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News - Jugendschutz: Von der Leyen: Indizierte Spiele im Ausland bestellen ist legal

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Bonkic am 15.07.2009 19:57 schrieb:
[...]das dürfte der einzige grund sein, weshalb so was hierzulande (noch) nicht existiert.
Hat Boris Schneider von MS auch in der Form in einem Interview gesagt. Deutschland ist in der Hinsicht zu unwichtig, dass man da in ne Extrawurst programmiert.
 
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FlorianStangl am 15.07.2009 19:48 schrieb:
Bonkic am 15.07.2009 19:43 schrieb:
sony/ ms und auch nintendo könnten durchaus auch ab18-inhalte über ihre deutschen downloadportale anbieten.

Nicht ganz. Meines Wissens gibt es im Gegensatz zum Postident-Verfahren noch keinen behördlich/gesetzlich anerkannten Weg, bei Download-Inhalten wie Spielen vorab eine Alterskontrolle einzubauen. Aus dem Gedächtnis gibt es nur ein Verfahren, das aber bislang ausschließlich von Pornoseiten genutzt wird. Und wer will schon von Sony oder Nintendo im selben Atemzug genannt werden wir Hardcore-Seiten?

Ich sehe es ähnlich. Per Gesetz ist den Anbietern nicht verboten, Titel für erwachsene anzubieten. Durch die, durchaus beabsichtigten, behördlichen Hürden, wird der Verkauf oder eben die Erwerbsmöglichkeit de Facto ausgehebelt und es findet eine Art der Zensur statt.

Das ist doch gerade das Problem, die subtile, schleichende Quasi-Zensur. Im Ergebnis bleibt es aber gleich.

Fest steht, dass die deutsche Gesetzgebung, im Kontext des Internet, sehr merkwürdige Auffassungen vertritt. Auffallend hierbei ist eine wirklich katastrophale Fachkompetenz der Politik in diesen Fragen. Wenn dann auch noch Ignoranz, gegenüber der Fachwelt hinzu kommt, muss man schon die Frage stellen, inwiefern solche Gesetzesvorhaben an Willkür grenzen. Letztlich gehe ich gerne soweit zu sagen, dass dieser Status Quo, in meinem, laienhaften, verfassungsrechtlichen Verständnis grob fahrlässig, nicht statthaft und schädlich für die Gellschaft im In- und Ausland ist.

Gesetze, die auf legale Weise, auf einfachste ausgehebelt werden können, sind in meinen Augen obsolet. Wenn dann auch noch, gerade die Gruppe, die durch das Gesetz "geschützt" werden soll, diejenigen sind, die am einfachsten selbiges umgehen können, dann muss man schon sagen, dass es einfach nur noch peinlich und lächerlich wirkt.

Wir sind uns doch einig, dass Frau von der Leyen es nicht geschafft hat, die Situation von Familien und Kindern in Deutschland zu verbessern. Das Ergebnis ihrer Amtszeit ist vernichtend. Symbolpolitik vor Lösungen. Mir ist nicht eine Initiative bekannt, die gänzlich positiv erscheint. Selbst die Elternzeit ist handwerklich schlecht gestrickt, wenn auch der Ansatz den richtigen Weg zeichnet.
 
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Legal, illegal, mir egal.
Ich bestelle indizierte und beschlagnahmte Medien seit je her übers Ausland und das wird auch immer so bleiben.
 
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satchmo am 15.07.2009 20:09 schrieb:
Fest steht, dass die deutsche Gesetzgebung, im Kontext des Internet, sehr merkwürdige Auffassungen vertritt.

sehe ich, speziell in diesem fall, jetzt nicht.
was ist daran merkwürdig minderjährige von erwachseneninhalten fernhalten zu wollen?
dabei liegt die betonung natürlich auf "wollen"; fraglich aber, ob die alternative "internetanarchie" eine ist.
 
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FlorianStangl am 15.07.2009 20:07 schrieb:
Bonkic am 15.07.2009 19:57 schrieb:
der x-check, den du wohl meinst

Nein, der war's nicht, sondern ueber18.de - wobei sich das damals auf die neueste Version bezog. Ist schon eine Weile her, erinnere mich also nicht mehr genau.


ü18.de hatte früher ein unzureichendes verfahren, welches nur nach der perso-nummer verlangte. daraufhin wurde der laden vom x-check betreiber verklagt (der natürlich recht bekommen hat).
dazu gibts nämlich ein bgh- urteil, deswegen kenn ich den kram (natürlich... :ugly: )
 
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ich bestell mir indiziert spiele auch immer im ausland. is ja nich das ding.
traurig isses nur, dass ich als erwachsener, aufs ausland zurückgreifen MUSS.

Das aktuelle Jugenschutzgesetz bestraft mehr die Erwachsenen, als das es die "jugendlichen schützt". Klingt komisch, is aba so ...
 
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Wenn Sie Ihren Abgeordneten rechtzeitig vor der Bundestagswahl über Ihre Sicht zum Thema Verbot von so genannten Killerspielen informieren wollen, nutzen Sie am einfachsten unser Anschreiben "Ich wähle keine Spielekiller".
Für Ortsansässige gibt es auch noch eine Weitere Option, wenn auch nicht mehr vor der Wahl. am 25.09.09 Wird Ursula im Kreis Minden Lübbecke auftreten. Die Bielefelder Piraten planen bereits mit einigen Autos dort hin zu fahren, wer sie also mal Live "Herausfordern" möchte...
 
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Bonkic am 15.07.2009 20:17 schrieb:
dazu gibts nämlich ein bgh- urteil, deswegen kenn ich den kram (natürlich... :ugly: )

Stimmt, aber das galt iirc für die ersten beiden Versionen. Da es sie noch gibt und die Seite fast schon seriös aussieht (im Vergleich zu früher...) hat sich da wohl was getan. Wobei ich mir das in Verbindung mit Nintendo noch immer nicht vorstellen kann ;-)
 
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Bonkic am 15.07.2009 20:14 schrieb:
satchmo am 15.07.2009 20:09 schrieb:
Fest steht, dass die deutsche Gesetzgebung, im Kontext des Internet, sehr merkwürdige Auffassungen vertritt.

sehe ich, speziell in diesem fall, jetzt nicht.
was ist daran merkwürdig minderjährige von erwachseneninhalten fernhalten zu wollen?
dabei liegt die betonung natürlich auf "wollen"; fraglich aber, ob die alternative "internetanarchie" eine ist.

Ich sehe den Ansatz nicht in staatlichen Händen, sondern ausschließlich in der Familie. Die ist es, die das Kind schützen wird, oder eben nicht.

Jede Regelmetierung führt ein Stück weiter in den Verantwortungsverlust der Bürger. Anstatt nicht durchsetzbare Gesetze zu schaffen, bei denen die Tatsache der Zensur schwerer wiegt als der eigentliche, gesetzliche Gedanke, sollte man die Verantwortung und die Kompetenz des einzelnen, insbesonderen der Familie mit allen Mitteln stärken.

Verbote aber schwächen und unterlaufen solche Prozesse. Ich sehe die Indizierungsparaxis als nutzlos an. Das Prädikat "indiziert" reizt diejenigen, die sich ohnehin für solche Spiele interssieren. Diese Gruppe besorgt sie sich, über Internet und Schulhof. Mama und Papa sehen sich dank einer von der Leyen in Sicherheit und dem kleinen Filius interssiert weder Gesetz noch Werbeverbot.

Anhand der Statistiken über Jugendgewalt kann man, meiner Meinung nach, recht deutlich ablesen, was das härteste Jugendschutzgesetz Europas, im Vergleich zu anderen Ländern bringt.

Meine These ist, dass Vorhänge eine sinnvolle gesellschaftliche Refelxion über Gewalt verhindern - bei erwachsenen wie bei Jugendlichen.
Zwischen unserer und der amerikanischen Lösung (die zugegebener Maßen keine darstellt) liegen Welten, die danach schreien, betreten zu werden. Kinder und Jugendliche sehen sehr genau, wie die Gewalt in der realen Welt funktioniert, ja sogar alltäglich ist, anstatt sie doppelmoralisch zu verstecken sollten wir ehrlich aufklären. Ich aber bin der Meinung, dass weder die Indizierung noch ein Verbot das bewirkt, was es soll; Kinder und Jugendliche zu schützen.

Meine These ist, dass Zensur, Verbot und Überregulierung, also der rote Vorhang, die Refelxion über Gewalt behindern, bei Erwachsenen wie bei Jugendlichen.
 
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satchmo am 15.07.2009 20:09 schrieb:
Gesetze, die auf legale Weise, auf einfachste ausgehebelt werden können, sind in meinen Augen obsolet. Wenn dann auch noch, gerade die Gruppe, die durch das Gesetz "geschützt" werden soll, diejenigen sind, die am einfachsten selbiges umgehen können, dann muss man schon sagen, dass es einfach nur noch peinlich und lächerlich wirkt.
Ist das nicht ein Widerspruch zu deiner Argumentation vorher? Das Internet sorgt doch gerade dafür, dass die Jugendschutzgesetze nicht mehr so leicht ausgehebelt werden können, eben weil die Anforderungen seitens der Justiz an die AVS-Systeme so hoch sind.

Downloads kannst du halt nicht mehr mal eben mit einer ausländischen IP tätigen, wenn du nicht gerade einen schnellen Proxy Server besitzt.

Kinder und Jugendliche sehen sehr genau, wie die Gewalt in der realen Welt funktioniert, ja sogar alltäglich ist, anstatt sie doppelmoralisch zu verstecken sollten wir ehrlich aufklären. (...) Meine These ist, dass Zensur, Verbot und Überregulierung, also der rote Vorhang, die Refelxion über Gewalt behindern, bei Erwachsenen wie bei Jugendlichen.
Bist du dann auch der Meinung, dass man Gewaltdarstellungen generell auch für Kinder nicht einschränken sollte?

Provokant gefragt: Was denkst du spielt sich im Kopf eines Kindes ab, wenn es einen Splatterfilm sieht? Selbst wenn man sich hinterher hinsetzt und reflektiert, so dürfte der Film seine Wirkung dennoch nicht verfehlt haben. :ugly:

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Thema Altersverifikation:
Neben Postident wäre meines Wissens noch Q-Bit (Rückgriff auf SCHUFA Daten aus vorherigem Face-to-Face Vertragsabschluss) eine Alternative. Da beides aber einen ziemlichen Verwaltungsaufwand bei Sony bedeutet, kann ich mir gut vorstellen, dass die da einfach keinen Bock drauf haben.
 
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Ich find Jugendschutz OK, wenn man bedenkt das 10% Der Zehnjährigen GTA 4 als Lieblingsspiel haben. GTA 4 ist gut aber auch sehr Brutal und Kinder Versehen die Satiere noch nicht und Interpretiren die Gewalt ganz Falsch!!
 
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Die Aussage der Ministerin ist aus meiner Sicht ganz by the book, also so wies im Gesetz (über Umwegen) auch nachzulesen ist
 
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FlorianStangl am 15.07.2009 19:43 schrieb:
Rod86 am 15.07.2009 19:19 schrieb:
nanana mal nicht gleich so harsch, das sie als Zensursula bekannt ist ist nun wirklich nichts neues, wenn ich mich recht entsinne wurde sie selbst in den Nachrichten so schon betitelt.

Hui, sogar der unseriöse Spiegel nennt sie in Überschriften so.
"Zensursula" geht in die Offensive
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,628384,00.html

So, zurück zum Thema.

Nur das sich das in Anführungszeichen, also beim Spiegel, ein klein wenig anders liest.
 
AW: .

Naja, eigentlich hat sie schon irgendwie recht. Das Sony & Co keine Lust haben eine wirksames Altersverifikations-System zu entwickeln oder bestehende zu verwenden, dafür kann ja die deutsche Regierung nichts.
 
AW: Re:

Elbart am 15.07.2009 18:36 schrieb:
PSN geht doch nur mit Kreditkarten, die man erst ab 18 bekommt, oder liege ich da falsch?
Von daher ist ja schon durch die KK eine "Altersverifikation" gegeben.

Gibt auch Prepaid-Kreditkarten, die kriegste natürlich auch als Minderjähriger ;)
 
AW: Re:

Der Games-On-demand Anbieter MEtaboli benutz zur freiscvhaltung von USK18+ die Onlinedatenbank der SchuFa. Sowas in Kombination mit der Parental Control von Win7 und einer zentralen Datenbank die alle Spiele und deren USK enthält, könnte funktionieren.
Für Offliner muss das natürlich auch über 0800-Call gehen. Dann noch auf den Windows-Benutzernamen ein PW und das wars mit GTA IV mit 10 ;)
 
AW: Re:

Mal ehrlich, die entsprechenden Medien sind durch ihre Kennzeichnung USK, FSK entsprechend freigegeben. Nützt halt nix, wenns keine Sau interessiert. Ich hab das Gefühl, die meisten die immer wieder laut Aufschreien ignorieren die Altersfreigaben oder sind keine Ü18.
Es hat sehr wohl Auswirkungen, daß jedes Kind, auf welchem Weg auch immer, Zugriff auf Medien hat, welche es gar nicht durchschauen kann.
Wenn unsere Gesellschaft sich nicht unter Kontrolle hat und immer mehr verroht, brauchen wir uns über die Kontrolle per Gesetz nicht beschweren. Die Masse muß immer ausbaden, was einzelne verbocken. Mehr Jugendschutz in den eigenen 4 Wänden und wir hätten diese Diskussion vermutlich nicht. Man lerne: Fernseher und PC/Konsole ersetzt die Erziehung nicht.
 
AW: Re:

Juhuu, man darf gewisse Spiele also im Ausland kaufen! :-]

Dann muss ich also doch keinem Schützenverein beitreten, wenn ich mal wieder ordentlich ballern will... :ugly:
 
AW: .

HLP-Andy am 15.07.2009 18:35 schrieb:
Ursula von der Leyen, auch bekannt als Zensursula, stimmt dem zu.
Ist das jetzt euer ernst?

So, ich werde nur noch Spiele Downloaden. Der ganze Scheiß ist mir zu blöd.

Das ist der einzige Weg mich aus dem ganzen zurückzuziehen.

Wenigstens bekommt der Staat dann keine Steuern mehr von mir-


*nichternstgemeint*

edit: Wie dumm sind die Politiker eigentlich? Sagen "es ist legal" nur weil sie genau wissen daß sie 0 Macht haben es zu verbieten. Als ob wir ihnen das abkaufen würden.
 
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