wie ich weiter vorne schon geschrieben habe is das kompletter blödsinn,,,selbstverständlich kann man dinge objektiv bewerten und die eigenen interessen außen vor lassen.ich bin eher der meinung das man falsch in diesem beruf ist,wenn man das eben nicht kann.hab jetzt aber auch keine lust alles noch mal zu schreiben.und wenn das hier nur so möglich ist,dann soll man mehrere tester ransetzen mit jeweils eigenen wertungen.
dinge in dieser position nach eigenem geschmack zu bewerten is gerade zu lächerlich.
objektivität is eine fähigkeit die zur grundaustattung eines testers gehören sollte.sonst könnt ich auch einfach kumpels fragen.
Du hast Recht mit deiner Aussage, dass professionelle Tests objektiv sein müssen/sollten. Jedoch sind die Schlüsse, die du daraus ziehst, oder vielmehr deine Definition von Objektivität, trotzdem unpassend und falsch.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Es gibt kaum ein Spiel, dass ich mehr verabscheue, als World of Tanks. Nun stelle man sich vor, ein neues, zu testendes World of Tanks-Spiel käme ins Haus, und unser Panzer-Finne Matti Sandqvist wäre im Urlaub und alle anderen Redakteure außer mir säßen allesamt mit massivem Diarrhö auf der Schüssel, sodass ich den Test übernehmen müsste. Ging es nach meinem persönlichen Geschmack, würde ich dem Ding eine Minuswertung verpassen und es im Mülleimer verbrennen.
HIER gilt es dann aber, objektiv zu sein und das Spiel ausgehend davon zu bewerten, dass es viele, viele Menschen gibt, die es genießen. Dann muss man sein eigene Meinung zurückstecken, sich anschauen, was funktioniert und was nicht und eine entsprechende Konklusion daraus ziehen, mit der etwaig Interessierte etwas anfangen können.
Freilich, das ist ein Extrembeispiel zu dem es in der Realität wohl niemals kommen wird, und im Idealfall kann der Redakteur mit dem Spiel, das er testet, inhaltlich natürlich etwas anfangen. In der Praxis zeigt sich die notwendige Objektivität zum Beispiel etwa dann, wenn viele Redakteure - wie es derzeit der Fall ist - von offenen Spielwelten eigentlich die Nase voll haben. Deswegen werden wir aber dennoch ein Assassin's Creed, ein Mafia 3, ein Ghost Recon Wildlands oder ein Saint's Row nicht abstrafen, weil es auf das Offene-Welt-Konzept setzt. Nein, wir gucken uns die Spiele selbst an und untersuche sie auf ihre Stärken und schwächen.
Und hier liegt dein Fehlschluss: Objektivität bedeutet keineswegs, einfach nur stur die Fakten abzuklopfen und vielleicht mal zu erwähnen, wenn es Ruckelt oder die Ladezeiten lange sind. Das nennt man eine Gebrauchsanweisung bzw. einen Technik-Check. Objektivität entwächst aus den Vergleichsmöglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen; was haben die Vorgänger anders bzw. besser oder schlechter gemacht? Welche Spiele aus dem jeweiligen Genre sind als Vergleichskandidaten geeignet? Hat das Spiel ein Alleinstellungsmerkmal, welches ich noch nirgendwo anders gesehen habe? Daraus werden dann die Plus- und Minuspunkte erarbeitet, welche ein Spiel aufweist.
Das ist natürlich insofern subjektiv, da jeder Redakteur über eine andere Vorerfahrung verfügt. Die Objektivität zeigt sich dann darin, das zu bewertende Spiel auch richtig einordnen zu können. Nenn es, wenn du so willst, eine subjektive Objektivität.
Klar ist auch: 100%ige Objektivität gibt so oder so nicht, und natürlich läuft die Bewertung von einzelnen Teilaspekten eines Spiels auch auf persönlichen Geschmack hinaus, ganz unabhängig davon, was dem zuvorgegangen ist. Das Talent bzw. die Vorgabe für den Redakteur liegt darin, sich dieses Fakts bewusst zu sein und den subjektiven Geschmack nicht überborden zu lassen.