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Frullo
Gast
AW: News - Crysis 2: Komplette Beta-Version illegal im Netz aufgetaucht - Update: Crytek-Statement
Suggeriert wird es jedem, der sich mit der Materie nicht genügend auseinandersetzt (Politiker, anyone?) und nur den Begriff per se als Basis hat. Das schafft ja schon mal den falschen Einstieg/Ansatz. Man braucht sich hier nur die Postings in diesem Thread durchzulesen um ein Sample davon zu erhalten, wie viele die suggerierte Assoziation ohne weiteres übernehmen...
Nein, wir haben "lediglich" Systeme die schwerer zu knacken sind. Das löst das Problem als solches nicht. Der Grundgedanke, dass alles was "soft" ist, kopiert (und modifiziert!) werden kann, bleibt bestehen. Da man dabei zusätzlich dem Endverbraucher "Hürden" aufbürdet, hat dann auch noch den bereits genannten kontraproduktiven Effekt.
Zwischen "klein beigeben" und "umdenken" besteht ein himmelweiter Unterschied.
Ich hingegen bin der Meinung, dass alle Bereiche davon profitieren würden, ihr/e Geschäftsmodell/Vertriebspolitik zu überdenken.
Das wird sich zeigen.
Warum gibt es dann auch Triple-A-Spiele (auf dem PC), die Gewinn machen? Was machen die anders, dass sie nicht "am Kopierwahn" untergehen? ...
Hm, schon mal daran gedacht, dass ev. die Grösse der Zielgruppe genauso ein Problemfaktor sein könnte? Desto grösser eine Zielgruppe, desto "allgemeiner" wird diese sein. Kleinere Zielgruppen haben den klaren Vorteil, dass sie spezifischer sind, anteilmässig mehr gemeinsame Nenner aufweisen auf die man als Produzent hinarbeiten kann. Solche Zielgruppen lassen sich (oft ganz eigendynamisch) zu Communities "umwandeln" mit denen ein reges Wechselspiel (Produzent/Konsument) aufgebaut werden und kundenbindend verwertet werden kann.
Reflexartig: Wenn es (das Geschäftsmodell) funktioniert, wenn es sich trotz der illegal kopierenden Barbarenhorden verkauft, dann ist es einfach eine (unmöglich replizierbare und daher nicht weiter zu untersuchende) Singularität...
Einfach gesagt: Na und? Oder anders gefragt: Konnten die Entwickler die Entwicklungskosten reinholen und etwas Geld damit verdienen, ja oder nein?
Ach soooooooo, das Lehrgeld! Doing business can be risky! Nur ist die Unterhaltungsbranche inhärent risikoreich... Es gibt keine Garantie auf Kohle. Ich kann zwar verstehen, dass Investoren gerne Risiken minimieren, aber ein Restrisiko bleibt. 300 Millionen investiert und dann doch gefloppt, warum nur? Ach ja, richtig, Raubkopierer!!!
Vielleicht ist eben der von Dir angesprochene "Markt" doch etwas anders, als Du ihn beschreibst. Vielleicht ist ja das, was "der Markt" will gar keine AAA-Titel? Oder findest Du es nicht interessant, dass offensichtliche Nischenprodukte ein glückliches Dasein fristen können, während AAA augenscheinlich ums Überleben kämpft?
Ein weiterer Knackpunkt. Der Schaden der durch illegale Kopien entsteht kann nicht genau beziffert werden. Er kann geschätzt werden. Dabei kann sich diese Schätzung zwischen 0 und 100 Prozent bewegen. Die "Wahrheit" liegt irgendwo dazwischen.
Trotzdem bleibt die Tatsache bestehen, dass einige Titel trotz illegaler Kopiererei so gut verkaufen, dass für die Produzenten ein Gewinn dabei herausspringt. Ist das wirklich nur deswegen, weil es sich dabei um nicht reproduzierbare Singularitäten handelt?
Ich kann nun mal diesem abgelaufenen Pfad nichts abgewinnen. "Die pösen, pösen Raubkopierer sind schuld", das höre ich nun schon seit ich zum ersten mal eine LP auf eine Kassette überspielt habe. Irgendwann glaub ich's dem Branchen-Peter einfach nicht mehr, wenn er vor dem Kopier-Wolf warnt...
Wem wird denn was suggeriert?
Wir können uns jetzt noch seitenweise Argumente Pro/Contra dieser Bezeichnung liefern, ich finde die Bezeichnung auch nicht optimal, allerdings weiß jeder, was damit gemeint ist & damit ist es für mich in Ordnung.
Suggeriert wird es jedem, der sich mit der Materie nicht genügend auseinandersetzt (Politiker, anyone?) und nur den Begriff per se als Basis hat. Das schafft ja schon mal den falschen Einstieg/Ansatz. Man braucht sich hier nur die Postings in diesem Thread durchzulesen um ein Sample davon zu erhalten, wie viele die suggerierte Assoziation ohne weiteres übernehmen...
Es geht sehr wohl ... nur seeeeehr zu Lasten der Endverbraucher. Ein geschlossenes System wie die 360 und PS3 waren der erste Schritt, verbessere Schutzmechanismen in der nächste Generation werden das Modifizieren noch erschweren & mit PSN & LIVE haben wir Systeme die im Grunde sicher sind.
Nein, wir haben "lediglich" Systeme die schwerer zu knacken sind. Das löst das Problem als solches nicht. Der Grundgedanke, dass alles was "soft" ist, kopiert (und modifiziert!) werden kann, bleibt bestehen. Da man dabei zusätzlich dem Endverbraucher "Hürden" aufbürdet, hat dann auch noch den bereits genannten kontraproduktiven Effekt.
... jetzt sollen also die Geschädigten "klein beigeben"? Interessante Betrachtungsweise, muss ich sagen.
Zwischen "klein beigeben" und "umdenken" besteht ein himmelweiter Unterschied.
Nicht das wir uns falsch verstehen: in einigen Bereichen sehe ich auch, dass "die Industrie" hier ihr Geschäftsmodell bzw. Vertriebspolitik verändern muss. Allerdings sehe ich das hier eher primär bei TV Serien & Filmen, die ewig und drei Jahre brauchen bis sie legal in Dt. erhältlich sind.
Ich hingegen bin der Meinung, dass alle Bereiche davon profitieren würden, ihr/e Geschäftsmodell/Vertriebspolitik zu überdenken.
MineCraft war eine Ein-Mann Firma der eine Beta für Geld auf den Markt gebracht hat. Meinst du wirklich, das Spiele wie MC dauerhaft Interessenten und Käufer finden?
Das wird sich zeigen.
Spiele haben heute ein Millionen Budget, eben weil es der Markt fordert.
Warum gibt es dann auch Triple-A-Spiele (auf dem PC), die Gewinn machen? Was machen die anders, dass sie nicht "am Kopierwahn" untergehen? ...
Mich lässt z.B. ein MC total kalt ... genauso wie Torchlight mich nicht wirklich interessant. Natürlich finden solche Spiele ihre Zielgruppe & Spiele mit wenig Aufwand brauchen eben auch eine nicht so große Zielgruppe wie meine besagten AAA Titel.
Hm, schon mal daran gedacht, dass ev. die Grösse der Zielgruppe genauso ein Problemfaktor sein könnte? Desto grösser eine Zielgruppe, desto "allgemeiner" wird diese sein. Kleinere Zielgruppen haben den klaren Vorteil, dass sie spezifischer sind, anteilmässig mehr gemeinsame Nenner aufweisen auf die man als Produzent hinarbeiten kann. Solche Zielgruppen lassen sich (oft ganz eigendynamisch) zu Communities "umwandeln" mit denen ein reges Wechselspiel (Produzent/Konsument) aufgebaut werden und kundenbindend verwertet werden kann.
Es sind einmalige Beispiele ...
Reflexartig: Wenn es (das Geschäftsmodell) funktioniert, wenn es sich trotz der illegal kopierenden Barbarenhorden verkauft, dann ist es einfach eine (unmöglich replizierbare und daher nicht weiter zu untersuchende) Singularität...
schau dir ein World of Goo an. Ohne KS veröffentlicht und trotzdem öfters kopiert.
Einfach gesagt: Na und? Oder anders gefragt: Konnten die Entwickler die Entwicklungskosten reinholen und etwas Geld damit verdienen, ja oder nein?
Dieses System funktioniert nicht bzw. wäre das mit einem gehörigen Lehrgeld für Entwickler / Publisher verbunden.
Ach soooooooo, das Lehrgeld! Doing business can be risky! Nur ist die Unterhaltungsbranche inhärent risikoreich... Es gibt keine Garantie auf Kohle. Ich kann zwar verstehen, dass Investoren gerne Risiken minimieren, aber ein Restrisiko bleibt. 300 Millionen investiert und dann doch gefloppt, warum nur? Ach ja, richtig, Raubkopierer!!!
Wenn es keine AAA Titel geben würde, würden vllt. (!) die Leute auch Produktionen erwerben, die keine x Millionen gekostet haben.
Vielleicht ist eben der von Dir angesprochene "Markt" doch etwas anders, als Du ihn beschreibst. Vielleicht ist ja das, was "der Markt" will gar keine AAA-Titel? Oder findest Du es nicht interessant, dass offensichtliche Nischenprodukte ein glückliches Dasein fristen können, während AAA augenscheinlich ums Überleben kämpft?
Natürlich ist der Schaden nicht derselbe, nur ein Schaden entsteht und ich betone gerne nocheinmal das Alter unserer Gesetzestexte.![]()
Ein weiterer Knackpunkt. Der Schaden der durch illegale Kopien entsteht kann nicht genau beziffert werden. Er kann geschätzt werden. Dabei kann sich diese Schätzung zwischen 0 und 100 Prozent bewegen. Die "Wahrheit" liegt irgendwo dazwischen.
Trotzdem bleibt die Tatsache bestehen, dass einige Titel trotz illegaler Kopiererei so gut verkaufen, dass für die Produzenten ein Gewinn dabei herausspringt. Ist das wirklich nur deswegen, weil es sich dabei um nicht reproduzierbare Singularitäten handelt?
Schön wie du 'unsere' Sichtweise als 'falsche Richtung' deklarierst ... deine Sichtweise ist dann sicherlich die richtige?
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Ich kann nun mal diesem abgelaufenen Pfad nichts abgewinnen. "Die pösen, pösen Raubkopierer sind schuld", das höre ich nun schon seit ich zum ersten mal eine LP auf eine Kassette überspielt habe. Irgendwann glaub ich's dem Branchen-Peter einfach nicht mehr, wenn er vor dem Kopier-Wolf warnt...

