Electronic Arts vs. Kreativität: Am Ende sind alle die Gelackmeierten

LukasSchmid

Redakteur
Mitglied seit
29.04.2014
Beiträge
360
Reaktionspunkte
261
Jetzt ist Deine Meinung zu Electronic Arts vs. Kreativität: Am Ende sind alle die Gelackmeierten gefragt.


Bitte beachtet: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert.


lastpost-right.png
Zum Artikel: Electronic Arts vs. Kreativität: Am Ende sind alle die Gelackmeierten
 

Basileukum

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
25.08.2019
Beiträge
698
Reaktionspunkte
195
Ja nu, das mit den zwei Star Wars Spielen haben se ja nun wirklich anscheinend gut hinbekommen, ein guten Multiplayerfliegeshooter und ein gutes Action Adventure. Das wäre mir auch als erstes eingefallen, beim Thema Franchise auslutschen und kaputt machen. Es geht auch andersrum bei EA.

Andererseits tut halt das Abwirtschaften von Studios dem geneigten Fan schon fast weh, wenn man da an damals wie heute epische Titel, wie z.B. der Anfang der Mass Effect/Dragon Age Reihe, Kotor, Jade Empire etc. von Bioware denkt. Heute ist die Bioware eher jüngst Verdautes, welches morgens aus dem Poppo fällt.

Ich spiele aktuell neben Cyberpunk das sehr, sehr geile Remaster von C&C durch, das ja immer noch sogut wie damals ist, nur mit besserer Grafik/Sound und sonstigen Features (Menü, Missionsauswahl, Musikplayer etc.). Herrlich, da Zeit schnell vergeht, mußte ich sogar das Cyberpunken etwas einschränken, zu meinem Leidwesen.

Auf Steam hab ich dann mal spaßeshalber die Bewertungen durchgelesen. Da wünschte dann eine Wertung EA die Pest an den Hals und eine Fahrkarte in die Insolvenzhölle (so ungefähr), weil se so ein geiles Studio wie Westwood erst an die Wand gefahren und dann geschloßen haben. Ich mein die haben halt "nur" Spielegeschichte geschrieben.

Das ist halt was, was nicht verziehen wird. Und zeugt auch von einem Stil, welcher nicht allein mit Zahlen etc. erklärt werden kann. Hier stört ein Parasit den Fluß, den Lauf der Dinge. Und wir brauchen halt weniger Geschmeiß statt mehr. Jetzt schauen wir mal wo die Reise mit EA hingeht, die werden uns ja noch ne Weile begleiten. Alles bewegt sich, es kommen dann halt auch neue Giganten auf (siehe CD Projekt Red) und alte gehen auch irgendwann mal. Oder es kommen viele kleine Studios und Publisher auf, welche man nicht mißen möchte. Ohne EA kann ich leben, ohne Kalypso, Deep Silver, Paradox, THQ Nordic etc. etc. eher nicht.
 

RedDragon20

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
15.08.2009
Beiträge
11.448
Reaktionspunkte
3.849
Es spricht, denke ich, überhaupt nichts dagegen, ein breites Spektrum an Angeboten im Portfolio zu haben. Natürlich darf es auch mal Mobile-Ableger sein. Von mir aus auch mit den typischen Bezahlmodellen. Von mir aus darf es auch das x-te FIFA sein.

Was aber nicht sein darf, ist die Verwurstung etablierter Marken, ohne Rücksicht auf deren Stärken und mit Fokus auf Live Service-Elemente. Daher finde ich es gut, dass mit DA4 der GaaS-Ansatz gestrichen wird. Freilich spricht das nicht automatisch für ein besseres Spielerlebnis, aber es macht Hoffnung und hat mein Interesse an den Titel wieder geweckt.
 

MaxHacks

Benutzer
Mitglied seit
19.03.2019
Beiträge
87
Reaktionspunkte
23
Heute noch gelesen das EA Projekt - Gaia nach sieben Jahren Entwicklung gecancelt hat. So viel dazu
 

nevermind85

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
26.07.2016
Beiträge
608
Reaktionspunkte
216
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.
EA kann von mir aus mitsamt seinen Aktionären pleite gehen. Wäre für mich pers. keinerlei Verlust.
Wer so viele Franchises so gekonnt vor Wand fährt, sei es durch völlig überzogene Microtransactions, dümmliche Design-Entscheidungen und absurde Story-Fortführung, kann rumtönen, wie er will. Ich glaube da erst dran, wenn ich es sehe und selbst dann bleibt EA vorerst auf der schwarzen Liste.
Ich frage mich ohnehin, wie man es plötzlich schaffen will, den Studios die Freiheiten zu geben, die sie brauchen, ohne den Aktionärswillen zu kränken. Denn genau deswegen wurden ja Spiele im Akkord veröffentlicht: damit die Zahlen stimmen. Das soll jetzt keine Rolle mehr spielen? Ahja. Ich schätze den Wahrheitsgehalt der Aussage ähnlich hoch ein, wie den Folgenden:
Wir brauchen AlwaysOn für das neue Sim City, weil da ganz ganz viele serverseitige Berechnungen laufen.

FU EA!
 

hunterseyes

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
03.07.2019
Beiträge
610
Reaktionspunkte
116
Lustig, was man so alles in die originalen Worte hineininterpretieren kann, um es irgendwie positiv dastehen zu lassen. Unglaublich sowas.
 

sauerlandboy79

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
01.02.2002
Beiträge
26.999
Reaktionspunkte
7.419
Warum wird ausgerechnet Ubisoft erwähnt bzw. indirekt angesprochen? :confused:

Verstehe nicht warum der Lukas die hier mit reinzieht, die Franzosen sind Entwickler und Publisher in einem, und ich wüsste nicht dass die jemals ein gekauftes Studio geschlossen hätten. Dass sich gewisse Projekte - Hallo, BGAE2 - eine gefühlte Ewigkeit ziehen ist nichts außergewöhnliches, dass sie vorwiegend auf alte gewinnbringende Franchises setzen auch nicht die große Überraschung. Und ab und an kommen auch kreative Impulse in Form von kleinen Spielen. Dafür haben sie gänzlich andere Probleme (Personal und Sexismus).
 

MatthiasDammes

Redakteur
Mitglied seit
15.12.2010
Beiträge
9.583
Reaktionspunkte
5.899
Website
twitter.com
Warum wird ausgerechnet Ubisoft erwähnt bzw. indirekt angesprochen? :confused:

Verstehe nicht warum der Lukas die hier mit reinzieht, die Franzosen sind Entwickler und Publisher in einem, und ich wüsste nicht dass die jemals ein gekauftes Studio geschlossen hätten. Dass sich gewisse Projekte - Hallo, BGAE2 - eine gefühlte Ewigkeit ziehen ist nichts außergewöhnliches, dass sie vorwiegend auf alte gewinnbringende Franchises setzen auch nicht die große Überraschung. Und ab und an kommen auch kreative Impulse in Form von kleinen Spielen. Dafür haben sie gänzlich andere Probleme (Personal und Sexismus).

Weil Ubisoft genau wie EA (bisher) eine einheitlich Firmendoktrin hat, wie Spiele auszusehen haben und wie sie zu monetarisieren sind, und diese auf alle Projekte wie eine Schablone anwenden. Dabei geht nun einmal Kreativität flöten und das kann keiner bestreiten, auch nicht bei Ubisoft.
 

Spiritogre

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
18.05.2008
Beiträge
10.068
Reaktionspunkte
4.376
Website
rpcg.blogspot.com
Man muss es aber leider auch realistisch sehen. Studios wie Westwood, Sierra oder Origin wurden an EA verkauft, weil die Spieleentwicklung immer teurer und aufwendiger und somit für solche Firmen sehr risikoreich wurden. Die sind da letztlich in ähnlicher Lage wie CDPR, auch wenn sie teils mehrere Spielereihen hatten. Aber eben Spielereihen, wo die Genres seit teils weit über einem Jahrzehnt tot sind. Westwood hatte Echtzeit-Strategie und Point & Click Adventures, Sierra hatte hauptsächlich Point & Click Adventures sowie Mech- und Flug-Simulationen und Origin lebte von (Weltraum-) Flugspielen sowie Ultima.

Die Firmenbosse haben ihre Firmen ja nicht zum Spaß verkauft, sondern weil sie hofften, so wären sie in der Lage weiter zu bestehen. Das klappt dann leider aber nicht immer.

Selbst Rennspiele sind heute eine Nische. Da kann man EA geradezu dankbar sein, dass sie eine Marke wie Need for Speed am Leben halten, auch wenn die Ausrichtung nicht jedem gefällt (mir auch nicht). Aber die Alternative wäre!? Genau, es gebe gar keine solchen Spiele.

Ich bin mit Sicherheit kein Fan davon, was EA teilweise mit Spielen macht und die Entwickler "zwingt" einzubauen. Aber letztlich ist wichtig, dass Kohle reinkommt. Und das hat EA immer gut hingekriegt. Und als Belohnung gibt es für die Altfans dann mal ein nettes Remaster, selbst wenn die finanziell nicht lohnen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lucatus

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
07.06.2016
Beiträge
324
Reaktionspunkte
48
wer weiß ob es nicht nur PR gelaber war. Diese Erkenntnis hätte spätestens nach Dead Space 3 kommen müssen
 

Nevrion

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
15.07.2020
Beiträge
301
Reaktionspunkte
138
So weit will ich aber keineswegs gehen. EA, die schlimmste Firme überhaupt? Das ist dann doch massiv zu übertrieben, und da muss man gar nicht erst Waffenhersteller oder Medikamente-Lobbyisten zum Vergleich hernehmen. EA hat, bei aller Kritik, nüchtern betrachtet auch viel richtiggemacht, gute Spiele veröffentlicht
Wäre EA in den Zeitraum wo man diese negativ-Preise so glanzvoll abgesahnt hat, ein Waffenhersteller gewesen hätte das folgendes bedeutet:

- man bringt jedes Jahr eine neue, optisch leicht veränderte Version seiner Waffe heraus und verkauft sie als neue technologische Errungenschaft
- EA erstellt Waffen nach den Vorstellungen der Aktionäre, nicht der Kunden
- EA kauft immer wieder kleinere, gute Waffenhersteller auf und schließt die Fabriken sobald diese auf Grund der eigenen Firmenpolitik nicht mehr die hohen Produktionsstands erreicht
- EA's Waffen werden grundsätzlich ohne Zubehör ausgeliefert. So kosten z.B. ein Zielfernrohr oder ein Halfter kosten immer extra
- Will man neue Munition für seine Waffe kaufen oder eine neue Waffe, geht das nur in exklusiven Geschäften.
- Beim Munitionskauf bekommt bekommt man grundsätzlich nur eine Kiste hingestellt, bei der man vielleicht die passende Munition für seine Waffe bekommt, vielleicht aber auch eine ganz andere (der Kunde möchte schließlich "Suprise Mechanics" erleben)
- EA's Waffen sind am Tag des Verkaufsstarts immer unvollständig. Fehlende Bauteile verhindern z.B. Dauerfeuer oder verstärken den Rückstoß und werden dann als Fix-Kit nachgeliefert
- EA's Waffen funktionieren nur, wenn man sich vorher via App mit seinem Mobiltelephon in den Online-Store eingeloggt hat und dieses bei Verwendung der Waffe auch nahe genug bei sich trägt. Dabei scannt die App auch das gesamt Handy durch und ob man weitere Waffen von ggf. anderen Herstellern bei sich trägt und versucht diese ohne Rückfrage in den EA Account zu integrieren
- Alle Kundendaten des Waffenkäufers werden zu Marketingzwecken an Dritte weiter verkauft
- EA's Waffen sehen bei Präsentationen grundsätzlich besser aus als im Auslieferungszustand
- Wenn man genug Geld investiert pimpt EA die Waffe, so dass man es viel einfacher hat seine Ziele zu treffen
- Bestimmte Waffen funktionieren nicht mehr, wenn EA diese nicht mehr zum Verkauf anbietet
- man kann eine Waffe nicht mehr zurück geben, falls man mit dem Produkt auf Grund von Mängeln nicht zufrieden ist

Ich denke, es lassen sich noch mehr Analogien finden, aber ihr wisst worauf ich hinaus will. Warum EA den Titel zum schlechtesten Unternehmen der Welt vor korrupten Banken und Co. absahnte, war die offensichtliche Dreistigkeit, mit der man seine Kunden verarscht hat.
Ich denke man hat spätestens 2020 gemerkt, als man seine Produkte doch wieder begann im Steam Shop anzubieten gemerkt, dass man wieder etwas mehr auf die Spieler zugehen möchte. Origin als Plattform war von Anfang an ein Projekt dass EA nur Schaden konnte. Fehler wurden gemacht und entsprechend hat es sich beim Zielpublikum gerächt.
 

starr

Benutzer
Mitglied seit
26.04.2009
Beiträge
94
Reaktionspunkte
58
Naja, EA bashing gehört ja nun auch zum guten Ton. Schreib EA in die Überschrift und du kannst dir sicher sein dass sich ein Mob bildet. Statt aktuelle Beispiele wie Activision/Blizzard oder Take 2 Interactive zu nehmen werden 23Jahre alte Geschichten ausgegraben. Man hätte ja die Zeit nutzen können und mal den Markt vor 25 Jahren mit dem heutigen vergleichen können (Preise, Verfügbarkeit, Distribution). Nimmt man den Lebenshaltungskostenindex und vergleicht den Durschnittspreis eines Spiels von 1995 (100DM) mit heute, müsste ein Spiel heute im Schnitt 86€ kosten. Setzt man die grösse des Marktes und die Entwicklungskosten auch ins Verhältnis könnte man sachlich widerlegen oder bestätigen ob es eine wirtschaftliche Entscheidung war oder nicht. Das würde allerdings 30min Recherche und nen Taschenrechner erfordern.

Ich gehöre zu der (inzwischen wohl) Minderheit die Westwood, Bullfrog, Lionhead Games etc. noch aktiv erlebt haben. Ich hatte seinerzeit mehr 200 Spiele (ja, das war damals viel) und ausnahmslos jedes hat ein Release Intro. Ich habe mein Videobackupsystem sogar noch.
Wenn die Studios kommerziell erfolgreich gewesen wären, wären sie nicht geschlossen worden. Und dass der kommerzielle Erfolg ausblieb ist wohl eher dem Umstand geschuldet dass statistisch gesehen auf jeden Verkauf 99 Schulhofkopien kamen. Dass diese Studios so lange im Gedächtnis bleiben liegt auch daran dass es vor 25 Jahren viel weniger Releases gab. Ein gutes Spiel/Studio blieb länger hängen. Heut ist der Hypetrain meist innerhalb weniger Tage nach Release auf dem Abstellgleis.

Wie an anderer Stelle schon gesagt, nix gegen gepflegtes EA bashen zu Wochenende. Aber mal was neues als die abgedroschenen Phrasen oder die Heiligsprechnung ehemaliger Studios die wohl die Mehrheit wirklich nur noch als Schlagwort kennt wäre auch mal was feines.

Für mich haben Activision, UBIsoft und Take Two in Sachen "A***löcher der Branche deutlich aufgeholt und EA in teilweise sogar überholt. Und solange ihr brav jede Woche das FUT bewerbt kommt eine Kritik an der Monetarisierung irgendwie... fad rüber.

Auf ins Wochenende
 

Basileukum

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
25.08.2019
Beiträge
698
Reaktionspunkte
195
Warum wird ausgerechnet Ubisoft erwähnt bzw. indirekt angesprochen? :confused:

Verstehe nicht warum der Lukas die hier mit reinzieht, die Franzosen sind Entwickler und Publisher in einem, und ich wüsste nicht dass die jemals ein gekauftes Studio geschlossen hätten. Dass sich gewisse Projekte - Hallo, BGAE2 - eine gefühlte Ewigkeit ziehen ist nichts außergewöhnliches, dass sie vorwiegend auf alte gewinnbringende Franchises setzen auch nicht die große Überraschung. Und ab und an kommen auch kreative Impulse in Form von kleinen Spielen. Dafür haben sie gänzlich andere Probleme (Personal und Sexismus).


Vollkommen richtig, ein positives Beispiel wäre hier Anno, welches sich ja nach seinen katastrophalen Zukunfstszenarien zum Wohl der Spielerschaft wieder erholt hat, nun gut, das erste Zukunfstanno war ja noch recht lustig, ich mochte das und hab das viel gespielt, aber halt schon ein Schritt in die falsche Richtung.

Auch die viel gescholtene "Ubisoftformel" finde ich alle Jahre wieder unterhaltsam, wenn ich ein Far Cry etc. durchspiele, ist halt nix für die ganze Zeit, aber alle paar mal wieder im Jahr oder alle Jahre wieder, keine schlechte Sache.

Somit gehört Ubisoft auf KEINEN Fall mit EA in einen Topf!

EA ist da eher mit Bethesda und Blizzard zu nennen! SO SCHAUT ES AUS! :-D Welche ja gerne Franchises abwirtschaften, um durch Casualisierung und parasitäres Mehrwertausschöpfen diese zu degenerieren. Wir sehen ja das qualitiativ abnehmende WoW Retail, Diablo oder dann eben Fallout als Beispiele. Daß da die versierten Spieler denken: "Hang them all and burn whats left of it!", ist natürlich verständlich.
 

SGDrDeath

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
16.07.2002
Beiträge
1.606
Reaktionspunkte
435
Verstehe nicht warum der Lukas die hier mit reinzieht, die Franzosen sind Entwickler und Publisher in einem, und ich wüsste nicht dass die jemals ein gekauftes Studio geschlossen hätten.
Kennst Sunflowers noch?

Davon ab ist die Aufzählung der von EA geschlossenen Studios irgendwie lustig im Zusammenhang mit der Aussage: "kurz zuvor aufgekauft und dann geschlossen"

Maxis hat 20 Jahre unter EA existiert und Visceral ist gar nicht aufgekauft worden und war somit die knapp 20 Jahre seiner Existenz seiner immer eine EA-Tochter. Und viele der anderen Studios waren auch so knapp 10 Jahre bei EA bevor sie geschlossen wurden, das ist für mich vieles, aber nicht kurz.
 

nevermind85

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
26.07.2016
Beiträge
608
Reaktionspunkte
216
Man muss es aber leider auch realistisch sehen. Studios wie Westwood, Sierra oder Origin wurden an EA verkauft, weil die Spieleentwicklung immer teurer und aufwendiger und somit für solche Firmen sehr risikoreich wurden. Die sind da letztlich in ähnlicher Lage wie CDPR, auch wenn sie teils mehrere Spielereihen hatten. Aber eben Spielereihen, wo die Genres seit teils weit über einem Jahrzehnt tot sind. Westwood hatte Echtzeit-Strategie und Point & Click Adventures, Sierra hatte hauptsächlich Point & Click Adventures sowie Mech- und Flug-Simulationen und Origin lebte von (Weltraum-) Flugspielen sowie Ultima.

Die Firmenbosse haben ihre Firmen ja nicht zum Spaß verkauft, sondern weil sie hofften, so wären sie in der Lage weiter zu bestehen. Das klappt dann leider aber nicht immer.

Selbst Rennspiele sind heute eine Nische. Da kann man EA geradezu dankbar sein, dass sie eine Marke wie Need for Speed am Leben halten, auch wenn die Ausrichtung nicht jedem gefällt (mir auch nicht). Aber die Alternative wäre!? Genau, es gebe gar keine solchen Spiele.

Ich bin mit Sicherheit kein Fan davon, was EA teilweise mit Spielen macht und die Entwickler "zwingt" einzubauen. Aber letztlich ist wichtig, dass Kohle reinkommt. Und das hat EA immer gut hingekriegt. Und als Belohnung gibt es für die Altfans dann mal ein nettes Remaster, selbst wenn die finanziell nicht lohnen würden.

Hast Du da den Sarkasmus-Tag vergessen? :-D
Grundsätzlich hast Du natürlich Recht, dass viele der Studios ohne EA wohl sang- und klanglos in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wären. Für mich problematisch an der Sache ist dennoch, dass mit den Studios auch diverse Marken an EA gegangen sind. Die werden dann eingestampft um sie irgendwann als Remake zu verwursten oder direkt mit schlechten Fortsetzungen zu töten.
Und es ist ja auch nicht so, dass EA immer Mist produziert hat. Früher hatten die echt geile Spiele, da haben sie aber auch regelmäßig die Spielewelt revulotioniert. Und dann ging der große Reibach los. Und ja, mit Riccitiello haben sie das Geldverdienen perfektioniert. Dummerweise haben sie dabei vergessen, worauf es ankommt: Die Spiele.
Wenn ich ein innovatives Produkt herstelle, dann an die Börse gehe und danach alles dem Geld unterordne, dabei meine Produkte völlig vernachlässige, darf ich mich nun wirklich nicht über massiv negative Kritik wundern.
Mir pers. wäre es übrigens lieber gewesen, NFS zB nicht weiter am Tropf zu versorgen. Und wie tot das Genre war und ist, zeigen dann Gegenbeispiele wie Forza, GT, Testdrive... dafür sollte man EA nun wirklich nich dankbar sein, denn das hat alles nur dazu geführt, dass die fragwürdigen Vorgehensweisen von EA salonfähig geworden sind.
 

xaan

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
30.01.2015
Beiträge
1.261
Reaktionspunkte
748
Klar ist: EA ist nicht direkt verantwortlich für das Versagen namhafter Entwickler wie z.B. Bioware (oder vorher Westwood etc.). Sie schaffen aber die Rahmenbedingungen, die indirekt dieses Versagen begünstigen oder gar Herbeiführen.

Im Fall von Westwood war es das zu schnelle Wachstum. Plötzlich hat EA da Geld reingepumpt....aber für diese Investition wollten sie eben auch Ergebnisse sehen. Sie haben also Ansprüche gestellt und die zu erfüllen hat Westwood natürlich auch versucht. Die Folge: Westwood ist viel zu schnell gewachsen, hat die Firmenkultur verloren und ist letztendlich daran kaputt gegangen.

Nun hat EA sicher niemals zu Westwood gesagt: stellt mal ganz schnell so viele Mitarbeiter ein, dass ihr daran zu Grunde geht. Aber ihre Ansprüche an Westwood haben diese Folge bedingt.

Im Fall von Bioware war es imo zu einem großen Teil die Frostbite-Engine. Spieleentwicklung, und besonders Herumprobieren mit komplett neuen Genres, erfordert extrem viel Iteration. Immer und immer und immer wieder Prototypen bauen und gucken ob das Spaß macht. Aber nicht nur ist die Frostbite-Engine dafür bekannt, schlecht dafür geeignet zu sein, nein, EA hat auch noch die Expertise in Form von DICE Mitarbeitern lieber abgezogen und den Entwicklern von FIFA zur Verfügung gestellt. Und so ist passiert was passieren musste: Bioware hat weder für Mass Effect Andromeda, noch für Anthem (ehemals Beyond) ein Konzept gefunden das wirklich Spaß macht, musste die ursprünglichen Pläne verwerfen und dann in Windeseile ein halbwegs brauchbares Spiel zusammenklöppeln.

Auch hier ist EA nicht direkt verantwortlich, hat aber indirekt einen Rahmen geschaffen der zu diesem Ergebnis geführt hat. Nicht zuletzt auch weil es eventuell schlau gewesen wäre, Milestones zu setzen und einzufordern - und bei Nichterreichen helfend unter die Arme zu greifen. Zu fragen: warum hat's nicht geklappt? Was braucht ihr, damit es klappt?

Ist aber nicht passiert. Stattdessen haben sie Bioware jahrelang werkeln lassen und dann irgendwann gesagt: "schluss jetzt, macht irgendwas fertig und haut es auf den Markt".

Das alles hat EA nicht aus böswilliger Absicht getan - aber die Motivation ändert nichts am Ergebnis.
 
Zuletzt bearbeitet:

Spiritogre

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
18.05.2008
Beiträge
10.068
Reaktionspunkte
4.376
Website
rpcg.blogspot.com
Hast Du da den Sarkasmus-Tag vergessen? :-D
Grundsätzlich hast Du natürlich Recht, dass viele der Studios ohne EA wohl sang- und klanglos in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wären. Für mich problematisch an der Sache ist dennoch, dass mit den Studios auch diverse Marken an EA gegangen sind. Die werden dann eingestampft um sie irgendwann als Remake zu verwursten oder direkt mit schlechten Fortsetzungen zu töten.
Und es ist ja auch nicht so, dass EA immer Mist produziert hat. Früher hatten die echt geile Spiele, da haben sie aber auch regelmäßig die Spielewelt revulotioniert. Und dann ging der große Reibach los. Und ja, mit Riccitiello haben sie das Geldverdienen perfektioniert. Dummerweise haben sie dabei vergessen, worauf es ankommt: Die Spiele.
Wenn ich ein innovatives Produkt herstelle, dann an die Börse gehe und danach alles dem Geld unterordne, dabei meine Produkte völlig vernachlässige, darf ich mich nun wirklich nicht über massiv negative Kritik wundern.
Mir pers. wäre es übrigens lieber gewesen, NFS zB nicht weiter am Tropf zu versorgen. Und wie tot das Genre war und ist, zeigen dann Gegenbeispiele wie Forza, GT, Testdrive... dafür sollte man EA nun wirklich nich dankbar sein, denn das hat alles nur dazu geführt, dass die fragwürdigen Vorgehensweisen von EA salonfähig geworden sind.
Nein, das war schon ernst gemeint.
Und ja, vielleicht ist EA nicht die beste Adresse um Marken wie Command & Conquer oder Wing Commander am Leben zu erhalten. Aber was wäre die Alternative? Echtzeit-Strategie ist tot, das ist seit langem durch MoBa ersetzt, Weltraum-Flugsims, hmm, es gibt Star Citizen aber sämtlichen sonstigen Ableger dümpeln im Low Budget Segment rum und sind fernab von Triple A.

Bei Need for Speed sind sie aber auf dem Weg der Besserung. Ich habe mich kürzlich durchgerungen den letzten Teil doch mal wieder zu kaufen und das ist verdammt gut. NFS ist KEIN Forza oder GT, es ist ein Arcade-Racer und das kriegt Heat hervorragend in Tradition vom Original Most Wanted, Underground 1 + 2 und Carbon wieder hin.

Und die "fragwürdigen Traditionen", die sind ja seit geraumer Zeit am Abnehmen. Jedenfalls bei den Singleplayer Titeln. Und sogar Multiplayer Games wie Titanfall 2 haben eine hervorragende Singleplayer-Kampagne spendiert bekommen.

Ich mache mir da ehrlich gesagt mehr Sorgen um Activision-Blizzard als um EA.
 

sauerlandboy79

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
01.02.2002
Beiträge
26.999
Reaktionspunkte
7.419
Weil Ubisoft genau wie EA (bisher) eine einheitlich Firmendoktrin hat, wie Spiele auszusehen haben und wie sie zu monetarisieren sind, und diese auf alle Projekte wie eine Schablone anwenden. Dabei geht nun einmal Kreativität flöten und das kann keiner bestreiten, auch nicht bei Ubisoft.
Innerhalb ihrer selbst geschaffenen Reihen wie Assassin's Creed, Tom Clancy-Titeln und dergleichen ist das durchaus legitim, würde ich sagen, da wirkt die Firmendoktrin vornehmlich intern.
Was aber Anno, Siedler und Co. betrifft, also Marken von in die Ubisoft-Familie übernommenen Studios wie u.a. Blue Byte... Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber sind diese nicht frei von Bezahl-Content (also was kein (!) klassisches Add-On oder ein Season Pass ist) und beeinflussten Design-Entscheidungen? Ich kann mir nicht vorstellen dass Ubi sich gerade bei den Siedlern oder Anno tiefgehend einmischt, denn diese Spiele haben überwiegend noch "deutsche" Wurzeln.

Das einzige wo ich offensichtlichen Kreativmangel sehe ist die Vermischung von Gameplay-Mechaniken die man in AC, Far Cry und Co. gleichermaßen findet. Da stimme ich gerne zu dass dort zuletzt neue Impulse und Ideen fehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Jakkelien

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
08.12.2007
Beiträge
623
Reaktionspunkte
200
Ein Punkt wurde noch gar nicht angesprochen: Ein Riesenfehler von EA war es den Fokus auf die Frostbite Engine zu legen.
Das ist eben keine gut dokumentierte Unreal Engine mit einem weiten Anwendungsfeld. Die Frostbite ist von und für DICE, speziell für Shooter entwickelt. Nur DICE versteht sie.
Bei dieser Ausgangslage war EA so unfassbar dämlich sie zur Hausengine zu erklären und jedem Studio aufzudrücken!

Die Studios wurden damit gelähmt.
Das Lernen der völlig unbekannten Engine hat massig Zeit gefressen und kreative Ideen konnten gar nicht erst umgesetzt werden, weil niemand wusste wie.
 

StarFox86

Benutzer
Mitglied seit
27.05.2007
Beiträge
92
Reaktionspunkte
4
Ich war auch ewig kein Fan von EA (früher gabs ja noch tolle James Bond Spiele) & wie man mit Command & Conquer Westwood umging. Unfassbar. Auch Dead Space Entwickler.

Aber EA hat sich wie Microsoft stark gebessert, siehe alleine wie man es auf Steam machen sollte, selbst alte Spiele bekommen Handelskarten und immer noch nach vielen Jahren Supportunterstützung. Da sind viele andere völlig auf Holzweg.

Ubisoft könnte so großartig sein, aber Uplay ist wirklich SCHWACH & dann setzen die noch auf Epic Fail, was nicht mal 100stel von der Steam Community hat. Bis auf die vielen jungen kostenlosen Fortn.te Mitläufer die teilweise erst 8-9 Jahre alt sind, ist da nix zu holen. Selbst die Gratisspiele werden geholt, selten gespielt. Gekaufte Spiele? Fehlanzeige.

Siehe Control von Redemy bestes Jahr, als es auf Steam kam. Bester Monat November. Da wars für 15 Euros statt 80 Euro in der Ultimate Edition zu erstehen kurz nach einem Jahr schon über 75 % Rabatt. Wie groß wäre der Gewinn gewesen, hätten sie es direkt auf Steam Vollpreis verkauft. Ein Fehler, der viel Geld gekostet hat und das Geld vom Epic Deal wie Peanuts aussehen liess.

Geld das Ubisoft fehlt um endlich Rayman 4, Good & Evil 2, Splinter Cell 6, Prince of Persia Remake zu pushen mit mehr Entwicklern in den Teams.

AC Valhalla & Division 2 laufen sicher nicht so gut, wie sie könnten. Division 2 war vorallem durch Grafikkartenverkäufte als Extra ein Erfolg (ich hab lieber Resident Evil 2 & DMC 5 genommen).

Wenn man dann die 25 Mios Steam Nutzer Rekorde sieht (obwohl natürlich 3 Zeitzonen gibt Japan-Russland (Asien) Europa & Amerika,dann sind das echt starke zahlen. Viele Spieler sind ja nur 1-2 Stunden Online. Ich würd lieber mal wissen wie viele Spieler im Februar 2021 insgesamt Online waren auf Steam, dann wären Epic, Uplay & Co. sehr neidisch. Ich mag diese 30 % Regel auch absolut nicht und find gut das Valve ab bestimmten Verkaufszahlen mehr Anteile abgibt,auch wenn man sich langsam mal auf 25 % senken könnte um Epic noch mehr Druck zu machen, die mit ihren Exklusiv Deals alles ruinieren.

Hitman 3 hat ein einziges Problem, das es nicht so läuft wie die 2 Vorgänger,dieser Epic Deal, der den Entwicklern teuer zu stehen kommen wird.

Ich liebe Tomb Raider (Beginning, Rise, Shadow) & Prey. Man kann wählen zwischen schleichen und aggressiver Spielweise, konnte man aber auch schon bei Splinter Cell spielen, nur die völlige Rambo Version ging erst ab dem 3 Teil Chaos Theory, davor eher nur im Einzelfall oder Snipern. Dafür hatte Sam Fisher auch tolle Moves drauf wie an Rohren abhängen , das Abseilen hat sich ja Shadows of the TR abgeschaut, genauso wie die Bäume Pfeil/ Messer Kills ala Batman.

Selbst Sony will ja jetzt mehr Geld machen mit PC, weil Death Stranding & Horizon so gut liefen und man nicht von Microsoft/ EA abgehängt werden will .

Alle die auf Epic veröffentlichen haben irgendwie Probleme.

Gearbox steht vor einer Übernahme (ob das nicht wie bei einst EA endet?)
Hätte man lieber Borderlands 3 direkt auf Steam veröffentlich, hätte man jetzt mehr Geld (solange man es nicht wieder fehlinvestiert) & vielleicht besseres Spiel. Die Story von 3 kann mit 2 nicht mithalten. Steam Community hätte von Anfang an mehr Druck ausüben können, das man da nachbessert. Was war das Resultat dieses Epic Fails? Das um mehr Geld zu bekommen, das 1 Borderlands ist mit 2 Season Pass um Cash Grab zu machen, was immer mehr Entwickler versuchen und immer mehr Leute sich abgezockt fühlen. Klar muss man nicht kaufen oder warten bis günstig genug ist. Trotzdem ne Fehlentwicklung, die Spiele zu Luxusobjekten macht, klar teilweise sehr gut wenn man Jump Force wie Super Smash Bros so viele Spieler hat,das man nie wieder neues Spiel kaufen der Serie braucht. Gerade was von Content angeht ist Super Smash Bros wirklich Ultimate. Aber der überteuerte DLCs Wahn geht weiter. Früher gabs bei Add Ons wie The Frozen Throne für Warcraft 3 noch wirklich einiges an Mehrwert, auch wenn es an Preis Leistung von Reign of Chaos nicht rankam.

Also solange EA weiter so macht wie mit den 2 Star Wars Spielen & vielen weiteren tollen Spielen auf Steam, sind sie es mir absolut wert unterstützt zu werden. Mehr als Blizzard, Ubisoft, Epic Games die wirklich in Ungnade gefallen sind mit Call of Duty nicht auf Steam, kein AC Valhalla auf Steam, schlechter Steam Support (Handelskarten, Errungenschaften bis auf South Park Stick of Truth, Teil 2, AC Orgins & AC Odysee, womit sie sehr viel Geld auf Steam gemacht haben & trotzdem undankbar sind). Epic Games sollte lieber mal an nem Nachfolger von Unreal 2 Awaking arbeiten anstatt gegen Valve (wie gesagt ich bin auch gegen 30 %), aber auf Steam sind so viele tolle Indie Spiele und so viele tolle Spiele, die es nur dank Valve gibt,wie einige nur dank EA.

Man sollte sich einfach mehr am Riemen reissen. Ich kauf mir bis auf Switch auch keine Konsolen mehr, wegen der Umwelt. Eigentlich wäre es viel besser alle Entwickler arbeiten Hand in Hand um die besten Spiele ala Legend of Zelda Klone Valheim zukreieren, weil ich nicht genug von tollen Spielen bekomme wie derzeit von Prey, davor Shadow of the Tomb Raider, davor Epic Mickey 2, davor mal wieder Resident Evil 0,1,2 gespielt (Teil 3 will ja mal wieder nicht).

Wenn sich alle auf PC Steam & Smartphone konzentrieren würden, wäre das am besten für alle.

Gut das EA dazugelernt hat. Schade das viele andere den Fehler machen siehe Hitman 3, tolles Spiel, falsche Plattform= RIESEN VERLUST.

EA & Microsoft verdienen sich hingegen GOLDENE Nasen. ZURECHT. (P. S. ich hasse Kapitalismus, EA hat noch langen Bußweg zurück zu meinen Top 5 nach den Fehlern, aber ich bin dankbar).

P.P.S. Hoffentlich lernen alle anderen wie Sony, aber vor allem Blizzard, Ubisoft (Division 2, AC Valhalla,
Immortals Fenyx Rising (da hat man ja von Nintendos Zelda gelernt),
Gearbox (Borderlands 3),
4A Games (Metro Exodus),
Frogwares (ohne Naxon Publisher, die derzeit Riesen Steam Shit Storm erleben wegen Sinking City),
Zombie Army 4: Dead War Rebellion (10 % Rabatt für 1 Jahrspiel + 2 Season Pass + Ingame Kaufoption) Wucher (nur ca. 550 Reviews auf Steam, auch wenn 85 % positiv),
IO Interactive (Hitman 3 (159 Reviews auf Epic)

Wie man es richtig macht zeigen Capcom, selbst wenn Resident Evil 3 viel besser hätte sein können (nur 14 Monate Entwicklungszeit) und man Resistance lieber gegen Museum/ Zoo, Universität, Kirche, Rathaus Besuch im Hauptspiel Resident Evil 3 eingetauscht hätte, aber die auf Steam mit Monster Hunter & Resident Evil 2 Goldgruben geöffnet haben, die dann wohl mit RE 7.5 Village (ohne Leon kein 8), Revelation 3 ( Code Veronica Like) & Resident Evil 4 Remake (wos Resident Evil 0,1,Code Veronica 3D Remake/ Remaster), 3 heiße Eisen im Feuer haben,wo man dann Re Verse wieder verzeihen kann & selbst das Switch Monster Hunter Rise soll für PC kommen.

Alleine Valheim mit 4 Mio zeigt, was auf Steam möglich ist, wenn man einfach bei Zelda richtig kopiert.

Schleichspiele sind nicht tot, es werden von Ubisoft und IO nur zu viele SCHWER WIEGENDE FEHLENTSCHEIDUNG getroffen. Jump N Runes auch nicht. Viele warten auf neues Yooka & Layla. Viele hoffen, das nach Perfect Dark auch mal Banjo Kazooie Remake/ Remaster oder Rare Replay für Steam kommt oder Conkers Bad Fur Day.

Tja in 5 Jahren wird sicher sogar Nintendo auf Steam vertreten sein. Der Handy-Ausflug zeigt, das selbst die erkannt haben, wie wichtig ist, wenigsten ab und zu Toptitel weit zu streuen wie Mario Kart auf Handy. Was würd ich nicht für Metroid Prime 1-3 Remake/ Remaster auf Steam zahlen ;)
 

LesterPG

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
30.04.2016
Beiträge
5.042
Reaktionspunkte
895
- EA's Waffen werden grundsätzlich ohne Zubehör ausgeliefert. So kosten z.B. ein Zielfernrohr oder ein Halfter kosten immer extra
Funfact :
Das ist ganz normal das man bei Waffen nicht alle Zubehörteile außerhalb Ironsights und Standardmagazin automatisch dazu erhält. :finger:

Selbst Sony will ja jetzt mehr Geld machen mit PC, weil Death Stranding & Horizon so gut liefen und man nicht von Microsoft/ EA abgehängt werden will .
Sony macht das um den Stillstand auf dem Konsolenmarkt zu entkommen und Aktionäre zufrieden zu stellen die Wachstum wollen, da bin ich mir sehr sicher.

Alleine Valheim mit 4 Mio zeigt, was auf Steam möglich ist, wenn man einfach bei Zelda richtig kopiert.
Also um Valheim mit Zelda zu vergleichen braucht man aber jede Menge Phantasie oder echt "gute" Mittelchen. :B
 
Zuletzt bearbeitet:

KSPilo

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
29.07.2005
Beiträge
440
Reaktionspunkte
140
Electronic (F)Arts muss dieses "Guter Publisher"-Verhalten aber nicht nur ein, zwei Jahre zeigen, sondern dauerhaft.....nach zehn Jahren reden wir dann nochmal.
 

Batze

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
03.09.2001
Beiträge
16.571
Reaktionspunkte
4.596
Ich frage mich ohnehin, wie man es plötzlich schaffen will, den Studios die Freiheiten zu geben, die sie brauchen, ohne den Aktionärswillen zu kränken.
Da vergessen wohl viele immer noch das Beispiel Westwood., oder wissen es wohl eher nicht.
War übrigens die Zeit als Tiberian Sun rauskam, für mich immer noch das beste C&C.
EA hatte ihnen nämlich damals schon alle Freiheiten gegeben.
Sie haben gesagt, hier seit ihr nun, hier sind die ,teils unbeschränkten finanziellen Ressourcen und jetzt macht mal und nun haut rein.
Nur konnte das Studio mit diesem Überfluss nicht umgehen (Hat Westwood damals auch selbst so gesagt und zugegeben).
 

matrixfehler

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
18.06.2012
Beiträge
951
Reaktionspunkte
298
Es war zumindest wünschenswert, dass die Publisher mal einen auf die Nase bekommen und langsam anfangen umzudenken.

Ein Beispiel war ja auch MassEffect-Andromeda.
Da hat EA deutlich seinen Willen durchgesetzt, ein "anderes" BioWare-Studio entwickeln lassen und letztlich die Quittung bekommen.

Nicht falsch verstehen: Andromeda ist auf gar keinen Fall schlecht,
aber leider extrem weit vom Potenzial entfernt.
 

xaan

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
30.01.2015
Beiträge
1.261
Reaktionspunkte
748
Da vergessen wohl viele immer noch das Beispiel Westwood., oder wissen es wohl eher nicht.
War übrigens die Zeit als Tiberian Sun rauskam, für mich immer noch das beste C&C.
EA hatte ihnen nämlich damals schon alle Freiheiten gegeben.
Sie haben gesagt, hier seit ihr nun, hier sind die ,teils unbeschränkten finanziellen Ressourcen und jetzt macht mal und nun haut rein.
Nur konnte das Studio mit diesem Überfluss nicht umgehen (Hat Westwood damals auch selbst so gesagt und zugegeben).
Ich finde es etwas zu kurz gegriffen wenn man nur auf Westwood blickt und dann sagt "sie konnten damit nicht umgehen". Denn erstens kamen mit dem Geld ja auch Ansprüche, die Westwood wiederum erfüllen sollte. Das hat ein sehr schnelles Wachstum nahezu unumgänglich gemacht. Aber wenn eine Firma derart schnell wächst, dann bleibt eben wenig Zei wirklich das beste Personal zu finden, das gut in die FIrmenkultur reinpasst. Da nimmt man was gerade am Jobmarkt vorhanden ist. Und das kann eben auch mal die zweite oder nur dritte Geige sein. Und diese neu angeheuerten Leute die originale Belegschaft sogar zahlenmäßig übertreffen, keine Zeit haben sich in die Firmenkultur zu integrieren, direkt auf ein Projekt gesetzt werden....dann ist der Miserfolg vorprogrammiert. Und das ist auf so vielen Ebenen komplexer und komplizierter als ein simples "Westwood konnte nicht damit umgehen".

Die Menschen von Westwood sagen das natürlich trotzdem so, weil sie dezente Menschen sind, die nicht schlecht über Andere reden und lieber selbstkritisch sind als blöd rumzugeifern "die Anderen sind schuld".
 

1xok

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
05.06.2016
Beiträge
1.414
Reaktionspunkte
456
Es geht immer nur um Geld, Geld, Geld und dabei machen alle mit. Als Folge der reinen Gewinnorientierung gibt es fast nur noch an der Börse notierte Spielentwickler. Und die Freien werden nach und nach aufgekauft.

Es gibt ein prominentes Gegenbeispiel: Valve. Aber es ist die absolute Ausnahme, dass ein Unternehmen dieser Größe nicht an der Börse ist. Wir alle wissen auch warum das so ist. Würde Valve jetzt an die Börse gehen, würde ich deswegen nicht meinen Steam Account einstampfen. Aber ich würde mir auf Steam sehr wahrscheinlich keine neuen Spiele mehr kaufen, denn jeder weiß, was ein Börsengang langfristig bedeutet. Wenn dort erst der Shareholder regiert, dann bleibt für uns Gamer am Ende nur noch austauschbare Massenware übrig und es werden nur noch Features implementiert, die für über 90% der Kundschaft interessant sind. Dinge wie Proton, Remote Play Together oder die Unterstützung seines Lieblingscontrollers kann man dann vergessen. Aber natürlich auch Entwicklungen wie die Index oder Spiele wie Alyx. Die Devise für die Börse heißt einfach: Keine Experimente und immer die breite Masse bedienen.

Es käme dann wie kommen muss: Die ersten Jahre ginge es wie gewohnt mit Steam weiter. Aber dann würden vermehrt mobile Geräte unterstützt und in 15 Jahren würde Steam mehrheitlich mobile Games vertreiben und die verblieben PC-Gamer dürften mit einem Legacy-Client vorlieb nehmen, der nur noch Features verlieren würde. Der Support für MacOS und Linux würde dabei als erstes über Bord fliegen. Aber danach auch alles andere, was von weniger als 90% genutzt wird. Am Ende bliebe nur der Massengeschmack.

In spätestens 15 Jahren werden Entwickler wie EA nur noch in Ausnahmefällen Spiele für den PC veröffentlichen. Vorher werden die PC-Spiele so richtig räudig und von Microtransaktionen durchseucht. Man ist dann irgendwann regelrecht froh, wenn sich Konzerne wie EA ganz auf mobile Games verlegen. Diese Entwicklung wird sich für alle Spielentwickler vollziehen, die ihr Geld an der Börse verdienen, prognostiziere ich mal.

Einen Vorgeschmack auf die neue Zeit erhalten wir heute auch im Hardwarebereich. Apple und Co. kaufen alle Produktionskapazität. Wir müssen mit den Resten leben. PC-Gaming ist immer noch ein großer Markt. Aber er wird jedes Jahr kleiner im Vergleich zum Rest.
 
Zuletzt bearbeitet:

Batze

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
03.09.2001
Beiträge
16.571
Reaktionspunkte
4.596
Wenn dort erst der Shareholder regiert, dann bleibt für uns Gamer am Ende nur noch austauschbare Massenware übrig und es werden nur noch Features implementiert, die für über 90% der Kundschaft interessant sind.
Als ob es jetzt anders ist. hahaha.
Das war echt ein Eigentor von Dir. :-D :B
 

1xok

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
05.06.2016
Beiträge
1.414
Reaktionspunkte
456
Als ob es jetzt anders ist. hahaha.
Das war echt ein Eigentor von Dir. :-D :B
Wie viele Leute Spielen denn auf Steam unter Linux? Das ist nicht mal ein Prozent. Valve baut den Support für Linux derzeit trotzdem sehr stark aus, während alle anderen sich nach und nach (wieder) zurückziehen. Auch GOG. Dahinter stehen eben börsenotierte Unternehmen, die sich gegenüber ihren Aktionären rechtfertigen müssen.

Valve unterstützt neben Linux einige Nischen auf dem PC, die anderswo schon wieder am Aussterben sind. Siehe VR. Ich mache mir keine Illusionen darüber, was damit passieren würde, wenn Valve an die Börse ginge.
 
Oben Unten