AW:
biggamer89 am 12.03.2009 15:02 schrieb:
Um hier mal die These der sogenannten Experten zu entkräften, von wegen man könne am PC das töten lernen:
Das geht nicht!!!
Ich bin Sportschütze und beherrsche den Umgang mit einem Luftgewehr. Deshalb kann ich darüber urteilen. Für mich gibt es da ein paar echte Unterschiede zwischen dem Schießen im Spiel und in der Realität:
1. In der Realität hält man die Waffen anders
2. das Zielen ist viel schwerer, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Ich habe letztens mal ausprobiert mit einer Luftpistole auf eine 10m entfernte Scheibe zu schießen und bin gescheitert, da man das Gewicht der Waffe erst einmal kontrollieren und die Hand ruhig halten muss.
Es ist also für mich völliger Unsinn zu behaupten mit "killerspielen" das Töten zu lernen, da man darin keine echten Waffen in der Hand hat und nicht mitbekommt, wie sie sich in der Realität beim Schuss verhalten.
Hmm du bist Sportschütze und kennst dich mit Killerspielen aus. Wenn du jetzt noch ein ruhiger zurückhaltender Typ bist dann passt du ideal in das zukünftige Raster der Polizei.
Ok Spaß bei Seite, es ist wirklich lächerlich was Politiker behaupten, ich sage bewusst behaupten, denn wenn sie glauben was sie da von sich geben, dann ist denen eh nicht mehr zu helfen.
EIn Beispiel:
Karl Heinz Gasser: Diese anderen Studien lassen wir Innenminister keineswegs außer Acht. Ich habe mir heute Vormittag zum Beispiel auch die Studie aus dem Hans-Bredow-Institut angesehen. Des Weiteren habe ich natürlich die Sendung frontal21 aus dieser Woche angesehen, wo sich auch die FH Köln zu Wort meldete. Dies ändert aber nichts daran, dass ich zum Beispiel mit den anderen Mitgliedern der Gutenberg-Kommission zu dem Massaker in Erfurt feststellen musste,
dass Steinhäuser sich über Monate und Jahre die Voraussetzungen für sein Verbrechen geschaffen hat, indem er ein hohes Maß an Fertigkeiten durch Killerspiele erworben hat. Ohne dies wäre es ziemlich ausgeschlossen gewesen, dass er es geschafft hätte, 16 Menschen innerhalb von circa zehn Minuten zu ermorden.
Ich kann dir da nur voll zustimmen, es ist lächerlich warum jemand der Shooter spielt im realen Leben besser mit einer Waffe umgehen können sollte. Ich habe nur beim Bund geschossen und ich kann sagen, dass man das Schiessen wirklich trainieren muss. Dies hat der Täter ja auch mit seinem Vater im Schützenverein getan. Hätte er jetzt ein Opfer mit dem Mauskabel stranguliert und ein weiteres mit der Tastatur erschlagen könnte man ja drüber streiten, aber so sind solche Aussagen einfach nur peinlich...
Es ist verständlich, dass Politiker von der Öffentlichkeit geradezu aufgefordert werden solche Äusserungen von sich zu geben, da es genau dass ist was der normale Bürger fordert, der hört, dass solche Jugendliche "Killerspiele" spielen. Es versteht sich von selbst, dass solche voreiligen Schnellschüsse dann zur ersten Beruhigung der Situation losgelassen werden. Das ist genau die slebe Geschichte bei Diskussionen um ein Verbot von Kampfhunden wenn mal wieder einer ein Kind gebissen hat.
Ich denke ein extrem wichtiger Schritt ist es die Lehrer besser in Sachen Gruppendynamik zu schulen. Die Lehrerausbildung beinhaltet einen viel zu geringen Teil an pädagogischen und didaktischen Inhalten. Ziel muss es sein, dass eine Klasse eine Gemeinschaft bildet und es nicht vorkommt, dass einzelne ausgeschlossen werden. Auch wenn es finanziell kaum umsetzbar ist, denke ich, dass der beste Weg wäre zu dem Fachlehrer eine weitere Lehrkraft mit sozialpädagogischem Schwerpunkt in die Klasse zu stellen. Ganz verhindern wird man so etwas nie können, aber man kann dem schon entgegenwirken, und zwar nicht mit einfachen Verboten.