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Jade Raymond - "Das Spielemedium muss erwachsen werden"

Hohle Aussagen, die sich auf nichts genau definiertes beziehen.
Ab wann bitte ist ein Spielemedium erwachsen, ab wann nicht?

Ausserdem gibt es mittlerweile genügend Spiele gibt, die "wichige" Themen anschneiden.
Bioshock mit seiner Vision eines völlig liberalen Kapitalismus gehört z.B. dazu.
 
Wie es auch in Filmen und Büchern ist sollte man dies einfach mal abseits vom Mainstream suchen und dann findet man auch genug "Erwachsene" Spiele. Und auch so gibt es noch Spiele wie S.T.A.L.K.E.R. und Metro 2033, wobei diese stark von ihrer literarischen Vergangenheit profitieren. Nehrim bietet auch eine "erwachsene" Welt und Geschichte bei der nur die Engine von Oblivion nicht richtig passt.
 
Ehrlichgesagt weiß ich nicht was sie damit meint, wenn sie sagt Spiele sollten erwachsener werden. Assassin´s Creed ist ja ganz gut, aber es als Beispiel für ein erwachsenes Spiel zu nehmen verstehe ich nicht. Was macht es den erwachsener als z.B. Mass Effect, Dragon Age oder Alan Wake? Eine gute tiefgründige Geschichte? Die haben sie doch alle 3. Ich verstehe nicht worauf sie genau abziehlt.
 
Naja erwachsene Themen:

Rassenhass, Ausbeutung etc... da fällt mir sofort The Witcher ein.

Aber dann hörts auch auf. Gute Story haben viele, aber "böse" Themen schneiden die wenigsten an, weil es einfach Leute verschrecken kann.
 
Hohle Aussagen, die sich auf nichts genau definiertes beziehen.
Ab wann bitte ist ein Spielemedium erwachsen, ab wann nicht?
Die Aussage ist nicht hohl. %-)

Sie hat Recht mit dem was sie sagt, das Spiele Erwachsen werden müssen und das man, bitte überspitzt zu verstehen, in einem Vorstellungsgespräch bei Hobbys durchaus "zocken!" nennen kann ohne merkwürdige Blicke zu bekommen.

Selbst ich, der seit Jahrzehnten zockt und mit Spielen groß geworden ist, würde erstmal verdutzt schauen wenn mir jemand breit grinsend erklärt, das er sich die Nächste mit Spielen um die Ohren schlägt.

In meinen "Kreisen", bitte die " " richtig deuten, kenne ich niemanden, der von sich aus behauptet sein Hobby sei das Zocken. ;-)
Im Freundes- und Bekanntenkreis ... natürlich. Aber im Geschäftsleben? Nicht wirklich ... und das ist schade.

Was ich der guten Jade allerdings vorhalte: es gibt genug 'anspruchsvolle' Spiele, die eine durchaus erwachsene Geschichte bieten. Aber ganz ehrlich: ich wüsste nicht ob ich diese Spiele als 'erwachsen' titulieren würde ... und damit meine ich nicht USK 18. :-|
 
Ich glaube sie zielt auf CoD (insbesondere), BF, MOh und all diese kriegsmoorhuhnshooter ab ;)

Wenn ich an erwachsene Spiele denke, dann denke ich an Heavy Rain, Alan Wake, L.A. Noire, Mafia, Penumbra und Fahrenheit...

Spiele die eben eine tiefgründige, intelligente, spannende Geschichte erzählen können und deren Autzenzität einfach realistisch daher kommt (wobei hier alan wake vielleicht n bisschen mehr als die andern rausfällt, aber es kann aufgrund seiner absolut genialen Story punkten, vor allem merkt man dem Spiel - wenn man "The Alan Wake Files" gelesen hat - wieviel Mühe hineingesteckt wurde.

Aber wo ist CoD realistisch, oder BF ?!?!?!
man überlebt dutzende Hubschrauberabstürze, macht jeden Topterroristen platt innerhalb weniger Tage, die Kameraden zeigen weder Angst noch Trauer - einfach rein in den krieg und mit erhobener fahne siegen, ohne Schmerz, ohne Leid....
der krieg wird in den Shootern einfach viel zu plastisch dargestellt.

Es knallt und rummst an jeder Ecke und es fliegen einem millionnenfach Kugeln um die Ohren, man wird durch die Gegend geschleudert, schmeißt aber weiterhin mit Granaten um sich als wären es Bonbons zur Kernevalzeit, ABER die truppe mit der man unterwegs ist (und die unbesiegbar scheint, da schließich alle anderen sterben nur die eigene 4, 5 manntruppe nicht) hat noch immer n lockeren Spruch auf Lager, verletzt sich nicht, liegt nicht im Graben und betet das alles gut wird.
Die Sonne scheint erbarmungslos vom Himmel so das die neueste Grafikengine uns wunderschöne Bilder auf den Bildschirm zaubert ...
Nicht gerade das was ICH(!) mit Krieg in Verbindung bringe.
K.I.Gegner kennen nur ducken oder laufen - Absprache, flankieren..alles unwichtig, es gibt ja in scheinbar jedem Ort eine Geheimbasis wo die nächsten gegenersoldaten gezüchtet werden.

Ich(!) will ein kriegsspiel das richtig dreckig und erwachsen daherkommt.
Ich will Soldaten mit denen ich mitfühlen kann. Gebt uns n frischling, das Tutorial plus die ersten level sind reine Ausbildung. Cutscenes die ihn und seine Kameraden/Freunde zeigen so dass man mitfühlen kann, wie beschissen es ist wenn diese später im Spiel im verlauf des krieges fallen. Sie sollen nicht mit mir Seite an seite bis zum letzten Bürokomplex laufen und dort den Bösewicht ausknipsen.
Keine schöne Sonne und dtrahlend blauen Himmel (na klar gibt es sowas im krieg) aber gebt uns dichte Rauchschwaden, blut auf Boden und Wänden. Leichen (sowohl Soldaten als auch Zivilisten, Kinder - mus ja nicht zu expliziert dargestellt werden) die auf den Straßen liegen, zerstörte Umgebungen.
packt ne emotionale geschichte in dieses(...) kriegsspiel, keine 0815/story ... Das i-Tüppfelchen; macht die Soldaten mal richtig dreckig! Dreck, Staub, getrockntes Blut (wenn denn), Schürfwunden, Schrammen, Asche wie auch immer... bisher laufen da immer iwelche blitzblanko-boys über die Schlachtfelder....
 
Mit dem hauseigenem Beispiel (AC) hat sie wohl recht, es gehört aktuell zu den inhaltlich ausgeprägtesten und durchdachtesten Spielen überhaupt. Allerdings finde ich, dass das Medium "Videospiel" längst einen Reifungsprozess hinter sich gelassen hat.
In den 80er Jahren waren es größtenteils noch "Kinderspiele" oder einfachste Spielmechanismen ohne großen Handlungshintergrund. Das hat sich mit den 90ern dann doch spürbar geändert.
Und überhaupt: Aktuell würde kaum ein Spiel großartig reizen wenn es keine vernünftige Geschichtsgrundlage hätte. Sehen wir mal von Hüpfern wie Super Mario und Klopperei-Games á la Tekken und Co. mal ab.

Der Begriff "erwachsen" ist jedoch schlecht gewählt. Kann man so oder so verstehen...
 
Sie hat Recht mit dem was sie sagt, das Spiele Erwachsen werden müssen und das man, bitte überspitzt zu verstehen, in einem Vorstellungsgespräch bei Hobbys durchaus "zocken!" nennen kann ohne merkwürdige Blicke zu bekommen.

Selbst ich, der seit Jahrzehnten zockt und mit Spielen groß geworden ist, würde erstmal verdutzt schauen wenn mir jemand breit grinsend erklärt, das er sich die Nächste mit Spielen um die Ohren schlägt.

In meinen "Kreisen", bitte die " " richtig deuten, kenne ich niemanden, der von sich aus behauptet sein Hobby sei das Zocken. ;-)
Im Freundes- und Bekanntenkreis ... natürlich. Aber im Geschäftsleben? Nicht wirklich ... und das ist schade.
Naja, kommt immer auf die Branche an, würde ich sagen. Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch war es durchaus von Vorteil, dass ich einige bestimmte Spiele schon gespielt habe und dies auch im Gespräch erwähnte.
Ich rede von der Games-Branche. ;-) Dort ist es kein Malus viel zu spielen und das auch zu erwähnen. Für einige Projekte sogar ein dicker Plus-Punkt.
Stelle dir z.B. einen Community-Manager vor, der selbst so gut wie nie spielt. :-B
 
Die Aussage ist nicht hohl. %-)

Sie hat Recht mit dem was sie sagt, das Spiele Erwachsen werden müssen und das man, bitte überspitzt zu verstehen, in einem Vorstellungsgespräch bei Hobbys durchaus "zocken!" nennen kann ohne merkwürdige Blicke zu bekommen.

Selbst ich, der seit Jahrzehnten zockt und mit Spielen groß geworden ist, würde erstmal verdutzt schauen wenn mir jemand breit grinsend erklärt, das er sich die Nächste mit Spielen um die Ohren schlägt.

In meinen "Kreisen", bitte die " " richtig deuten, kenne ich niemanden, der von sich aus behauptet sein Hobby sei das Zocken. ;-)
Im Freundes- und Bekanntenkreis ... natürlich. Aber im Geschäftsleben? Nicht wirklich ... und das ist schade.

Das ist aber bei vielen Hobbys so. Im Geschäftsleben lass ich es auch lieber unter den Tisch fallen, dass ich in einer Modellfluggruppe bin. Das wird von Aussenstehenden genauso als Spielzeug betrachtet obwohl es in keinster Weise eines ist.
Man muss nur bedenken, dass so ein Hubschrauber mit 1.80 m Rotordurchmesser durchaus mehreren Leuten das Leben kosten kann. Auch die ein oder andere Hand kann da mal verschwinden.

Dass ich aber resultierend aus diesem Hobby Drohnen für Foto und Videoaufnahmen baue, erwähne ich doch ab und an ganz gerne.

Bei Videospielen denke ich, ist das ähnlich. Ich glaube nicht, dass dieses Hobby in der Form einer breiten Akzeptanz überhaupt erwachsen werden kann.
 
ich halte das auch für ziemliches geschwätz.
das kommt alle jahre mal wieder aus irgendeiner ecke, auch der molyneux peter hat das sicher schon das ein oder andere mal vom stapel gelassen. :-B
mit inhalt füllen konnte das noch keiner so wirklich - was bedeutet denn 'erwachsen'?
 
klingt doch sehr nach Promo.

1. schon Assassin's Creed war quasi nur durch ihre attraktive Präsens so gehypet; dejavu?
2. Sie arbeiten an einem noch unbekannten Spiel; ich könnte wetten, dass das ein Titel mit besagtem "erwachsenen" Anspruch werden soll.

"Ach ja, da war doch diese Raymond, die damals AC so bekannt gemacht hat. Kommt Leute, das klappt bestimmt wieder."
 
Videospiele werden einfach nicht ernst genommen.

Nichtspielende Erwachsene assoziieren das Wort "Videospiel" noch immer mit "Kind". Deshalb gibt es ja Behörden, die Spiele auf ihre Kindertauglichkeit prüfen, Zensurierungen veranlassen und gegebenfalls dessen Vertrieb einschränken.
So nach dem Motto: "Spiele sind für Kinder. Dieses Spiel ist zu brutal für Kinder. Dieses Spiel wird geschnitten. Und nur Erwachsene dürfen das geschnittene Spiel kaufen."
Ähm, okay?

Das Spiele durchaus den selben Tiefgang haben können wie gute Spielfilme oder auch TV Serien (na gut, vlt. nicht immer "Band of Brothers", aber oft "A-Team" ;) ), ist nur wenigen bekannt, was an den Verkaufszahlen der inhaltlich anspruchsvollen Software zu sehen ist.

Das Medium selbst *ist* erwachsen. Erwachsene sollen es nicht wie ein Kind behandeln. (Und die ganzen (CoD) Kinder erst mal erwachsen werden.)
 
Videospiele werden einfach nicht ernst genommen.

Nichtspielende Erwachsene assoziieren das Wort "Videospiel" noch immer mit "Kind". Deshalb gibt es ja Behörden, die Spiele auf ihre Kindertauglichkeit prüfen, Zensurierungen veranlassen und gegebenfalls dessen Vertrieb einschränken.
So nach dem Motto: "Spiele sind für Kinder. Dieses Spiel ist zu brutal für Kinder. Dieses Spiel wird geschnitten. Und nur Erwachsene dürfen das geschnittene Spiel kaufen."
Ähm, okay?

Das Spiele durchaus den selben Tiefgang haben können wie gute Spielfilme oder auch TV Serien (na gut, vlt. nicht immer "Band of Brothers", aber oft "A-Team" ;) ), ist nur wenigen bekannt, was an den Verkaufszahlen der inhaltlich anspruchsvollen Software zu sehen ist.

Das Medium selbst *ist* erwachsen. Erwachsene sollen es nicht wie ein Kind behandeln. (Und die ganzen (CoD) Kinder erst mal erwachsen werden.)

Zum einen geb ich dir recht, zum anderen aber liegt es nicht nur daran, dass Spiele wie ein "Kind" behandelt werden. Das Problem ist die Deutschland GmbH. Titel werden immer noch zensiert, da die GmbH der Meinung sei, dass es für die Bevölkerung unseres besetzten Landes schädlich ist. Ist irgendwas zu brisant, zu abtrünnig oder enthält gar Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit geraten dürfen, wird etwas zensiert. Stell dir ein Spiel vor, in dem der Gameplay-Wert extrem hoch ist, aber diverse deutsche Politiker kurz um vereppelt werden und das sehr Direkt.
Sowas würde niemals auf den Markt kommen. Warum Postal 2 z.B. zensiert wurde? Nicht aufgrund des Gewaltgrades, denn dann hätte man Gears of War 3 und die Kettensäge am Gewehr auch zensieren können. Nein, es lag an Gary Coleman, der zahlreiche Witze und teils kritische Elemente gegen die Amerikaner ins Spiel brachte, welche ja maßgeblich noch eine Besatzungsmacht in unserem Land darstellt. Das Spiel selbst kam auch nicht in jedem Bundesland in Amerika auf den Markt. Wer anderer Meinung sei, kann dies gerne äußern :)
Wie auch immer, es stecken überall weit aus mehr Gründe dahinter, warum etwas zensiert wird oder warum etwas einfach auf den Markt kommt, wo man sich denken könnte, "hm das sollte eigentlich vom Regal".

PS: Solltest du meinem Kommentar nicht folgen können, kann ich nur die Churchill Biographie empfehlen, bei dem zahlreiche Kommentare bzw. Zitate darauf schließen, dass Deutschland immer noch unter Besatzungsmacht ist.
 
Zum einen geb ich dir recht, zum anderen aber liegt es nicht nur daran, dass Spiele wie ein "Kind" behandelt werden. Das Problem ist die Deutschland GmbH. Titel werden immer noch zensiert, da die GmbH der Meinung sei, dass es für die Bevölkerung unseres besetzten Landes schädlich ist. Ist irgendwas zu brisant, zu abtrünnig oder enthält gar Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit geraten dürfen, wird etwas zensiert. Stell dir ein Spiel vor, in dem der Gameplay-Wert extrem hoch ist, aber diverse deutsche Politiker kurz um vereppelt werden und das sehr Direkt.
Sowas würde niemals auf den Markt kommen. Warum Postal 2 z.B. zensiert wurde? Nicht aufgrund des Gewaltgrades, denn dann hätte man Gears of War 3 und die Kettensäge am Gewehr auch zensieren können. Nein, es lag an Gary Coleman, der zahlreiche Witze und teils kritische Elemente gegen die Amerikaner ins Spiel brachte, welche ja maßgeblich noch eine Besatzungsmacht in unserem Land darstellt. Das Spiel selbst kam auch nicht in jedem Bundesland in Amerika auf den Markt. Wer anderer Meinung sei, kann dies gerne äußern :)
Wie auch immer, es stecken überall weit aus mehr Gründe dahinter, warum etwas zensiert wird oder warum etwas einfach auf den Markt kommt, wo man sich denken könnte, "hm das sollte eigentlich vom Regal".

PS: Solltest du meinem Kommentar nicht folgen können, kann ich nur die Churchill Biographie empfehlen, bei dem zahlreiche Kommentare bzw. Zitate darauf schließen, dass Deutschland immer noch unter Besatzungsmacht ist.

Das ist doch paranoid.
Und ein Buch erklärt sicher nicht alles. Schon gar nicht eine Biographie über Churchill (der übrigens Brite war, nicht Amerikaner). Und Spiele werden in Deutschland nicht aufgrund ihres Bezuges zu den USA zensiert, sondern weil ein Gremium (aus verschiedenen Gruppierungen) weder "Sinn" noch "Kunst" noch "Anspruch" erkennen kann. Du denkst, Deutschland verbietet antiamerikanische Inhalte? Dann schalte Pro7 an und kuck die Simpsons, American Dad, Futurama, South Park und wie sie alle heißen.

Diese Paranoia ist schlimm, viel zu kleines Guckloch für diese Welt.
 
Tja, nur leider wollen die Wenigsten einen Schlingensief-Film spielen. Kunst ist eine Sache, aber ich bevorzuge Unterhaltung.

"Ich glaube, es ist Zeit, dass das Videospielmedium erwachsen wird. Wir müssen kein Gegenstück zu einem Michael-Bay-Film entwickeln, um fünf Millionen Exemplare eines Spiels abzusetzen. Spiele können eine viel größere Bedeutung haben und könnten auch wichtige Themen anschneiden."

Wie zum Beispiel? Euro-Krise - das Spiel? Total War: Revolution Syrien? Merkels Haushalt-wirtschafter? Far Cry: Operation Ärzte ohne Grenzen?
Was hat das mit "erwachsen werden" zu tun?
Ich bin ja mal gespannt, wie diese Vision in AC3 oder SC6 passen soll.

Es gibt Spiele mit philosophischer Tiefe, wie Planescape Torment, wo man seine eigene Sterblichkeit bekämpft, das aber ein Flop an der Ladentheke war.
Wie gesagt, ich würde gerne wissen, was sie unter "erwachsen werden" versteht und wie sich das in ein SPiel einbauen lässt.
 
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