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Mass Effect 3 gespielt - So viel Rollenspiel steckt (noch) im neuen Mass Effect

Drei Spielmodi sind ja schön und gut, ich frage mich nur....warum? Die Mischung aus Story und Action war doch okay so, wie sie war. Und ich glaube auch nicht, dass jemand vom Kauf abgehalten worden wäre, hätte man das bewährte Prinzip weiter durchgezogen.

Na ja, aber vielleicht war das Budget, das EA für ME3 zur Verfügung gestellt hat, dermaßen fett, dass Bioware schlicht nicht mehr wusste, wohin mit der ganzen Kohle...
 

Du sprichst gute Punkte an, aber noch ist das spiel ja nicht draussen und noch weiß keiner wie genau die Story ablaufen wird.

Ich bezweifle dass diese (übrigens nicht fertiggestellte) waffe auf dem Mars einfach die Reaper besiegt und friede freude eierkuchen.

Sicher ist das eine sehr mysteriöse glückliche Fügung dass auf dem Mars so eine Waffe entdeckt wird, aber immerhin wurden dort auch früher Relikte der Protheans gefunden wodurch sich die Menschheit überhaupt erst soweit entwickeln konnte.

Aber nun ja, man wird sehen... 5 Wochen sinds noch :-/

Noch hab ich Vertrauen in BioWare.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich, derjenige der dieses "Review" geschrieben hat der gehört doch mit dem Keyboard verprügelt.

Ein bisschen Nachforschen hätte nicht geschadet (auch allen anderen die hier nur "ey mimimi 3 modi bla" schreien).

Mass Effect 3 will have three pre-set campaign modes: Action Mode, Story Mode, and RPG Mode. In Action Mode, conversations will have automatic replies and a normal combat difficulty. In Story Mode, conversations will have manual replies and a minimal combat difficulty. In RPG Mode, conversations will have manual replies and a normal combat difficulty. This last mode is reflective of the typical Mass Effect series experience. Overall, the RPG elements in the game have been improved over those in Mass Effect 2, with a more detailed leveling up system....

Aber hey, warum soll man sich denn anstrengen und selber Infos suchen, die btw. offiziell bestätigt wurden wenn einem hier in bester "BILD" Manier Bul... erzählt wird.

Ach und Marten, bevor du "Mimimi die Story ist scheiße und letztes Spiel was ich mir kaufen werde" rumposaunst eine Aufgabe für dich.

Mach es besser, hier ich hab sogar nen Link für dich. Writingclasses.com - Creative Writing Classes in NY and Online - Fiction, Screenwriting, and More Da kannst du kreatives schreiben lernen. Dann bewirb dich bei Bioware.

Ansonsten alle mal ganz ruhig sein weil ihr keine Ahnung habt was in der Branche abgeht.

Und ob ihrs glaubt oder nicht (is mir recht egal) ich arbeite in der Branche. Und zwar bei nem direkten Bioware Konkurrent, trotzdem wünsche ich den Kollegen alles gute mit ME3.
 
Mass Effect 3 wird kein flopp werden, aber das ist Call of Duty auch nicht und trotzdem ist es grottig.
Es wird zwar rote Daumen hageln, aber ich sage es trotzdem: Die Story des dritten Teils ist lachhaft. Durch diesen Artikel wurde ich abermals bestätigt.
Die Frage ist nur, ob man Bioware die Schuld gibt, dem Publisher, oder dem Kunden.
Denn Bioware will natürlich jeden Kunden befriedigen (geistig, nicht körperlich), wie ist schon LOST, aber auch LOST entpuppte sich am Ende als die letzte Grütze (ich wollte mir noch vor der Ausstrahlung der letzten 3 Folgen alle Staffeln bestellen, jetzt habe ich nur die erste im Regal).

Berechtigterweise werden einige fragen: Was findet dieser Mann denn so schlecht an der Geschichte, wenn er sich die ganze Zeit darüber beschwert?

Das werde ich gerne erläutern. Die Spielmechanik war seit jeher vollkommen okay, die gefiel mir im zweiten Teil sogar besser als im ersten. Wie gesagt, nur die Geschichte macht mir zu schaffen.
Der erste Teil war wirklich grandios, man hatte das Gefühl, man hätte sich an Lovecrafts Cthulhu-Mythos orientiert, die Reaper passten perfekt in das Bild der Großen Alten.
Die Szene auf Ilos werde ich nie vergessen, als man mit der Protheaner-KI sprach, genausowenig wie die Szene, wo man mit der Sovereign sprach.

Leider hat man aus dieser recht guten Basis einfach nur Scheiße gebaut. Die Story von Mass Effect 2 passt auf einen Bierdeckel (Held tot, Protheaner kommen als Sklaven zurück, Shepard tötet wieder einen Reaper.) und war total unnötig für die gesamte Hauptstory. Noch dazu kreierte sie durch den humanoiden Reaper eine merkwürdige Logiklücke, denn alle Reaper hatten bisher eine ähnliche, käferartige Form (oder erinnerten an Cthulhus Kopf). Ich meine: Wie hätte sich das Ding später fortbewegen sollen? Durchs All schwebend wie der Silversurfer?

Nun zu Teil 3. Dem Teil, an dem Bioware wirklich alles von der Geschichte in den Sand setzt. Die Protheaner kommen zurück und haben plötzlich Sprechorgane (ernsthaft, wieso zum Teufel müssen alle Aliens mit einer größeren Hauptrolle so verdammt menschlich sein, in jedem Bioware-Game? Alle haben 2 - 4 Augen, eine Nase, einen Mund, zwei Arme und zwei Beine ... Biowares Fantasielevel auf einer Skala von 1 - 10 dürfte bei 3 liegen.):
http://i.imgur.com/1vPVo.jpg

Zum Vergleich, so sahen sie in Mass Effect 1 in ihrer Ursprungsform aus: http://images.wikia.com/masseffect/images/d/d1/Ilos_statues_2.png

Und das ist eigentlich harmlos und kann man vergeben.

Aber allein die Tatsache, dass es plötzlich heißt: "HEY WIR HABEN AUF DEM MARS DIE UUUUUULTIMATIVE ANTI-REAPER-WAFFE GEFUNDEN" lässt in mir den Wunsch wachsen, mir meine Hand gegen die Stirn zu tackern. Da ist eine Rasse, die alle 20.000 Jahre eine Galaxie besucht und die raumfahrenden Zivilisationen frisst / aberntet und dabei nichts als Asche hinterlässt. Nichts kann sie aufhalten. In ME1 sind unzählige Leute krepiert, als die Sovereign angegriffen hat. Und jetzt tauchen 1.000 Stück von den Viechern auf und natürlich will die Erde (bzw. Amerika) natürlich die super-duper-Waffe gefunden haben (die natürlich auf dem Mars vergraben war), die alle Reaper wahrscheinlich mit einem Mal außer Gefecht setzt.

Wo ist denn da bitte die Sinngebung? Dieses dumme Deus Ex Machina - Gehabe ist doch totaler Bullshit!

Kein einziges Lebewesen hat ohne Jahrelange vorbereitung Chance auf einen guten Kampf gegen die Reaper. Die einzige logische Konsequenz ist in etwa folgende: Shepard versucht, die Informationen, die er über die Reaper hat oder noch findet, zu sichern (ähnlich wie die Protheaner-Relikte in Teil 1) und damit die nächste Generation zu waren. Shepard und die ganze Galaxie verreckt, und in einer Cutscene sieht man die nachfolgende Zivilisation auf irgendeinem Planeten, die sich diese Botschaft anhören und zum Kampf rüsten. Beim ihren nächsten Besuch werden die Reaper dann von unzähligen Schiffen an den Portalen erwartet, und dann blendet das Bild aus.

Aber dieses "humanz! humanz! kickin' som azz!" ist absolut lächerlich.

Dass man auch mit komplexen Geschichten eine breite Masse ansprechen kann, sieht man z.B. bei Stalker oder Half Life. Oder Assassin's Creed.

Ich kann dir in allen Punkten nur beipflichten. Es ist einfach schade, dass Bioware ihren Zenit schon lange überschritten und ihre einstige Kreativität und Hingabe verloren haben und nur noch Spiele für den Mainstream bzw. die gewöhnliche Dumpfbacke produzieren, die Transformers für die Triologie des Jahrtausends hält. In den Anfangsjahren mit Baldurs Gate hatten die Jungs noch Visionen und begeisterten ein erwachsenes und intelligentes Publikum mit komplexen und tiefgründigen Spielen, aber die Zeiten sind lange vorbei. RIP
 
Mass Effect 3 wird kein flopp werden, aber das ist Call of Duty auch nicht und trotzdem ist es grottig.
Es wird zwar rote Daumen hageln, aber ich sage es trotzdem: Die Story des dritten Teils ist lachhaft. Durch diesen Artikel wurde ich abermals bestätigt.
Die Frage ist nur, ob man Bioware die Schuld gibt, dem Publisher, oder dem Kunden.
Denn Bioware will natürlich jeden Kunden befriedigen (geistig, nicht körperlich), wie ist schon LOST, aber auch LOST entpuppte sich am Ende als die letzte Grütze (ich wollte mir noch vor der Ausstrahlung der letzten 3 Folgen alle Staffeln bestellen, jetzt habe ich nur die erste im Regal).

Berechtigterweise werden einige fragen: Was findet dieser Mann denn so schlecht an der Geschichte, wenn er sich die ganze Zeit darüber beschwert?

Das werde ich gerne erläutern. Die Spielmechanik war seit jeher vollkommen okay, die gefiel mir im zweiten Teil sogar besser als im ersten. Wie gesagt, nur die Geschichte macht mir zu schaffen.
Der erste Teil war wirklich grandios, man hatte das Gefühl, man hätte sich an Lovecrafts Cthulhu-Mythos orientiert, die Reaper passten perfekt in das Bild der Großen Alten.
Die Szene auf Ilos werde ich nie vergessen, als man mit der Protheaner-KI sprach, genausowenig wie die Szene, wo man mit der Sovereign sprach.

Leider hat man aus dieser recht guten Basis einfach nur Scheiße gebaut. Die Story von Mass Effect 2 passt auf einen Bierdeckel (Held tot, Protheaner kommen als Sklaven zurück, Shepard tötet wieder einen Reaper.) und war total unnötig für die gesamte Hauptstory. Noch dazu kreierte sie durch den humanoiden Reaper eine merkwürdige Logiklücke, denn alle Reaper hatten bisher eine ähnliche, käferartige Form (oder erinnerten an Cthulhus Kopf). Ich meine: Wie hätte sich das Ding später fortbewegen sollen? Durchs All schwebend wie der Silversurfer?

Nun zu Teil 3. Dem Teil, an dem Bioware wirklich alles von der Geschichte in den Sand setzt. Die Protheaner kommen zurück und haben plötzlich Sprechorgane (ernsthaft, wieso zum Teufel müssen alle Aliens mit einer größeren Hauptrolle so verdammt menschlich sein, in jedem Bioware-Game? Alle haben 2 - 4 Augen, eine Nase, einen Mund, zwei Arme und zwei Beine ... Biowares Fantasielevel auf einer Skala von 1 - 10 dürfte bei 3 liegen.):
http://i.imgur.com/1vPVo.jpg

Zum Vergleich, so sahen sie in Mass Effect 1 in ihrer Ursprungsform aus: http://images.wikia.com/masseffect/images/d/d1/Ilos_statues_2.png

Und das ist eigentlich harmlos und kann man vergeben.

Aber allein die Tatsache, dass es plötzlich heißt: "HEY WIR HABEN AUF DEM MARS DIE UUUUUULTIMATIVE ANTI-REAPER-WAFFE GEFUNDEN" lässt in mir den Wunsch wachsen, mir meine Hand gegen die Stirn zu tackern. Da ist eine Rasse, die alle 20.000 Jahre eine Galaxie besucht und die raumfahrenden Zivilisationen frisst / aberntet und dabei nichts als Asche hinterlässt. Nichts kann sie aufhalten. In ME1 sind unzählige Leute krepiert, als die Sovereign angegriffen hat. Und jetzt tauchen 1.000 Stück von den Viechern auf und natürlich will die Erde (bzw. Amerika) natürlich die super-duper-Waffe gefunden haben (die natürlich auf dem Mars vergraben war), die alle Reaper wahrscheinlich mit einem Mal außer Gefecht setzt.

Wo ist denn da bitte die Sinngebung? Dieses dumme Deus Ex Machina - Gehabe ist doch totaler Bullshit!

Kein einziges Lebewesen hat ohne Jahrelange vorbereitung Chance auf einen guten Kampf gegen die Reaper. Die einzige logische Konsequenz ist in etwa folgende: Shepard versucht, die Informationen, die er über die Reaper hat oder noch findet, zu sichern (ähnlich wie die Protheaner-Relikte in Teil 1) und damit die nächste Generation zu waren. Shepard und die ganze Galaxie verreckt, und in einer Cutscene sieht man die nachfolgende Zivilisation auf irgendeinem Planeten, die sich diese Botschaft anhören und zum Kampf rüsten. Beim ihren nächsten Besuch werden die Reaper dann von unzähligen Schiffen an den Portalen erwartet, und dann blendet das Bild aus.

Aber dieses "humanz! humanz! kickin' som azz!" ist absolut lächerlich.

Dass man auch mit komplexen Geschichten eine breite Masse ansprechen kann, sieht man z.B. bei Stalker oder Half Life. Oder Assassin's Creed.

Du lieber Himmel. Geh ma an die frische Luft.
 
Ach und Marten, bevor du "Mimimi die Story ist scheiße und letztes Spiel was ich mir kaufen werde" rumposaunst eine Aufgabe für dich.

Mach es besser, hier ich hab sogar nen Link für dich. Writingclasses.com - Creative Writing Classes in NY and Online - Fiction, Screenwriting, and More Da kannst du kreatives schreiben lernen.

Kreatives Schreiben brauche ich nicht lernen. Ich bin Schriftsteller in meiner Freizeit und habe auch bisher drei Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Ich schreibe derzeit sogar an einem SciFi-Roman. Ob's gut wird oder nicht, zeigen die Zeit, die Verlage und letztendlich die Leser. Dennoch habe ich so einen Kurs nicht nötig, zumal so etwas bei der Spieleentwicklung völlig belanglos ist. Ich habe für kurze Zeit als Storywriter bei einem MMO gearbeitet (Faudra hieß das glaube ich), nach einer Woche allerdings haben wir uns stillschweigend getrennt. Innerhalb der Woche konnte ich aber zumindest Einblick bekommen wie es bei halbprofessionellen Entwicklern abgeht. Die wollen da keine lesbare Geschichte sondern nur ein nüchternes Konstrukt. Quasi ein Essay oder eine Inhaltsangabe. Da zählte die Schreibtechnik nichts, lediglich der Inhalt der Geschichte. Und für so etwas braucht man "nur" Fantasie.
 
Ich kann dir in allen Punkten nur beipflichten. Es ist einfach schade, dass Bioware ihren Zenit schon lange überschritten und ihre einstige Kreativität und Hingabe verloren haben und nur noch Spiele für den Mainstream bzw. die gewöhnliche Dumpfbacke produzieren, die Transformers für die Triologie des Jahrtausends hält. In den Anfangsjahren mit Baldurs Gate hatten die Jungs noch Visionen und begeisterten ein erwachsenes und intelligentes Publikum mit komplexen und tiefgründigen Spielen, aber die Zeiten sind lange vorbei. RIP

Ich frage an dieser Stelle zum x-ten mal: Warum sind Leute, die lieber einfach gehaltene, einfach verständliche Spiele spielen, Dumpfbacken? Ist ein, beispielsweise, Akademiker mit Doktortitel ne Dumpfbacke, weil er lieber in seiner Freizeit ne schnelle Runde CoD, statt Baldurs Gate 2 zockt? Wohl kaum. Manche Leute sollten hier echt mal ihre Prioritäten überdenken und das echte Leben kennenlernen, anstatt im Forum den Alpha-Nerd raushängen zu lassen. :rolleyes:

Gewöhnliche Dumpfbacke? Angesichts dieser Bemerkung nehme ich an, dass du Gott bist? Oder zumindest gottgleich. Was macht einen Menschen denn zu einer "gewöhnlichen Dumpfbacke"? Und wer bist du, dass du solche Bemerkungen von dir gibst? Noch nie auf den Gedanken gekommen, dass diese "gewöhnlichen Dumpfbacken" einfach nur ein Real Life haben? Eine Freundin, Arbeit, Kinder etc.? Und genau deshalb keine Zeit für komplexe Games a'la beispielsweise Baldurs Gate 2 haben. Tut mir Leid, dein und das Weltbild anderer zu zerstören, aber der Mainstream-Markt besteht eben NICHT aus "gewöhnlichen Dumpfbacken", sondern aus Leuten, die abseits ihres echten Lebens und eventuell anderen Hobbys ihre Freizeit mit schnellen Runden CoD oder ähnlichen Spielen verbringen. Das hat nichts mit Dummheit zu tun.

Sorry für die harschen Worte, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass Games für viele hier kein Hobby mehr sind, sondern quasi ein Lebensinhalt. Warum sonst sollte man sich so derart aufregen und Casuals, die besseres im Leben als zocken zu tun haben, als "Dumpfbacken" bezeichnen. Games sind auch mein Hobby und ich spiele sehr gerne. Aber ich sehe einfach keinen Grund oder Anlass, Casuals zu verurteilen, nur weil sie eben lieber Spiele wie CoD oder so zocken. Deshalb sind sie doch keine schlechteren oder dümmere Menschen. Und bevor jemand einen weiteren Comment abgibt: Nein, ich fühle mich nicht direkt angesprochen, da auch ich mir mehr anspruchsvollere Games wünsche. Aber merke!: Damals waren Spiele auch nicht komplexer. Und trotzdem erinnert man sich doch gerne an das alte Doom oder gar Pac Man. Und diese Beispiele sind nicht gerade der Inbegriff von Komplexität.

Ja, Bioware hatte Visionen. Und zwar, wie jede andere Firma auch: Gute Produkte an den Mann bringen und Gewinn zu machen. Bioware war und ist immernoch ein sehr gutes Entwicklerstudio, aber übers Wasser gehen können die alle trotzdem nicht.
Man sollte, in meinen Augen zumindest, auch nicht gleich pauschalisieren. Die Entscheidung, dass die Spiele mehr auf den Massenmarkt zugeschnitten werden, liegt bei der Führung, beim Publisher und beim Chef des Entwicklers. Ich bin mir sicher, dass der Großteil des Studios gerne wieder soetwas wie Baldurs Gate entwickeln würde.

Was Mass Effect selbst nun angeht...dass die Story zum Ende hin nun weniger komplex wird, ist eigentlich klar. Es ist vergleichbar mit einer guten High Fantasy-Geschichte. Episch inszeniert und zum Ende hin geht es weniger um die Frage, was eigentlich zu tun ist, sondern viel mehr darum, den Gegner mit aller Macht zu besiegen. Dass am Ende einer solchen Geschichte keine allzu komplexen Handlungsstränge zu erwarten sind, sollte jedem klar sein. Und es sollte jedem klar sein, dass man Mass Effect, wie viele andere Trilogien auch, als ganzes sehen sollte und nicht jedes Spiel für sich allein. Die Handlung jedes Teils stellt immerhin nur einen Abschnitt der gesamten Geschichte dar. Und zusammen mit den Details der Welt, die Bioware sich für Mass Effect ausgedacht hat, ist die Geschichte wirklich gelungen. Man muss, Logikfehlern zum trotz, alles eben auch mal im Ganzen sehen und ich persönlich finde, dass Bioware mit Mass Effect auch ein sehr glaubwürdiges Szenario geschaffen hat.

Um mal ein vergleichbares Beispiel einer solchen Geschichte zu geben: Herr der Ringe. Im Prinzip kann man die Handlung dieser Trilogie in wenige Worte zusammenfassen, nämlich wie folgt: Ein kleiner Hobbit macht sich mit sechs Gefährten auf den Weg, den Einen Ring zu zerstören. Und kein anderes Schema wird in Mass Effect, Dragon Age oder anderen vergleichbaren Games/Filmen verwendet. Immer ist es eine Person, die im Mittelpunkt steht und auf der alle Hoffnung beruht. Alles andere drum herum ist im Prinzip nur dazu da, um die Geschichte aus zuschmücken und interessanter zu gestalten. Und trotzdem ist die Herr der Ringe-Trilogie eine der am meist verkauften und meist gelesenen Bücher weltweit.

Tut mir Leid wegen den anfänglichen harschen Worten, aber so wie manch anderer sich wegen "Versimplifizierung" der Spieleindustrie aufregt, so rege ich mich über die Kurzsichtigkeit so mancher Leute auf pcgames.de auf.
Aber ich kann da wohl leider nur sagen: Mimimimi
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage an dieser Stelle zum x-ten mal: Warum sind Leute, die lieber einfach gehaltene, einfach verständliche Spiele spielen, Dumpfbacken? Ist ein, beispielsweise, Akademiker mit Doktortitel ne Dumpfbacke, weil er lieber in seiner Freizeit ne schnelle Runde CoD, statt Baldurs Gate 2 zockt? Wohl kaum. Manche Leute sollten hier echt mal ihre Prioritäten überdenken und das echte Leben kennenlernen, anstatt im Forum den Alpha-Nerd raushängen zu lassen. :rolleyes:

Du hast recht... aber du darfst auch solche Aussagen nicht zu wörtlich oder direkt nehmen.
Mein bester Freund ist zum Beispiel auch öfter mal einer dieser "Grafiknarren", und ich käme nie auf die Idee ihn als Dumpfbacke zu bezeichnen. Trotzdem schreibe ich manchmal im Internet Dinge wie du sie ansprichst. Vielleicht benutz ich keine Schimpfwörter, aber in dem Tonfall halt. Man drückt sich eben manchmal etwas... ich nenn es mal deutlicher aus.
Die Verallgemeinerungen kommen daher, dass man sonst nichts über die Leute weiß. Man reduziert sie wohl oder übel darauf, dass sie dieses Spiel spielen. Hinter solchen Aussagen stecken also auch keine Angriffe auf die allgemeine Intelligenz der Leute, sondern eher ist es eine Aussage über die Machart der Spiele.

LordCrash schrieb übrigens auch garnicht, dass die Leute die die Spiele kaufen Dumpfbacken sind, sondern, dass die Spiele für Dumpfbacken produziert sind. Sagt also eher etwas über das Spiel an sich aus, als über die Leute die es kaufen.


Und ich finde auch die Kritiken an Martens Beitrag nicht sonderlich stichhaltig. Er soll es besser machen? Wenn man immer erst alles selbst besser machen müsste bevor man Kritik üben darf, könnten wir uns kritische Berichterstattung über Computerspiele gleich schenken.
 
Du hast recht... aber du darfst auch solche Aussagen nicht zu wörtlich oder direkt nehmen.
Mein bester Freund ist zum Beispiel auch öfter mal einer dieser "Grafiknarren", und ich käme nie auf die Idee ihn als Dumpfbacke zu bezeichnen. Trotzdem schreibe ich manchmal im Internet Dinge wie du sie ansprichst. Vielleicht benutz ich keine Schimpfwörter, aber in dem Tonfall halt. Man drückt sich eben manchmal etwas... ich nenn es mal deutlicher aus.
Die Verallgemeinerungen kommen daher, dass man sonst nichts über die Leute weiß. Man reduziert sie wohl oder übel darauf, dass sie dieses Spiel spielen. Hinter solchen Aussagen stecken also auch keine Angriffe auf die allgemeine Intelligenz der Leute, sondern eher ist es eine Aussage über die Machart der Spiele.

LordCrash schrieb übrigens auch garnicht, dass die Leute die die Spiele kaufen Dumpfbacken sind, sondern, dass die Spiele für Dumpfbacken produziert sind. Sagt also eher etwas über das Spiel an sich aus, als über die Leute die es kaufen...


[...]

...Woraus dann aber resultiert, dass eben die Leute, die diese besagten Spiele kaufen, "Dumpfbacken" sind, würde man diese Argumentation weiter führen.

Zu deiner ersten Aussage: Gerade wenn man nichts über die Leute weiß, sollte man sich gewählter ausdrücken. Durch solche Verallgemeinerungen fühlen sich gewiss manche direkt angesprochen, die Casual Games spielen.
 
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Naja die Leute müssen keine Dumpfbacken sein...aber es ist eben eine Tatsache,dass der Großteil der Spieler (die sogenannten "Casuals") sich heute eben nicht mehr die Mühe machen wollen,sich in ein Spiel einzuarbeiten,sondern einfach nur die schnelle Action bzw. unterhalten werden wollen.Die wissen gar nicht mehr,was für ein tolles Gefühl es sein kann,z.B. eine schwierige Stelle in einem der alten Jump-and-Runs zu schaffen,oder nach stundenlangem Brüten über Charaktertabellen endlich die perfekte Kombination für einen selber bei Baldurs Gate gefunden zu haben,oder nach ewigem Studieren des Handbuchs bei Falcon 4.0 zum ersten Mal eine Landung hinzubekommen.

Es muss alles schnell und schön leicht verständlich sein,damit auch der letzte Depp sich beim Zocken nicht dumm oder unfähig fühlt.Anstatt,dass man mal seine Fähigkeiten trainiert oder sich eben etwas mehr mit dem jeweiligen Spiel auseinandersetzt.
Ich weiß noch,wie sich manche bei Dead Space 2 über den höchsten Schwierigkeitsgrad aufgeregt haben (bei dem man nur 3 mal speichern durfte),weil das ja mal etwas war,was sie nicht geschafft haben.SOLCHE Leute sind für mich Dumpfbacken...

Das ist wie die Frage nach dem Essen: Geh ich heut zum Mäckes,wo ich schnell Futter bekomme,dafür halt fettig und immer das Gleiche,oder mach ich mir die Mühe, ne Stunde zu Kochen,was dafür um Längen besser schmeckt.
 
Es tut mir leid,aber ich finde nichts übertrieben Banales an einer Geschichte, bei der Shephard für den finalen Kampf Verbündete in der ganzen Galaxie zusammentrommeln muss und ein wichtiges Artefakt findet, welches einen entscheidenden Ansatzpunkt gegen die ansonsten unbesiegbaren Reaper findet.
Anders lässt sich diese Geschichte doch gar nicht sinnvoll - positiv zu Ende erzählen. Das ist auch kein Deus ex Machina sondern das logische Resultat des verzweifelten Abwehrkampfes einer früheren fortgeschrittenen Rasse.
Und mit einem Ende, bei dem die Reaper die Galaxis fressen braucht man mir wirklich nicht zu kommen... das fänd ich nun sehr übel!
 
Naja die Leute müssen keine Dumpfbacken sein...aber es ist eben eine Tatsache,dass der Großteil der Spieler (die sogenannten "Casuals") sich heute eben nicht mehr die Mühe machen wollen,sich in ein Spiel einzuarbeiten,sondern einfach nur die schnelle Action bzw. unterhalten werden wollen.Die wissen gar nicht mehr,was für ein tolles Gefühl es sein kann,z.B. eine schwierige Stelle in einem der alten Jump-and-Runs zu schaffen,oder nach stundenlangem Brüten über Charaktertabellen endlich die perfekte Kombination für einen selber bei Baldurs Gate gefunden zu haben,oder nach ewigem Studieren des Handbuchs bei Falcon 4.0 zum ersten Mal eine Landung hinzubekommen.

Es muss alles schnell und schön leicht verständlich sein,damit auch der letzte Depp sich beim Zocken nicht dumm oder unfähig fühlt.Anstatt,dass man mal seine Fähigkeiten trainiert oder sich eben etwas mehr mit dem jeweiligen Spiel auseinandersetzt.
Ich weiß noch,wie sich manche bei Dead Space 2 über den höchsten Schwierigkeitsgrad aufgeregt haben (bei dem man nur 3 mal speichern durfte),weil das ja mal etwas war,was sie nicht geschafft haben.SOLCHE Leute sind für mich Dumpfbacken...

Das ist wie die Frage nach dem Essen: Geh ich heut zum Mäckes,wo ich schnell Futter bekomme,dafür halt fettig und immer das Gleiche,oder mach ich mir die Mühe, ne Stunde zu Kochen,was dafür um Längen besser schmeckt.

Ich wettere ja auch immer gerne gegen die Casuals, aber an dieser Stelle sollte man erwähnen, dass es meist nicht die Schuld der Spieler selbst ist. Ich höre von sehr vielen Leuten, dass sie abends einfach nur abschalten wollen, wenn sie von der Arbeit kommen. In meinem Familienkreis heißt es auch: "Sich einfach berieseln lassen", denn man hat keine Lust sich auch noch Zuhause groß auf irgendwas zu konzentrieren. Das gilt jetzt nicht nur für Unterhaltung sondern auch für Politik, Wissenschaft usw. usf. Also alle wichtigen Bereich des Lebens außerhalb der Arbeit (und ja, ich empfinde Unterhaltung genauso wichtig wie Politik etc.).
Wenn die Leute mehr Zeit hätten, dann könnten sie auch mehr entspannen. Ist bei mir auch so: Ich habe nie Lust, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, mir noch etwas zu Essen zu machen. Entweder ich muss zur Abendschule oder ich will mich einfach nur noch zurücklehnen und mich unterhalten lassen. Da ist mir oft der Aufwand zum Kochen zu groß, aber Muttern wohnt ja zum Glück nebenan :ugly:

Was mich nicht davon abhält, weiterhin gegen die Story von ME3 zu wettern *g* Nach der Serie LOST will ich mich nicht nochmal so sehr auf ein Ende hypen lassen.
 
Ich frage an dieser Stelle zum x-ten mal: Warum sind Leute, die lieber einfach gehaltene, einfach verständliche Spiele spielen, Dumpfbacken? Ist ein, beispielsweise, Akademiker mit Doktortitel ne Dumpfbacke, weil er lieber in seiner Freizeit ne schnelle Runde CoD, statt Baldurs Gate 2 zockt? Wohl kaum. Manche Leute sollten hier echt mal ihre Prioritäten überdenken und das echte Leben kennenlernen, anstatt im Forum den Alpha-Nerd raushängen zu lassen. :rolleyes:

Gewöhnliche Dumpfbacke? Angesichts dieser Bemerkung nehme ich an, dass du Gott bist? Oder zumindest gottgleich. Was macht einen Menschen denn zu einer "gewöhnlichen Dumpfbacke"? Und wer bist du, dass du solche Bemerkungen von dir gibst? Noch nie auf den Gedanken gekommen, dass diese "gewöhnlichen Dumpfbacken" einfach nur ein Real Life haben? Eine Freundin, Arbeit, Kinder etc.? Und genau deshalb keine Zeit für komplexe Games a'la beispielsweise Baldurs Gate 2 haben. Tut mir Leid, dein und das Weltbild anderer zu zerstören, aber der Mainstream-Markt besteht eben NICHT aus "gewöhnlichen Dumpfbacken", sondern aus Leuten, die abseits ihres echten Lebens und eventuell anderen Hobbys ihre Freizeit mit schnellen Runden CoD oder ähnlichen Spielen verbringen. Das hat nichts mit Dummheit zu tun.

Sorry für die harschen Worte, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass Games für viele hier kein Hobby mehr sind, sondern quasi ein Lebensinhalt. Warum sonst sollte man sich so derart aufregen und Casuals, die besseres im Leben als zocken zu tun haben, als "Dumpfbacken" bezeichnen. Games sind auch mein Hobby und ich spiele sehr gerne. Aber ich sehe einfach keinen Grund oder Anlass, Casuals zu verurteilen, nur weil sie eben lieber Spiele wie CoD oder so zocken. Deshalb sind sie doch keine schlechteren oder dümmere Menschen. Und bevor jemand einen weiteren Comment abgibt: Nein, ich fühle mich nicht direkt angesprochen, da auch ich mir mehr anspruchsvollere Games wünsche. Aber merke!: Damals waren Spiele auch nicht komplexer. Und trotzdem erinnert man sich doch gerne an das alte Doom oder gar Pac Man. Und diese Beispiele sind nicht gerade der Inbegriff von Komplexität.

Ja, Bioware hatte Visionen. Und zwar, wie jede andere Firma auch: Gute Produkte an den Mann bringen und Gewinn zu machen. Bioware war und ist immernoch ein sehr gutes Entwicklerstudio, aber übers Wasser gehen können die alle trotzdem nicht.
Man sollte, in meinen Augen zumindest, auch nicht gleich pauschalisieren. Die Entscheidung, dass die Spiele mehr auf den Massenmarkt zugeschnitten werden, liegt bei der Führung, beim Publisher und beim Chef des Entwicklers. Ich bin mir sicher, dass der Großteil des Studios gerne wieder soetwas wie Baldurs Gate entwickeln würde.

Was Mass Effect selbst nun angeht...dass die Story zum Ende hin nun weniger komplex wird, ist eigentlich klar. Es ist vergleichbar mit einer guten High Fantasy-Geschichte. Episch inszeniert und zum Ende hin geht es weniger um die Frage, was eigentlich zu tun ist, sondern viel mehr darum, den Gegner mit aller Macht zu besiegen. Dass am Ende einer solchen Geschichte keine allzu komplexen Handlungsstränge zu erwarten sind, sollte jedem klar sein. Und es sollte jedem klar sein, dass man Mass Effect, wie viele andere Trilogien auch, als ganzes sehen sollte und nicht jedes Spiel für sich allein. Die Handlung jedes Teils stellt immerhin nur einen Abschnitt der gesamten Geschichte dar. Und zusammen mit den Details der Welt, die Bioware sich für Mass Effect ausgedacht hat, ist die Geschichte wirklich gelungen. Man muss, Logikfehlern zum trotz, alles eben auch mal im Ganzen sehen und ich persönlich finde, dass Bioware mit Mass Effect auch ein sehr glaubwürdiges Szenario geschaffen hat.

Um mal ein vergleichbares Beispiel einer solchen Geschichte zu geben: Herr der Ringe. Im Prinzip kann man die Handlung dieser Trilogie in wenige Worte zusammenfassen, nämlich wie folgt: Ein kleiner Hobbit macht sich mit sechs Gefährten auf den Weg, den Einen Ring zu zerstören. Und kein anderes Schema wird in Mass Effect, Dragon Age oder anderen vergleichbaren Games/Filmen verwendet. Immer ist es eine Person, die im Mittelpunkt steht und auf der alle Hoffnung beruht. Alles andere drum herum ist im Prinzip nur dazu da, um die Geschichte aus zuschmücken und interessanter zu gestalten. Und trotzdem ist die Herr der Ringe-Trilogie eine der am meist verkauften und meist gelesenen Bücher weltweit.

Tut mir Leid wegen den anfänglichen harschen Worten, aber so wie manch anderer sich wegen "Versimplifizierung" der Spieleindustrie aufregt, so rege ich mich über die Kurzsichtigkeit so mancher Leute auf pcgames.de auf.
Aber ich kann da wohl leider nur sagen: Mimimimi

Entweder hast du mich missverstanden oder ich hab mich verständlich ausgedrückt. Wie auch immer, es ging nicht darum, dass alle Leute, die mal zwischendurch eine schnelle Partie CoD oder Fifa oder was auch immer spielen wollen (was ich im übrigen auch gerne mal mache....), Dumpfbacken sind, sondern dass inzwischen auch Spiele, von denen man erwarten könnte (anhand der Qualität der Vorgänger, anhand des Genres, anhand der Vorgeschichte des Herstellers usw), dass sie endlich auch mal wieder etwas komplexer und einfallsreicher und vor allem realistischer sein könnten im Vergleich zu den meisten anderen Titeln, in ihrer grundsätzlichen Ausrichtung - und nicht nur in einzelnen Spielinhalten oder -modi - den Casualuser ansprechen. Mit realitistischer meine ich bei einem Sci-Fi Spiel natürlich keinen von unserer Welt abhängigen Realismus, sondern die schlüssige und in sich logische Verknüpfung der Story mit der vorliegenden Sci-Fi Welt. Man kann auch eine intelligente, logische und nachvollziehbare Story in einem Sci-Fi Universum kreieren, und muss nicht zwangsläufig dem allgegegenwärtigen Sensationsdrang ala CoD nachgeben. Ich hätte auch ein CoD viel besser gefunden, wenn ich mich nicht alle paar Minuten über die strunzdoofe, nicht nachvollziehbare und schlichtweg unlogisch-unrealistische Story geärgert hätte. Und Mass Effect 3 geht leider in dieselbe Richtung, wenn man alle bisher verfügbaren Informationen analysiert. Den Leuten bei Bioware fehlt einfach der Mut oder die Kreativität, eine intelligente Story zu bastelt, die ihre Kunden wenigstens ein bisschen (!) herausfordert bzw. zum Nachdenken anregt. Ich sage ja nicht, dass man die Action weglassen sollte oder sowas, aber wenn ich ein Rollenspiel zocke (keinen Ego-Shooter), dann möchte ich mich auch in der Welt verlieren können. Vielleicht bin ich ja ein veralteter Dinosaurier, aber meiner Meinung nach liegt irgendwas ziemlich im Argen, wenn die meisten Leute einfache und unkomplizierte Action ohne Sinn und Logik einer intelligenten, komplexen und kreativen Story generell vorziehen, unabhängig vom Genre oder sonstigen Faktoren. Vielleicht bin ich auch der einzige, der nur den Kopf schütteln kann, dass so viele Leute Transformers 3 im Kino gesehen haben, während sie andere, ungleich bessere Filme nicht gesehen haben....
 
lol .. netter comment :P Aber "einarbeiten", "wirkliche Freiheit" und "mehr als nur Konsolenfeeling mit viel Scripting damit der Bildschirm wackelt" .... dafür steht BIOWARE nicht .... BIOWARE steht für sich wiederholende SCI-FI Geschichten, bei denen ich mich frage ob ich nicht lieber nen Film hätte anschauen sollen, aber ich wollte ja eigentlich bissel action ?!? tja Bioware eben ;)
 
Es tut mir leid,aber ich finde nichts übertrieben Banales an einer Geschichte, bei der Shephard für den finalen Kampf Verbündete in der ganzen Galaxie zusammentrommeln muss und ein wichtiges Artefakt findet, welches einen entscheidenden Ansatzpunkt gegen die ansonsten unbesiegbaren Reaper findet.
Anders lässt sich diese Geschichte doch gar nicht sinnvoll - positiv zu Ende erzählen. Das ist auch kein Deus ex Machina sondern das logische Resultat des verzweifelten Abwehrkampfes einer früheren fortgeschrittenen Rasse.
Und mit einem Ende, bei dem die Reaper die Galaxis fressen braucht man mir wirklich nicht zu kommen... das fänd ich nun sehr übel!
Ich finde das sogar unglaublich banal und schlichtweg dämlich. Wo sollte dieses Artefakt herkommen, warum sollte es gerade auf dem Mars liegen, warum sollte man es genau im richtigen Augenblick finden? Ich bin gespannt, wie Bioware diese Fragen auflöst, aber meine Erwartungen sind sehr gering. Wenn man eine Story entwirft, überlegt man sich - wenn man die Sache seriös angeht - schon das Ende, bevor man den Anfang veröffentlicht. Wenn man bei einer Story also kein glaubhaftes und kreatives Ende parat hat, sollte man vielleicht das ganze Setting bzw. die ganze Story neu schreiben oder anpassen, bevor man den ersten Teil auf den Markt wirft.......

Der Film Independence Day (der auch keine Perle der Filmkunst ist, aber durchaus seine Stärken hat) hat doch vorgemacht, wie man eine ähnlich gestrickte Geschichte intelligenter auflösen kann. Die Menschheit setzt die eigenen Stärken und die eigene Technologie, die gerade durch ihre Rückständigkeit von den Aliens vernachlässigt und kaum beachtet wird, intelligent dazu ein, die Invasoren letztendlich zu zerstören. Dazu war kein sagenumwobenes Artefakt nötig, sondern schlicht der Einfallsreichtum, die Fähigkeiten und der Mut einiger Erdenbürger. Große Geschichten werden durch die Kreativität ihrer Autoren ausgezeichnet und nicht durch "Sensationalismus".
 
dann ließ mal weiter .... teil 4 ist schon in der Mache ... und ich bin sicher das Sie noch ein paar Haarreste oder dumme Bemerkungen von Shepard finden um ihn wieder zu klonen ;) Übrigens wenn du alle Speicherstände gesammelt hast und dazu das passende Panini Bioware MassEffect Sammelheft voll ausgeklebt hast, bekommste als einer der ersten ein Screenshot von Dragon Age III - Auf der Jagd der Ideenlosigkeit ;) Bin glaub zu alt geworden für Spiele in denen ich die ganze Zeit NPCs beim reden zuhören soll und das dann ein Hammergame nenne ;)
 
Der Film Independence Day (der auch keine Perle der Filmkunst ist, aber durchaus seine Stärken hat) hat doch vorgemacht, wie man eine ähnlich gestrickte Geschichte intelligenter auflösen kann. Die Menschheit setzt die eigenen Stärken und die eigene Technologie, die gerade durch ihre Rückständigkeit von den Aliens vernachlässigt und kaum beachtet wird, intelligent dazu ein, die Invasoren letztendlich zu zerstören. Dazu war kein sagenumwobenes Artefakt nötig, sondern schlicht der Einfallsreichtum, die Fähigkeiten und der Mut einiger Erdenbürger. Große Geschichten werden durch die Kreativität ihrer Autoren ausgezeichnet und nicht durch "Sensationalismus".

Indepencende Day hätte ich jetzt eher als ein Beispiel dafür genannt, wie man es nicht machen sollte. Zumindest nicht, wenn man nicht übermäsig trashig rüberkommen will, worauf es der Film vielleicht anlegt, Mass Effect aber soweit ich das sehe nicht.
"Ein Schnupfen, das ist es!" - und dann bastelt er einfach mal so schwuppdiwupp einen Virus der die Schilde aller Alienschiffe ausschaltet, weil so ein einzelner Typ offenbar in der Lage ist die Software der Aliens zu durchschauen. :)


Was ich an Mass Effect z.B. problematisch fand, war der Zwang in jede Mission Gegner einzubauen. Deswegen tauchen selbst dort wo es storytechnisch überhaupt nicht relevant ist immer wieder Söldnergruppen auf die sich einmischen, nur damit der Spieler was zu ballern hat. Das lenkt von der eigentlichen Story nur ab, aber wenn man es weglassen würde, dann wären die entsprechenden Missionen ja nur noch Cutscenes.

Auf der anderen Seite haben die Entscheidungen die man in den Dialogen fällt fast keine Auswirkungen auf die Actionszenen. In 90% aller Fälle kämpft man stets gegen die selben Gegner, egal wie man sich in der Storypassage davor verhalten hat. Gerade weil die Gegner eben oft nichts mit der Story zu tun haben, sondern nur als Kanonenfutter irgendwie eingearbeitet sind. Ich finde das merkt man auch recht schnell, und kommt sich dann irgendwie verarscht vor, wenn die Illusion der Entscheidungsfreiheit so hauchdünn ist.

Das sind alles Kleinigkeiten die sich summieren und das Gesamtbild herunterziehn, und auch die Glaubwürdigkeit und den Realismus, von dem LordCrash spricht, zerstören.
 
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