Elbart am 10.05.2008 13:34 schrieb:
cryer am 10.05.2008 13:27 schrieb:
Wenn ich dich also richtig verstehe, sollte man den unverschämten Gefallen auf jeden Fall annehmen, denn einen Kompromiss herausholen nutzt nichts, da der Anbieter ohnehin bereit ist, auf den Kompromiss einzugehen.
Kompromis. Und nein, es geht darum, dass man nicht jeden Kompromis als altruistisch ansehen darf.
cryer am 10.05.2008 13:27 schrieb:
Womit EA nichts gewonnen hat, sondern den Status quo bestätigt. Und heutzutage ist dies für mich eher ein Gewinn, als ein Verlust...
DRM ist ein Gewinn?
cryer am 10.05.2008 13:27 schrieb:
Ich interessiere mich nur dafür, weil ich den Status quo eigentlich akzeptabel finde, aber auf eine Verschärfung keine Lust hab
Vor einigen Jahren war der Status quo nur ein CD-Check, davor war es die Abfrage von Wörtern aus dem Handbuch. Es passierte immer eine Verschärfung, und mit dieser Sache jetzt ist wieder eine Verschärfung passiert. Letztes Jahr wurde so eine Maßnahme (Bioshock) in den Medien und von den Spielern verrissen und kritisiert, heute sehen es viele als Verbesserung bzw. Nicht-Verschärfung an. Das ist mein Problem.
Ich bin sicherlich nicht der Meinung, dass sich EA oder sonstwer für uns Spieler aufopfert... Gleichwohl betrachte ich den Kompromis (denn ob er uns 100% gefällt oder nicht, es ist einer, verglichen mit den ersten Forderungen) als Gewinn. Nicht DRM... Ein solches Management System kann wohl nur jemand für einen Gewinn halten, der damit Geld verdient bzw. seine Verluste versucht zu minimieren.
Aber machen wir uns nichts vor: Die Möglichkeiten heutzutage mit Spielen Geld zu verdienen werden immer geringer. A weil Spiele in der Entwicklung mehr kosten, B weil mittlerweile beinahe jeder Honk in der Lage ist, eine Seite mit illegalen Spiele-Downloads aufzubauen, C weil durch das Internet der Datenaustausch problemloser geht. Vor 10 Jahren war der Raubkopierer derjenige, der einen Brenner hatte und die CD kopierte. Heute ist das eine Industrie.
Der CD Key hat sich bedauerlicherweise dank Key Generatoren überlebt. Die Hacker/Cracker/was auch immer haben sich weiter entwickelt. Somit greift die Industrie auf ausgereiftere Mechanismen zurück. Leider sind diese aber meist kein Hindernis für Raubkopierer und Nutzer der Kopien, sondern Quälerei für die Käufer, welche eine nicht unerhebliche Summe entrichten, um ein Spiel spielen zu können. Hier kommt nun das digitale Zeitalter angerauscht und bringt neue Varianten von Kopierschutz-Möglichkeiten.
Dass hier häufig über das Ziel hinausgeschossen wird brauch ich nicht zu betonen, aber ich sehe die Zwickmühle, in der Hersteller befinden. Kein Schutz= niedrige Verkaufszahlen, rigider Schutz= erzürnte Käufer, die sich kriminalisiert sehen. Hier den Mittelweg zu finden ist wohl eine Kunst, die keiner schafft.
Ich persönlich wäre auch dafür, dass es keine Schutzmechanismen braucht oder der Key-Code eine 100% Sicherung ist. Aber leider ist er es nicht.
Der Status quo hat sich in den letzten 1-2 Jahren auf die Begrenzung der Aktivierungszahlen und Online Aktivierungen standardisiert. Damit lebe ich, wenn ich ein Spiel haben will. Mein Konsum ist aber eher rückläufig. Dies hat nur bedingt mit den Schutz-Maßnahmen zu tun, als vielmehr mit gestiegenen Kosten überall... aber das ist eine andere Sache
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Ich war schon bei der Bioshock Diskussion der Meinung, dass man nicht alles verteufeln sollte. Immerhin gab es genug super Studios, die tolle Spiele machten, welche sich aber beschissen verkauften, obwohl sie beinahe jeder gespielt hat (zB. Dark Project oder auch System Shock 2)