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GEMA: Neues Grundsatzurteil könnte Struktur der GEMA stark verändern

Dumme Frage, aber: Wenn das Geld, was die GEMA zurückzahlen soll, ursprünglich an die Plattenfirmen ging, wieso ist dann die Existenz der GEMA gefährdet? Dann müßte sie sich das doch im nächsten Schritt von den Plattenfirmen zurück holen können?
 
Was hat das für eine Relevanz, wenn es Gelder betrifft, die an die Plattenfirmen gingen? von denen man sie sich dann eben zurückholen können müßte?

weil sie das erst einmal tun muss. sprich: klagen. das wird wohl ne ganze weile (jahre?) dauern und bis dahin sind sie zahlungsunfähig/insolvent.
 
Was hat das für eine Relevanz, wenn es Gelder betrifft, die an die Plattenfirmen gingen? von denen man sie sich dann eben zurückholen können müßte?

Das könnte dann wohl in einen Rechtsstreit Gema vs. Plattenfirmen oder umgekehrt ausarten. So wie ich das verstanden habe, betrifft das Urteil ja die Gema (direkt), nicht die Plattenfirmen (wenn auch indirekt). Hängt also davon ab, was zwischen Gema und Plattenfirmen vereinbart wurde. Oder? :confused:
 
Wird auch langsam Zeit.

Wäre wirklich Zeit für eine umfassende Reform. Heutzutage wäre es überhaupt kein Problem von DJs & Co genaue Playlisten anzufordern und die einzelnen Musiker, nicht nach Verwertungsschlüssel, sondern nach stückgenauer Nutzung zu bezahlen. Das wäre mal eine echte Revolution.

Aber das jetzt ändert für den Konsumenten doch gar nichts. Und für die meisten Musiker wohl auch nicht. Die Plattenfirmen werden nur ihre Verträge umschreiben und sich dann darüber eine Beteiligung zusichern lassen. Die großen Musiker können sich zwar dagegen wehren, als kleineres Licht wird man aber unterschreiben müssen wenn man unter Vertrag kommen will.


Weil die Gema die Gelder die sie rückwirkend auszahlen soll schon für sich verpraßt hat?

Du meinst verprassen in dem Sinne, weil sie 40% der Gelder, ohne Eigennutzen, an den einen statt den anderen Teil ihrer Kunden weitergereicht hatten? :-O
Gema kritisieren ist ja gut und schön. Geht hier aber vollkommen am Thema vorbei.
 
weil sie das erst einmal tun muss. sprich: klagen. das wird wohl ne ganze weile (jahre?) dauern und bis dahin sind sie zahlungsunfähig/insolvent.
Vielleicht denke ich mir das gerade zu naiv, aber wenn doch ein Urteil zu einem konkreten Fall die Abzweigung der 40% an die Plattenfirmen/Verlage für rechtswidrig erklärt, mit der Folge, daß die GEMA diese Zahlungen für die letzten 6 Jahre zurück zahlen soll, dann bedeutet das doch letztendlich ebenso, daß man diese rechtswidrigen Zahlungen an die Plattenfirmen/Verlage von denen aufgrund desselben Urteils zurückfordern kann. Einen Grund für einen neuen Prozeß sehe ich da nicht - allenfalls eine Eskalation in die nächsthöhere Instanz.

Das könnte dann wohl in einen Rechtsstreit Gema vs. Plattenfirmen oder umgekehrt ausarten. So wie ich das verstanden habe, betrifft das Urteil ja die Gema (direkt), nicht die Plattenfirmen (wenn auch indirekt). Hängt also davon ab, was zwischen Gema und Plattenfirmen vereinbart wurde. Oder? :confused:
Meinem Rechtsverständnis nach bleibt eine einmal festgestellte rechtswidrige Handlung/Zahlung eine rechtswidrige, egal, von welcher Seite man das dann betrachtet.

Natürlich gibt es immer wieder Lücken, die man ausnutzen kann: Laut Heise Text kann man das bisherige Handling durchaus weiter betreiben, sobald man die Urheber dazu bekommt, einen Vertrag mit einer entsprechenden Klausel zu unterschreiben.
 
Wäre wirklich Zeit für eine umfassende Reform. Heutzutage wäre es überhaupt kein Problem von DJs & Co genaue Playlisten anzufordern und die einzelnen Musiker, nicht nach Verwertungsschlüssel, sondern nach stückgenauer Nutzung zu bezahlen.
Kein Problem?
Wenn man ausschließlich komplette, unbearbeitete Stücke von Original Datenträgern abspielt: Ja.

Was ist aber ...

... wenn ich nur den Teil eines Stückes abspiele, weil mir das Intro oder das endlose Gitarrensolo am Ende nicht gefällt?
... wenn ich einen Teil des Liedes loope und so ohne zusätzliches Material ein 3 Minuten Stück auf 9 Minuten ausdehne?
... wenn ich das Stück mit Fremdmaterial remixe und so von diesen 9 Minuten 6 Minuten lang das Stück zu hören ist und 5 Minuten lang selbst eingespielte Instrumente?
... wenn ich 2 4-Minuten Stücke als Mashup verwurste und so innerhalb dieser 4 Minuten quasi 2 verschiedene Stücke gleichzeitig abspiele?
... wenn ich aus den einzelnen Spuren von David Bowies "Space Oddity", die mal auf einer CD Maxi veröffentlicht wurden, einen 4 Minuten Remix erstelle? Muß ich das dann als "Space Oddity (Bass)", "Space Oddity (Gitarre)", "Space Oddity (main vocals)", "Space Oddity (background vocals)", "Space Oddity (Mellotron)", etc angeben oder einfach nur als "Space Oddity"?
...
 
Kein Problem?
Wenn man ausschließlich komplette, unbearbeitete Stücke von Original Datenträgern abspielt: Ja.

Was ist aber ...

...
...
...
...
...
...

Wie das aufgeschlüsselt wird ist mir eigentlich egal und muss mich auch nicht interessieren.
Für Live-Musik müssen Bands jetzt schon genaue Playlisten mit Zeitangaben zur Verfügung stellen. Es gibt auch schon DJ-Tarife für die Vervielfältigung von Werken zur Weiterverwurstung.

Ich sag nur, dass es, gerade bei digitaler Musik, technisch vollkommen unproblematisch wäre die Nutzung zu erfassen. Die GEMA könnte sogar ein Plugin anbieten um das vollautomatisch zu melden. So viele Anbieter für Profi DJ Software gibt es nicht. Ob dann pro Liedaufruf abgerechnet wird, nach Spieldauer, oder einer Mischung davon ist doch erstmal völlig egal.
Es könnte halt vollkommen transparent, fair und sekundengenau abgerechnet und ausbezahlt werden. Und das fände ich für die Urheber um vieles wertvoller als das jetzige Urteil gegen Plattenfirmen.
 
Was Veranstaltungen betrifft, muss sich eh der Veranstalter und nicht der "Artist" sich drum kümmern, und oftmals werden dann einfach Pauschalen vereinbart, allein schon damit nicht einer die ganze Zeit aufpassen muss, was gespielt wird, bzw. sind sogar sowieso üblich, zB zahlen Discos idR eine Pauschale in Abhängigkeit der Disco-Größe. Und das Geld wird dann wiederum durch Schlüssel an die Plattenfirmen/Bands verteilt, die von so was wie Radiopräsenz, CD/MP3-Verkäufen usw. abhängen, was wiederum gerade für Bands aus Subgenres saudoof ist, da die gaaaanz weit hinten in der Rangliste stehen und irgendwas zwischen Nichts und 10 Cent pro Monat bekommen, obwohl sie 1% der Discos jedes Wochenende für ein volles Haus sorgen.

Schwierig, wenn man es genau berechnen will, sind lediglich veröffentlichte Videos mit Mixes, kurzem Anspielen usw.

Und sicher wäre eine digitale Auswertung das effektivste - aber dann muss erstmal eine verlässliche Plattform her, und ALLE Beteiligten müssten auch brav das entsprechende Tool oder Modul nutzen und dann auch brav die Daten rechtzeitig hochladen, wenn es keine verlässliche Internetverbindung für eine Echtzeit-Übermittlung gibt. Und gerade bei Live-Auftritten oder Mixen von mehreren Songs kann es dann trotzdem sein, dass es rein technisch nicht funktioniert, mal davon abgesehen, dass in vielen Songs auch Samples anderer Songs vorkommen und es deswegen auch ein "mismatch" geben kann.
 
Ich sag nur, dass es, gerade bei digitaler Musik, technisch vollkommen unproblematisch wäre die Nutzung zu erfassen. Die GEMA könnte sogar ein Plugin anbieten um das vollautomatisch zu melden.
Du hast dir meine Beispiel nicht durchgelesen oder nicht verstanden.

Wie soll ein Plugin beispielsweise ein Mashup einsortieren, wenn es dazu letztendlich auch mal +100 Songs (laut Titel) als Quellmaterial für eine Viertelstunde Musik gibt?
Wie soll eine Instrumentalversion, zu der ich live ein Gitarrensolo spiele und singe, von einem Plugin korrekt erkannt werden und mir auch für meinen Anteil am Dargebotenen die Aufführungstantiemen oder wie das heißt, zugerechnet werden?
Wie werden entsprechende Loops aus einer Sample Bibliothek ausgewertet?

Es geht nicht darum, wie genau das aufgeschlüsselt werden soll, sondern daß es gerade bei DJ Handwerk jenseits von "Bravo CD Sampler auflegen" oder sonstigem "komplette Songs aus der Mediathek exklusiv komplett abspielen" rein praktisch sehr schwer bis unmöglich ist, entsprechende Teile im Aufgeführten automatisch komplett und korrekt zu erfassen.

Beispielsweise bei diesem Mashup die einzelnen Anteile von Back in Black, Weather with you, Black Dog, We will rock you, A Day in the Life, ... an der Spieldauer korrekt anzugeben, dürfte für einen Menschen schon aufwendig genug sein - für eine Maschine behaupte ich einfach mal, ist das unmöglich.
 
Du hast dir meine Beispiel nicht durchgelesen oder nicht verstanden.

Wie soll ein Plugin beispielsweise ein Mashup einsortieren, wenn es dazu letztendlich auch mal +100 Songs (laut Titel) als Quellmaterial für eine Viertelstunde Musik gibt?
Wie soll eine Instrumentalversion, zu der ich live ein Gitarrensolo spiele und singe, von einem Plugin korrekt erkannt werden und mir auch für meinen Anteil am Dargebotenen die Aufführungstantiemen oder wie das heißt, zugerechnet werden?
Wie werden entsprechende Loops aus einer Sample Bibliothek ausgewertet?

Dass immer jeder Sonderfall durchdekliniert werdenmuss. Das ändert doch nichts an meinem Vorschlag.
Meine einzige Aussage war, es wäre technisch kein Problem, alles was jetzt schon lizensiert werden muss zukünftig genau(er) zu erfassen und die Musiker stückgenau zu bezahlen. Und das wäre ein wirklicher Fortschritt.


Aber, weil du es bist,:
Es gibt schon jetzt einen DJ-Tarif. Pro 100 vervielfältigten Stücken (für Verwendung z.B. in deinen Mashups) wird eine Gebühr von €13 pro Veranstaltung fällig. Außerdem nochmal €0,13 pro Lied, pro Vervielfältigung, pro Jahr. Oder pauschal €55 jährlich pro angefangene 500 Stücke. Jeder DJ müsste schon jetzt eine genaue Liste führen um festzuhalten was er der GEMA schuldet.
Technisch wäre es um ein vielfaches leichter das Ausgangsmaterial automatisch zu melden. Oder sogar wie oft, wie viele Schnippsel in einem Lied vorkommen.

Livemusik, wenn nicht pauschalisiert, muss auch jetzt schon liedgenau gemeldet werden. Ob du ein Gitarrensolo weglässt ist dabei egal. Das du das Lied spielst ist entscheidend. Wenn die Band einigermaßen was taugt haben Tools wie Soundhound oder Shazam kein Problem sowas zu erkennen. Könnte man auch an GEMA koppeln und würde per Liederkennung sicher genauer festzuhalten sein als jetzt.



Und wen das mit der automatischen Erfassung stört. In Österreich ist es in der Gastronomie gesetzlich vorgeschrieben automatische Schankanlagen zu verwenden. Dadurch wird die Ausgabe genau überwacht und soll Steuerhinterziehung vermieden werden. Was früher alles schwarz durch die Leitungen floss, und wie kreativ die Wirte dabei waren, kann man sich kaum vorstellen. :ugly:
Wer professionell mit Musik Geld verdient würde mit einer gesetzlich festgelegten, automatischen Regelung sicher genauso darüber schimpfen, aber damit leben können. ;)
 
Gratuliere, Bruno Kramm. Hatte mal das Vergnügen mit ihm zu tun zu haben, netter Kerl mit großem Herz. Hat er es also geschafft wie's ausschaut, schön. Freut mich wirklich für ihn, "Das Ich", Danse Macabre insgesamt und natürlich im größeren Rahmen für all die anderen Heerscharen an Künstlern die das betreffen wird.
 
Aber, weil du es bist,:
Es gibt schon jetzt einen DJ-Tarif. Pro 100 vervielfältigten Stücken (für Verwendung z.B. in deinen Mashups) wird eine Gebühr von €13 pro Veranstaltung fällig.
Was soll denn jetzt eine "Vervielfältigung" bei einem DJ sein? ^^ Ein DJ legt auf - der Vervielfältigt doch nichts, außer vlt er bietet nach dem Auflegen ein Mixtape an. Oder sind 100 aufgelegte Lieder pro Abend gemeint? Oder redest du jetzt von einem Producer-Tarif, also Leute, die ein neues Stück kreieren, d.h. er muss pro 100 verwendeten Stücken, aus denen er was prouduziert und es dann zB bei Soundcloud hochlädt, egal ob aus den 100 Stücken 5, 50 oder 500 neue Stücke entstehen, 13€ zahlen? Das ist dann aber ja keine "Veranstaltung" ^^

Oder ist für einen DJ gemeint, dass er entweder 100 komplett eigenständige Stücke auflegen darf, oder 50 eigenständige und 25 Mashups aus je 2 Songs, oder 50 eigenständige und 10 Mashups mit je 5 Songs usw....? Dann müsste ja jeder DJ selber genau recherchieren, ob und wie viele andere Titel in einem seiner Playlist-Tracks vorhanden sind - das ist unmöglich verlässlich machbar ^^


Technisch wäre es um ein vielfaches leichter das Ausgangsmaterial automatisch zu melden. Oder sogar wie oft, wie viele Schnippsel in einem Lied vorkommen.
Für den formalen Aufwand wäre es einfacher, aber es kann IMHO unmöglich funktionieren. Die Schnipsel sind oft viel zu klein UND auch meistens sehr stark verändert, Frequenzen runtergedreht, um einen Sound zu isolieren, Effekte drüber, Speedvariationen usw. - das ist viel zu Anfällig für Nicht- oder Fehlerkennung. Außerdem wäre der verwaltungstechnische Aufwand am Ende auch oft unverhältnismäßig, wenn jetzt zb in einem 5Min Lied 100 Songs zu je 2 Sekunden vorkommen und das Lied vielleicht in nur einen einzigen Disco in ganz D gespielt wird, weil deren DJ es selber gemacht hat und als einziger richtig gut findet... ;)


Livemusik, wenn nicht pauschalisiert, muss auch jetzt schon liedgenau gemeldet werden. Ob du ein Gitarrensolo weglässt ist dabei egal. Das du das Lied spielst ist entscheidend. Wenn die Band einigermaßen was taugt haben Tools wie Soundhound oder Shazam kein Problem sowas zu erkennen.
Das halte ich aber für ein Gerücht. Shazamn/Soundhog finden ja selbst mal bei normaler Lautstärke etliche Lieder nicht, die eher aus "Subkulturen" wie zB Viking-Metal, Batcave, Cold Meat, Reggea, Punk usw. stammen. Bei einer Umgebung, die sehr laut ist, ist es sowieso noch schwerer, da das Mic dann schnell mal übersteuert. Vor allem kannst du aber eh nicht drauf vertrauen, dass die Band das Stück recht nah am Original spielt, so dass es durchaus erkannt wird.

So ca. jedes 5. "erfolgreich" von mir oder Kumpels shazaamte Liedergebnis ist völlig falsch, dazu kommen ohnehin ca 30% GAR nicht erkannter Stücke. Also zuverlässig sind die Sachen nicht, außer für den Kram, der eh schon recht bekannt ist...


Aber so oder so: die weitaus meisten Veranstaltungen werden über Pauschalen abgerechnet, da braucht man an sich gar keine Liedgenauen Listen - außer man will als Ziel eine möglichst gerechte Verteilung der Gelder. Das kann u.U. aber für manche Bands auch nach hinten losgehen, da sie dann weniger bekommen als der mutmaßlich berechnete Anteil der Einnahmen.
 
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Was soll denn jetzt eine "Vervielfältigung" bei einem DJ sein? ^^ Ein DJ legt auf - der Vervielfältigt doch nichts, außer vlt er bietet nach dem Auflegen ein Mixtape an. Oder sind 100 aufgelegte Lieder pro Abend gemeint? Oder redest du jetzt von einem Producer-Tarif, also Leute, die ein neues Stück kreieren, d.h. er muss pro 100 verwendeten Stücken, aus denen er was prouduziert und es dann zB bei Soundcloud hochlädt, egal ob aus den 100 Stücken 5, 50 oder 500 neue Stücke entstehen, 13€ zahlen? Das ist dann aber ja keine "Veranstaltung" ^^
Siehe oben: muss ich das wissen? ;)
Es ist ein offizieller DJ-Tarif (Tarif VR-Ö) und die Betroffenen werden schon wissen, oder in Erfahrung bringen können, was genau gemeint ist.

Für den formalen Aufwand wäre es einfacher, aber es kann IMHO unmöglich funktionieren. Die Schnipsel sind oft viel zu klein UND auch meistens sehr stark verändert, Frequenzen runtergedreht, um einen Sound zu isolieren, Effekte drüber, Speedvariationen usw. - das ist viel zu Anfällig für Nicht- oder Fehlerkennung. Außerdem wäre der verwaltungstechnische Aufwand am Ende auch oft unverhältnismäßig, wenn jetzt zb in einem 5Min Lied 100 Songs zu je 2 Sekunden vorkommen und das Lied vielleicht in nur einen einzigen Disco in ganz D gespielt wird, weil deren DJ es selber gemacht hat und als einziger richtig gut findet... ;)

Ach du zweifelndes Internet! :-|
Ok, vielleicht habe ich das zu vage beschrieben, aber kann mir nichtmal einer was glauben? Oder mal überlegen? :-P ;)

Für DJs gibt es vielleicht eine handvoll professionelle Software. Wenn dein DJ einen Mac verwendet, und wie bei Grafikern kommt das aus guten Gründen häufiger vor, läuft mit guter Wahrscheinlichkeit Traktor, algoriddim djay Pro oder vielleicht auch Apple Logic Pro (wobei das wohl eher für normalere Studio- und Livemusik ist). Bei PCs ist es Traktor, Serato DJ oder etwas vergleichbares. Und viele bieten standartisierte Plugin-Formate. Für Traktor gibt es nichtmal APIs, aber sogar da hat jemand ein beliebtes Plugin geschrieben das auf Twitter postet was gerade für ein Track spielt.

Für eine moderne, kundenorientierte Verwertungsgesellschaft sollte es also wohl problemlos möglich sein ein Addon zur Verfügung zu stellen, das weiß was für Tracks und Samples gespielt werden weil es in der Erzeugersoftware drinsteckt. Die von der GEMA vertretenen Urheber könnten dadurch absolut fair bezahlt werden und auch die DJs wüssten genau was sie gerade an Kosten verspielen.
Ich sag ja nicht, dass es genau so laufen muss oder das die perfekte Lösung wäre. Aber IMHO wäre so etwas eine fairere Verwertung die, dank moderner Technik und Internet, absolut umsetzbar wäre.

Und bei Livemusik? Auf Youtube hat das mit der Erkennung doch auch "super" funktioniert. Zum Teil schneller als man etwas hochladen konnte. Da wird man doch wohl irgendwo am Mischpult einen Kasten anbringen können der den GEMA-Katalog kennt und mitrechnet. ;)

Aber so oder so: die weitaus meisten Veranstaltungen werden über Pauschalen abgerechnet, da braucht man an sich gar keine Liedgenauen Listen - außer man will als Ziel eine möglichst gerechte Verteilung der Gelder.

Aber genau das ist doch das Problem und der Hauptpunkt meiner Kritik. Bei Pauschalen wird nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Und der sieht leider so aus, das die Popgrößen die meiste Kohle einschieben und die kleineren überhaupt kein Geld zu sehen bekommen. Nie.
 
Für welche Leistung bekommen die Musikverlage eigentlich die Pauschale von der GEMA?

Na, jetzt kriegen sie ja nichts mehr, zumindest nicht auf direktem Weg.

Der Gedanke dahinter könnte gewesen sein, dass die Plattenfirma, durch Förderung, Bereitstellung der Infrastruktur, PR und Verwaltung, einen erheblichen Anteil an der Entstehung eines Werks hat und auch einen Gutteil vom Risiko trägt. Zumindest bis ein Künstler seinen Durchbruch hat. Klingt fast nach Investmentfirmen bei Startups. :D
Der Musiker hat die Idee und spielt sein Intrument. Die Plattenfirma spielt sie ein und bringt sie zur Marktreife.

Naja, sie werden sicher nicht einfach auf die 40% von der GEMA verzichten können (oder wollen) und sich die Gewinnbeteiligung auf anderem Wege zusichern lassen. Zumindest bei Neuverträgen.


Warum ging die Klage eigentlich gegen die GEMA und nicht gegen die, am status quo verdienende, Plattenfirma?
 
Siehe oben: muss ich das wissen? ;)
Es ist ein offizieller DJ-Tarif (Tarif VR-Ö) und die Betroffenen werden schon wissen, oder in Erfahrung bringen können, was genau gemeint ist.
steht ja da: "Dieser Tarif gilt z. B. für das Brennen von CDs, speichern von MP3" - da geht es um Leute, die Lieder "kopieren", um diese dann später einzeln oder als Playlist vorzutragen. Mit nem Mashup hat das nix zu tun, und auch wer nichts "zusammenbrennt," sondern seine Original-CDs/Platten auflegt, fällt da offenbar ja nicht drunter.


Ich sag ja nicht, dass es genau so laufen muss oder das die perfekte Lösung wäre. Aber IMHO wäre so etwas eine fairere Verwertung die, dank moderner Technik und Internet, absolut umsetzbar wäre.
umsetzbar ja, aber viel zu kompliziert. Du musst dann quasi für jede erdenkliche Software (mitnichten nutzen Musikschaffende nur Apple und erst recht nicht nur 2-3 typische Programme) Plugins oder Tools bereitstellen, die diese Erkennung dann ermöglichen, und die Softwarehersteller müssen dies beachten UND die Musikproduzierenden. Zudem: ich mache selber Musik, da kommt es auch vor, dass du zwei Samples hast und dann erstmal ne "Voraufnahme" als WAV machst, wo beides schon vermischt wurde - wenn du die daraus resultierende WAV wiederum dann in den späteren Track einbaust, wird ein Tool nicht mehr so einfach erkennen, was da mal drinsteckte. Und einfach pauschal ALLE MP3/WAV-Files, die mal fürs Projekt irgendwann geladen wurden, in die Liste eintragen geht auch nicht, da man vieles ja auch wieder verwirft und gar nicht benutzt.

Und dann hast du da auch eine Denklücke: es geht ja hier um die Gema, aber was ist mit den Künstlern die im Ausland sitzen und über die Gema gar nix wissen? Die werden solche Plugins dann gar nicht nutzen. Oder Deutsche, die bewusst nicht auf deutschen Seiten veröffentlichen? ^^ Oder soll man etwa weltweit verpflichtend so was einführen? ^^

Oder redest du jetzt nur davon, was ein Künstler, der gerne möglichst fair alle eingebauten Stücke dokumentieren will, SELBER aktiv machen KÖNNTE, um eine Liste an verwurstelten Songs zu kreieren? Selbst da ist ja so, dass viele gar nicht wissen, ob ein verwendeter Song nicht schon selber ein Cover ist oder nicht, zB dass Personal Jesus von Marylin Manson ein Cover ist und man als Rechteinhaber Depeche Mode nennen müsste.


Und bei Livemusik? Auf Youtube hat das mit der Erkennung doch auch "super" funktioniert. Zum Teil schneller als man etwas hochladen konnte. Da wird man doch wohl irgendwo am Mischpult einen Kasten anbringen können der den GEMA-Katalog kennt und mitrechnet. ;)
Bist du sicher, dass das bei Videos von LIVE-Auftritten war und NICHT einfach nur am Titel des Videos erkannt wurde?

Musik wird von den Algorithmen wie bei Shazaam ja eben nicht so erkannt, wir man es als Mensch erkennt, sondern aufgrund einer Analyse von Daten-Fragmenten - sonst könnte man zB vieles aus dem Technobereich unmöglich erkennen ;) Da wird nicht einfach zB die Melodie analysiert, sondern viel eher der "Sound" - daher wirst du auch bei Coverversionen verlässlich den Interpreten des Coversongs und nicht den des Originalsongs präsentiert bekommen, wenn diese Version in der Datenbank von Shazaam/Soundhound vorhanden ist. Aber live klingen Songs und Sounds eben oft völlig anders, vor allem wenn es eine andere Band vorträgt, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Algorithmen VERLÄSSLICH auch live vorgetragene Coverversionen erkennen. Bei sehr bekannten Songs und klar verständlichem Text wird das bestimmt durch eine Melodie- und Sprachanalyse gehen, aber bei sehr vielen Dingen eben auch nicht.


Aber genau das ist doch das Problem und der Hauptpunkt meiner Kritik. Bei Pauschalen wird nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Und der sieht leider so aus, das die Popgrößen die meiste Kohle einschieben und die kleineren überhaupt kein Geld zu sehen bekommen. Nie.
ja, das stimmt, aber die Idee, dass du mit ein paar Plugins das alles löst ist illusorisch UND betrifft ehrlich gesagt auch nur ein paar Sonderfälle, wo eben dann gemixt wird was die Regler hergeben. Ich fänd es gut, wenn man gewisse Dinge einfach pauschal behandelt, zB bei nem Mashup NICHT alles aufdröselt, aber bei DJ-Sets, wo 2-4 Min oder länger EIN Stück läuft dann die DJs dazu bewegt, ihre Playlist später abzugeben, damit man es besser nachvollziehen kann.


@TwilightSinger: damit die Verlage wiederum Bands Verträge finanzieren können, zudem sind die Verlage oft wiederum der Vertreter der Bands, um deren Rechte durchzusetzen. Wenn ein Verlag einer Band zB die Produktion eines Albums bezahlt, dann rechnen die ja mit Einnahmen, und ein Teil davon sind auch Rechteverwertungen.
 
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