Die Firma Steam, die ihren Sitz nicht in Deutschland hat, trägt den deutschen Regelungen zum Jugendmedienschutz offenbar dadurch Rechnung, dass sie nach erfolgter Indizierung eines Spieles den Zugang zu den betreffenden Downloads blockt."
Entweder mißverständlich formuliert oder falsch gewußt:
Wenn ich ein Spiel in meinem Steam Account habe, das indiziert oder beschlagnahmt wurde, habe ich weiterhin vollen Zugriff darauf, kann es jederzeit downloaden und installieren. Lediglich die Shopseite und Teile des Community Hubs zum Spiel werden geblockt.
Was man eben nicht kann: Das Spiel
nach der Indizierung/Beschlagnahme kaufen.
Aus Selbstschutz und Angst vor den Konsequenzen (etwa der Rückruf vieler Zehntausend Heft-Exemplare) gehen wir und andere deutsche Medien dieses Risko lieber nicht ein.
Grundsätzlich nachvollziehbar.
Aber gibt es da nicht alternative Möglichkeiten? bspweise eine sehr begrenzte Auflage (zB nur 20 Exemplare im Münchener HBf oder per EBay versteigert), die lediglich dazu dient, um als Bestandteil in einer gerichtlichen Entscheidung (notfalls per Selbstanzeige initiiert) mal Klarheit darüber zu schaffen, daß
Artikel über ein Spiel keine
Werbung für das Spiel sind - schließlich handelt es sich dabei um redaktionelle Inhalte, Nachrichten und persönliche Meinungen und nicht von den Herstellern gesponserte Lobhudeleien.
Sicher birgt das ein gewisses finanzielles Risiko - aber schließlich gibt es heutzutage ja auch Möglichkeiten, dieses finanzielle Polster zu erhalten - zB: Kickstarter.
Zudem könnte man sich für eine solche Aktion vielleicht auch mal mit Konkurrenten wie der Gamestar zusammentun und so entsprechende entstehende Kosten nochmal aufteilen.
Womöglich ist das ganze "Wir dürfen nichtmal den Spielenamen nennen" genauso eine
zu vorsichtige Einstellung wie übertriebene Regionlocks und Co...