Calyptratus
Gelegenheitsspieler/in
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MrBigX am 26.10.2008 12:34 schrieb:Ach ja, die guten, alten, komunistischen Diktaturen. Da wusste man wenigstens noch, wer der Böse ist. Hierzulande ist das nicht mehr so offensichtlich (obwohl sich die meisten wohl einig sind, dass die Regierung entweder unfähig oder mutwillig bösartig sein mussCalyptratus am 26.10.2008 11:42 schrieb:DIE ZEIT hat auch Werbepartner, ist aber ansonsten recht kritisch, auch gegenüber der Industrie. Das ist also kein Grund. Redakteure können immer noch recht frei ihre Meinung äussern - so sie das wollen. Wir leben ja nicht in China hier. Und das eine oder andere Spiel von einem großen Publisher wird ja auch mal verrissen.)
Aber um mal auf das eigentliche Problem zurückzukommen:
Die Regierung muss die Pressefreiheit garnicht unterdrücken, wenn einer Firma etwas nicht passt drohen sie einfach damit, ihre mehrseitigen Werbekampagnen zu stornieren und schon wird der betreffende Artikel gestuzt/umgeschrieben/entfernt.
Ach ja, is alles sooo viel besser als in China![]()
In einem Punkt gebe ich dir recht: mir haben schon Journalisten unter der Hand berichtet, dass ihnen von "Oben" Druck gemacht worden ist, bestimmte Passagen aus Artikeln zu streichen oder umzuformulieren da man bestimmte Leute nicht verärgern durfte. Aber in China sind das noch ganz andere Dimensionen und man landet für bestimmte Äusserungen ganz schnell mal im Knast oder Umerziehungslager. Der Journalist, der was für seinen Chef bzw. Verlag inakzeptables schreibt, ist möglicherweise in Deutschland seinen Job los (wogegen er aber vor dem Arbeitsgericht klagen kann!), in China seine Freiheit (kein Chance mehr!). Das ist schon ein wesentlicher Unterschied.
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