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News - Molyneux: Molyneux: "Wir werden die KI revolutionieren!"

AW: News - Molyneux:

SiNisTroN am 19.02.2008 11:42 schrieb:
Aber der Bedarf war irgendwo nicht da: in Einzelspieler-Kampagne konnte man alles Skript, es wirkte zwar wie echt, was es aber nicht da es immer gleich ablief. Und dank schneller und billiger Internetanschlüsse zocken die meisten eh mit ihren Kumpels - wozu da noch eine KI?

Nun, anscheinend braucht man KI unter anderem, um das Niveau einiger der Kommentare hier anzuheben. Hast du in den letzten Jahren auch mal was anderes gespielt als Moorhuhn?
 
AW: News - Molyneux: Molyneux:

Das Problem mit Molyneux ist ja nur, dass er fantastische Ideen hat, sie aber nicht brauchbar umsetzen kann.
 
AW: News - Molyneux:

SiNisTroN am 19.02.2008 11:42 schrieb:
hoffentlich geht es mit er KI mal aufwärts - ist ja fast schon lächerlich wie die Entwicklung in den letzten Jahre im vergleich zu Grafik stagniert ist.
Das ist halt das Problem. Was verkauft sich besser - gute KI oder gute Grafik? Wenn man den Grossteil der Recourcen in die Entwicklung der Grafik steckt, dann bleibt natürlich für die KI nicht mehr viel übrig. KI stand mMn schon immer zu sehr im Schatten. Zur Not kann man ja scripten.

Aber der Bedarf war irgendwo nicht da: in Einzelspieler-Kampagne konnte man alles Skript, es wirkte zwar wie echt, was es aber nicht da es immer gleich ablief.
Dass es auch anders geht hat vor vier Jahren Far Cry eindrucksvoll bewiesen. Die Grafik war zwar extraordinary, darunter hat aber die KI keineswegs gelitten. Die KI war sogar das Salz in der Suppe. Nicht nur, dass sie fordernd und anspruchsvoll gekämpft hat, sie hatte auch keinerlei Probleme sich in der relativ offenen Spielwelt mit ihren weitläufigen Levels zurechtzufinden. Dass man darauf nicht aufgebaut hat ist mir unverständlich. Seit Far Cry gab es keinen Shooter, der das hätte überbieten können. Gut, FEAR könnte man nennen, aber da FEAR hauptsächlich in engen Korridoren spielte, kann man das nicht direkt vergleichen.

Und dank schneller und billiger Internetanschlüsse zocken die meisten eh mit ihren Kumpels - wozu da noch eine KI?
Ja klar, und dank schneller und billiger Konsolen zocken die meisten eh auf der Couch - wozu da noch einen PC? ...

SSA
 
AW: News - Molyneux:

Freue ich micht drauf... B&W hat bis zu einem gewissen Level echt Spaß gemacht... Irgendwann wiederholte es sich denn, aber noch bessere KI ist bestimmt spaßig :)
 
AW:

HLP-Andy am 19.02.2008 10:40 schrieb:
Große Sprünge bei der KI wird es tatsächlich schon bald geben. Es ist die logische Konsequenz aus der Entwicklung der Hardware. Gute KI ist nicht das Problem, dass man es nicht programmieren könnte, sondern dass jede KI-Routine mehr auch mehr Rechenleistung benötigt. Das wird oft unterschätzt.

Dadurch, dass immer mehr Dual- und Quad-Core CPUs in den Rechnern der Spieler arbeiten, kann nun auch die KI einige Sprünge machen, so wie die Grafik in den letzten Jahren. Der Unterschied ist: Grafik kann man recht gut skallieren, KI nicht - deshalb brauchen alle Rechner der Zielgruppe bestimmte Mindestanforderungen. Aber wie gesagt, das passiert ja gerade und da wirds in den nächsten Jahren sicherlich große Fortschritte geben. Molyneux spricht das jetzt an, aber arbeiten tun alle daran.

Tja und ich bin mir sicher, dass, hätte man es wirklich gewollt, die KI schon längst hätte Sprünge machen können, allerdings war das nunmal nie das Hauptaugenmerk bei Spielen, sondern vor allem in letzter Zeit die Grafik und die KI ist dann ein lästiges Anhängsel, das man in einer brauchbaren Variante mitschleifen muss.

Würden sich die kreativen Köpfe zusammensetzen, gäbe es natürlich auch jetzt schon die Möglichkeit da viel zu verbessern, schließlich kann man gute KI nicht nur durch mehr Rechenleistung sondern auch durch andere Konzeptionen der Programmierung erreichen und da fehlte es einfach an Ehrgeiz.
Verschiedene Grafikengines gibt es unzählbare, aber wieviele Ansätze bei der KI gibt es denn? Da bekommt man das gängige beigebracht und wendet es in abgewandelter Form an, so einen Aufwand wie bei den Engines betreibt da aber niemand, um sich einfach mal neue Routinen einfallen zu lassen.

Ich würd das mal mit den verschiedenen komprimierungsvarianten vergleichen, die es für Filme gibt. Ein und der gleiche Film wird durch verschiedene Varianten jeweils wesentlich kleiner oder bleibt im Vergleich zu anderen eher groß, der Film bleibt dabei immer gleich, nur die Technik (und damit der Fortschritt, wie er bei der KI lange schon auf sich warten lässt) ändert sich.

Man kann eben immer auch durch Verbesserungen an Leistung gewinnen (und da kann dann eben keiner kommen und sagen alles Machbare wäre in Sachen KI ausgereizt...) und nicht nur durch immer bessere Hardware, die eigenes Unvermögen unter den Tisch kehrt -> Stichwort Optimierung!
Ist eben nur alles eine Frage der Prioritäten.
 
AW:

Tja, KI zu programmieren ist halt etwas anspruchsvoller als gute Grafik zu erzeugen und die resultate sind erst auf den 2. oder 3. Blick sichtbar. Zudem gibt es bei KI noch gravierende Grundlagenprobleme die noch gelöst werden müssen. KI ist ja nicht nur für Spiele interessant, sondern betrifft auch viele andere Bereiche.
 
AW:

gyrosp am 19.02.2008 12:28 schrieb:
Tja, KI zu programmieren ist halt etwas anspruchsvoller als gute Grafik zu erzeugen und die resultate sind erst auf den 2. oder 3. Blick sichtbar. Zudem gibt es bei KI noch gravierende Grundlagenprobleme die noch gelöst werden müssen. KI ist ja nicht nur für Spiele interessant, sondern betrifft auch viele andere Bereiche.

Naja, nur daran, dass es anspruchsvoller ist, kann es ja nicht liegen, schließlich gibt es ein paar Vorzeigebeispiele, bei denen die KI wesentlich fortgeschrittener ist als bei anderen Spielen und trotzdem haben die meisten Spiele mit guter Grafik noch eine 0815 KI. Schon allein daran, dass meist also nichtmal die vorhandenen Möglichkeiten ausgereizt werden sieht man doch schon, wie groß da bisher die Bemühungen waren...das kann man dann schwerlich auf zum komplizierte Abläufe abwelzen und auch sonst sag ich's gerne nochmal, wenn man seinen Fokus von der Grafik weg hin zur KI lenken würde, dann wären wir erstaunt, was auch heute schon noch alles möglich wäre.

Seit geraumer Zeit gibt es doch sogar den Wissenschaftszweig der künstlichen Intelligenz, der auch schon die ein oder andere Erkenntnis und mehr Verständnis zu Tage gefördert hat - bemühte sich da die Spieleindustrie um Kooperation und Eingliederung der Ergebnisse in die eigene Entwicklung? Nö, weil's ein heiden Aufwand gewesen wäre, den bisher eben noch keiner für nötig gehalten hat.

Klar weiß man auch heut noch längst nicht alles über KI, bzw. perfekte KI, aber zwischen lebensecht und dem, was zur Zeit Stand der Technik ist liegen ja auch noch Welten an Spielraum zur Weiterentwicklung...
Nur überhaupt ein erkennbarer Anfang der Bemühungen muss eben erstmal gemacht werden, aber vielleicht kommt der ja tatsächlich mit diesem Spiel.
 
AW:

Die Frage ist imho doch: Wollen die Kunden eigentlich eine kluge KI? Oder reicht die dämliche Script-Sammlung aus aktuellen Titeln völlig aus, um einen möglichst breiten Markt anzusprechen? Wäre CoD4 tatsächlich der Millionenseller geworden, wenn die feindlichen Infanteristen gemäß Armeevorgabe taktisch Positionen gewechselt, Truppenverbände flankiert oder zielgerichtet das Feuer auf relevante Ziele eröffnet hätten? Scheinbar ist es für viele Spieler befriedigender, Gegner schnell und unkompliziert erledigen zu können, statt sich wie z.B. bei Raven Shield, Far Cry oder Swat 4 halbwegs mit den Opponenten zu beschäftigen. Meiner Meinung nach hat sich die KI in den letzten Jahren bewusst zurückentwickelt, besonders bei Spielen, die früher durch ordentliche Intelligenzen geglänzt haben. In Rainbow Six: Raven Shield wechselten die Figuren auf den großen Karten abhängig von der Lärmentwicklung des Spielers permanent die Position, gingen in direkte Feuerbereitschaft und verschanzten sich in richtig fiesen Ecken. Teilweise fanden ganze Wanderungen statt, und man sah sich als unvorsichtiger Spieler plötzlich mit einer Überzahl von grimmigen Tangos konfrontiert. In Lockdown und Vegas war davon kaum noch etwas zu sehen. Die KI steht relativ doof und lustlos in den linearen Karten rum, geht einige Schritte bei Feindkontakt, doch verhält sich insgesamt unglaubwürdig und zu statisch. Zwar hatte Raven Shield damals durchaus starke Defizite, besonders bei der KI-Koordination der eigenen Truppen, doch das Gebotene wirkte glaubwürdiger, als der heutige Standard. In Swat 4 gingen die Gegner und Kollegen ähnlich nachvollziehbar vor, auch wenn es dort ebenfalls Aussetzer gab. Über Far Cry und die erstaunlich kluge KI muss man nicht viel sagen, umso erstaunlicher war es dann bei Crysis, als die KI teilweise komplett unvorbereitet oder gar nicht auf die verschiedenen Modi des Nano-Suits in schneller Folge reagierte. Als anderes Beispiel mag Operation Flashpoint dienen, was damals ebenfalls fiese KI-Schnitzer hatte, die aber problemlos von denen aus Armed Assault übertroffen wurden. Dort trafen Gegner mit einer unmenschlichen und einfach unfairen Präzision, oder einige Soldaten taten schlicht nichts, weil ein Script aussetzte. Selbst die rudimentäre KI aus den ersten beiden Thief-Teilen wirkt auch heute noch glaubwürdiger, als die aus aktuelleren Titeln.

Wer will also wirklich eine bessere KI, und welches Genre würde überhaupt davon profitieren? Normale Arcade-Shooter leben von ihrer schnellen Zugänglichkeit, und Taktikshooter verlieren im Rahmen eines stetig wachsenden Casual-Marktes generell stark an Bedeutung (siehe Neukonzipierung der Rainbow-Serie).

Der Gamer-Freak wünscht sich bessere KIs, der ganz normale Kunde hingegen ist wohl mit 2 Scripts und 3 Animationsphasen pro Gegneransammlung glücklicher, weil man so schneller Erfolgserlebnisse bekommt.

Regards, eX!
 
AW:

problem ist halt auch das ki nichts wirklich greifbares bzw. sichbares ist. gute ki zeigt sich nur guten spielern, die meisten leute haben keinen sinn dafür und schießen auf alles was sich bewegt.

von daher hat sich bisher eine focussierung auf eine bessere grafik mehr rentiert als auf eine gute ki, wenn die leute ne geile grafik auf vorab screenshots sehen sind sie meistens schon hin und weg und ein hype ist vorprogrammiert. siehe crysis, ohne die grafik wäre das spiel nichts besonderes und wäre im einheits shooterbrei untergegangen.

ki ist sehr anspruchsvoll, sowohl in der programmierung als auch bei der hardware auslastung, viele entwickler scheuen sich sicher dafür soviel zeit (= geld) und systemresourcen in etwas zu stecken was für viele spieler einfach nur zweitrangig ist, die meisten wollen doch nur ne geile grafik, crysis hats vorgemacht in dem es platz 1in der pcgames hitlist als auch umfrage erklommen hat...
 
AW:

Ich kann mich eX2tremiousU nur anschließen. Als ich die Demo von CoD4 angespielt hatte, stand für mich fest, dieser Titel kommt für mich nicht in Frage. Selbstverständlich ist das aber auch ein sehr krasses Beispiel, denn dort wird so auffällig mit Sripts gearbeitet, dass es mich wundert, dass dabei Laune aufkommt. Aber die Verkaufszahlen und Hitlisten geben den Entwicklern Recht. Ich empfand das bereits bei den Vorgängern und der Medal of Honor-Reihe als störend. Irgendwann wollte ich mehr, als die immer wieder an der selben Stelle vorpreschenden Gegner. Die Widerspielbarkeit leidet definitiv darunter. Aber wer spielt ein Spiel schon mehrmals durch.
Ach, was hatte ich für einen Spaß mit FarCry. Die Savepoints nervten mich kein bisschen, weil immer wieder was neues geschah, sich die gegner immer wieder anders verhielten. Wir werden sehen, in welche Richtung sich das alles entwickelt. Ich denke, dieser Markt ist im ständigen Wandel. Es gibt immer wieder neue Trends und Tendenzen. In 5 Jahren sieht vielleicht alles schon wieder ganz anders aus. Prognosen zu stellen, halte ich bei Märkten, die so wandelbar sind, für unnötig.

Was die Ankündigungen Molyneux' angehen, bin ich auch vorsichtig geworden. Überbordernde Selbstüberschätzung war schon bei John Romero auffällig, wenn auch noch viel weniger gerechtfertigt. Molyneux ist ein großer Spieleentwickler, garkeine Frage, aber er sollte manchmal einfach mal einen Gang zurückschalten. Irgendwann wird ihm die Community diese Eigenart nicht mehr als sympathische Allüren abnehmen, sondern ihn mit Desinteresse strafen. Warren Spector ist von ähnlichem Kaliber...
 
AW:

eX2tremiousU am 19.02.2008 12:40 schrieb:
Ich habe in einem Interview mit einem Epic KI Programmierer gelesen, sie hätten eine Bot-KI für UT3 geschrieben, die sich aufmüpfig verhält, Befehle verweigert und auch mal sinnlos in die Schlacht prescht. Was eigentlich dazu gedacht war, einem Mitstreiter (Bot) einen "menschlicheren" Charakter zu geben, wurde von Testspielern aber wohl meist für einen Bug gehalten ;-)
Ich kann mir darum auch gut vorstellen, das in Zukunft eher mehr denn weniger gescriptet wird, gerade in Linear-Shootern wie COD4 lässt sich das "Film-Erlebnis" mit Scipts doch um einiges leichter herstellen. Finde ich auch überhaupt nicht schlimm, ich fand die Atmosphäre von COD fantastisch, eben weil die Scripts perfekt gepasst haben.
Ich hoffe aber das die KI in Strategiespielen sich noch verbessern wird, heutzutage muss sie ja immer noch arg cheaten, um mitzuhalten..
 
AW:

BLACKDIMMU am 19.02.2008 10:47 schrieb:
HLP-Andy am 19.02.2008 10:40 schrieb:
Große Sprünge bei der KI wird es tatsächlich schon bald geben. Es ist die logische Konsequenz aus der Entwicklung der Hardware. Gute KI ist nicht das Problem, dass man es nicht programmieren könnte, sondern dass jede KI-Routine mehr auch mehr Rechenleistung benötigt. Das wird oft unterschätzt.
das hat man schon vor 10 jahren gesagt/prophetzeit.
und was draus gewurden ist sieht man ja, und es wird in den nächten jahren genauso weitergehen wie in den letzten 10 jahren.
Glaube ich nicht. Die letzten Jahre hat man damit verplempert, möglichst "krasse" Grafik auf den Bildschirm zu bringen und die CPUs/GPUs damit zu beschäftigen.
Jetzt, mit dem Aufkommen und der Verbereitung der Multicore-Prozessoren, wird man verfügbare Kapazitäten haben, die man für was sinnvolleres aufwenden kann, als abgeschossene Körperteile zerstörte Treppen physikalisch korrekt in fotorealistischer Grafik herunterkullern zu lassen.

@Thema: Was Herr Mulinex verspricht und was dann herauskommt, ... naja, vielleicht stimmt's ja dieses Mal... :ugly:
 
AW:

Ich kann mich noch genau erinnern, wie er damals das gleiche über B&W gesagt hat, und rausgekommen is ne totale Nullnummer...
 
AW:

eX2tremiousU am 19.02.2008 11:11 schrieb:
Was an der KI bzw. dem Verhalten der Kreaturen aus B&W so toll gewesen sein soll, will mir nicht so recht in den Kopf. In erster Linie war das Vieh unberechenbar, und verhielt sich teilweise extrem verpeilt / unnachvollziehbar. "Dank" schlechter Erziehung kam das Kerlchen ja manchmal auf die Idee arme Dorfbewohner zu fressen, oder den eigenen Kot in die Nähe der Nahrungsspeicher zu platzieren. Hat man das Ding daraufhin nach allen Regeln der Kunst verdroschen, war trotzdem keine Besserung zu sehen. Noch immer verhielt es sich wie Sau. Das hatte zur Folge, dass ich mein Tier nur noch angebunden hielt, und es größtenteils aus dem Spielfluss raushielt. Aber vielleicht hat meine Erziehung nur versagt, und mit der KI war alles in Ordnung. *g*

Regards, eX!

DAS war ja gerade das wunderbare an der KI. Dein Pet hat sich eben nicht normal verhalten sondern wie ein störischer Esel. Dadurch daß dir KI jeder Kreatur eine andere persönlichkeit gegeben hat konnte man nie voraus sehen wie das Viech auf die Erziehungsmaßnahmen reagiert.

DAS nenne ich KI in Perfektion :D
 
AW:

TheChicky am 19.02.2008 13:33 schrieb:
eX2tremiousU am 19.02.2008 12:40 schrieb:
Es mag erstaunlich klingen, aber es gibt auch noch andere Genres außer Shooter ;-) Für Strategie und Rollenspiele wäre bessere KI ein wahrer Segen.
Für den einzelnen (ambitionierten) Spieler ein Segen, aber für die Mehrheit? Da denke ich, lässt sich meine Theorie von oben ebenfalls anwenden - zumindest bei den Strategiespielen.

Alle Titel mit einer durchaus soliden KI und inhaltlichem Anspruch sind in den letzten Monaten mehr oder minder stark untergegangen, und teilweise sogar finanziell richtig gefloppt. Supreme Commander bot Tiefgang und eine gute KI: Es ging jämmerlich unter, bereits nach 3 Monaten wurde das Spiel vom Publisher stark im Preis gesenkt. World in Conflict bot eine durchaus gute autonome KI im Schlachtfeld, garniert mit spielerischem Anspruch: Ebenfalls kein Erfolg. Das Spiel gurkt ähnlich jämmerlich in den Regalen rum, wie es damals auch die indirekten Vorgänger Ground Control 1 & 2 taten. Jetzt ist man sogar so verzweifelt, und will das Spiel für die PS3 bringen, damit man wenigstens halbwegs Erfolg mit dem Konzept hat. Company of Heroes war anspruchsvoll und eigentlich das beste Strategiegame der letzten Jahre. Die KI arbeitete ohne größere Beanstandungen, und auch hier ging das Spiel aufgrund seiner Komplexität recht schnell unter.

Auf der anderen Seite hingegen Command & Conquer 3. Dumme Schmalspur KI. Arcade-Strategie von der Stange, garniert mit netten Videosequenzen. Das Spiel sprach recht viele Kunden an, und animierte EA dazu, sogar ein Red Alert 3 zu konzipieren, welches wohl ähnlich flach werden wird.

Wozu also gute KIs, wenn die Leute lieber einfache und schlichte Titel wollen? Leider diktiert die Mehrheit der Kunden die künftigen Marktstrategien der Publisher. Wenn man wirklich wollte, dann hätten wir schon längst richtig gute KIs. Lieber konzentriert man sich auf das wirklich „Greifbare“, was eben die Optik ist.
....
Im Rollenspielsegment sind mir persönlich gute KIs nicht wichtig. Da müssen nur die Scripts funktionieren, und es dürfen keine Plotkiller entstehen.

Regards, eX!

Edit @ Vordack: Am Anfang war diese Unberechenbarkeit der Kreatur ja noch lustig und amüsant, aber irgendwann ging mir diese verbohrte und zu eigensinnige Art dann recht flott auf den Nerv. *Etwas* berechenbarer hätte das Vieh schon sein können. Aber wahrscheinlich habe ich es wirklich total falsch erzogen. Am Anfang zu viele Freiheiten gelassen, dann stets gepeinigt. Ich glaube bei Kindern hätte diese Art der Erziehung dann auch nicht funktioniert. :-D
 
AW:

@Ex

Sry, ahhte ich wenig gekennzeichnet, mein Post sollte von Ironie nur so triefen.

Die KI fand ich auch nicht begeisterungsfähig.
 
AW:

eX2tremiousU am 19.02.2008 13:49 schrieb:
TheChicky am 19.02.2008 13:33 schrieb:
eX2tremiousU am 19.02.2008 12:40 schrieb:
Es mag erstaunlich klingen, aber es gibt auch noch andere Genres außer Shooter ;-) Für Strategie und Rollenspiele wäre bessere KI ein wahrer Segen.
Für den einzelnen (ambitionierten) Spieler ein Segen, aber für die Mehrheit? Da denke ich, lässt sich meine Theorie von oben ebenfalls anwenden - zumindest bei den Strategiespielen.

Alle Titel mit einer durchaus soliden KI und inhaltlichem Anspruch sind in den letzten Monaten mehr oder minder stark untergegangen, und teilweise sogar finanziell richtig gefloppt. Supreme Commander bot Tiefgang und eine gute KI: Es ging jämmerlich unter, bereits nach 3 Monaten wurde das Spiel vom Publisher stark im Preis gesenkt. World in Conflict bot eine durchaus gute autonome KI im Schlachtfeld, garniert mit spielerischem Anspruch: Ebenfalls kein Erfolg. Das Spiel gurkt ähnlich jämmerlich in den Regalen rum, wie es damals auch die indirekten Vorgänger Ground Control 1 & 2 taten. Jetzt ist man sogar so verzweifelt, und will das Spiel für die PS3 bringen, damit man wenigstens halbwegs Erfolg mit dem Konzept hat. Company of Heroes war anspruchsvoll und eigentlich das beste Strategiegame der letzten Jahre. Die KI arbeitete ohne größere Beanstandungen, und auch hier ging das Spiel aufgrund seiner Komplexität recht schnell unter.

Auf der anderen Seite hingegen Command & Conquer 3. Dumme Schmalspur KI. Arcade-Strategie von der Stange, garniert mit netten Videosequenzen. Das Spiel sprach recht viele Kunden an, und animierte EA dazu, sogar ein Red Alert 3 zu konzipieren, welches wohl ähnlich flach werden wird.

Wozu also gute KIs, wenn die Leute lieber einfache und schlichte Titel wollen? Leider diktiert die Mehrheit der Kunden die künftigen Marktstrategien der Publisher. Wenn man wirklich wollte, dann hätten wir schon längst richtig gute KIs. Lieber konzentriert man sich auf das wirklich „Greifbare“, was eben die Optik ist.
....
Im Rollenspielsegment sind mir persönlich gute KIs nicht wichtig. Da müssen nur die Scripts funktionieren, und es dürfen keine Plotkiller entstehen.

Regards, eX!

Das Gesamtpaket muss eben stimmen: eine gute KI allein reicht natürlich nicht. Genausowenig wie eine gute Grafik alleine reicht. Und ich glaub absolut, dass sich die Käufer von Spielen wie Civilization, C&C, X³, Gothic, GTA, Silent Hunter, PES, ect absolut über ne bessere KI sehr, sehr freuen würden :-) Denn diese steigert den Spielspass enorm, während bei Shootern dank Skripte durchaus auf eine bessere KI verzichtet werden kann, wie man bei CoD4 sieht
 
AW:

eX2tremiousU am 19.02.2008 13:49 schrieb:
TheChicky am 19.02.2008 13:33 schrieb:
eX2tremiousU am 19.02.2008 12:40 schrieb:
Es mag erstaunlich klingen, aber es gibt auch noch andere Genres außer Shooter ;-) Für Strategie und Rollenspiele wäre bessere KI ein wahrer Segen.

[...] Supreme Commander bot Tiefgang und eine gute KI: Es ging jämmerlich unter, bereits nach 3 Monaten wurde das Spiel vom Publisher stark im Preis gesenkt. World in Conflict bot eine durchaus gute autonome KI im Schlachtfeld, garniert mit spielerischem Anspruch: Ebenfalls kein Erfolg. Das Spiel gurkt ähnlich jämmerlich in den Regalen rum, wie es damals auch die indirekten Vorgänger Ground Control 1 & 2 taten. Jetzt ist man sogar so verzweifelt, und will das Spiel für die PS3 bringen, damit man wenigstens halbwegs Erfolg mit dem Konzept hat. Company of Heroes war anspruchsvoll und eigentlich das beste Strategiegame der letzten Jahre. Die KI arbeitete ohne größere Beanstandungen, und auch hier ging das Spiel aufgrund seiner Komplexität recht schnell unter.
[...]

"Supreme Commander" hat zwar eine gute Spielmechanik, ist aber völlig seelenlos. So ein trockenes Spiel ist mir schon seit Jahren nicht mehr untergekommen.
Genau das ist der große Unterschied zu "Company of Heroes". Bei dem Spiel fühlte ich mich mittendrin und hab den Verlust jeder Einheit bedauert, wohingegen meine Einheiten bei SC für mich nur Kanonenfutter waren.

"C & C 3" finde ich übrigens ganz gut. Aber ich würde das Spiel (aus den bereits genannten Gründen) sowieso eher als Action-Strategiespiel bezeichnen.

Mir ist die KI bei Shootern ziemlich egal. Solange sie nicht dadurch auffällt, daß sie strunzdumm ist.
Für mich ist ein guter Shooter ein kurzweiliges Actionspiel - mit ordentlichen Knalleffekten, spektakulären Script-Ereignissen und abwechslungsreichen Leveln - für Zwischendurch.

Was die Aussage von Molyneux angeht: Ich finde es toll, wenn einer noch Träume hat. Auch wenn er mit seinen Vorhersagen immer völlig übers Ziel hinausschießt.
Der Mann ist ein Visionär!
 
AW:

Sukultan am 19.02.2008 14:15 schrieb:
Was die Aussage von Molyneux angeht: Ich finde es toll, wenn einer noch Träume hat. Auch wenn er mit seinen Vorhersagen immer völlig übers Ziel hinausschießt.
Der Mann ist ein Visionär!

:top:
Natürlich verspricht er immer viel und manchmal klappt nicht alles so wie er sich das vorgestellt hat, aber hey, immerhin einer der was versucht.
Und wenn ich einige Kommentare hier so lese hört sich das an, als hätte der gute Peter bislang nur Schrott veröffentlicht.
 
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