbot geschrieen wird, den ein verbot der „Killerspiele“ ist für sie die einfachste Lösung eines Problem was ganz wo anders anfängt. Den mal z.B. darüber nachzudenken wie jemand wie Sebastian B. überhaupt an Waffen und Sprengstoff über Internet kommen konnte ohne das es irgendwen gekümmert hätte währe wahrscheinlich zu viel arbeit!!!
 
Amanie am 24.11.2006 10:43 schrieb:
Wählt die grünen! Die haben noch keine Äußerungen in der Richtung gemacht.... :ugly:
Außerdem wollen sie Hanf legalisieren!
Die werden wohl in Zukunft noch unsere Spaßpartei!
Es können ja nicht alle Politiker in ihren Allerwertesten Kohle zu Diamanten pressen...

ligaleiz erdbeereis! :ugly:
 
Wenn sie "Killerspiele" wirklich verbieten, dann bringt das sowieso nichts, da man sie dann immer noch in der Schweiz oder in Österreich auf deutsch kaufen kann! Außerdem ist die wahrscheinlichkeit, dass jemand Amok läuft, weil er ein "Killerspiel" gespielt hat, so gering, dass es eigentlich gar nicht zu Debatte stehen dürfte! Da sollten lieber mal die Eltern besser aufpassen was die Kinder so spielen!

Also liebe Politiker, debattiert lieber über sinnvolle Dinge, die auch was bringen, wie z.B. über eine Mehrwertsteuererhöhung! :finger: Von "Killerspielen" habt ihr doch eh keine Ahnung! Oder wieviele Politiker, die über die Abschaffung von "killerspielen" debattieren haben schon mal Doom 3 oder FEAR gespielt?
 
warum steht eigentlich nirgendswo das er gemobbt und misshandelt wurde und sein Hauptmotiv Rache war ?
und warum diskutiert man nicht darüber ob SoftAir oder Paintball verbietet werden soll ist doch viel realitätsnäher als ein Pc Spiel ??


und @unterseebotski
wieso spass ? jeder vernünftige mensch ist für eine legalisierung von Hanf
(natürlich ab 18)
 
c64c64 am 24.11.2006 13:44 schrieb:
warum steht eigentlich nirgendswo das er gemobbt und misshandelt wurde und sein Hauptmotiv Rache war ?
...

Ich finde auch, dass die Situation seitens der Politik ganz schön verkannt wird(oder erkannt und nach außen anders dargestellt wird):

Es geht hier um einen Jungen, der sich stets als Außenseiter gefühlt hat, der in der Schule gemobbt wurde, wenn er, wie er in seinem Tagebuch schrieb, nicht die neuesten Klamotten, Handys, etc. hatte, der in seinem sozialen Umfeld nicht den nötigen Rückhalt hatte.
Dass sich ein solcher Mensch von der Gesellschaft abwendet und recht zurückgezogen lebt ist unter diesen Umständen irgendwie nachvollziehbar.
Ein übermäßiger Computerkonsum trägt sicherlich zu Isolation und Realitätsverlust bei - aber eben wie alles was missbraucht, sprich maßlos konsumiert wird (z.B. Alkohol, ...)
Das Spielen von Killerspielen, war also sicherlich nicht der Auslöser, allenfalls ein Verstärker.

Ich fände eine erneute Diskussion über Ganztagsschulen, Schuluniformen (auch wenn ich gar nicht in allen Punkten dafür bin) nachvollziehbarer, als das Nachdenken, seitens der Politik, über ein "Killerspiele"-Verbot.
Hier wird nicht erkannt, dass soziale Ungerechtigkeit, mangelnde Integration, fehlende Chancengleichheit die Wurzel diesen (/ allen) Übels ist und nur aus purem Aktionismus einmal mehr das "Killerspiel" herhalten muss.
:pissed:
 
Tatzelwurm am 24.11.2006 16:07 schrieb:
c64c64 am 24.11.2006 13:44 schrieb:
warum steht eigentlich nirgendswo das er gemobbt und misshandelt wurde und sein Hauptmotiv Rache war ?
...

Ich finde auch, dass die Situation seitens der Politik ganz schön verkannt wird(oder erkannt und nach außen anders dargestellt wird):

Es geht hier um einen Jungen, der sich stets als Außenseiter gefühlt hat, der in der Schule gemobbt wurde, wenn er, wie er in seinem Tagebuch schrieb, nicht die neuesten Klamotten, Handys, etc. hatte, der in seinem sozialen Umfeld nicht den nötigen Rückhalt hatte.
Dass sich ein solcher Mensch von der Gesellschaft abwendet und recht zurückgezogen lebt ist unter diesen Umständen irgendwie nachvollziehbar.
Ein übermäßiger Computerkonsum trägt sicherlich zu Isolation und Realitätsverlust bei - aber eben wie alles was missbraucht, sprich maßlos konsumiert wird (z.B. Alkohol, ...)
Das Spielen von Killerspielen, war also sicherlich nicht der Auslöser, allenfalls ein Verstärker.

Ich fände eine erneute Diskussion über Ganztagsschulen, Schuluniformen (auch wenn ich gar nicht in allen Punkten dafür bin) nachvollziehbarer, als das Nachdenken, seitens der Politik, über ein "Killerspiele"-Verbot.
Hier wird nicht erkannt, dass soziale Ungerechtigkeit, mangelnde Integration, fehlende Chancengleichheit die Wurzel diesen (/ allen) Übels ist und nur aus purem Aktionismus einmal mehr das "Killerspiel" herhalten muss.
:pissed:

Ablenken auf Killerspiele ist doch viel bequemer? Da kann man etwas verbieten, was einem selbst nicht weh tut und man hat die breite Masse hinter sich. Warum also Geld ausgeben für Ganztagsschulen, eine bessere pädagogische Betreuung und Schuluniformen? Ihr müsst das Ganze auch mal aus ökonomischer Sicht betrachten. *Ironieaus*
 
Sehr geehrte Leser/innen,

(Ein weiterer Beitrag)

Nachdem ich den Abschlussbrief des Amokläufers (www.chip.de) gelesen habe kam mir schier das kotzen. (entschuldigung wenn ich hier einen solchen Wortschatz benutze)
Ich bin nun Entgültig zu dem Entschluss gekommen, das eine hohe anzahl unserer Politiker in Deutschland aus Faschisten und Lügner besteht.
Denn bei diesem Abschiedsbrief handelt es sich um einen psychisch erkrankten jungen Menschen, der für sich in der Gesellschaft keinen Platz und keinen Sinn für das Leben gefunden hat. In dem brief geht es um sein soziales Umfeld, das für ihn das Leben unerdräglich gemacht hat. Er wollte sich an der Gesellschaft rächen.

Liebe Politiker (alle die sich angesprochen fühlen sollten)

Dieser Mensch war wohl psychisch erkrankt. Dafür ist sicherlich Teilweise unsere kapitalistusche von korruption durchzogene Politik verantwortlich. Ein Weitere Ursache könnte sein, dass alle weggeschaut haben.
Am neheliegensten finde ich jedoch die These, das dieser Mensch nie Liebe erfahren hat und somit auch nie gelernt hat diese weiterzugeben.

Vielleicht solltet ihr euch wirklich mal Fragen, ob das eigendlich Problem nicht viel Tiefer begraben ist. Aber ich nehme an , dass Ihr euch dessen im klaren seid. Allerdings gibt es wohl in eurer Traumwelt nichts leichteres als irgend einen Dummen für !!!!eure eigenen Versäumnisse!!!! zu missbrauchen.

Liebe Politiker (an alle, die als Kind l zuviel Alice im Wunderland geschaut haben)

wie schon erwähnt, es gibt tausende von Faktoren die zu einer psychischen erkrankung führen können.

An alle Besserwisser und Gotterhabenen,
genau solche Menschen wie z.B. genau solche aussagen von Herrn Beckstein führen bei mir zu einer psychischen Erkrankung, können wir diese/n nicht einfach zensieren??????????????????

Und nein ich spiele keine Killerspiele, denn ich stell mich nicht über das Gesetz, Lüge niemals, und ich drücke niemals auf einen roten Knopf um mit angeblich "intelligenten Bomben" Menschen aus anderen Ländern zu töten.

Entschuldigen sie bitte, dass ich in meinem Kommentar die nötige Professionalität nicht einhalte.
Vergeben sie mir bitte, sperren sie mich nicht in ein Gefängnis und manipulieren sie bitte weiterhin die Meinung des Volkes.

Schlusswort:
- nur der, der weis das er/sie positives leisten kann und Selbstbewusstsein/Persönlichkeit entwickelt, schaft es Deutschland weiterzubringen. Durch die aktuelle Sozialpolitik (Familie, Schule usw...)
ist dies nicht möglich, da man lieber das Geld in den Ar... der Flopmanager steckt anstatt damit die Entstehung von sozialen Brennpunkte zu vermeiden.

Viel Spaß noch in Deutschland,
wer bezahlt eigendlich mal eure Rente? kann man noch unbeobachtet auf die Toilette gehen? verschwinde ich zufälligerweis mal, wenn ich mich gegen die Regierung geäusert habe? gibt es noch so was wie Ehre, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit?

Liebe Leser/innen
Die Entwicklung in Deutschland stimmt mich doch sehr bedenklich. Allerdings kann ich mich zu den glücklichen zählen, die in einem stabilen Umfeld aufgewachsen sind.

Ach und noch an die Polizei, nicht jeder der Reggae-Musik mag ist zwingend ein Kiffer oder hat ein Alkoholproblem.
 
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