News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

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Zockmock

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

Christian Sommer, Vorsitzender des Vorstands der GVU: 'Mit der verstärkten Zusammenarbeit werden wir noch schlagkräftiger gegen Raubkopien vorgehen können und dem Motto 'Qualität statt Quantität' nun grenzüberschreitend zu noch mehr Gewicht verhelfen.'

Jaja Loch ohne Boden :B Es wird immer "Raup"kopien geben
egal wo die zuschlagen oder wen die auch catchen...
Aber sind die Konzerne doch selber schuld, naja wurscht...
 

McDrake

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

NeoTrace1980 am 16.04.2007 19:02 schrieb:
Aber sind die Konzerne doch selber schuld, naja wurscht...

Warum?
 

CSlgMF-NOX

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

McDrake am 16.04.2007 19:06 schrieb:
NeoTrace1980 am 16.04.2007 19:02 schrieb:
Aber sind die Konzerne doch selber schuld, naja wurscht...




Also ich würde da mal sagen, die Antwort hat doch Konzept :P


na ja es kommen soooo viele Spiele/Programme auf dem Markt die ein paar Wochen/Monate späther nur noch die Hälfte oder noch weniger kosten.
wenn Sie soviel Spielraum für die Preise haben sollten sie die halt gleich billiger anbieten um den Raubkopierern das geschäft nicht so einfach zu machen.
Vernünftiger Preis = riesiger Rückgang an Copy.
 
D

DonBarcal

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

CSlgMF-NOX am 16.04.2007 19:16 schrieb:
wenn Sie soviel Spielraum für die Preise haben sollten sie die halt gleich billiger anbieten um den Raubkopierern das geschäft nicht so einfach zu machen.
Vernünftiger Preis = riesiger Rückgang an Copy.

Diese Theorie halte ich immer noch für Quatsch. Die, die sowieso raubkopieren, tun dies auch weiterhin. Sicherlich würden sich die Verkaufszahlen verbessern, aber nicht so stark, dass es sich lohnen würde. Der Return on Investment wäre einfach zu gering. ;)
 

Boesor

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

CSlgMF-NOX am 16.04.2007 19:16 schrieb:
Also ich würde da mal sagen, die Antwort hat doch Konzept :P


na ja es kommen soooo viele Spiele/Programme auf dem Markt die ein paar Wochen/Monate späther nur noch die Hälfte oder noch weniger kosten.
wenn Sie soviel Spielraum für die Preise haben sollten sie die halt gleich billiger anbieten um den Raubkopierern das geschäft nicht so einfach zu machen.
Vernünftiger Preis = riesiger Rückgang an Copy.

Ist doch logisch und bei Produkten im allgemeinen völlig normal das sie anfangs mehr kosten als später.
Es müssen ja die Entwicklungskosten wieder reinkommen, dass Spiel ist neu, jeder will es haben....am Ende werden nur noch n paar Euro mitgenommen, aber glaub ja nicht das 10€ für Far Cry dem wahren Wert des Produktes entspricht
 

sikopath

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

DonBarcal am 16.04.2007 19:28 schrieb:
CSlgMF-NOX am 16.04.2007 19:16 schrieb:
wenn Sie soviel Spielraum für die Preise haben sollten sie die halt gleich billiger anbieten um den Raubkopierern das geschäft nicht so einfach zu machen.
Vernünftiger Preis = riesiger Rückgang an Copy.

Diese Theorie halte ich immer noch für Quatsch. Die, die sowieso raubkopieren, tun dies auch weiterhin. Sicherlich würden sich die Verkaufszahlen verbessern, aber nicht so stark, dass es sich lohnen würde. Der Return on Investment wäre einfach zu gering. ;)

Also ich finde das immer mehr Schrottspiele auf den Markt kommen, die von irgendwelchen Leuten oder Firmen mal eben schnell hingeklatscht werden um schnelle Kohle zu machen.

Ich glaube das die Spieleindustrie genug Geld einnimmt. Den wenn ein Spiel wirklich gut ist, dann kaufen sich die meisten das auch.

Ich glaube sogar das sich eine Menge Leute ein Spiel erst kaufen nachdem sie es irgendwo runtergeladen haben und testen konnten, um dieses dann online zocken zu können.
 

Boesor

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

sikopath am 16.04.2007 19:42 schrieb:
Also ich finde das immer mehr Schrottspiele auf den Markt kommen, die von irgendwelchen Leuten oder Firmen mal eben schnell hingeklatscht werden um schnelle Kohle zu machen.

Ich glaube das die Spieleindustrie genug Geld einnimmt. Den wenn ein Spiel wirklich gut ist, dann kaufen sich die meisten das auch.

Ich glaube sogar das sich eine Menge Leute ein Spiel erst kaufen nachdem sie es irgendwo runtergeladen haben und testen konnten, um dieses dann online zocken zu können.

Und ich glaube da ist ziemlich viel "Glaube" mit im Spiel
 

McDrake

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

sikopath am 16.04.2007 19:42 schrieb:
Ich glaube das die Spieleindustrie genug Geld einnimmt. Den wenn ein Spiel wirklich gut ist, dann kaufen sich die meisten das auch.

Ich glaube sogar das sich eine Menge Leute ein Spiel erst kaufen nachdem sie es irgendwo runtergeladen haben und testen konnten, um dieses dann online zocken zu können.

Zu beinahe jedem grossen Spiel gibts inzwischen Demoversionen.
Die sollten ja reichen um sich einen kleinen Überblick zu schaffen.
 

NLR

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

McDrake am 16.04.2007 19:06 schrieb:

Raubkopien gab es schon immer und auch in beträchtlichem Ausmaße. Ob die Anzahl erheblich größer geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Aber man kann auf jeden Fall festhalten, dass auch früher wie blöd aufgenommen und im Bekanntenkreis getauscht wurde. Nur findet es nun nicht mehr verdeckt, sondern öffentlich statt.

Das Problem der Industrie ist durchaus zu einem großen Teil hausgemacht.
Noch immer versucht insbesondere die Musikindustrie zwanghaft ein Geschäftsmodell am Leben zu erhalten, dass der Markt nicht mehr für zeitgemäß hält.

Beispiel Musikindustrie:
Es war bislang üblich, dass man ein Album produzierte aus dem man 2-3 "Hits" auskoppelte. Das Album kam zuerst, der Rest später. Wollte man beide Auskopplungen haben, war man dazu verurteilt das gesamte Album zu kaufen, ansonsten konnte man für knapp den halben Albumpreis die Single kaufen.

Die Möglichkeiten des digitalen Vertriebs wurden konsequent ignoriert und die aufkommenden Schattenmärkte kaum bekämpft.
Dabei ist die technische Qualität bei allen Rettungsversuchen der Industrie immer schlechter geworden (über den Inhalt der Medien kann man ja streiten), um nur mal die ersten CD-Kopierschutzmechanismen oder DRM anzuführen.
Ziel war immer den möglichst günstigen Vertrieb von einzelnen Titeln zu verhindern, weil es das lukrative Albumgeschäft kaputtmacht, wobei einfach ignoriert wurde, dass der (potentielle) Kunde das gar nicht mehr will.
Der beste Beweis dafür: Die Einzeldownloads bei den großen Anbietern boomen regelrecht. Für Deutschland waren das in den ersten 3 Monaten ein plus von über 30% zum Vorjahr.

Bei Filmen läuft die Geschichte ähnlich. Für 7-18€ geht kaum noch jemand ins Kino, wenn man sich nach einigen Tagen den Film in mieser Qualität herunterladen kann oder aber nach 2-3 Monaten die DVD in den Laden kommt und damit das hochwertige Master für Kopien verfügbar ist.

Produkpiraterie:
Wenn Nike (oder Levis) in China fertigt, weil dort die Löhne niedriger sind und somit ihre Gewinnspanne steigt, dann dürfen sie sich nicht wundern, dass die Chinesen mal die eine oder andere Charge in Eigenregie produzieren.
Untern Strich haben sie ihnen sogar noch beigebracht, wie man perfekte Kopien anfertigt.

In jedem Wirtschaftsstudiengang lernt man, dass man sein Geschäftsmodell im Laufe der Zeit den Marktgebenheiten anpassen und entsprechend weiterentwickeln muss. Wissen und Technik sind in unseren Zeiten des Technologietransfers so flüchtig wie nie zuvor.
Sicherlich ist es unrecht, was da mit den Raubkopien geschieht.

Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man dem so ohne weiteres noch Herr wird, wenn man sich nicht genau ansieht, warum eher die Kopie, als das Original gekauft wird.
 

McDrake

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

NLR am 16.04.2007 19:52 schrieb:
McDrake am 16.04.2007 19:06 schrieb:

Raubkopien gab es schon immer und auch in beträchtlichem Ausmaße. Ob die Anzahl erheblich größer geworden ist.....

Wird nicht gerade hier sehr viel über Steam &co. genörgelt, die eben den Digitalen Vertrieb vornehmen? Ausserdem wollen die meisten Spieler eben eine Verpackung zu Hause stehen haben, wenn ich mich recht an die leitzten Umfragen erinnere (aber bei meinem Alter weiss man nie *g*)
http://www.pcgames.de/?menu=forum&s=thread&bid=1018&tid=4795328&count_reply=32

Mit den Sachen die in China hergestellt werden sieht aber ein wenig anders aus.
Kauf die mal "Das neue Schwarzbuch Markenfirmen".
Das kann man weiss Gott nichts mit der Vertrieb von Games vergleichen
 

NLR

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

McDrake am 16.04.2007 20:05 schrieb:
NLR am 16.04.2007 19:52 schrieb:
McDrake am 16.04.2007 19:06 schrieb:

Raubkopien gab es schon immer und auch in beträchtlichem Ausmaße. Ob die Anzahl erheblich größer geworden ist.....

Wird nicht gerade hier sehr viel über Steam &co. genörgelt, die eben den Digitalen Vertrieb vornehmen? Ausserdem wollen die meisten Spieler eben eine Verpackung zu Hause stehen haben, wenn ich mich recht an die leitzten Umfragen erinnere (aber bei meinem Alter weiss man nie *g*)
http://www.pcgames.de/?menu=forum&s=thread&bid=1018&tid=4795328&count_reply=32

Mit den Sachen die in China hergestellt werden sieht aber ein wenig anders aus.
Kauf die mal "Das neue Schwarzbuch Markenfirmen".
Das kann man weiss Gott nichts mit der Vertrieb von Games vergleichen

Natürlich wird gerne über den Digitalen Vertrieb genörgelt, er hat ja auch seine Tücken und beschneidet oftmals gerade die falschen (eben die die schon bezahlt haben). Aber das ist ein umsetzungstechnisches Problem.

Es ist ja so, dass nicht jeder eine Packung im Regal stehen haben möchte. Für einige stellt sie halt keinen Mehrwert dar. Wundert mich nicht, dass sie den dann auch nicht bezahlen wollen.
Die Umfrage ist zwar vom Prinzip her interessant, aber wohl kaum repräsentativ. Hauptsächlich drücken die 30% die den Onlinevertrieb nutzen würden (ist vom Marktanteil bei weitem nicht erreicht soweit ich mich erinner) doch eins aus: Ich kaufe das Spiel auch gerne günstiger (wenn ich dabei keine technischen Einschränkungen habe)!

Ökonomisch kann man fast soweit gehen zu sagen, dass man im weitesten Sinne gesehen auch bei einem emule-Download das Spiel "kauft".
Man zahlt zwar nicht an den Hersteller, aber es fallen andere (noch zu vernachlässigende) Kosten an, was sich natürlich ändern kann, wenn Kopien stärker verfolgt werden und damit das Risiko (und die damit verbundenen Risikokosten) steigen.
Es könnte natürlich auch schon einiges bringen, wenn Publisher die Multilanguageversionen wieder abschaffen.

Ich habe eine Zusammenfassung des Schwarzbuchs gelesen. Vielleicht sponsert mein Lehrstuhl ja eins für die Seminarbibl.
Die Ausmaße sind schon erschreckend und von der Größenordnung natürlich nicht zu vergleichen. Aber die eigentliche Triebfeder ist aus meiner Sicht neben anderen Parallelen sehr ähnlich.

Ein kopiertes Markenprodukt aus der gleichen Fabrik mit gleicher Qualität zu günstigerem Preis als das Original. (Kopierer hat Entwicklungskosten gespart)
vs.
perfekte/uneingeschränkte Kopie eines Spiels (gleicher Hersteller) nur nahezu kostenlos (Entwicklungskosten gespart)

Unterstelle ich in beiden Fällen, dass der Konsument weiß, dass es eine Kopie ist, dann mangelt es beide Male am Schuldbewustsein / an der Zahlungsbereitschaft oder an der Angst erwischt zu werden.

@Boesor:
Für mich persönlich ist FarCry z.B. nicht einen Cent wert, unabhängig davon was die Entwicklung gekostet haben mag.
Der Preis und der Wert eines Produktes wird halt letztlich erst individuell durch den Konsumenten festgelegt (in dem Moment in dem er kauft).
 

Boesor

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

NLR am 16.04.2007 21:02 schrieb:
Für mich persönlich ist FarCry z.B. nicht einen Cent wert, unabhängig davon was die Entwicklung gekostet haben mag.
Der Preis und der Wert eines Produktes wird halt letztlich erst individuell durch den Konsumenten festgelegt (in dem Moment in dem er kauft).

Mag sein, ist aber auch bei jedem anderen Produkt so.
Der Konsument soll den Wert ja auch durch seine Kaufentscheidung bestimmen, aebr eben nicht durchs klauen.
 

McDrake

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

NLR am 16.04.2007 21:02 schrieb:
Ich habe eine Zusammenfassung des Schwarzbuchs gelesen. Vielleicht sponsert mein Lehrstuhl ja eins für die Seminarbibl.
Die Ausmaße sind schon erschreckend und von der Größenordnung natürlich nicht zu vergleichen. Aber die eigentliche Triebfeder ist aus meiner Sicht neben anderen Parallelen sehr ähnlich.

Naja.. das Grundprinzip vom Schwarzbuch hast du aber damit nicht erkannt.
Nämlich dass Markenprodukte eben genau so "schlecht" (moralisch )sind wie Kopien.
(Jetzt mal auf Textilien bezogen)
Da werden Leute/Kinder angestellt, die praktisch keinen Lohn bekommen, bzw ihn gleich wieder an den Arbeitgeber abgeben dürfen um die Miete zu bezahlen.

Würden die grossen Firmen damit einverstanden sein, ein wenig mehr für die Produkte zu bezahlen, dann sähe das schon anders aus.
Wir reden hier im Cent-Bereich für Shirts, die hierzulande für 30€ und mehr verkauft werden.

Sobald sich eine Gewerkschaft bildet und die Arbeitnehmer anfangen zu protestieren, wechseln viele Firmen huschhusch in ein Land, in dem sowas verboten (China) oder noch nicht vorhanden ist.


Was das jetzt mit der Gamebranche zu tun hat ist mir leider immernoch nicht klar :)
 

Nali_WarCow

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

Die Industrie schneidet sich da schon länger ins eigene Fleisch. Klar ist es Verständlich, wenn gegen Kopieren / Vervielfältigen urheberrechtlich geschützter Werke vorgegangen wird. Aber ist es so, wie es gemacht wird, der richtige Weg?

Damit die Leute davon abgehalten werden ist es, neben Strafe, auch wichtig, dass die Leute den Wert erkennen, den ein Film, Musik oder eben Software hat. Aber da hapert es doch ganz gewaltig. Es gibt natürlich für alle Punkte Ausnahmen, aber primär ist doch der ehrliche Käufer der „Idiot“. Der ehrliche Käufer kauft sich für einen doch recht happigen Preis von etwa 20€ eine DVD und darf sich als erstes als potentieller Verbrecher beschimpfen lassen. Richtig Freude kommt doch da auf, wenn man sich die Zukunft anschaut, wenn man als Konsument HD oder Blu-Ray kaufen soll. Für noch mehr Geld (gut 30€ und mehr) darf man sich eine ganz besondere Kundengängelung ins Haus holen. HDMI, Player mit Verfallsdatum bzw. deren Treiber, Austausch von Codeschlüsseln, etc. alles nur, damit der lachhafte Versuch unternommen wird die Kopien zu verhindern. Schon jetzt werden die Sicherheitssysteme locker überwunden und der ehrliche Kunde kann sich darüber freuen, wenn der HDCM-TV nicht mit dem HDCM-Ausgang des Players einwandfrei harmoniert.
Auch bei der Software sieht es oft nicht besser aus. Wer etwa 50€ für ein Gothic 3 (oder so manch anderes Spiel) bezahlt hat, der wird sich auch fragen, warum man für Software Geld ausgeben soll. Aber auch viele andere Spiele leiden massiv unter Fehlern, die für 40 bis 50€ einfach nicht vorhanden sein dürfen. Dank an der Stelle übrigens auch an die Magazine und „professionellen Tester“, die den Kunden so „gut“ beraten und einem eine verlässliche Kaufentscheidung geben. :B

Außerdem gibt es ja, wie schon angesprochen, die Gelegenheit einige wenige Wochen / Monate zu warten und schon landet der Titel auf dem Wühltisch. Aber auch auf den Konsolen meinen so manche Entwickler und Publisher, dass sie sich alles erlauben können. 50 € fürs Spiel und weitere 50€ für zusätzliche, kostenpflichtige MiniaddOns, die lediglich Inhalte frei schalten, der schon auf der Disk sind. Aber die nächste Geldquelle ist doch auch schon gefunden: Werbung. Wird durch die Medien geboxt und Hauptsache die Kasse klingelt, wenn nach und nach immer mehr Werbeplakate ins Spiel kommen. Wie man auch den Wert von Software verhunzen kann zeigt doch Ubi Soft wunderbar. Hat der Publisher doch Morrowind und Splinter Cell in wirklich ansehnlichen Verpackungen in den Handel gebracht. Inzwischen muss man ja schon froh sein, wenn man überhaupt noch was neben dem Datenträger in der billigen DVD Box vorfindet. Ist das der Wert der Software? Man vergleiche nur mal den Inhalt eines Playstation 2 Spiels aus dem Low-Budget-Segment mit einem Playstation 3 Titel für 60€+. Aber auch Collector Editions erfreuen sich großer Beliebtheit. Schade nur, dass in sehr vielen Fällen der Mehrwert eher dürftig ist. Vielmehr wird da das geboten, was vor längerer Zeit ganz normaler Packungsinhalt war.

Wie soll man da als Konsument auch nur entfernt irgendwie ein schlechtes Gewissen haben? Wenn eine Software / DVD, etc. den Preis nicht wert ist, dann wird das Produkt eben nicht konsumiert. Ist ja kein Problem. Einige Monate später wird es einem ja schon hinterher geworfen. Sicherlich kann die Industrie gerne gegen Leute vorgehen, die solche Sachen illegal saugen / verbreiten. Aber wenn man sich über das Unrechtsbewusstsein der Leute aufregt, dann sollte man vielleicht auch mal Produkte anbieten, wo Preis-/Leistung stimmt. (Sicherlich gibt es auch Publisher / Produkte, etc. wo P/L besser sind und wo das Produkt fehlerfrei in den Handel kommt. Nur sind das leider nicht so viele.)
 

NLR

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

McDrake am 16.04.2007 21:15 schrieb:
Naja.. das Grundprinzip vom Schwarzbuch hast du aber damit nicht erkannt.
Nämlich dass Markenprodukte eben genau so "schlecht" (moralisch )sind wie Kopien.
(Jetzt mal auf Textilien bezogen)
Da werden Leute/Kinder angestellt, die praktisch keinen Lohn bekommen, bzw ihn gleich wieder an den Arbeitgeber abgeben dürfen um die Miete zu bezahlen.

Würden die grossen Firmen damit einverstanden sein, ein wenig mehr für die Produkte zu bezahlen, dann sähe das schon anders aus.
Wir reden hier im Cent-Bereich für Shirts, die hierzulande für 30€ und mehr verkauft werden.

Sobald sich eine Gewerkschaft bildet und die Arbeitnehmer anfangen zu protestieren, wechseln viele Firmen huschhusch in ein Land, in dem sowas verboten (China) oder noch nicht vorhanden ist.


Was das jetzt mit der Gamebranche zu tun hat ist mir leider immernoch nicht klar :)

Doch, die soziale Kritik habe ich schon vernommen. DAS es in gewisser Weise unmoralisch ist, ist mir schon klar. Allerdings ist die Kritik in diesem Zusammenhang mit der Computerbranche weitgehend irrelevant, denn die Chinesen leiden in der Allgemeinheit nicht unter den Kopien, sondern die Produzenten.
Ich habe es ja auch am Rande angeschnitten:
Produkpiraterie:
Wenn Nike (oder Levis) in China fertigt, weil dort die Löhne niedriger sind und somit ihre Gewinnspanne steigt, dann dürfen sie sich nicht wundern, dass die Chinesen mal die eine oder andere Charge in Eigenregie produzieren.

Insgesamt glaube ich aber nicht, dass eine nennenswerte Anzahl Menschen sagt: "Das ist unmoralisch das Markenprodukt zu kaufen weil daran Kinder gearbeitet haben, deswegen nehm ich die Kopie/kann die Kopie nehmen (an der auch Kinder gearbeitet haben)."

Vielmehr sagt er sich: "Warum sollte ich das teure nehmen, wenn ich es billiger haben kann." Und das gilt definitiv für beide Bereiche.
 

Weird_Sheep

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Nali_WarCow am 16.04.2007 21:41 schrieb:

Das kann ich nur unterschreiben, der ehrliche Kunde ist nur der doofe und die Medienindustrie lässt sich als neue Gängelungen einfallen.

Hier mal nur ein paar Beispiele, für die die Zeit zum Lesen (Hören) haben:
A Cost Analysis of Windows Vista Content Protection

Gebühr für AACS-Schlüsselwechsel sorgt bei Käufern für Unmut
AACS LA tauscht Schlüssel für HD-DVD- und Blu-ray-Software aus
Das Blu-ray-Lager: Nächste Sicherheitsstufe bald erreicht

CC-Zwei-43 Vista oh Vista - was alles eingebaut ist



Ob diese verschärfte Ankündigung der GVU irgendwie ein verzweifelter Gegenschlag gegen die nicht vorhandenen Vorratsdaten ist?
 

McDrake

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NLR am 16.04.2007 22:21 schrieb:
Insgesamt glaube ich aber nicht, dass eine nennenswerte Anzahl Menschen sagt: "Das ist unmoralisch das Markenprodukt zu kaufen weil daran Kinder gearbeitet haben, deswegen nehm ich die Kopie/kann die Kopie nehmen (an der auch Kinder gearbeitet haben)."

Das ist ja das tragische.
Sie sollte gar keine Produkte mehr kaufen, die unter solchen Umständen produziert werden.
 

magelheis

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NLR am 16.04.2007 19:52 schrieb:
Das Problem der Industrie ist durchaus zu einem großen Teil hausgemacht. Noch immer versucht insbesondere die Musikindustrie zwanghaft ein Geschäftsmodell am Leben zu erhalten, dass der Markt nicht mehr für zeitgemäß hält.

Mein Reden. Gerade in der Musikindustrie gibt es inzwischen schon eine ganze Bandbreite neuer Ideen, die den Kuenstlern entsprechende Verguetungen zukommen lassen.

Gegen eine Abschaffung des jetzigen Systems stemmen sich ja vor allem zwei Gruppen:

1. Die wenigen grossen Stars, die pro Album mehrere Millionen einnehmen. Da haelt sich mein Mitleid generell in Grenzen.

2. Der gigantische, zwischen den Kuenstler und den Kunden geschaltete Apperat aus Labels, PR-Maschinerie und so einigem anderen. Viele der neuen Internet-basierten Modelle wuerden hier massiv Arbeitspaletze kosten, weswegen sich gerade diese Gruppe verstaendlicherweise mit Haenden und Fuessen gegen jede Neuerung wehrt. Derartiges ist in anderen Branchen allerdings ueblich, laeuft dann normalerweise als "Modernisierung" oder "Umstrukturierung". Oft mit um ein Vielfaches groesseren Zahlen an Betroffenen.

Waehrend die Industrie also durchaus eine juristische Basis fuer ihre Argumentation hat, sind die oekonomische Grundlage und das oft angestimmte moralische Gesaeusel zweifelhaft bis schlicht falsch.
 

magelheis

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DonBarcal am 16.04.2007 19:28 schrieb:
Der Return on Investment wäre einfach zu gering. ;)

Das duerfte allerdings auch fuer die meisten dieser "Copyright"-Ueberwacher gelten. An die Rechnung: eine Raubkopie = ein verlorengegangerer Vollpreiskauf glaubt doch auch in den Fuehrungsetagen der Konzerne niemand.

Unfreiwillig komisch ist auch die "Qualitaet statt Quantitaet" Auesserung des verlaengerten Arms der Musik-, Film- und Spielebranche.
 

datranquil

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A game worth playing is a game worth buying. (Quartex)

Ich denke schon das es genug zahlungswillige Gamer gibt wenn die Qualität des Produktes stimmt. Wenn mir die Demo eines Games gefällt dann bin ich beim Original mit dabei. Meine Zahlungshemmschwelle liegt so bei round about 50 € für ein gutes Game. Da warte ich dann auch nicht erst Wochen bis der Preis fällt.

Allerdings kaufe ich kein Spiel ohne eine Demo dazu gespielt zu haben. Dazu möchte ich dann doch erst die technischen Vorraussetzungen geprüft haben ob sich der Kauf auch tatsächlich lohnt.
 

McDrake

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datranquil am 17.04.2007 23:55 schrieb:
Allerdings kaufe ich kein Spiel ohne eine Demo dazu gespielt zu haben. Dazu möchte ich dann doch erst die technischen Vorraussetzungen geprüft haben ob sich der Kauf auch tatsächlich lohnt.

Seh ich auch so.
Eine Demo ist schon beinahe Pflicht. Wie soll man wissen, wie das Spiel auf dem eigenen Rechner läuft? 40€ ausgeben, damit man die Bestätigung hat, dass der eigene PC zu schwach ist?
Kann ja auch nicht das Ziel sein.
 

dust2145

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Ich glaube das wenn solche massiven Kontrollen eingeführt werden die Musikindustrie noch mehr einbußen hat. Denn die zahlen steigen bei den Gemafreien. Es ist kostenlos, ist das selbe in grün und legal!

Naja und zu Blue Ray und der Gebühren für VIsta, wers kauft ist wohl selber schuld. Blue Ray hat zwar ne gute Qualität aber dafür extra pro DVD ca 30 € zu bezahlen is wohl naja.. Zum Datensichern scheint das ja nett zu sein. Mir reicht die Quali von heutigen DVD9 Format völlig aus. Ausserdem wie soll das laufen, muss ich dann alle paar Monate mich um nen neuen Key kümmern? Hab ich echt keine Zeit für!
Totaler Beschiss wenn ich ein Haus kaufe und es in voller höhe bezahle, verlangt auch keiner ne Schlüsselgebühr "Sonst kommen sie nicht mehr ins Haus". Also hirnrissig. Geldmacherei , ist ja heut so üblig :B ROFL
Als nächstes muss man für die elektronische Zahnbürste alle paar Tage nen neuen Key laden ansonsten sagt ne leise Stimme: "Ihre Zahnbürste ist nicht aufgeladen bitte laden sie ihre Zahnbürste jetzt auf bla bla"
Mit Vista auf Schleichfahrt zu gehen und ewig Treiber zu suchen wie damals hab ich echt keine Zeit und keine Lust.
Solange wie das die Leute noch kaufen brauch sich keiner aufregen. Aber Raubkopien sind auch schlecht weil ich hab lieber ne schöne Verpackung liegen anstatt ne selbst gebrannte CD und deren hässliche Hülle verstauben lasse.
 

Moe-Output

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Onoz, die agenten von der p4m, die szene zittert. Die einzigen, die sie kriegen werden sind doch wie immer die lamer, der rest lacht sich allenfalls ins fäustchen. Bei den meisten steht außerdem kein kommerzielles interesse im vordergrund, solchen gruppen ist es ziemlich egal, welche strafen sie erwarten. Und am ende hat die software-industrie es sich einfach selbst zu zuschreiben mit ihren wucherpreisen und schickanen, welchen sich ehrliche käufer gezwungenermaßen unterziehen müssen, während die warez-kiddies neben einem sitzen und lachen.
 

Moe-Output

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McDrake am 16.04.2007 19:06 schrieb:
NeoTrace1980 am 16.04.2007 19:02 schrieb:
Aber sind die Konzerne doch selber schuld, naja wurscht...

Warum?

Hast du jemals neue hardware eingebaut und danach versucht dein winxp zu registrieren? Darum zb.!
 

Boesor

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Moe-Output am 18.04.2007 13:53 schrieb:
Hast du jemals neue hardware eingebaut und danach versucht dein winxp zu registrieren? Darum zb.!

Ja hab ich, mehrfach, kein Problem dabei gehabt
 

Moe-Output

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Boesor am 18.04.2007 20:34 schrieb:
Moe-Output am 18.04.2007 13:53 schrieb:
Hast du jemals neue hardware eingebaut und danach versucht dein winxp zu registrieren? Darum zb.!

Ja hab ich, mehrfach, kein Problem dabei gehabt

Dann hattest du wohl glück, dass du die richtigen teile ausgetausch hast. Denn für gewöhnlich, zumindest beim motherboard und beim prozessor, darf man nämlich fortan, nach jeder neuinstallation von windows, bei der hotline anrufen, denen einen 40 stelligen key diktieren, woraufhin diese einem dann wiederum einen 40 stelligen key "zurückdiktieren", den du dann bei dir eingeben darfst (kommunitaktionsschwierigkeiten nicht ausgescholssen, da ich im ausland wohne). Da gibts nicht irgendwie einen trick, dass er wieder den normalen key nimmt und die hardware als gültig erkennt, nein. Stattdessen darfst du JEDES VERDAMMTE MAL da anrufen. Tjo, so besorgt man sich dann halt einen crack und ich werd für so eine scheiße sicherlich kein geld mehr ausgeben. Niemand hat probleme mit sowas. Zumindest die, die nicht so dumm waren sich windows XP zu kaufen. Die lachen einen aus, wenn man denen das erzählt. Am ende sind es immer die ehrlichen käufer, die die nachteile und konsequenzen zu tragen haben. Cracker finden sowieso immer einen weg. Auf die ist teilweise sogar mehr verlass als auf irgendwelche überbezahlten windows-programierer, die in ihrem stillen kämmerchen jeden tag neue blödeleien aushecken, um mich zu nerven. Wenn nicht 2/3 meiner software nur unter windows laufen würde, wäre ich schon längst umgestiegen auf ubuntu oder ähnliches.

so genug gejammert!

ps: Btw. boesor, das ist fakt. Da kannst du nicht gegen argumentieren.
 

Boesor

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AW: News - GVU: Intensivere Verfolgung von Raubkopierern angekündigt

Moe-Output am 20.04.2007 14:03 schrieb:
Dann hattest du wohl glück, dass du die richtigen teile ausgetausch hast. Denn für gewöhnlich, zumindest beim motherboard und beim prozessor, darf man nämlich fortan, nach jeder neuinstallation von windows, bei der hotline anrufen, denen einen 40 stelligen key diktieren,....

ich hab zufälligerweise sowohl Prozessor als auch Motherboard ausgetauscht.


ps: Btw. boesor, das ist fakt. Da kannst du nicht gegen argumentieren.

Ja wenn du das sagst...............
 
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