• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Grand Theft Guantánamo:Kommentar von Peter Bathge zur Folterszene in GTA 5

Also sooo schlimm war die Folter-Szene auch wieder nicht, da kamen schon schlimmere Sachen in anderen Spielen vor. Ein Beispiel war da zB The Punisher ;)
 
Das ist echt schlimm, ich geh dann lieber Nutten mit nem Baseballschläger in der Öffentlichkeit totschlagen! Immer diese virtuelle Gewalt in der absolut NIEMAND verletzt wird. Ich bin total verzweifelt, auf dieser Welt kann man einfach nicht mehr leben...
 
Ich bin wahrlich nicht zimperlich und spiele fast alles - dies seit 25 Jahren. Doch GTA habe ich immer abgelehnt. Diese Serie hat mich schon immer irgendwie angewidert und dies offensichtlich zu recht.

Folterszenen haben in einem Spiel nichts verloren. Es ist eine Frage der Ethik und es besteht für mich kein einziger sinnvoller Grund, sowas in ein Spiel einzubauen. Nach 20 Jahren endloser Fliessbandshooter und Gemetzel, war es wohl nur eine Frage der Zeit, wann man wieder etwas oben drauf setzen musste. Solche Szenen spielen genau den Leuten und Politikern in die Hand, welche schon seit langer Zeit immer wieder gegen Gewalt in Spielen zu Felde ziehen.
 
Dann hast du aber viele gute Spiele verpasst ... GTA 5 ist mMn der erste Teil der kompletten Serie, wo mir die Gewalt auch sauer aufstößt.
 
Ich find es gut das solche Szenen eingebaut werden,denn wegschaun das kann und tut jeder !!
Sie zeigen uns im TV irgendwelche Krawattenträger und Bilder von Guantanamo,paar Fotos hier paar Fotos da...aber keiner macht sich wirklich gedanken da rüber wie es in diesen "KZ´s" abgeht...1-2 Amerikanischen Soldaten die verurteilt werden oda sonst was...und dann will man nicht mehr darüber reden...aber was jeden Tag wirklich auf der Welt passiert das Interessiert ja keinen!! Vielleicht rüttelt grad die Szene bei GTA ein paar Mesnchen wach denn das was wir zocken passiert jeden Tag irgendwo auf der Welt und wir regen uns hier über ein Game auf...warum verfassen wir ned solche Beiträge und Kommentare für die realen Opfer!?!?

Denkt mal darüber nach..
 
@bigrizz:
hm, ich geb ja gerne zu, dass das thema guantanamo in den medien mittlerweile zu kurz kommt, aber inwiefern eine spielbare folterszene dabei helfen soll, dass dieses thema wieder weiter oben auf der agenda landet, erschließt sich mir immer noch nicht.
vor allem, da mir und jedermann sonst wohl durchaus bekannt ist, was in abu ghuraib oder eben guantanamo vorgefallen ist.
ich finds gut und richtig, wenn solche themen in spielen behandelt werden - gar kein problem. nur muss ich als spieler wirklich selbst aktiv werden?
wie bereits gesagt; soll ich dann im nächsten spiel einen kz-schlächter oder einen vergewaltiger spielen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Szene hat mich völlig kalt gelassen.

Immerhin spiele ich nur mit ein paar Pixeln und nicht mit echten Menschen....
 
Geht's noch? Ersten spoilert der Titel nicht wirklich, ausser dass es im Spielverlauf eine Folterszene zu sehen gibt, was wirklich verschmerzbar sein dürfte. Und zweitens muss ein News-Titel auch irgendwie zu erkennen geben um was es geht.
 
Um ehrlich zu sein finde ich das ganze Gehabe hier, ebenso wie die Aufregung um Gewalt in Videospielen, als scheinheilig. Natürlich lässt sich, gerade bei solchen Szenen, darüber streiten ob es einem persönlich zu viel wird. (...)
Doch im Endeffekt ist es nur eine fiktive Geschichte, durch Pixel dargestellt. Nein, nicht nur das. Es ist eine weit weniger tragische Geschichte als man sie täglich im Fernsehen sieht und in Zeitungen liest. Die wirkliche Welt hält noch viel, viel schlimmere Dinge bereit, als es GTA könnte. Die wirkliche Welt ist voller Mord, Tod und Qual. Da es uns in europäischen, westlichen Ländern sehr gut geht, kann man schnell und gern vergessen, dass jeden Tag tausende Menschen verhungern. Hunger ist übrigens weit schlimmer als Folter, verneint das nicht, unsereins kennt wirklichen Hunger doch garnicht mehr.*
Man kann schnell vergessen, dass sich Menschen zu tode schuften müssen.**
Oder dass Menschen aufgrund eines Verdachts gefangen gehalten und gefoltert werden.***
Und da sind noch nichtmal die wirklichen Schweinereien der Menschheitsgeschichte wie Schäden dank radioaktiver Strahlung, chemischen Kampfstoffen oder gezielt eingesetzten Krankheiten dabei. Auch keine Trinkwasserdiebstähle, Ölpesten oder Kriege. Geschweige denn, Traumas die Menschen schreiend aufwachen lassen, weil sie im Schlaf von toten Gesichtern verfolgt werden. Menschen die vor lauter Schäden und Ängsten so lange wach bleiben, bis ihr Körper kollabiert und sie einfach tot umfallen.

Das und vieles andere passiert täglich und wir alle wissen auch darüber bescheid. Trotzdem habe ich deshalb noch keinen Aufschrei gehört, auch nicht von PeterBathge. (...) So ähnlich ging es vielen deutschen wärend des NS-Regimes. Im nachhinein wusste man natürlich nicht, was so mit den Juden passiert ist, man musste ja nicht hinsehen. Und nein, ich schwing hier nicht die Nazi-Keule, aber ein viel passenderes Beispiel gibt es wohl nicht. (...) Mir wird schlecht, nicht wegen der GTA-Szene, sondern wegen dem falschen "Anstand" der anscheinend in dieser Community herrscht.

Die Aussage dieses Beitrages ist also, dass Grausamkeiten gefälligst so lange nicht zu diskutieren sind, so lange es noch weitaus schlimmere Grausamkeiten gibt - real oder virtuell. Der Schwierigkeitsgrad wird noch dadurch erhöht, dass auch vergangene Grausamkeiten als Vergleich hinzugezogen werden. Demnach darf in allen Videospielen gemetzelt werden, so lange die Gräueltaten des NS-Regimes nicht erreicht werden.

OK, genug mit der Haarspalterei. Die meisten Menschen die ich kenne, kommen irgendwann einmal an diesen Punkt, wo ihnen Gewaltdarstellungen übel aufstoßen. Ich hatte so einen Moment, als Black Hawk Down 2003/2004 zum Irak-Krieg herauskam und sich alle vor Begeisterung nicht mehr einKRIEGen konnten. Ich finde es gut, dass immer wieder darüber diskutiert wird, auch wenn sich die Diskussion seit gut 20 Jahren im Kreis dreht.

Zu GTA 5 selber: Ich finde es schade, dass man keine Wahlmöglichkeiten hat bzw. keine entsprechende Konsequenzen tragen muss. Rockstar tut uns Spielern im Übrigen damit keinen Gefallen, denn wird diese Szene zusammenhanglos in speziellen TV-Reportagen gezeigt, sind wir wieder die Bekloppten. :-P
 
Die Szene hat mich völlig kalt gelassen.

Immerhin spiele ich nur mit ein paar Pixeln und nicht mit echten Menschen....

Gefährlich, finde ich, wenn es einen völlig kalt lässt.
Natürlich sind Spiele nur "Pixel". Aber heißt das gleich, dass Spiele einen Freifahrtsschein haben, jede Abartigkeit darzustellen, die die Gewalt in ihrem vollsten Glanz zu bieten hat? Es gibt überall Grenzen und gerade Spiele, die ohnehin schon unter teils heftigen Kritiken seitens der Politik und Gesellschaft leiden, unterliegen diesen Grenzen.

Eine Zwischensequenz hätte gereicht. Punkt.
 
die Szene hat mich auch sehr gestört (mehr als einige andere). es ist einfach das Problem, dass GTA strikt linear, dadurch überzogen und gleichzeitig langweilig ist. es gab bisher einige Missionen auf die ich keine Lust hatte (Jagen mit Trevor und dem anderen Hillbilly zB).
habe versucht, durch verschiedene Tasten oder schlichtes "nichts tun" die Folter abzubrechen, ging natürlich nicht. mit Michael hab ich einfach jmd erschossen, bedeutete Neustart...

besonders bei GTA ("große weite Welt mit unendlichen Freiheiten") nervt es mich extrem, dass ich die Story nicht beeinflussen kann.
durch die bisherige Story hindurch wurden mir ständig Wege aufgezwungen, für die ich mich nie entschieden hätte, hätte ich die Wahl gehabt.

eigentlich finde ich das Spiel richtig schlecht. mal schauen ob ich weiter zocke
 
Hi zusammen,
also ich fand die Szene auch sehr extrem - allerdings finde ich es auch extrem mich mit einem Scharfschützengewehr auf die Lauer zu legen und in verschiedenen Missionen die "Ziele" zu erledigen. Es ist immer noch ein Spiel. Und wer Rockstar kennt, weiß auch, dass die Macher immer die Grenzen austesten. Mir gefällt das Spiel und ich werde weiter spielen.
 
Hast du vorher noch nie GTA gespielt? In GTA4 sind genug Sachen, die dich auch stören würden. Frag mich halt nur, warum du dir V gekauft hast, wenn es so extrem ist.
 
hab Teil 4 gezockt, aber nicht durch. lag nicht daran, dass mir Szenen zu extrem waren, sondern dass es vlt einfach das falsche Spielprinzip für mich ist...

eine offene und freie Welt vorgegaukelt zu bekommen, sich aber in gleichzeitig in einem engen Story-Tunnel zu befinden, ist nichts für mich. und die "Nebenbeschäftigungen"? ich kann so gut wie keine Häuser betreten (für Einbrüche zB), ich kann keine Passanten (sinnvoll) anlabern (außer Nutten)...

groß angelegte Raubüberfälle sind echt spaßig, aber nach dem ersten Juwelier mache ich seit mehreren Spielstunden irgendwie nur noch langweiliges Zeug...

EDIT: wenn Open World, dann bitte im Stil von Fallout! (ich weiß, GTA ist kein Rollenspiel, will aber mit den 3 Charakteren und Fähigkeiten ein bisschen sowas vorgaukeln)
 
Ich fand die Szene auch etwas abstoßend und bin mir nicht ganz sicher warum sich Rosckstars dazu entschieden haben das interaktiv und ohne Zwischensequenz zu gestalten.

***Achtung Spoiler***
Ist von euch eigentlich jemandem aufgefallen das Trevor den Gefolterten anschließend hilft und ihn zum Flughafen bringt?
Für mich siehts etwas so aus als wäre es ganz gezielt von Rockstars so inszeniert um den Konflikt mit dem FIB noch drastischer darzustellen und dem Spieler keine Wahl zu lassen. Du must Ihn Foltern weil wir es so wollen ...
Allerdings hätt mir Persönlich eine Entscheidungsfreiheit und damit verbundene Konsequenzen besser gefallen. Dann hätte das ganze einen anderen Charakter bekommen und man könnte es schon als digitales Milgram Experiment bezeichnen.
So ist es eine Szene an denen sich die Geister scheiden - vielleicht aber auch gerade desshalb von Rockstars bewusst so und nicht anders gestaltet...
 
Ich denke dass es so ist wie es im Artikel steht, Rockstar will damit auf den Schrecken der real existierenden Folter hinweisen. Aber irendwie... funktioniert die Szene für mich. Ich weiß nicht woran das genau liegt, aber irgendwie habe ich nie das Gefühl (außerhalb des einen Satzes von Trevor) das man mir hier eine Form von moralischer Botschaft oder ähnliches übermiteln will. Im Zeugnis würde wohl stehen: "Rockstar gab sich stets Mühe".
 
Du sprichst mir aus der Seele! Das waren eins-zu-eins meine Gedanken bei der Szene. Mir wurde so übel und ich hätte so gerne den Charakter gewechselt oder alles übersprungen. Ich wollte schon die DVD zurückgeben. Aussage hin-oder-her, es hat mir den Spielspaß mächtig verdorben und ich kann solch eine Kritik inmitten von sinnloser und spaßiger Gewalt (des Rests des Spiels) nicht einfach als solche hinnehmen. Das passt nicht ins Konzept, da kann sich Rockstar noch was drauf einbilden. Außerdem glaube ich, da sich außer mir, diesem Artikel und Kommentatoren keiner den ich kenne über die Szene beschwert hat, dass die Wirkung sowieso nur bei denen auftritt, die sich auch ansonsten deutlich gegen Folter stellen (zB dafür auf die Straße gehen würden). Und die Leute, denen es egal ist, dass wo anders Menschen gefoltert werden, die machen sich aus diesem Spielabschnitt nichts.

PS: Die Charaktere und ihre (aufgezwungenen) Entscheidungen machen GTA V für mich schlechter als die bisherigen Titel. CJ und Nico waren mir da viel näher. Die waren ich - der Spieler hat ihren Platz eingenommen. Jetzt haben die Charaktere ihr eigenes Leben, in das ich nur hineinschaue - und ich muss sagen, oft bin ich da nicht auf einer Wellenlänge.
Die Spielwelt ist genial. Aber die Story hat R* mMn verkackt. Da war noch so viel Potential.
 
Zurück