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Mass Effect 3 im Test von PC Games: Episches Finale einer großartigen Trilogie

Sehr interessantes Thema zur Reaktion Biowares/EAs auf die Ablehnung der Enden durch die Fans: http://social.bioware.com/forum/1/topic/355/index/10084349/1
 
Enttäuschung des Jahres 2012. Nichts kann Mass Effect 3 toppen. Nichts. Nicht nach all den Versprechen, die Bioware (insb. Casey Hudson) uns gemacht haben.
 
Peinlich dass sowas noch mal hochkommt. Mass Effect 3 ist definitiv DIE Enttäuschung des Jahrs 2012. Großes Versprechungen über viele Jahre, die nach dem man schon im zweiten Teil eigentlich keine Auswirkungen zeigte auf den dritten verschob, nur um dann eine Deus Ex Kopie anzubieten. Technisch war die Reihe von Anfang an veraltet, inhaltlich schaffte man mit der Vollsynchro, den cineastischen Dialogen und wohl auch der ersten lesbischen Sexszene einen Meilenstein, nur um dann wieder zig Schritte zurückzugehen. Sei es weil man sich bis zum dritten Teil Zeit ließ um zu bemerken, dass man auch eine Frau spielen kann, die Beziehungen nicht konsequent fortführte (Sex war eher das Ende als der Anfang), sich in Sachen Darstellung von Sexualität nach dem ersten Teil nichts traute (wo man kurz vor den Nippeln schnell einen Schnitt anlegte) oder Homosexuelle Beziehungen recht konsequent ignorierte, hier sei Tali und FemShep genannt oder MaleShep. Bei ersterer hat man außerdem es sogar so vernachlässigt, dass ein Teil Talis Gesicht nicht sehen konnte, was aber nicht so schlimm war, weil man auf den Charakter regelrecht geschissen hat in dem man sich überhaupt keine Mühe beim Design gab. In Sachen Gameplay hat man konsequent Entwicklung vermieden. Etwas war schlecht? Na gut, dann wirft man es raus. Verbessern? Nä das wäre ja Arbeit! Dementsprechen hat man das Inventar entfernt und auch die Planetenerkundung gestrichen. Und was ist mit dem Kampf? Mass Effect war von Anfang an ein Shooter aber erst im dritten Teil hat er es mal annähernd geschafft einer zusein und immer noch war da einiges an Luft. Man kann sich da nicht damit herausreden, dass es sich um ein Rollenspiel handelt, wer Shooteraspekte einbaut, sollte es auch richtig machen und zwar von Anfang an. Und es gibt noch viel mehr. Die Anatomie zum Beispiel. Die Charaktere haben alle oder fast alle die gleiche Anatomie, sah man dann auch gut an Dragon Age 2 wo alte Leute noch so knackig wie 20 wirken (alle natürlich mit ordentlich Holz vor de Hütten). Animationen? Ebenso. Story? War eigentlich gut aber zumindest der zweite Teil hatte kein richtiges Netz aus Nebenhandlungen, ein reiner, dicker roter Faden. Etwas arm, wenn man bedenkt welchen Status Bioware (m.M.n. zu Unrecht) genießt. Grundsätzlich ist die Reihe hier okay aber im dritten Teil hat man doch bitter enttäuscht mit dem eigentlich überhaupt nicht existierenden Auswirkungen und dem brutal schlechten Ende. Die Indoktrinationstheorie war perfekt, was fehlte war das daran anschließende wahre Ende, der wohl aus einem aller letzten großen Kampf bestanden hätte. Hätte man beides geliefert, wäre es wohl einer der genialsten Zwists überhaupt gewesen aber man hat es absolut vergeigt und die Spieler noch beleidigt, in dem man ihnen weiß machte diesen Mist nicht verstanden zu haben.

Die Fachpresse hat ein riesiges Problem, sie ist extrem unkritisch. Viel zu oft redet man sich mit "Subjektivität", damit dass es ja jeder anders sieht aber das ist keine gute herangehensweise, weil man dadurch sich selbst betrügt und wissend oder unabsichtlich Fehler oder zumindest Dinge die unangenehm sein können ignoriert.
 
Stimmt,so Episch versaut und vermiest wie das Ende war,das kann die nächsten jahre unmöglich ein anderes spiel toppen.
 
Leute, schreibt doch nicht so einen BS. ME3 ist ein tolles Spiel, dessen Ende besser hätte sein können. Manche glauben anscheinend immer noch, ME3 zu kritisieren, verleihe ihnen Gamer-Streetcred.
 
ME3

Manche Kritik ist einfach dermaßen lächerlich. Ich habe ME3 Extended Cut erst vor kurzem wieder komplett gespielt und es kommt kaum ein anderes Spiel ansatzweise an die Komplexität und mögliche Variation der Handlungen ran und es ist von vorne bis hinten Stimmig.

Was hier kritisiert wird ist ja wohl Meckern auf allerhöchstem Niveau, 99% der anderen Spiele bietet nichtmal diese Möglichkeiten in solchem Umfang.
Sicherlich war das non-Extended Cut Ende sehr schlecht und es fehlt einfach noch immer etwas. Aber das Problem mit dem Ende an ME3 ist schlicht, das es existiert, so eine Geschichte darf niemals enden, wenn man ein echter Fan ist, egal wie gut oder schlecht.

DLC Politik stört mich, Bereitschaftwertung über Mulitplayer geht mal gar nicht. Aber ansonsten ein Top Spiel.
 
Manche Kritik ist einfach dermaßen lächerlich. Ich habe ME3 Extended Cut erst vor kurzem wieder komplett gespielt und es kommt kaum ein anderes Spiel ansatzweise an die Komplexität und mögliche Variation der Handlungen ran und es ist von vorne bis hinten Stimmig.

Was hier kritisiert wird ist ja wohl Meckern auf allerhöchstem Niveau, 99% der anderen Spiele bietet nichtmal diese Möglichkeiten in solchem Umfang.
Sicherlich war das non-Extended Cut Ende sehr schlecht und es fehlt einfach noch immer etwas. Aber das Problem mit dem Ende an ME3 ist schlicht, das es existiert, so eine Geschichte darf niemals enden, wenn man ein echter Fan ist, egal wie gut oder schlecht.

DLC Politik stört mich, Bereitschaftwertung über Mulitplayer geht mal gar nicht. Aber ansonsten ein Top Spiel.


Welche Handlungsfreiheit meinst du? Hab ich was verpasst? Also zumindest am Ende gibt es faktisch keine und es hat nichts mit den vorangegangenen Dingen zu tun. Auch im Extended Cut nicht.

Als Beispiele für Variationsbreite: Baldur's Gate 2 und selbst die Neverwinter Reihe haben mehr "Variation" in den Enden (wenn du ein paar kurze Bilder mit bedeutungschwangeren Texten als Variation bezeichnest.) Das einzige gute Ende fand ich, wenn man im Extended Cut die Drecksgöre erschossen hat ^^ Das hatte sogar was künstlerisches. Ansonsten war es einfach Ende A, B oder C. Fertig. Ach ja:
"[Mass Effect 3's ending] is not even in any way like the traditional game endings, where you can say how many endings there are or whether you got ending A, B, or C." - Casey Hudson.
 
Manche Kritik ist einfach dermaßen lächerlich. Ich habe ME3 Extended Cut erst vor kurzem wieder komplett gespielt und es kommt kaum ein anderes Spiel ansatzweise an die Komplexität und mögliche Variation der Handlungen ran und es ist von vorne bis hinten Stimmig.

Was hier kritisiert wird ist ja wohl Meckern auf allerhöchstem Niveau, 99% der anderen Spiele bietet nichtmal diese Möglichkeiten in solchem Umfang.
Sicherlich war das non-Extended Cut Ende sehr schlecht und es fehlt einfach noch immer etwas. Aber das Problem mit dem Ende an ME3 ist schlicht, das es existiert, so eine Geschichte darf niemals enden, wenn man ein echter Fan ist, egal wie gut oder schlecht.

DLC Politik stört mich, Bereitschaftwertung über Mulitplayer geht mal gar nicht. Aber ansonsten ein Top Spiel.

Du hast die Rachnikönigin in Teil 1 sterben lassen
-> Kein Problem, ganz plötzlich gibt es eine zweite!

Du hast den Rat sterben lassen in Teil 1
-> Kein Problem, der Rat der Allianz ist das gleiche, nur eine andere Hautfarbe

Du hast Kaidan sterben lassen in Teil 1
-> Kein Problem, es gibt eh keinen Unterschied zwischen dem Handlungsverlauf der beiden

Du hast die Genophage geheilt
-> Ja und? Am Ende ist doch eh alles kaputt!

Du hast die Genophagenheilung verhindert
-> Ja und? Am Ende ist doch eh alles kaputt!

Geth und Quarianer haben endlich Frieden geschlossen
-> Ja und? Die Geth sterben am Ende doch eh!

Mordin ist abgekackt, bevor er seine Rolle in der Genophagen-Heilung erfüllen konnte
-> Kein Problem! Wir fügen einfach einen anderen Salarianer ein, der eine exakte Kopie Mordins ist, nur etwas anders aussieht. Er sagt sogar das fast das gleiche!


Und das sind nur einige Beispiele.
Wenn ich ein Spiel haben möchte mit komplexen Handlungsvariationen, dann spiele ich Alpha Protocol oder sowas. Bei Mass Effect behaupten, es gäbe Variationen in der Handlung, wäre ungefähr so, als würde man behaupten, die polnische Flagge würde einen Regenbogen darstellen.
 
Und das sind nur einige Beispiele.
Wenn ich ein Spiel haben möchte mit komplexen Handlungsvariationen, dann spiele ich Alpha Protocol oder sowas. Bei Mass Effect behaupten, es gäbe Variationen in der Handlung, wäre ungefähr so, als würde man behaupten, die polnische Flagge würde einen Regenbogen darstellen.

Und es sind gute Beispiele, danke dafür. Mass Effect hat in seinem Verlauf leider wirklich Macken, aber ist bleibt eines der besten Spiele die es gibt (in seiner Gesamtheit). Manche Kritik ist nicht unberechtigt, aber wie hier teilweise über das Spiel hergezogen wird ist absurd, wenn man es mal mit den meißten anderen Spielen vergleicht.

So viele positive Gegenbeispiele gibt es da nicht auf dem Markt, Bioware kann sich nur mit Bioware messen. Obsidian hat sich mit Alpha Protocoll auch ein großes Stück vom Bioware-Fundus abgeschaut, technisch wie vom know-how. Meckern, von mir aus, aber es gibt kaum andere die es in der Gesamtheit jemals besser gemacht hätten, als das man nun Bioware so über den Fuß fahren müsste. Es dürfte doch wohl eindeutig auf der Hand liegen, dass EA hier schuld ist.

Und das das Ende weiterhin keine Handlungsfreiheit bietet, ist bekannt und ärgerlich, das meinte ich auch nicht, aber wenn man es mal objektiv betrachtet werde hier 5 Minuten von 25+ Stunden kritisiert und das Spiel am Ende als Schund hingestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin kein Freund von EA, aber die fehlenden Konsequenzen getroffener Entscheidungen gehen auf das Konto von Bioware.
 
ME 3 ist ein gutes CRPG geworden, aber die Jubelei der "Fachpresse" war eindeutig dem Hype geschuldet. Es sind nicht nur die nicht/kaum vorhandenen Konsequenzen vergangener Entscheidungen oder das Ende, die einer 85 oder sogar mehr entgegen stehen. Es sind auch die einmal mehr gleichförmig ablaufenden Nebenquests (in 90 % der Fälle Ballerei, in vielen Fällen Autodialoge), das suboptimale Charaktersystem, Schlauchlevel etc. Es gibt da deutlich mehr zu kritisieren als nur die Nicht - konsequenzen oder das Ende. Bei mir rettete aber die Inszenierung, Dramatik, die wieder guten Charaktere (aber nicht sehr gut, denn dieser Klischeekämpfer war furchtbar) und manch gute Questgeschichte einen knappen 80er.
 
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