AW: News - CoD 5: Zu heftig? - Entwickler äußern sich zur Brutalität in Call of Duty: World at War!
Alf1507 am 07.07.2008 13:15 schrieb:
Genau das denke ich auch. Es war aber auch klar das sich in so einem Thread wieder mal ganz schnell die Moralapostel zu Wort melden werden um allen mitzuteilen wie verabscheuungswürdig solche Spiele sind.
Sei froh, dass es solche Leute überhaupt gibt, die mit einem moralischen Restgewissen Themen diskutieren, die definitiv Diskussionsbedarf haben.
Es ist ganz klar: Dieses Spiel ist eindeutig ein Titel für Erwachsene und hat in den Händen von Kindern und Jugendlichen abslout nichts zu suchen!
Das sagst du, und was du sagst ist auch richtig, ABER Publisher kalkulieren da anders. Die Gruppe zwischen 15 - 25 ist eben die zahlungskräftigste, und was meinst du, was macht Jugendliche eher an? Ein Kriegsspiel das angeblich nur für Erwachsene gedacht ist, oder ein bunter Shooter der Marke Serious Sam? Zumal in den USA die Altersfreigaben für solche Spiele so niedrig sind, dass ohnehin jeder Teenager legal an die Titel kommt.
Ich denke das ich als erwachsener Mensch sehr wohl zwischen dem was auf dem Monitor und in der Realität passiert unterscheiden kann.
Darum geht es doch gar nicht. Es geht eher um den Punkt, ob DU solche Spiele BRAUCHST, bzw. sie DIR in DIESER Form wichtig erscheinen, und du es als AMÜSANT empfindest, wenn du mit einer M1 Garand auf Kopfjagd gehst. DAS ist der bedenkliche Punkt. Virtuelle Nacherzählungen von realen Tragödien, die als Unterhaltungsprodukt verkauft werden. Darüber lohnt es sich doch zumindest mal nachzudenken, oder?
Wer sich nun aber über solche Spiele aufregt und das Geschehen als real empfindet sollte sich eventuell mal die Frage stellen ob er nicht schon selber unter Realitätsverlust leidet.
Glanzvoller Diskussionsansatz.
Es ist ein Film! Ich entscheide wann ich auf STOP drücke. Genauso ist es letztendlich auch bei Spielen.
Nein. Wie üblich bei solchen Themen kommt dieses Argument, dabei wurde mittlerweile hinreichend oft rauskristallisiert, dass das virtuelle und aktive Konsumieren und das passive Betrachten 2 absolut andersartige Punkte sind, die jeweils andere Hirnregionen stimulieren, und andere Reaktionen hervorrufen (Mitleid bei Filmen, bei Spielen oftmals nicht, Triumphgefühl bei Spielen, bei Filmen nicht).
Wenn es mir zu heftig wird kann ich es jederzeit beenden. Genau da liegt für mich schon ein wesentlicher Unterschied zwischen der Realität und einem Film bzw. Spiel.
Wie gesagt, darum geht es nicht. Viel mehr geht es um die Frage, warum man überhaupt möglichst brutale Filme oder Spiele konsumiert? Kick? Befriedigung? Warum braucht ein Mensch generell solche Bilder. Zum Abbau von Aggressionen eigenen sich diese nachgewiesenermaßen auch nur selten, sind z.B. kein Vergleich zum Sport (im speziellen zu eher brachialen und intensiven Sportarten wie Fußball, American Football oder Rugby).
Regards, eX!