Siehe oben: muss ich das wissen?

Es ist ein offizieller DJ-Tarif (
Tarif VR-Ö) und die Betroffenen werden schon wissen, oder in Erfahrung bringen können, was genau gemeint ist.
steht ja da: "
Dieser Tarif gilt z. B. für das Brennen von CDs, speichern von MP3" - da geht es um Leute, die Lieder "kopieren", um diese dann später einzeln oder als Playlist vorzutragen. Mit nem Mashup hat das nix zu tun, und auch wer nichts "zusammenbrennt," sondern seine Original-CDs/Platten auflegt, fällt da offenbar ja nicht drunter.
Ich sag ja nicht, dass es genau so laufen muss oder das die perfekte Lösung wäre. Aber IMHO wäre so etwas eine fairere Verwertung die, dank moderner Technik und Internet, absolut umsetzbar wäre.
umsetzbar ja, aber viel zu kompliziert. Du musst dann quasi für jede erdenkliche Software (mitnichten nutzen Musikschaffende nur Apple und erst recht nicht nur 2-3 typische Programme) Plugins oder Tools bereitstellen, die diese Erkennung dann ermöglichen, und die Softwarehersteller müssen dies beachten UND die Musikproduzierenden. Zudem: ich mache selber Musik, da kommt es auch vor, dass du zwei Samples hast und dann erstmal ne "Voraufnahme" als WAV machst, wo beides schon vermischt wurde - wenn du die daraus resultierende WAV wiederum dann in den späteren Track einbaust, wird ein Tool nicht mehr so einfach erkennen, was da mal drinsteckte. Und einfach pauschal ALLE MP3/WAV-Files, die mal fürs Projekt irgendwann geladen wurden, in die Liste eintragen geht auch nicht, da man vieles ja auch wieder verwirft und gar nicht benutzt.
Und dann hast du da auch eine Denklücke: es geht ja hier um die Gema, aber was ist mit den Künstlern die im Ausland sitzen und über die Gema gar nix wissen? Die werden solche Plugins dann gar nicht nutzen. Oder Deutsche, die bewusst nicht auf deutschen Seiten veröffentlichen? ^^ Oder soll man etwa weltweit verpflichtend so was einführen? ^^
Oder redest du jetzt nur davon, was ein Künstler, der gerne möglichst fair alle eingebauten Stücke dokumentieren will, SELBER aktiv machen KÖNNTE, um eine Liste an verwurstelten Songs zu kreieren? Selbst da ist ja so, dass viele gar nicht wissen, ob ein verwendeter Song nicht schon selber ein Cover ist oder nicht, zB dass Personal Jesus von Marylin Manson ein Cover ist und man als Rechteinhaber Depeche Mode nennen müsste.
Und bei Livemusik? Auf Youtube hat das mit der Erkennung doch auch "super" funktioniert. Zum Teil schneller als man etwas hochladen konnte. Da wird man doch wohl irgendwo am Mischpult einen Kasten anbringen können der den GEMA-Katalog kennt und mitrechnet.
Bist du sicher, dass das bei Videos von LIVE-Auftritten war und NICHT einfach nur am Titel des Videos erkannt wurde?
Musik wird von den Algorithmen wie bei Shazaam ja eben nicht so erkannt, wir man es als Mensch erkennt, sondern aufgrund einer Analyse von Daten-Fragmenten - sonst könnte man zB vieles aus dem Technobereich unmöglich erkennen

Da wird nicht einfach zB die Melodie analysiert, sondern viel eher der "Sound" - daher wirst du auch bei Coverversionen verlässlich den Interpreten des Coversongs und nicht den des Originalsongs präsentiert bekommen, wenn diese Version in der Datenbank von Shazaam/Soundhound vorhanden ist. Aber live klingen Songs und Sounds eben oft völlig anders, vor allem wenn es eine andere Band vorträgt, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Algorithmen VERLÄSSLICH auch live vorgetragene Coverversionen erkennen. Bei sehr bekannten Songs und klar verständlichem Text wird das bestimmt durch eine Melodie- und Sprachanalyse gehen, aber bei sehr vielen Dingen eben auch nicht.
Aber genau das ist doch das Problem und der Hauptpunkt meiner Kritik. Bei Pauschalen wird nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Und der sieht leider so aus, das die Popgrößen die meiste Kohle einschieben und die kleineren überhaupt kein Geld zu sehen bekommen. Nie.
ja, das stimmt, aber die Idee, dass du mit ein paar Plugins das alles löst ist illusorisch UND betrifft ehrlich gesagt auch nur ein paar Sonderfälle, wo eben dann gemixt wird was die Regler hergeben. Ich fänd es gut, wenn man gewisse Dinge einfach pauschal behandelt, zB bei nem Mashup NICHT alles aufdröselt, aber bei DJ-Sets, wo 2-4 Min oder länger EIN Stück läuft dann die DJs dazu bewegt, ihre Playlist später abzugeben, damit man es besser nachvollziehen kann.
@TwilightSinger: damit die Verlage wiederum Bands Verträge finanzieren können, zudem sind die Verlage oft wiederum der Vertreter der Bands, um deren Rechte durchzusetzen. Wenn ein Verlag einer Band zB die Produktion eines Albums bezahlt, dann rechnen die ja mit Einnahmen, und ein Teil davon sind auch Rechteverwertungen.