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News - Jugendschutz: CDU will Internetsperre für Raubkopierer

AW: News - Jugendschutz: CDU will Internetsperre für Raubkopierer

BornPsycho am 23.06.2009 16:29 schrieb:
"Niemand hat vor eine Mauer zu bauen"

Zitat: Erich Honecker

Nicht ganz.

*klugscheißmodus on*

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"
Zitat: Walter Ulbricht

*klugscheißmodus off*

:-D

Aber bis dahin sind wir hoffentlich noch ein gutes Stück weit weg.
 
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BornPsycho am 23.06.2009 16:29 schrieb:
"Niemand hat vor eine Mauer zu bauen"
Zitat: Erich Honecker
Weil ein Zaun ist viel billiger ist. :finger:
 
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N-Traxx am 23.06.2009 15:42 schrieb:
Da frage ich mich, wer hat den beschlossen das Mozard etwas kostet? Mussen, Bücher, etc.. da ist ein Materieller gegenwert dahinter.
Mozarts Kompositionen kosten nichts. Die Orchester, die die neuen Platten aufnehmen oder live spielen wollen aber bezahlt werden.
 
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crackajack am 23.06.2009 16:51 schrieb:
N-Traxx am 23.06.2009 15:42 schrieb:
Da frage ich mich, wer hat den beschlossen das Mozard etwas kostet? Mussen, Bücher, etc.. da ist ein Materieller gegenwert dahinter.
Mozarts Kompositionen kosten nichts. Die Orchester, die die neuen Platten aufnehmen oder live spielen wollen aber bezahlt werden.

vielleicht sollte man das ganze einfach nicht so schwarz weiß sehen. ich denke beide seiten haben im grunde teilweise recht und man sollte eine art mittelweg finden.
im endeffekt sind sich aber wohl die meisten hier darin einig, dass der hier eigentlich diskutierte vorschlag, einer internetsperrung ohne gerichtliche überprüfung grundsätzlich falsch ist, ebenso wie die von lobbygruppen geforderte umfassende zensur des internets zur sicherung des geistigen eigentums.
genau das selbe gilt denke ich auch für nutzer, künstler und industrie. man muss wege finden, die für alle vertretbar sind und insgesamt funktionieren.
 
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ichmusssagen am 23.06.2009 16:58 schrieb:
crackajack am 23.06.2009 16:51 schrieb:
N-Traxx am 23.06.2009 15:42 schrieb:
Da frage ich mich, wer hat den beschlossen das Mozard etwas kostet? Mussen, Bücher, etc.. da ist ein Materieller gegenwert dahinter.
Mozarts Kompositionen kosten nichts. Die Orchester, die die neuen Platten aufnehmen oder live spielen wollen aber bezahlt werden.

vielleicht sollte man das ganze einfach nicht so schwarz weiß sehen. ich denke beide seiten haben im grunde teilweise recht und man sollte eine art mittelweg finden.
im endeffekt sind sich aber wohl die meisten hier darin einig, dass der hier eigentlich diskutierte vorschlag, einer internetsperrung ohne gerichtliche überprüfung grundsätzlich falsch ist, ebenso wie die von lobbygruppen geforderte umfassende zensur des internets zur sicherung des geistigen eigentums.
genau das selbe gilt denke ich auch für nutzer, künstler und industrie. man muss wege finden, die für alle vertretbar sind und insgesamt funktionieren.

Genau das habe ich auch immer gesagt. Die Situation was das Urheberrecht angeht ist im Moment so in meinen und in den Augen vieler nicht hinnehmbar. Es exisitiert nun mal im Internet eine Art sichere Download Grauzone. Es ist doch klar das sich die Leute da dran bedienen um Geld zu sparen, besonders in Zeiten von Arbeitslosigkeit und zunehmender Armut sowie einer stetig abnehmenden Content Qualität.
Auf der anderen Seite kommt dann die Content Lobby und will die armen Geister welche sich an den illegalen Angeboten bedienen schwer kriminalisieren und mit astronomischen und völlig überzogenen Abmahnstrafgeldern abschrecken.

Dieter Bohlen hat das schon richtig gesagt. Wenn man den Leuten die Geräte und die Internet Technik schon zur Vefügung stellt, den sollte man sich nicht wundern das sie sie zu ihrem eigenen Vorteil nutzen, zudem die Art wie schnell und sicher man illegalen Content Downloaden kann eben in keinster Weise dem "Täter" klarmacht, etwas kriminelles zu tun.
 
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ichmusssagen am 23.06.2009 16:58 schrieb:
vielleicht sollte man das ganze einfach nicht so schwarz weiß sehen. ich denke beide seiten haben im grunde teilweise recht und man sollte eine art mittelweg finden.
im endeffekt sind sich aber wohl die meisten hier darin einig, dass der hier eigentlich diskutierte vorschlag, einer internetsperrung ohne gerichtliche überprüfung grundsätzlich falsch ist, ebenso wie die von lobbygruppen geforderte umfassende zensur des internets zur sicherung des geistigen eigentums.
genau das selbe gilt denke ich auch für nutzer, künstler und industrie. man muss wege finden, die für alle vertretbar sind und insgesamt funktionieren.

Richtig. Die Verbreitung und das schnelle Kopieren über das Internet werden sich nicht eindämmen lassen, und das Bewusstsein vieler User ist eben auf einer Stufe, dass dies noch als harmlos und "normal" angesehen wird.
Andererseits muss man sich vor Augen halten, dass die Entwicklung einer Software oder von Musik genauso viel Arbeit erfordert wie die Erstellung von etwas materiellem. Und nur weil das einen nicht kopierbar ist, ist es nicht gleichzeitig schützenswerter vor Mißbrauch.
Und man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass es sich ja um Kultur handelt, die für jedermann zugänglich sein soll. Keiner arbeitet heute mehr umsonst, auch kein Musiker oder Programmierer. Ein paar Seiten früher wurde Goethe erwähnt, der auch "für das Volk geschrieben" hat. Nur mit dem Unterschied dass er sich finanziell nie Sorgen machen musste und man die heutige Zeit nicht mit damals vergleichen kann.
Die Idee mit der Kulturflatrate ist eigentlich nicht schlecht, sie muss halt noch ausgebaut werden.
 
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von oben bis unten völlig absurd, realitätsfern und anmaßend so wie entmündigend, vor allem das weitere prüfen einer möglichen "killerspielsperre".
 
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RonTaboga am 23.06.2009 17:05 schrieb:
Es ist doch klar das sich die Leute da dran bedienen um Geld zu sparen, besonders in Zeiten von Arbeitslosigkeit und zunehmender Armut sowie einer stetig abnehmenden Content Qualität.
Um Geld zu sparen, sicher.
Armut kann aber keine Rechtfertigung sein. Nur weil es eine geistige Sache ist, ist es doch immer noch was ähnliches wie Ladendiebstahl. Zeit ist eine Ressource, die jedem Menschen nur endlich zur Verfügung steht. Wenn ein TV-Spezialist beim störrischem Fernseher ins Gehäuse guckt und bloß ein Kabel wieder reinsteckt, das halt locker wahr, dann habe ich ihm auch nur Zeit weggenommen. Bezahlung wird er aber wohl wollen, obwohl er ja kein Material, keine groaßrtig anstrengende Arbeit verrichtet hat.
Der Kunstschaffende hat auch Zeit investiert, nicht für mein Anliegen allein, aber halt auch für mich, und die muss ich ihm abgelten.
Imo sollte man also nicht die Kunst selber bezahlen sondern die Arbeit die dahinter steckt. Was einem das Lied, Spiel, Film wert ist und ob das eben mit des Preis, der verlangt wird, zusammenpasst, ist eine Sache und hängt sicherlich vom eigenen gefallen am Werk ab, aber das man bezahlen sollte, ergibt sich daraus das man die Zeit des Künstlers abgeltet (und die Produktionskosten des Trägermediums).

Abnehmende Qualität ist ein Widerspruch für Interesse am Angebot! ;-)
 
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RonTaboga am 23.06.2009 17:05 schrieb:
Es exisitiert nun mal im Internet eine Art sichere Download Grauzone. Es ist doch klar das sich die Leute da dran bedienen um Geld zu sparen,

stimmt, das ist wirklich naheliegend, eben weil man -realistisch betrachtet- keinerlei konsequenzen zu berfürchten hat.
also muss von staatswegen dafür gesorgt werden, dass es eben doch konsequenzen, bspw in form eines (wie auch immer gearteten) "schusses vor den bug", gibt.

besonders in Zeiten von Arbeitslosigkeit und zunehmender Armut sowie einer stetig abnehmenden Content Qualität.

das hört sich gut an, weil es aus raubkopiereren arme, sozial schwache minderbemittelte macht, die nur aus gründen der selbsterhaltung saugen, was natürlich ziemlicher unsinn ist.
eine aufstellung kaufkraft/ saugverhalten wäre mal interessant- gibts so was?

ausserdem ist es doch ziemlich sinnfrei sich qualitativ minderweritgen kram zu besorgen, also auch zu saugen.

Auf der anderen Seite kommt dann die Content Lobby und will die armen Geister welche sich an den illegalen Angeboten bedienen schwer kriminalisieren und mit astronomischen und völlig überzogenen Abmahnstrafgeldern abschrecken.

der riege an halbseidenen abmahnanwälten, die übrigens auch in juristenkreisen nicht sonderlich beliebt sind, gehört in der tat der hahn abgedreht (was ja auch passieren soll).

Wenn man den Leuten die Geräte und die Internet Technik schon zur Vefügung stellt, den sollte man sich nicht wundern das sie sie zu ihrem eigenen Vorteil nutzen,

merkwürdiges argument: die existenz von bolzenschneidern erklärt also den diebstahl von fahrrädern? (hier ist der vergleich übrigens durchaus angebracht - auch wenn die aufgewendete kriminelle energie eine andere ist).
sorry, aber das ist ebenfalls quatsch.

zudem die Art wie schnell und sicher man illegalen Content Downloaden kann eben in keinster Weise dem Täter klarmacht, etwas kriminelles zu tun.

da ist was dran.
siehe auch oben (punkt 1).
 
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eX2tremiousU am 23.06.2009 15:57 schrieb:
Guter Punkt. Viele digitale Inhalte sind Luxusgüter, ohne markante kulturelle Relevanz. Diverse Spiele, Anwendungssoftware für spezielle Arbeitsbereiche, viele Filme, ein relevanter Part der Musikbibliothek. Teils Vertreter einer modisch bedingten Popkultur, die aber im Regelfall keine Langzeitrelevanz hat. Anders wie etwa bildende oder darstellende Kunst, die sich mit menschlichen Werten, Perspektiven, Interpretationen oder Verhaltensweisen beschäftigt, die niemals zeitlos oder "banal" werden. Stoff von Shakespeare ist heute noch so relevant wie er damals war.
Als ob man Kunst definieren könnte... :hop:
Im Grunde werden viele Spiele schon lange nicht mehr verkauft, nach den meisten Lizenzverträgen ist es praktisch nur eine Leihgebühr, die man zahlt.
Wenn man Spiele wie Bioshock nur dreimal installieren darf, ist es ein Witz dafür Geld zu verlangen.
Aber ich kaufe sie mir einfach nicht und lade sie mir auch nicht Illegal.
So ein tolles Spiel hat es und wird es auch nicht geben, das ich nicht darauf verzichten könnte.
 
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Bonkic am 23.06.2009 17:26 schrieb:
stimmt, das ist wirklich naheliegend, eben weil man -realistisch betrachtet- keinerlei konsequenzen zu berfürchten hat.
also muss von staatswegen dafür gesorgt werden, dass es eben doch konsequenzen, bspw in form eines (wie auch immer gearteten) "schusses vor den bug", gibt.

Aber dieser Schuss vor den Bug kann ganz sicher keine Sperrung des Internets oder irgendwelcher Seiten sein. Das führt einfach zu weit und führt eine Zensurinfrastruktur ein, welche auf Dauer zu China ähnlichen Verhältnissen sorgen wird.

Bonkic am 23.06.2009 17:26 schrieb:
das hört sich gut an, weil es aus raubkopiereren arme, sozial schwache minderbemittelte macht, die nur aus gründen der selbsterhaltung saugen, was natürlich ziemlicher unsinn ist.
eine aufstellung kaufkraft/ saugverhalten wäre mal interessant- gibts so was?

Sie tun es weil sie wenigstens noch ein bisschen was vom Leben haben wollen und ich kann ihnen das nicht verübeln. Sollen sie es doch machen. Sie können den Content einfach nicht entgeltlich würdigen bei der knappen Kohlen, aber wenigstens in dem sie daran Interesse zeigen und sich diesen reinziehen. Mir als Künstler würde das bei armen Leuten echt reichen und ich würd nen Teufel tun und diese armen Leuchten noch mit Abmahngebühren bestrafen.
Was mich allerdings schwer ankotzt sind Leute, die gut Kohle haben und mit ihrem BMW X5 vorfahren, aber auf der anderen Seite Raubkopien. Dieses sind für mich wirklich Leute die einen gewissen Schaden verursachen.
 
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Pit0786 am 23.06.2009 16:14 schrieb:
Edit: Rabowke, kämpfst du gerade darum deine Moderatoren rechte zuverlieren ?? Deine position auszunutzen um anderen Usern deine Meinung aufsauge zudrücken egal ob richtig oder falsch, ist mit 100%iger Sicherheit nicht im interesse der PCGames.
wenn ich mich irren sollte, dann lasst den Hammer fallen.
:-o :confused:

Erstmal ist meine Meinung die eines normalen Users. Alles was ich hier kundgebe ist 100% meine Meinung und in keinsterweise die von Computec.

Also wo liegt jetzt das Problem? Im übrigen habe ich niemanden meine Meinung aufdrücken wollen, warum auch? =)
 
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Union mocht ich noch nie, hoffendlich werden die
bei der Bundeswahl derbe geklatsch. Mal im
Ernst: Haben die nichts besseres zutun als und
Gamern das leben schwer zu machen?
 
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RonTaboga am 23.06.2009 17:39 schrieb:
Aber dieser Schuss vor den Bug kann ganz sicher keine Sperrung des Internets oder irgendwelcher Seiten sein. Das führt einfach zu weit und führt eine Zensurinfrastruktur ein, welche auf Dauer zu China ähnlichen Verhältnissen sorgen wird.

wo hab ich das denn auch behauptet? :confused:

Sie tun es weil sie wenigstens noch ein bisschen was vom Leben haben wollen und ich kann ihnen das nicht verübeln.

ach bitte, das ist doch wirklich nicht dein ernst.
ich glaube, die meisten arbeitslosen haben wirklich andere probleme.
und selbst wenn, ist das doch nicht der kern des problems, sondern maximal ein nebenkriegsschauplatz. ;-)
 
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MisterSmith am 23.06.2009 17:29 schrieb:
eX2tremiousU am 23.06.2009 15:57 schrieb:
Guter Punkt. Viele digitale Inhalte sind Luxusgüter, ohne markante kulturelle Relevanz. Diverse Spiele, Anwendungssoftware für spezielle Arbeitsbereiche, viele Filme, ein relevanter Part der Musikbibliothek. Teils Vertreter einer modisch bedingten Popkultur, die aber im Regelfall keine Langzeitrelevanz hat. Anders wie etwa bildende oder darstellende Kunst, die sich mit menschlichen Werten, Perspektiven, Interpretationen oder Verhaltensweisen beschäftigt, die niemals zeitlos oder "banal" werden. Stoff von Shakespeare ist heute noch so relevant wie er damals war.
Als ob man Kunst definieren könnte... :hop:
Im Grunde werden viele Spiele schon lange nicht mehr verkauft, nach den meisten Lizenzverträgen ist es praktisch nur eine Leihgebühr, die man zahlt.
Wenn man Spiele wie Bioshock nur dreimal installieren darf, ist es ein Witz dafür Geld zu verlangen.
Aber ich kaufe sie mir einfach nicht und lade sie mir auch nicht Illegal.
So ein tolles Spiel hat es und wird es auch nicht geben, das ich nicht darauf verzichten könnte.

vor allem erst den kunstanspruch runterschrauben aber dann als luxusgut bezeichnen.
es ist immer wieder der fall, das in bezug auf computerspile von "luxusgütern" gesprochen wird, aber es sind und bleiben eben KEINE "luxusgüter". nicht alles was man nicht zum unmittelbaren überleben braucht ist ein luxusgut.
gleichzeitig lässt sich der künstlerische wert nicht bestimmen, wie bereits hervorgehoben wurde.
 
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Bei WikiLeaks findet man das noch nicht abgesegnete CDU Regierungsprogramm zur Einsicht: Link

Der Punkt der hier besprochenen Internetsperre findet sich auf Seite 55 wieder:
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wo es angesichts der geringen Schwere von Straftaten vertretbar ist, soll eine Selbstregulierung greifen. Wir möchten nach britischem und französischem Vorbild Rechtsverletzungen effektiv unterbinden, indem die Vermittler von Internetzugängen Rechtsverletzer verwarnen und nötigenfalls ihre Zugänge sperren.
Das klingt, wie in Frankreich, nach judikativen Rechten von "Vermittlern von Internetzugängen" und hat den Beigeschmack, dass man scheinbar ebenfalls seine Unschuld erst vor Gericht beweisen muss.

Naja, Sarkozy hat ja auch gestern erst, als erster Präsident in 150 Jahren, während seiner Amtszeit vor Senat und Nationalversammlung gesprochen und, unter Anderem, seine Ansichten zu HADOPI klargestellt:
Comment pourrait-il y avoir dans notre société de zones de non-droit? Comment peut-on réclamer en même temps que l'économie soit régulée et qu'internet ne le soit pas? Comment peut-on accepter que les règles qui s'imposent à toute la société ne s'imposent pas sur internet?
Pi mal Daumen übersetzt sind es die üblichen Phrasen vom rechtsfreien Internet, der regulierten Wirtschaft im Gegensatz zum unregulierten Internet und der Frage, wie man denn akzeptieren könne, dass Regeln der Gesellschaft nicht für das Internet bindend sind.
 
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Sie tun es weil sie wenigstens noch ein bisschen was vom Leben haben wollen und ich kann ihnen das nicht verübeln. Sollen sie es doch machen. Sie können den Content einfach nicht entgeltlich würdigen bei der knappen Kohlen, aber wenigstens in dem sie daran Interesse zeigen und sich diesen reinziehen. Mir als Künstler würde das bei armen Leuten echt reichen und ich würd nen Teufel tun und diese armen Leuchten noch mit Abmahngebühren bestrafen.
Was mich allerdings schwer ankotzt sind Leute, die gut Kohle haben und mit ihrem BMW X5 vorfahren, aber auf der anderen Seite Raubkopien. Dieses sind für mich wirklich Leute die einen gewissen Schaden verursachen.

"Weil Sie noch ein bisschen, was vom Leben haben wollen?"

Ist das nicht etwas übertrieben? Hört sich ja so an, als ob jeder ALG II Empfänger nur knapp vor dem Hungertod steht oder in den tiefsten Slums leben müsste.

So ohne Mietwohnung, Fernseher, Musikanlage, DVD Player etc. ...
 
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LowriderRoxx am 23.06.2009 17:50 schrieb:
Pi mal Daumen übersetzt sind es die üblichen Phrasen vom rechtsfreien Internet, der regulierten Wirtschaft im Gegensatz zum unregulierten Internet und der Frage, wie man denn akzeptieren könne, dass Regeln der Gesellschaft nicht für das Internet bindend sind.

daran gibt es ja auch grundsätzlich wenig auszusetzen.
 
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frogi am 23.06.2009 17:52 schrieb:
"Weil Sie noch ein bisschen, was vom Leben haben wollen?"

Ist das nicht etwas übertrieben? Hört sich ja so an, als ob jeder ALG II Empfänger nur knapp vor dem Hungertod steht oder in den tiefsten Slums leben müsste.

So ohne Mietwohnung, Fernseher, Musikanlage, DVD Player etc. ...

Ich meinte damit eher weil sie was vom kulturellen Leben haben wollen. Wenn schon Kino und Originalcontent für sie zu teuer sind, dann gönne ich ihnen wenigsten die paar Kopien, zumal sie auch kaum Schaden verursachen bei ihrer geringen Kaufkraft. Das ist nun mal meine Einstellung und ich vermute viele die das etwas anders sehen beneiden evtl. diese Menschen darum das sie nicht arbeiten gehen und alles an Content für Lau haben. Aber das ist eben alles Einstellungssache. Meine geht in diesem Bereich nun mal mehr in Richtung Robin Hood
;-)

Bonkic am 23.06.2009 17:56 schrieb:
LowriderRoxx am 23.06.2009 17:50 schrieb:
Pi mal Daumen übersetzt sind es die üblichen Phrasen vom rechtsfreien Internet, der regulierten Wirtschaft im Gegensatz zum unregulierten Internet und der Frage, wie man denn akzeptieren könne, dass Regeln der Gesellschaft nicht für das Internet bindend sind.

daran gibt es ja auch grundsätzlich wenig auszusetzen.

Doch da gibt schon was dran auszusetzen. Das Internet mit seiner globalen Infrastruktur und seiner Fähigkeit zur grenzenlosen Datenübertragung ist bis dato mit nichts vergleichbar was es gab und daher lassen sich die Gesetze des echten Lebens eben nicht einfach so bindend auf das Internet übertragen. Die Argumente mit dem "rechtfreien Internet" sind für mich nichts weiter als über Leichen gehende Methoden zur Gewinnmaximierung der Content Lobby.
 
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Es ist doch klar das sich die Leute da dran bedienen um Geld zu sparen, besonders in Zeiten von Arbeitslosigkeit und zunehmender Armut sowie einer stetig abnehmenden Content Qualität.

Kann ich nicht nachvollziehen. Die privaten Raubkopierer "bestrafen" Blizzard für Starcraft, Coldplay für Viva la vida, Pixar für Ratatouille und Twentieth Century Fox für 24, Star Wars und Titanic. Sprich: Die geilsten Sachen werden i.d.R. am meisten kopiert. Kein Mensch tut sich freiwillig Crap an. Für stetig abnehmenden Content "lohnt" sich der Rohling doch gar nicht...

Das Problem ist nicht, dass sich die Menschen ein Spiel oder eine DVD nicht leisten könnten. Sie WOLLEN es sich nicht leisten. Sie haben ein gutes Gefühl dabei, für lau "mitreden" zu können und ihre Kinder glücklich zu machen. Sie sind stolz darauf, wenn sie dem Nachbarn ein Spiel "besorgen" können. Sie sind stolz auf regalmeterweise Spindelware. Sie sind extrem stolz auf gerippte 1.000-EUR-Software inkl. one-size-fits-all-Seriennummern.

Will sagen: Es ist nicht das Geld. Crysis und GTA 4 laufen nicht auf 99-EUR-Playstations.

Petra
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