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Bonkic am 15.07.2009 20:14 schrieb:
satchmo am 15.07.2009 20:09 schrieb:
Fest steht, dass die deutsche Gesetzgebung, im Kontext des Internet, sehr merkwürdige Auffassungen vertritt.
sehe ich, speziell in diesem fall, jetzt nicht.
was ist daran merkwürdig minderjährige von erwachseneninhalten fernhalten zu wollen?
dabei liegt die betonung natürlich auf "wollen"; fraglich aber, ob die alternative "internetanarchie" eine ist.
Ich sehe den Ansatz nicht in staatlichen Händen, sondern ausschließlich in der Familie. Die ist es, die das Kind schützen wird, oder eben nicht.
Jede Regelmetierung führt ein Stück weiter in den Verantwortungsverlust der Bürger. Anstatt nicht durchsetzbare Gesetze zu schaffen, bei denen die Tatsache der Zensur schwerer wiegt als der eigentliche, gesetzliche Gedanke, sollte man die Verantwortung und die Kompetenz des einzelnen, insbesonderen der Familie mit allen Mitteln stärken.
Verbote aber schwächen und unterlaufen solche Prozesse. Ich sehe die Indizierungsparaxis als nutzlos an. Das Prädikat "indiziert" reizt diejenigen, die sich ohnehin für solche Spiele interssieren. Diese Gruppe besorgt sie sich, über Internet und Schulhof. Mama und Papa sehen sich dank einer von der Leyen in Sicherheit und dem kleinen Filius interssiert weder Gesetz noch Werbeverbot.
Anhand der Statistiken über Jugendgewalt kann man, meiner Meinung nach, recht deutlich ablesen, was das härteste Jugendschutzgesetz Europas, im Vergleich zu anderen Ländern bringt.
Meine These ist, dass Vorhänge eine sinnvolle gesellschaftliche Refelxion über Gewalt verhindern - bei erwachsenen wie bei Jugendlichen.
Zwischen unserer und der amerikanischen Lösung (die zugegebener Maßen keine darstellt) liegen Welten, die danach schreien, betreten zu werden. Kinder und Jugendliche sehen sehr genau, wie die Gewalt in der realen Welt funktioniert, ja sogar alltäglich ist, anstatt sie doppelmoralisch zu verstecken sollten wir ehrlich aufklären. Ich aber bin der Meinung, dass weder die Indizierung noch ein Verbot das bewirkt, was es soll; Kinder und Jugendliche zu schützen.
Meine These ist, dass Zensur, Verbot und Überregulierung, also der rote Vorhang, die Refelxion über Gewalt behindern, bei Erwachsenen wie bei Jugendlichen.