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"Lootboxen sind kein Glücksspiel": USK und ESRB zum Jugendschutz

Man kann sein Leben bei so vielem verschwenden. Und getrickst damit wir kaufen wird woüberall, da kann ich jede einzelne Werbung auseinander pflücken und dir zeigen, wie unterschwellig mittlerweile alles ist, was wir geistig konsumieren. Das von dir beschriebene würde ich sogar eher unter Kauf- und Sammelsucht einordnen, auch wenn es Glück ist die noch fehlende Figur zu erhalten. Aber wie viele Ü-Eier muss ich über einen langen Zeitraum kaufen um mich finanziell in den Ruin zu treiben?

Je nachdem. Wenn man einen Schlumpf aus einem Ü-Ei aus den 1970ern kauft wird im dümmsten Falle (bei seltenen Exemplaren) für 1 Figur auch mal einen 4-stelligen Betrag auf den Tisch legen müssen. ;) Bei neuen Ü-Eiern kommts halt darauf an wie intensiv man kauft. Aber in der Regel wird man davon eigentlich nicht so schnell arm (eher dick von der verspeisten Schokolade). :D :D

Profis haben ja auch Tricks um die Fehltreffer-Wahrscheinlichkeit (Standardware statt dem berühmten 7. Ei-Inhalt) auszuschließen. Ob das immer funktioniert ist die andere Frage.
 
Lootboxen sind eine Art der Lotterie (Auf Wikipedia ist das schlecht definiert), dass ist nicht zu bestreiten. Darunter fällt aber auch eine Tombola zb. oder eine Auslosung.
Varoufakis, der frühere griechische Finanzminister war bei Valve nämlich genau für sowas angestellt. Lotterien sind nämlich eine gutes ökonomische Instrument für viele Probleme, sie sind fair und aufgrund der Verteilung garantiert das System immer die gleichen Chancen, was vor allem bei schwer zu verteilenden Güter günstig ist.
Spieltheoretisch sind Lootboxen absolut und zu 100% Glücksspiel. Man "gewinnt" zwar immer, aber die Höhe des Gewinns ist von einem Laplace Würfel mit X Seiten abhängig, man hat perfekte Informationen und es gibt keine sequentiellen Entscheidungen.
Rechtlich sieht das Ganze anders aus, weil es eben immer einen positiven Outcome für den Spieler gibt, egal wie wenig Glück er hat, er gewinnt immer etwas. Ergo ist es nach den Glückspielgesetzen kein Glückspiel, nach der Spieltheorie hingegen ist es Glück spiel und genau das ist das Problem und warum sich hier auch so gestritten wird.
Mathematisch betrachtet ist es eben Glücksspiel, man zahlt Geld ein und der Outcome ist zufallsbedingt, mehr Glücksspiel geht nach mathematischen Gesetzen eigtl nicht. Das ist der springende Punkt, spieltheoritsch einwandfreie Glückspiele haben einen sehr viel größeren Suchtfaktor als andere Spiele. "Mensch ärger dich nicht" zb hat auch einen sehr hohen Zufalls faktor und trotzdem ist der Kick geringer als bei Roulette oder Lotto.
Imo sollten Spiele deren Lootboxen Spieltheoretische Definiton dem eines Glücksspiel entsprechen auch als solches gekennzeichnet werden und nicht für Kinder unter 18 verfügbar sein, und zwar egal ob der Spieler immer etwas gewinnt. Als zweiten Paragraphen könnte man schreiben, das Spiele die karitative Zwecke erfüllen oder deren Charakter Kinder zumutbar ist mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten verfügbar gemacht werden dürfen.
 
Nein, das ist kein stichhaltiges Argument. Man kann sich mit vielem in einem Jahr komplett verschulden. Sei es Homeshopping, esoterischer Kram, Drogen und und und
Das alleine definiert keine Glücksspielsucht.
Äh ... wer hat denn behauptet, daß Schulden eine Glücksspielsucht definieren würden? oO

Es ging mir darum, daß diese Aufzählung der Auswirkungen seiner Schulden nichts direkt mit der Glücksspielsucht zu tun haben. Obwohl sie natürlich die Folgen davon sind. aber eben auch ganz andere Ursachen haben können.
 
Es geht doch nur um die Kategorisierung als Glücksspiel und damit maximal um eine Altersbegrenzung.

Siehe § 3 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV):
Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt.

Und es hängt ja nun mal vom Zufall ab, ob Item A, B oder C in der Lootbox ist.

Provokante Gegenfrage:
Wenn ein Kind sein komplettes Taschengeld für Glücksspielautomaten ausgibt - wieso ist es denn da plötzlich Sache des Staates es zu reglementieren? Dafür sind doch die Eltern genauso da.

Du kannst natürlich alle themenbezogenen Paragraphen suchen und sie so interpretieren wie du es als korrekt empfindest.
Oder man nimmt einfach die offizielle Antwort der USK, die im Artikel zitiert wird und als Quelle verlinkt ist. Deren Aussage ist mehr als eindeutig. Sie bringen sogar genau das Panini Beispiel.

Entspricht im Wesentlichen "Ausspielungen bei denen der Gewinn in geringwertigen Gegenständen besteht [...] aber allgemein als für Kinder und Jugendliche unbedenklich betrachtet werden."

Sie weisen auf die Komplexität des Themas Glücksspiel hin, haben Loot-Boxen und Mikrotransaktionen durchaus im Auge, und haben bei den entsrechenden Paragraphen sicher weit mehr juristisches Verständnis als irgendjemand von uns. Als Erklärung reicht mir das eigentlich, da muss ich dann auch nicht über Auslegungen von Gesetzestexten philosophieren. ;)
 
Äh ... wer hat denn behauptet, daß Schulden eine Glücksspielsucht definieren würden? oO

Es ging mir darum, daß diese Aufzählung der Auswirkungen seiner Schulden nichts direkt mit der Glücksspielsucht zu tun haben. Obwohl sie natürlich die Folgen davon sind. aber eben auch ganz andere Ursachen haben können.

Ah, so meinst du das. Schulden können viele Ursachen haben, aber mittels Lootboxen das hinzubekommen ist deutlich schwerer, als mit Glücksspiel.
Und Schulden sind die Folge von recht vielen Süchten, da kann man schlecht verallgemeinern oder untereinander in Beziehung stellen.

Mathematisch betrachtet ist es eben Glücksspiel
Autsch, lass das keinen Mathematiker oder Physiker hören. In der Mathematik gibt es kein Glück, nur Wahrscheinlichkeiten.
 
Seit overwatch kriegen wir die lootboxen immer mehr zu Gesicht. Sie sollten aber bitte nur Skins und keine Upgrades beinhalten !
 
Ich finde das erinnert mich ein bissel and das rumgetrickse bei Pachinko in Japan - ist erlaubt weil man kein Geld gewinnen kann, nur Goldbarren die man ein Haus weiter gegen Geld tauschen kann :-B

Verdammt das gibts schon? Ich hatte bei der News die Idee Geldautomaten zu entwerfen die Goldbarren statt Echtgeld auswerfen bei Gewinn und schon muss ich mich mit keinerlei Glücksspielauflagen rumschlagen. Hätts kaum erwartet 14-Jährige bei meinen Automaten zocken zu sehen.
 
da auch eine Tombola, wo es für jedes erworbene Los einen Trostpreis gibt als Glücksspiel zählt, sind beide Argumente für den Poppes :D

Aber wenn in einer Lootbox sagen wir z.B. garantiert ein Skin, eine Waffe, und ein EP Booster drin sind (und das ist ja bei vielen Boxen so "diese Box enthält garantiert nen epsichen sonst was"), dann ist theoretisch jeder Gewinn gleichwertig, aber wenn du halt den Skin X von Figur Y willst dann sind für dich alle anderen wertlos, überspitzt gesagt.
Bei einem Trostpreis ist ja der materielle Wert viel geringer als der von einem richtigen Gewinn (ist bestimmt irgendwo festgelegt wie des Verhältnis sein muss), man muss halt den individuellen Wert und den materiellen Wert unterscheiden und des ganze Lootboxenzeug hat keinen bezifferbaren Wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicherlich gibt es deutliche Unterschiede, aber eben auch Gemeinsamkeiten - genauso wie zB bei Whiskey und Bier. Beides sind alkoholische Getränke, aber von Whiskey wird man schneller besoffen - um mal einen krummen Vergleich zu machen. ;)
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Lustig das du grad den Vergleich bringst, den Bier darf man schon ab 16 und Whiskey erst ab 18 konsumieren, könnte man ja übertragen Lootboxen ab 16 und richtiges Glücksspiel ab 18.
 
Lustig das du grad den Vergleich bringst, den Bier darf man schon ab 16 und Whiskey erst ab 18 konsumieren, könnte man ja übertragen Lootboxen ab 16 und richtiges Glücksspiel ab 18.

Das hat aber eher was mit dem Volumen-% von Alkohol im Getränk zu tun, als mit dem Getränk selber.
Bier ist auch ab 16 erlaubt, da er kulturell hier schon sehr viel länger verbreitet ist und gesellschaftlich akzeptierter. Besoffen wird man von beiden und abhängig kann man auch von beidem werden.
 
Hat eher mit dem Herstellungsprozess zu tun gebrannte Getränke, auf gut deutsch Schnaps ab 18 und über Gärung hergestellt also Bier und Wein ab 16, ab indirekt dann mit dem Alkoholgehalt ja, ob des nen kulturellen Hintergrund hat glaub ich net.

Von Lootboxen kann theoretisch auch abhängig werden, gibt es eigentlich etwas von dem man nicht süchtig werden kann? Die frage ist eben wie leicht man davon abhängig werden kann.
 
Die Entwickler und Erfinder der boxen haben die Glücksspielgesetze umgangen mit der Tatsache "man bekommt ja was" und die meisten Leute schlucken den Braten auch noch und lassen sich Sand in die Augen Streun, Clever gemacht.
 
Hm,
also jeder definiert Glücksspiel wohl anders.

Bei einem ist es ein Glücksspiel die/dem richtige/n Frau/Man fürs Leben gefunden zu haben.:-D
Das mal so als kleines anderes Beispiel. Soll da der Gesetzgeber etwa auch eingreifen?
Im gaming,
Diablo 3, auch alles Glücksspiel was man findet, so als Beispiel.
Jedes Game wo es was zu looten gibt, reines Glücksspiel. Ich selbst, WoW, momentan im Mythic Raid, nix bekommen die letzte Zeit was ich brauche obwohl höchste Spielklasse, also auch da reines Glücksspiel. Habe ich außer mein Abo was bezahlt, nein. Soll ich jetzt klagen? Steht mir was besseres zu weil ich ein Abo habe? In SwTor kann man mit oder ohne Abo spielen, die Lootchance ist die gleiche, klagen?
Alle Games die eben sowas bieten wie rnd Loot sind reines Glücksspiel.
Lootboxen, auch wenn wir sie alle verteufeln sind da nichts anderes.
Allerdings, und da hat der Gesetzgeber bis jetzt versagt, diese Lootboxen kaufe ich mit Echtgeld, das ist der Unterschied zwischen dem und dem Gaming Glücksspiel.
Unterschied der andere ist, der Gesetzgeber betitelt Glücksspielt eben nur als Glücksspiel wenn ich Geld reinstecke und die Chance habe gleichzeitig mit dem gesetzten Geld auch Geld zu bekommen. Ja das muss geändert werden. Da hingt der Gesetzgeber hinterher und muss schnellstens nachbessern bei käuflich erwerbbaren Loot. Denn das ist auch in meinen Augen eine zumindest Psychische Verbesserung die man mit Geld erreicht, also wie im Real Leben.
So erstmal meine Meinung dazu.
 
Lustig das du grad den Vergleich bringst, den Bier darf man schon ab 16 und Whiskey erst ab 18 konsumieren, könnte man ja übertragen Lootboxen ab 16 und richtiges Glücksspiel ab 18.
Lustig: Diese Übertragung ist durchaus im Sinne des Verfassers. ;)

ob [Bier] nen kulturellen Hintergrund hat glaub ich net.
In einem Land, in dem beim Oktoberfest massenweise "Maß" e mit Bier getrunken werden und zu Karneval typischerweise Kölsch (was ja mindestens per Definition auch ein Bier sein soll :D) gereicht wird und bei jeder größeren Kirmes oder sonstigem Happening auch ein Bierstand dabei ist, kann man durchaus davon sprechen, daß in Deutschland Bier zu deutschen Kultur gehört.

Du wirfst mir Befangenheit vor.
Äh, nein.

Ich habe dir nichts vorgeworfen. Ich habe lediglich die Möglichkeit in den Raum gestellt. Meine Formulierung war: "Aber ebenso kann es auch sein, daß ...". Vielleicht solltest du deinen Vorwurf, andere würden nicht genau lesen, auch mal auf dich selbst anwenden. :finger:

Und ich wiederhole mich noch einmal: Man müsste so vieles unter Glücksspiel einordnen...

Möchtet ihr die Börse unter Glücksspiel einordnen? Nach der Definition einiger gehört diese nämlich dann dort hin.
100% Zustimmung. Sämtliche Definitionen von Glücksspiel passen da.

Ich glaube nicht das man so weit ausholen möchte. Deswegen besteht bezüglich der Lootboxen auch kein Handlungsbedarf, sonst fangen wir nämlich an ganz viel als Glücksspiel zu kategorisieren.
Das will kein Schwein.
Warum nicht? Warum nicht die Dinge beim Namen nennen? Warum heißt es an der Börse "Spekulation", während man beim Fußball von einer "Wette" spricht?
Sind doch alles Glücksspiele.

Für mich gehört zur Definition von Glücksspiel auch immer die Fragen: Wie sehr kann ich abhängig werden? Wie schnell kann ich mich verschulden? Betrifft es die breite Masse? Bekomme ich einen "Gegenwert" garantiert zurück?
Das sind Fragen, die die Suchtgefahr und die Gefahr für die eigene Existenz und damit die Gefahr des konkreten Glücksspiels festlegen. Und damit auch, wie man mit dem konkreten Glücksspiel rechtlich umzugehen hat.
Aber das ist völlig irrelevant, bei der Frage, ob etwas ein Glücksspiel ist. Denn in der Definition steht nichts davon, wie schnell man dabei in den finanziellen Ruin getrieben werden kann oder wie verbreitet es ist. Wie stellst du dir das auch vor? Wenn dann an der Definitionsgrenze plötzlich einer mehr spielt, macht es *schwupp* und das Nicht-Glücksspiel ist plötzlich ein Glücksspiel? Macht doch gar keinen Sinn.

Und wenn man jetzt ganz genau gelesen hat sollte jedem eins bewusst werden:
Glücksspiel ist nicht so einfach definiert wie man es gerne möchte.
Ähm doch, es gibt exakte Definitionen von Glücksspiel. Man sollte allerdings nicht fehlerhaft daran herum deuten wie die USK, die dann einfach behauptet, Nicht-Geld Gewinne wären keine Gewinne.

Mit einem "entscheidend bei dieser Definition ist, ob man Geld gewinnen kann" schließt man übrigens auch Sachpreise aus - was aber die nächste Frage aufwirft: Sachpreise kann man doch verkaufen. Nun gibt es ja verschieden wertige Sachpreise - von von Kindern selbst gebasteltem Zeug, das ausschließlich ideellen Wert hat bis hin zu Wertgegenständen wie Autos.
Aber wenn die Verkaufswert des Gewinns für die Kategorisierung als "Glücksspiel" relevant sein soll: Wo fängt das an? Bei einem Yps-Heft? Einer kosten losen Werbe CD? die aber möglicherweise doch Sammlerwert besitzt? Bei irgendeiner Unterhaltungselektronik >100 Euro? Und wie ist das, wenn der Gewinn personalisiert ist? also zB ein 2 Jahre langes Abo eines Internetanbieters, das direkt vor Ort per Formular an den Gewinner gebunden wird?

Ist das dann plötzlich kein Gewinnspiel mehr, nur weil das nicht weiterverkauft werden kann?


Ich habe mir auch echt die Mühe gemacht alles genau durch zu lesen. Viele gute Ansätze sind dabei, und bei einigen Punkten stimme ich auch gerne zu.

Aber gewisse Fragen hat sich so wirklich keiner gestellt:
Warum habe ich das verlangen nach Lootboxen und verschulde mich dadurch u.U. sogar?!
Was geht dem vorraus?
Warum habe ich das Bedürfnis danach?

Aha.

2. Das Prinzip hinter der "Lootboxsucht" dürfte das des Sammlers sein, der seine Sammlung komplett haben will - ein Unterfangen, was ihm nicht gelingen wird, da ja im Laufe der Zeit immer neue Lootitems generiert werden.
Während der Spielautomaten Spieler den Geldgewinn als Motivation hat.

Also wenn ich in Heroes of the Storm eine Lootbox öffne, ist das schon mit einem Erfolgsgefühl verbunden, wenn ich da eine tolle Belohnung rausfische. Das Öffnen wird ja auch inszeniert: erst schwebt die Lootbox vor dir, dann klickt man drauf, dann sieht man die Qualitätsstufe der 4 enthaltenen Items (normal, selten, rar, legendär), muß diese aber nochmal einzeln anklicken, um zu sehen was das jeweils ist und das wird dann mit einem Soundeffekt und ggfalls einem Voice over "Legendär!" angezeigt.*

(Gekauft habe ich noch keine einzige Lootkiste, daher fühlt sich das Öffnen für mich auch noch mehr wie ein erreichter Spielabschnitt an.)

[Bei Ü-Eiern] dürfte auch eher der Second Hand Markt problematisch sein, auf dem zur Komplettierung der Sammlung fehlende seltene Figuren für horrende Preise gezielt nachgekauft werden.

Somit fällt das Glücksspiel weg als "Motivation", denn ein Item erhalte ich ja sowieso.
1. Der Süchtige definiert, was eine "Niete" ist. Wenn man was bekommt, damit der Betreiber sagen kann "Es gibt keine Nieten", das aber für den Spieler vollkommen wertlos ist, ist das für ihn exakt dasselbe wie eine Niete.
Beispiel: In Heroes of the Storm gibt es als Loot Kisten Inhalt "Dialogzeilen" - man kann diese "anlegen", so daß der Held bei bestimmen Ereignissen eben diese Dialogzeile sagt.
Für mich haben diese Dialogzeilen den Wert und Sinn NULL. Jede Lootkiste, die ausschließlich Dialogzeilen enthält, ist für mich eine "Niete".
Zum Glück ;) kann man die Lootkisten in HotS neu auswürfeln lassen (gegen leicht verdientes ingame Gold mit pro reroll steigenden Kosten), so daß ich bei reinen Dialogzeilen "Gewinnen" quasi instant auf den reroll Button klicke.

Laut Definition bedeutet Glücksspiel auch, das ich u.U. leer ausgehe.
OK, du hast gewonnen. =)

Das steht in der Tat in der Definition. Und selbst, wenn ich mir die Nieten selbst definiere und es rein theoretisch sein kann, daß ich durch mehrere rerolls immer nur Dialogzeilen (= Nieten) bekomme, ist das recht unwahrscheinlich.


Hm,
also jeder definiert Glücksspiel wohl anders.

Bei einem ist es ein Glücksspiel die/dem richtige/n Frau/Man fürs Leben gefunden zu haben.:-D
Das mal so als kleines anderes Beispiel. Soll da der Gesetzgeber etwa auch eingreifen?
Im gaming,
Diablo 3, auch alles Glücksspiel was man findet, so als Beispiel.
Jedes Game wo es was zu looten gibt, reines Glücksspiel. Ich selbst, WoW, momentan im Mythic Raid, nix bekommen die letzte Zeit was ich brauche obwohl höchste Spielklasse, also auch da reines Glücksspiel. Habe ich außer mein Abo was bezahlt, nein. Soll ich jetzt klagen? Steht mir was besseres zu weil ich ein Abo habe? In SwTor kann man mit oder ohne Abo spielen, die Lootchance ist die gleiche, klagen?
Bei allen deinen Beispielen zahlst du aber nicht, um Loot zu bekommen. ;)
 
In einem Land, in dem beim Oktoberfest massenweise "Maß" e mit Bier getrunken werden und zu Karneval typischerweise Kölsch (was ja mindestens per Definition auch ein Bier sein soll :D) gereicht wird und bei jeder größeren Kirmes oder sonstigem Happening auch ein Bierstand dabei ist, kann man durchaus davon sprechen, daß in Deutschland Bier zu deutschen Kultur gehört.

Das Bier zur deutschen Kultur gehört wollt ich gar nicht bestreiten, aber ob deswegen Bier ab 16 ist bezweifel ich da ja alle Alkoholika die über Gärung enstehen ab 16 sind.

Die Entwickler und Erfinder der boxen haben die Glücksspielgesetze umgangen mit der Tatsache "man bekommt ja was" und die meisten Leute schlucken den Braten auch noch und lassen sich Sand in die Augen Streun, Clever gemacht.

Sand in die Augen Streuen nicht, aber rein gesetzlich ist es nun mal kein Glücksspiel, darum geht es überwiegend. Ich glaub die wenigstens bis keiner von denen die hier diskutieren haben sich jemals ne Lootbox gegen Echtgeld geklauft. Ich jedenfalls nicht.
 
Das Bier zur deutschen Kultur gehört wollt ich gar nicht bestreiten, aber ob deswegen Bier ab 16 ist bezweifel ich da ja alle Alkoholika die über Gärung enstehen ab 16 sind.
Es ging um die Frage, "ob [Bier] nen kulturellen Hintergrund hat", nicht darum, ab wann es legal ist bzw sein sollte.

Ich glaub die wenigstens bis keiner von denen die hier diskutieren haben sich jemals ne Lootbox gegen Echtgeld geklauft. Ich jedenfalls nicht.
Und? Darf man deswegen nicht darüber diskutieren?
 
Wenn du nur Schrott aus den Lootkisten bekommst ist es so was wie gar nichts, so das du leer aus gehst.

Eben. Man hat zwar etwas auf dem Account, aber wenn man es nicht benutzen kann, z. B. weil man es doppelt hat oder absolut nicht braucht, ist das irgendwie, als würde man ein Los kaufen und einen Porsche gewinnen, der inklusive Schlüsseln und Papieren irgendwo auf dem Mond steht. Er gehört einem zwar theoretisch, aber das bringt einem trotzdem rein gar nichts. Man kann den per Lootbox gewonnenen Content in den den meisten Spielen halt nicht verkaufen oder tauschen und das macht doppelte oder unnütze Items praktisch wertlos.
 
Es ist quasi wie Lotto, weil Du nicht bestimmen kannst was Du für Deinen Einsatz bekommst. Bei einem DLC weißt Du das so in ungefähr. Bei einer Bronze-, Silber-, Gold- oder Platinkiste nicht. Dann mußt Du hoffen, daß die Gegenstände die Du so per Zufall zugelost bekommst auch in irgendeiner Form gebrauchen bzw. überhaupt nutzen kannst. Nicht daß Du mit Lvl. 20 eine Lootbox bekommst wo Waffen und Ausrüstungen für Lvl. 2 oder 3 drin sind. Oder Du mit einem Charakter der auf Nahkampf spezialisiert ist Ausrüstungsgegenstände bekommt die für einen Fernkämpfer vorgesehen sind. Zudem gibt es afaik vielleicht nur 2-3 Spiele (wie Counterstrike, kann mich auch täuschen vielleicht gibt es mehr) wo man diese digitalen Goodies im Zweifelsfalle auch wieder über irgendeinen Marktplatz oder ingame verkaufen/tauschen kann. Bei vielen Spielen sind diese aber nur digitaler Ballast aber das bezahlte Geld ist eben weg.

Ich halte solche neumodischen Game-Mechaniken für die bislang schlimmsten und nervigsten in der Gaminghistorie und für pure Abzocke. Ich möchte wenn ich mir ein SP-Spiel kaufe und die Addons bzw. Seasonpaß dazu dann auch das ganze Spiel. Und nicht nach dem Motto: "Kauf mal möglichst regelmäßig Lootboxen (scheiße uns mit Geld zu auf gut Neudeutsch) um zu hoffen, daß Du irgendwann einmal alle Waffen, Rüstungen etc. dein Eigen nennen kannst".

Im Zweifelsfalle ist dann Akt 3, 4 oder 5 ohne die nur so erhältlichen, besseren Waffen kaum oder nicht lösbar. Das ist dann noch die Krönung. Nee, beim besten Willen.

Das macht mich traurig, daß die Gamingindustrie zu solchen Mechaniken greift um zusätzlich Geld zu generieren. Weil sie wissen, daß Kiddies das Geld dafür bezahlen, weil sie die Waffe so geil finden oder das Outfit "Nameschießmichtot" (notfalls Papas Kreditkarte damit belasten). Dies halte ich für moralisch äußerst fragwürdig. Und ich bezweifle mal ernsthaft, daß es ohne Spielepiraterie anders verlaufen würde. Die Mechaniken wären so oder so gekommen. Leider. Weil es eben genügend Leute gibt, die bereit sind hierfür Geld zu lassen. Entweder weil ohne festen Willen, süchtig, nicht über die Folgen nachdenkend was auch immer.

Bei irgendwelchen F2P-Titeln kann ich das verstehen, daß man zum Geld generieren diese Mechaniken einbaut. Die Spieleentwicklung muß ja irgendwie bezahlt werden, die Server.... Aber bei Vollpreistiteln hat dieses Zeug absolut nichts drin verloren. Wenn ich 100 oder teils auch mehr Euro bezahle mit Hauptspiel und Seasonpaß will ich von diesem Rotz einfach verschont werden. Der gehört vielleicht zu mobile Games. Aber nicht in ein vernünftiges Vollpreisspiel. Erst Recht nicht wenn damit P2W-Mechaniken verbunden sind.
 
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