Ist Story wichtiger als Gameplay? Eine Kolumne zum Lese-Marathon in Torment 2

PeterBathge

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Schaschlikschmuggler

Guest
"Ist Story wichtiger als Gameplay?"

Kommt für mich auf das Genre an. Bei den Telltale oder Quantic Dream Games kann ich über das rudimentäre Gameplay hinwegsehen. Mit dem Spiel hier könnte ich mich aber auf den ersten Blick wohl ehernicht anfreunden, auch wenn Gamestar vollmundig behauptet: "Die beste Story seit The Witcher 3" Als ob irgendwas an den Witcher rankäme :-D
 

sauerlandboy79

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Oha, das nenne ich mal eine Kolumne mit der ich mich voll und ganz anfreunden kann. Ich selbst mag ja auch text- bzw. dialoglastige Spiele, sowas zeichnet besonders gute Adventures aus, aber nur bis zu ner gewissen Grenze. Zumal, wenn man extrem viel Zeit mit ausschließlichem Lesen von Textlawinen verbringt, was bleibt da am Ende noch an Spiel übrig?

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Weissbier242

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Muss für mich auch festellen, das es doch zu viel des guten ist. Bin jetzt schon etwas weiter nach der Begegnung mit dem Kummer, wo man fliehen musste und im Flor angekommen. Mach da jetzt erst mal pause. Die Kämpfe sind einfach unsäglich langsam und man hat eigentlich keinen wirklichen Plan was man machen soll, weil es bis dahin bei mir gerade mal 2 kämpfe waren und man kein Gefühl dafür hat. Alle kann man ja nicht umgehen. Ansonsten ist es wirklich ein interaktives Buch. Ich will halt doch beides. Pillars hat bei mir am Ende versagt weil mich die Story null interessiert, Torment ist ne tolle Geschichte, aber ein wenig mehr "Spiel" ist mir dann doch lieber. Genauso versagt bei mir DOS 2 ebenfalls wegen der belanglosen Geschichte. Fang jetzt noch mal Wastland 2 an :) Einzig hat es bis jetzt Tyranny geschafft, das Ich bis zum Ende weiterspielen wollte und es auch durch hab, hier hat mich die Geschichte nie gelangweilt und kämpfe gabs auch genug.
Ebenfalls finde ich blöd, das in Dialogen nie ein Bild meines Gegenübers angeziegt wird, nur der Name im Text. Da Ich jetzt ne Pause einlege und mich ganz gut kenne, denk Ich mal das es wohl bei mir unbeendet bleiben wird, schade.
 

stevem

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"Ist Story wichtiger als Gameplay?"

Also ich spiele solche Spiele hauptsächlich wegen dem Gameplay, Story ist mir zwar auch wichtig aber das Gameplay ist mir wichtiger, wenn ich ein RPG spiele in den man ständig nur lesen muss aber kaum kämpfe hat, dann wird das Spiel für mich sehr schnell langweillig.
 

Spiritogre

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Ich bin ein großer Story-Spieler, gute Charaktere, eine lebendig wirkende und in ihrem Kontext mit ihren festen Regeln funktionierende Welt sind für mich mit das Wichtigste bei einem Spiel (wahrscheinlich locken mich das neue Zelda und Open World Titel im Allgemeinen deswegen auch nicht mehr so). Wenn die Geschichte und die Immersion stimmen, dann kann ich auch über diverse Gameplay-Mängel hinwegsehen. Gerade bei RPGs ist mir das Kampfsystem häufig recht egal, solange es micht nicht durch langwierige Kloppereien von der Handlung fern hält. Tatsächlich ist bei mir das Kampfsystem in RPGs häufig nur Mittel zum Zweck, natürlich, wenn es wirklich gut ist, dann bin ich da auch investiert, aber das ist halt eher selten der Fall.

Ich mag da auch Visual Novels oder Point & Click Adventures sehr gerne, wobei P&C Adventures ja in den Anfangstagen des Gamings ja ohnehin die Königsklasse unter den Spielen darstellten, eine Stellung, die sie schon vor ewigen Jahren schnell verloren haben.

Ausgerechnet dieses Torment 2 jedoch spricht mich kaum an. Zum einen fehlt mir bei dieser Iso-Optik die Immersion, ich bin zu weit weg vom Geschehen, bin nicht involviert sondern halt der Spieler, der Gott oder Feldherr der irgendwelchen Charaktere Befehle erteilt. Weitherin steht hier die Geschichte so sehr im Vordergrund und wird vom (Retro-) Gameplay so zerlegt, dass ich dann lieber einen Fantasy-Roman lese (oder gerne das Ganze auch als richtige Visual Novel) weil mich das Spiel sonst immer wieder rausreißt. Ich lese halt ein paar Textboxen, dann muss ich weiter gehen, Inventarmanagement betreiben, Charaktere ausstaffieren, gelegentlich mal kämpfen usw., was den Lesefluss halt unterbricht.

Oben erwähnte ich, dass ich Open World wegen deren zumeist mangelhaften Storys nicht so mag. Eine große Ausnahme sind hier die Bethesda Rollenspiele. Diese ermöglichen mir, auch dank Mods und der Art der Sidequests, so ein wenig mein eigenes Puppenhaus / Playmobil in einer Sandbox, die aber Geschichten enthält oder die ich im Geiste sehr gut mit eigenen Geschichten füllen kann, tief einzutauchen. Anders als die meisten Sandkästen-Spiele, in denen es eben eher um Aufbau und Item-Sammelei geht.
 

weazz1980

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Der Witcher war schon ganz cool, aber auch nicht der heilige Gral.

Aber mmn. kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Die Telltale-Games liebe ich einfach, da Sie gute Geschichten erzählen und man ganz entspannt in diese eintauchen kann.

Auch sehr gut hat mir die Metro-Reihe gefallen, ist zwar ein Shooter, aber dennoch hat mir die Aufmachung und die Art der Erzählung sehr gut gefallen. Ist aber natürlich von der Tiefe her nicht mit Torment oder ähnlichem vergleichbar.

Es darf halt nicht zuviel Text sein finde ich, da kommt das spielen dann zu kurz und man ist schnell gelangweilt. Und wenn es schon recht viel Text zu lesen gibt, sollte dieser wenigstens vertont sein. So kann man sich das in Ruhe anhören und muss nicht konzentriert vor dem Bildschirm hocken und seitenweise Text lesen. Dann greife ich lieber zu einem guten Buch.
 

Elektrostuhl

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Gameplay ist alles. Über eine unzureichende oder schlecht erzählte bis gar fehlende Handlung kann ich bei Computerspiele hinwegsehen. Schlechtes Gameplay jedoch geht gar nicht und das lässt sich selbst noch verkorksen, wenn es sich darauf beschränkt, nur einen Knopf zu drücken. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Torment 2 beim Gameplay versagt. Dass es textlastig würde, war klar. Dass sich einige ein komplexeres oder herausforderndes Gameplay wünschen auch. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass bei Torment 2 trotz monströser Textmengen, noch genug Spiel übrig bleibt. Es dürfte nur nicht der heutigen Vorstellung von kurzweiliger Unterhaltung nach getaner Arbeit entsprechen.
 

Scholdarr

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Ach Peter, gesellst du dich jetzt auch zu der Riege derer, die definieren wollen, was ein Videospiel sein darf und was nicht? "Computerspiele sind nun mal ein interaktives Medium", echt jetzt? Es ist traurig, dass Leute scheinbar immer alles fein säuberlich in Schubladen packen wollen und die große Krise ausbricht, wenn mal was nicht ganz rein passt.

Gerade Spiele (oder wie auch immer du das nennen willst, ist doch völlig egal), die vom sonstigen Einheitsbrei abweichen, sind Gold wert. Vielfalt ist Gold wert. Wenn dir Torment zu wenig Kämpfe bietet, dann spiele es halt nicht (gut, in deinem Fall geht das nicht, weil du das aufgrund deines Jobs spielen musst, aber du weißt, was ich meine). Man kann Torment ankreiden, dass die Kämpfe, die es bietet, nicht optimal sind, aber die Anzahl der Kämpfe? Really?

Btw, schon mal was von Deus Ex gehört? Das kann man durchspielen, ohne einen einzelnen Gegner zu töten, ohne einen einzelnen Kampf? Du willst ein RPG sehen ganz ohne Kämpfe? Da hast du es. Und es ist gut, sehr gut sogar.

"Und das stützt sich eben nunmal meistens auf Konflikte und Gewalt - denn diese universellen Themen sind auf rein psychologischer Ebene spannend und für jeden Menschen verständlich, ja sogar attraktiv."
*facepalm³*

Ganz ehrlich, dir sind auch schon mal bessere Themen für eine Kolumne eingefallen, das hier wirkt wie an den Haaren herbeigezogen, mit hanebüchenen Argumenten. Dass sich das meiste Gameplay auf Gewalt stützt, ist kein Naturgesetz, sondern bestenfalls eine Konvention, weil den meisten Entwicklern offenbar nichts Besseres einfällt und weil es aus der Tradition der pubertären Powerfantasy stammt. Das MUSS aber nicht so sein und auch nicht so bleiben, gerade dann nicht, wenn ein Medium mal erwachsen werden will und seine Zielgruppe ausweiten will. Dass dir das zu abgehoben erscheint, deutet imo eher darauf hin, dass du dich nicht von dem Bild lösen kannst, dass Videospiele primär (oder ausschließlich) für heranwachsende Jungs mit Testosteronüberschuss gemacht werden, die ein Spiel wütend in die Ecke werfen, wenn sie nicht alle 10 Sekunden jemanden virtuell metzeln können...
 

Elektrostuhl

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Sollen wir alle auf der gamescom dieses Jahr mal einen heben? Könnte lustig werden. :B
 

wertungsfanatiker

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Bin für eine weite Definition von Rollenspiel. Ein CRPG (das C steht für Computer) sollte m. E. einfach alles/möglichst viel bieten. Ob die Spieler das auch alles dann machen müssen, sollte ihnen natürlich nicht aufgezwungen werden. Deswegen ist es ja auch gerade so schwierig, es in dem Bereich jedem recht zu machen. Und es SOLLTE zumindest eine sehr hohe Hürde geben, einem so komplexen Spiel eine 85 oder gar mehr zu geben.

Gescheites Gameplay (was ist das überhaupt ? nur Steuerung ? oder eben in CRPG auch eine gute Karte, richtiges Inventar, richtiges Itemmanagement und Modifizierung/Crafting) gehört bei jedem Computerspiel einfach dazu. Die Telltale- Spiele machen mir großen Spaß (habe jetzt TWD, Staffel 1, 2 und TWAU gespielt), allerdings ist das lächerliche Gameplay schon ein Ärgernis. Wie gut könnten diese Spiele sein, enthielten sie richtige Rätsel, ein gutes Gameplay (und ja - auch die QTE können deutlich besser gemacht werden), ja sogar echte unterschiedliche Lösungsarten ? So aber kann ich keinem von den Spielen ein "Sehr gut" oder eben die "magische" 85 geben.

Und apropos Kämpfe: es ist schon ein besonderes Alleinstellungsmerkmal, um Kämpfe herumzukommen. Das Ende von TW 2 ist da erhellend, in Deus Ex KANN der Spieler sogar die Kämpfe umgehen/umschleichen. Generell sind die Konfliktlösungsoptionen in Computerspielen ziemlich eindimensional, nämlich Lösung per Schwert/Schusswaffe. Da ist es erfrischend, mal was anderes vorgesetzt zu bekommen. Als "interaktives Medium" KÖNNTEN Computerspiele so viel mehr sein. Das Problem ist nur: mit VIEL Action, Awesome (Awesome - Button in ME 2,3; ganz spaßig aber eben mehr Schein als Sein) - Momente, Inszenierung hin zum interaktiven Film lässt sich SO viel besser Werbung machen und ein zahlungskräftiges Publikum erreichen. Immer noch...

Allerdings hätten die Kämpfe in Torment deutlich besser umgesetzt werden müssen. Wenn schon Kämpfe, dann GERADE bei Rundentaktik bitte auch mit den entsprechenden taktischen Möglichkeiten und NICHT "heruntergedummt".
 

LesterPG

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Tja, da ist es wieder:

Viel Lesen in Spielen schreckt selbst viele hartgesottene "Bücherwürmer" ab, ich selber hab früher gerne und viel gelesen und es hat mich auch nicht in Spielen gestört.
Heute muß es bei mir in Spielen mindestens voll synchronisiert a la TESO, besser zusätzlich noch mit filmreife Cutscenes a la Witcher 3 versehen sein.
Es versetzt mich besser ins Geschehen ohne ggf. "falsches" Kopfkino.

Gute Story in RPGs ? - unbedingt !
Wichtiger als gutes Gameplay ? - auf keinen Fall, auch wenn das Gameplay stimmen muß !

In guten RPGs (mein Geschmack) gehört beides dazu plus viel Möglichkeiten "mein Ding" durchzuziehen, ich hasse es z.b. wenn ich nur mit Feuer ein guter DD bin und mit Blitzen nur halb so gut, sowas geht gar nicht. (das ist für mich dann nur noch ein PlayingGame ohne "Role")
Ich erwarte das beides sich anders spielt und trotzdem beides Vor- & Nachteile hat, ebenso bei anderen Waffen.


Alle Zutaten Zusammen machen einen guten Eintopf, nicht nur das Fleisch oder nur das Gemüse, es muß auch gut gewürzt sein!
 

Herbboy

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Also, "wichtiger" ist die Story für mich auf keinen Fall, jedenfalls bei den meisten Genres. Würde es zum Großteil um die Story gehen, kann man sich auch nen Film ansehen oder ein Buch lesen. Spiele spielt man um, tja, eben um zu spielen. Selbstverständlich wertet eine gute Story ein Spiel aber massiv auf, und eine lahme Story macht aus einem spielerisch guten Titel einen nicht so guten Titel. Wobei selbst da viele Spiele vom Gameplay her so viel Spaß machen, dass es an sich egal ist.

Wer zB Diablo 3 spielt, dem ist doch die Story spätestens nach 2x durchspielen scheißegal, vielen sogar schon beim ersten Durchspielen. Die weitaus meisten spielen das Game, weil das metzeln, Leveln und Items sammeln einfach nur Spaß macht. Da könnte man als "Story" eben so gut einfach sagen "du bist ein Krieger und willst der beste und reichste der Welt werden, also metzel Monster nieder und sammle Items", und Basta ;) Gutes Beispiel fürs rein Spielerische sind etliche Sportgames. Da spielt man dann einfach eine Saison nach der nächsten, eine Story gibt es nicht bzw. ist unnötig.

Natürlich soll und darf es auch Spiele geben, die fast nur aus Story bestehen und wo man spielerisch an sich nichts anderes macht als sich in der Welt umzusehen und dahin zu gehen, wo die Story dann gescriptet weitergeht und vlt. ein bisschen Herausforderung durch Rätsel hat. Und es gibt auch Spiele, die vom Gameplay her an sich einfach sind, aber wegen der Story dann doch Spaß machen - da ist die Story und atmosphärische Umsetzung dann logischerweise automatisch wichtiger als das Gameplay, zB die Telltale-Version von Walking Dead. Wäre bei Walking Dead noch ein vom gameplay her schlechtes RPG eingebaut, würde aber die Story untergehen - sagen wir mal, es gäb da aufgezwungene Kämpfe, die umgesetzt sind wie bei Dragon Age, aber total simpel ablaufen, und die Charakterentwicklung wäre ebenfalls simpel und spielt so gut wie keine Rolle bei der Frage, ob man das Spielt nun leichter oder schwieriger packt, dann würde mich das SO nerven, dass ich es gar nicht erst zu Ende spielen wollte. Denn wenn die Story mit den Text-Entscheidungsoptionen immer wieder für 5-10Min durch lahme und mies umgesetzte Kämpfe unterbrochen würde, dann würde das nur nerven.
 

Spiritogre

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Wer zB Diablo 3 spielt, dem ist doch die Story spätestens nach 2x durchspielen scheißegal, vielen sogar schon beim ersten Durchspielen. Die weitaus meisten spielen das Game, weil das metzeln, Leveln und Items sammeln einfach nur Spaß macht.
Einspruch! Bei mir ist es anders. Ich kann mit dem Leveln & Looten Prinzip nicht viel anfangen. Gerade Diablo (3) ist ein gutes Beispiel. Ich würde so einen Titel nur einmal durchspielen und verstehe auch nicht, wieso man danach noch weiter zocken sollte. Man hat doch alles gesehen. Das Spiel ist durch, es kommt nichts neues. Und gerade Diablo fängt zwar storymäßig nett an aber wird dann einfach nur ein "konfuser Mist". Deswegen mag ich auch Hack & Slays wie Dungeon Siege 3, Chronicles of Van Helsing, Grim Dawn und andere Action-RPGs viel lieber.
 

SergeantSchmidt

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Man kauft sich doch Spiele nicht weil man eine gute Story möchte (Bumm! Hardliner Behauptung), dafür sind Bücher da.
 

NOT-Meludan

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Uff, das ist ein schwere Frage. Es kommt glaube ich immer auf das Spiel selber an. Manche Spiele brauchen halt nur eine dürftige Story so wie Diablo&Co. und funktionieren rein über das Gameplay.
Wobei die Story von Diablo halt nicht soooo schlecht ist, sie interessiert die meisten Leute halt nicht, aber das war ja auch nie der Anspruch!
Die Lore von Diablo funktioniert ja eher außerhalb des Spiels für interessierte Leute.

Und reine Storyspiele funktionieren ja auch, siehe Beyond Two Souls. Da geht es mehr um die Geschichte und das Gameplay ist stark minimiert, aber das Spiel funktioniert so für sich.

Aber jetzt ein reines RPG zum lesen von ganzen Seiten? Das war ja am Anfang des Genres auf dem PC normal, aber heute? Da muss schon etwas mehr her. Sonst könnte ich auch ein Buch lesen.
Da sind Visual Novels schon eher drin, immerhin kann man ja die ganzen Entscheidungen überlegen.
Man stelle sich mal eine Visual Novel vor, mit so einem Umfang. Was man da an Enden und Wegen beschreiten könnte, das hat doch ein gewisses Potential. Nur ist das auf dem westlichen Mark eher nicht so verbreitet das Spielprinzip.

In Iso-Perspektive mich durch die Welt zu klicken und dann jedesmal minutenlang sich mit einem Text aufzuhalten, da würde mir das Spiel keinen Spaß machen. Das würde mich einfach aus dem Spielverlauf rausreißen. Gerne habe ich mehrere Möglichkeiten, aber jedesmal die Lebensgeschichte anzuhören ist schon dröge. Die Arbeit, sich für nahezu jeden NPC sich sowas auszudenken ist durchaus lobenswert, aber läuft dann doch dem Gedanken eines RPG zuwider (zumindest in meinen Augen).

Ich mag da eher Sachen wie: Du musst durch diese Tür, die von den Wachen dort gesichert ist. Und dann die Wahl zwischen vielen Wegen, durch die Tür zu kommen. Wachen niederschlagen und einbrechen, überreden, bestechen, ablenken usw. Das macht für mich ein gutes RPG aus,
Man sollte so ein Spiel auch gerne pazifistisch fertig spielen können, aber wenn man man mal kämpfen will, dann sollte das auch möglich sein und das möglichst durchdacht eingebracht werden.

Die Kunst ist es ja, das alle irgendwie zufrieden gestellt werden können, aber das ist nicht gerade einfach, jeder Spieler hat ja seine eigenen Vorstellungen, wie sowas funktionieren soll.
 

SergeantSchmidt

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Das ursprünglichste Storytellingmedium ist übrigens das Theater, nicht das Buch. :P

Naja, ich (Muhahaha und ich schließe wieder von mir auf andere ^^ ) kenne mehr Menschen die sich ein Buch holen würden anstatt eine Theatervorstellung zu besuchen...nun gut, Kino kann man als modernisiertes Theater ansehen? Falls dem so ist: Touché :P
 

Herbboy

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Einspruch! Bei mir ist es anders. Ich kann mit dem Leveln & Looten Prinzip nicht viel anfangen. Gerade Diablo (3) ist ein gutes Beispiel. .
ich sag ja nicht, dass es bei JEDEM so ist. Aber DEN Leute, denen ein Spiel wie Diablo 3 Spaß macht, so dass sie es dann nochmal spielen, macht es 100pro WEGEN des Gameplays Spaß. Und DIE würden es auch dann erneut spielen, wenn es keine nennenswerte Story geben würde. Bei dem Spiel ist das Gameplay einfach nur viel viel wichtiger als die Story - du hast ja auch von der Spielzeit vermutlich 95% Game und nur 5% Story, wenn es hochkommt.

Und wenn einem das Spielprinzip von Diablo 3 wiederum nicht zusagt, dann wird auch eine super Story wenig bringen.
 

Scholdarr

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Die Kunst ist es ja, das alle irgendwie zufrieden gestellt werden können
Nö, überhaupt nicht. Die Kunst ist es heute viel eher, seinem Spiel noch irgendeinen starkenFokus zu geben, auch wenn das heißt, dass nicht jeder was damit anfangen kann. Kleinster-gemeinsamer-Nenner-Spiele gibt es doch wie Sand am Meer, wir sollten uns vielmehr über jedes Spiel freuen, dass eben nicht alle ansprechen will, sondern eine ganz bestimmte Erfahrung bieten will und das auch selbstbewusst tut. Das sollten wir auch dann schätzen, wenn wir mit einem bestimmten Spiel bzw. einer bestimmten Erfahrung dann persönlich nichts anfangen können, weil es dann wiederum andere Spiele gibt, die genau die Nische bieten, die dann uns vielleicht extra gut gefällt.

Alleine deshalb ist diese Kolumne hier schon so saudoof. Sie ist ein Angriff auf die Vielfalt in diesem Medium und gleichermaßen ein Angriff auf alle Spiele mit Fokus. Viva la Einheitsbrei, nehme ich an... :B
 

Orzhov

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Es kommt stark auf das Genre an. Bei einem Rennspiel ist das Gameplay z.B. für mich deutlich wichtiger als die Story. Bei einem Rollenspiel ist es eine Frage des Subgenres.
 

JohnCarpenter1

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Man kann das auch umgekehrt betrachten: Viele Spieleentwickler (nicht bei Adventure, Sport, oder Strategiespielen, aber sehr oft im Casualgamebereich) fangen mit Hauen oder Abschiessen an und entwickeln dann grob ein Spiel "drumherum".
 

NOT-Meludan

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Nö, überhaupt nicht. Die Kunst ist es heute viel eher, seinem Spiel noch irgendeinen starken Fokus zu geben, auch wenn das heißt, dass nicht jeder was damit anfangen kann. Kleinster-gemeinsamer-Nenner-Spiele gibt es doch wie Sand am Meer, wir sollten uns vielmehr über jedes Spiel freuen, dass eben nicht alle ansprechen will, sondern eine ganz bestimmte Erfahrung bieten will und das auch selbstbewusst tut. Das sollten wir auch dann schätzen, wenn wir mit einem bestimmten Spiel bzw. einer bestimmten Erfahrung dann persönlich nichts anfangen können, weil es dann wiederum andere Spiele gibt, die genau die Nische bieten, die dann uns vielleicht extra gut gefällt.

Alleine deshalb ist diese Kolumne hier schon so saudoof. Sie ist ein Angriff auf die Vielfalt in diesem Medium und gleichermaßen ein Angriff auf alle Spiele mit Fokus. Viva la Einheitsbrei, nehme ich an... :B

Ja, sich auf etwas konzentrieren ist ja auch per se nicht verkehrt, nur können sich die wenigsten Entwickler sowas leisten. Wenn man den Geschmack der Leute nicht trifft oder völlig verfehlt, dann kann man sich damit auch durchaus ruinieren. Vor allem kleinere Studios müssen das abwägen.
Das sowas durchaus auch Erfolg hat, sieht man ja z.B. in Beyond Two Souls. Das Spiel war von Anfang an auf seine Story aufgebaut und durch "minimales" Gameplay aufgelockert. Die Spieler haben das ja honoriert und es gekauft.

Nischenspiele sind ja auch nicht verkehrt, nur muss der Entwickler davon leben können. Bayonetta bzw. jetzt Nier sind auch Nischenspiele, die funktionieren. Zwar nicht für jeden, aber für genug, so das es sich lohnt.

Und saudoof ist die Kolumne jetzt wirklich nicht. Es ist der persönliche Eindruck vom Redakteur zum Spiel. Das Spiel selber hat er ja nicht zur Hölle verdammt, nur angemerkt was ihm nicht so gefällt bzw. er gerne anders gesehen hätte. Und nun will er die Community hier dazu hören.

Und von Einheitsbrei ist die RPG-Szene nun wirklich weit weg. Zumindest sehe ich da noch mehr Abwechslung, als in vielen anderen Genres.
 

kornhill

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Ein Problem hier ist: Was und wieviele der Kampfelemente nimmt man aus dem Spiel heraus, und hat danach noch ein Rollenspiel? Stichwort: "du kämpfst wie ein blöder Bauer" . Oder auch andersherum: Wäre Monkey Island mit einem anderen Kampfsystem ein Rollenspiel geworden?

(nur ein flüchtiger Gedanke der mir zu dem interessanten Thema durch den Kopf schießt.....)
 

Neawoulf

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Ist bei mir auch stark vom jeweiligen (Sub-)Genre abhängig. Bei einigen Spielen lege ich viel Wert drauf, bei anderen weniger. Von einem Torment z. B. erwarte ich (hab Tides of Numenera noch nicht gespielt) keine Kämpfe hinter jeder Ecke. Da erwarte ich einfach schön geschriebene Texte mit interessanten Auswahloptionen (abhängig von den Charakterwerten natürlich) und ne tolle Atmosphäre durch Locations, Sounds, Musik usw. Halt so richtig schön Oldschool mit Pen & Paper-artigen Fähigkeitsabfragen.

Bei nem Rennspiel würde mich ne Story eher stören und von mir wohl links liegen gelassen werden. Ich bin z. B. ganz froh, dass man sowas im Karrieremodus von Project CARS weggelassen hat.

Bei Adventures dagegen ist mir ne Story wieder sehr wichtig, aber ich möchte dabei auch ein wenig rätseln, erkunden und das ganze in meinem Tempo genießen. Den Telltale-Stil (seit The Walking Dead) mag ich nicht besonders, Life is Strange hat es da zumindest besser gemacht, dass man sehr viel erkunden und entdecken konnte (teilweise sogar spielrelevantes, wie z. B. in Kates Zimmer). The Walking Dead (Season 1) hat mir von der Story und den Charakteren her zwar trotzdem gefallen, aber das "Gameplay" hat mich recht schnell genervt, da ich kein Fan von Quicktime-Events bin. Generell bin ich da sowieso eher Fan von Oldschool Point & Click Adventures, angefangen bei Monkey Island, Indiana Jones, weiteren Lucas Arts Klassikern und auch moderneren (bzw. aktuelleren) Vertretern des Genres, wie z. B. Fran Bow, The Last Door, Black Mirror, Blackwell-Reihe, Syberia usw.

Ich bin halt jemand, der sich beim Zocken gerne mal zurücklehnt, die Atmosphäre genießt und ein wenig rumrätselt, anstatt mir vom Spiel im vom Spiel vorgeschriebenen Tempo ein filmartig gescriptetes Event nach dem anderen unter die Nase halten zu lassen. Generell würde ich aber sagen: Eine schöne Atmosphäre in einer Welt mit ner interessanten Lore ist mir manchmal sogar wichtiger, als die eigentliche Story.
 

OField

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Ist Handlung wichtiger als Gameplay? Absolut nicht. Ein Spiel mit gutem Gameplay kann man immer wieder spielen, aber ein Spiel mit nur guter Handlung spielt man auch nur einmal,
 

Scholdarr

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Ist Handlung wichtiger als Gameplay? Absolut nicht. Ein Spiel mit gutem Gameplay kann man immer wieder spielen, aber ein Spiel mit nur guter Handlung spielt man auch nur einmal,
Und weiter? Der Logik zufolge sollte man Filme und Bücher gleich ganz einstampfen und nur noch Playmobil und Lego produzieren... %)
 

McDrake

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Ist Handlung wichtiger als Gameplay? Absolut nicht. Ein Spiel mit gutem Gameplay kann man immer wieder spielen, aber ein Spiel mit nur guter Handlung spielt man auch nur einmal,

Sooo einfach istst dann eben auch wieder nicht.
Schauen wir mal Adventures:
Da gibts einige, welche ich nach ein paar Jahren nochmals durchgespielt habe (hauptsächlich LUCAS ARTS).

Aber auch Actiongames, welche ich zu ganz frühen Gamer-Zeiten wegen der Action gespielt habe, spiele ich auch heute wiedermal, weil ich eben die Geschichte inzwischen besser verstehe, verstehen will.

Wenn das eine eine grottig ist, kann der anderer Teil das nicht aufwiegen.
Klar braucht ein DOOM keine grossartige Story.... vielleicht interessierst mich auch deswegen nicht sonderlich.
Aber ein PREY (1) spiele ich eben sehr gerne wegen der Geschichte immer mal wieder. Alleine wegen dem Gameplay, müsste ich das Game nicht immer mal wieder installieren.
 

OField

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Und weiter? Der Logik zufolge sollte man Filme und Bücher gleich ganz einstampfen und nur noch Playmobil und Lego produzieren... %)

Klar, sobald du mir erklärst was Spiele mit Filmen zu tun haben. Spiel kommt von spielen und daher sollte GAME (Spiel) und play (spielen) auch an erster stelle stehen, klar eine Gute Story allein kann auch Unterhalten, aber genau dann kann ich auch genauso gut einen Film anschauen oder ein Buch lesen.

@Drake

Die Sache ist, hätte Prey grottiges Gameplay würdest du es auch nicht spielen, umgekehrt Spiele komplett ohne Story wie Minecraft laufen immer, wenn das Gameplay gut ist.. Wobei man hier spezifizieren muss, was ist schlechtes Gameplay, es gibt viele Spiele die kein Großartiges Gameplay haben, das was aber davon vorhanden ist prima mit der Story synergiert. dennoch spielt man sowas nicht 500+ Std, sondern vielleicht 1-2-3 Mal durch. Adventures sind hier das Paradebeispiel. Life Is Strange, emotional bombastisch, aber nicht etwas das man dauerhaft spielen kann.
 
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