Echtgeld-Abzocke: Deutschland sagt Lootboxen den Kampf an

Herbboy

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Das halte ich für selbstverständlich und sollte auch gar nicht zur Debatte stehen. Das eine schließt das andere jedoch nicht aus.


Eine Lootbox allein richtet natürlich keinen Schaden an. Aber viele Lootboxen und das über längeren Zeitraum schon. Der Schaden ist in dem Fall finanzieller Natur. Ja, auch für das Kind, das nun mal Teil einer familiären Gemeinschaft und damit abhängig von den Finanzen der Sorgeberechtigten ist.
Und genau das ist ja der Punkt: SO viele Lootboxen, dass es schaden könnte, kann es an sich nur dann geben, wenn die Eltern viel zu viel Taschengeld geben oder ihre Geldquellen nicht schützen.

Bei einem angemessenen Taschengeld kann es an sich gar nicht sein, dass ein Kind "schädlich viele" Lootboxen kauft.
 

RedDragon20

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Und genau das ist ja der Punkt: SO viele Lootboxen, dass es schaden könnte, kann es an sich nur dann geben, wenn die Eltern viel zu viel Taschengeld geben oder ihre Geldquellen nicht schützen.

Bei einem angemessenen Taschengeld kann es an sich gar nicht sein, dass ein Kind "schädlich viele" Lootboxen kauft.
Ich zitiere an der Stelle mal mich selbst.

Gesetze entstehen aber eben nicht nur für die Mehrheit, sondern auch für eine kleine Gruppe. Bzw. eher aufgrund einer kleinen Gruppe, um andere zu schützen. Dass die Umsetzung dabei nicht immer glückt, sei an der Stelle aber mal dahin gestellt.
Hier geht es vielmehr um Prävention.
 

Herbboy

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Ich zitiere an der Stelle mal mich selbst.


Hier geht es vielmehr um Prävention.
Sicher geht es um Prävention, nur finde ich es nicht in Ordnung, wenn man jeden Scheiß direkt reguliert, nur weil ein kleiner Teil (hier einer mit beschissenen oder fahrlässigen Eltern) aus der Reihe tanzt und einen Nachteil haben KÖNNTE. Hinzu kommt, dass man sich dann fragen muss, wo denn die Grenzen liegen, und zwar innerhalb des Themas "Games" sowie auch allgemein.

Innerhalb von Games ist es zB ein Riesenunterschied, ob man in kurzer Zeit hunderte von Euros ausgeben kann bzw sogar muss, weil bestimmte Dinge nur in einer von 1000 Lootboxen zu finden sind, oder ob es ein Spiel ist, bei dem man (auch um die Entwickler zu unterstützen) maximal 10 Euro pro Monat ausgeben kann und für maximal 19 Euro dann auch garantiert JEDES seltene Item hat. Und es ist auch ein Unterschied, ob man alle Nase lang mit "kauf mich!"-Hinweisen und täglichen neuen Items verführt wird oder ob ein Spiel viele Belohnungs-Boxen beinhaltet, bei denen man nach ein paar Dutzend Spielstunden dann sowieso fast jedes Item gesammelt und man eher "nebenbei" merkt, dass man sich gegen Echtgeld noch mehr Boxen kaufen könnte, wenn man sie nicht extra erspielen will. Von dem weiteren Unterschied, nämlich ob gegen Geld auch spielerische Vorteile erkauft werden können, will ich gar nicht erst anfangen.

Und allgemein muss man dann Games mit zB Sammelkarten, Ü-EIern, Cola-Dosen mit Sonder-Etiketten usw. usw. vergleichen . Wenn es als "nicht ok" definiert wird, dass man in einem Spiel 100 Lootboxen zu je 50 Cent kaufen muss, damit man statistisch gesehen alle 10 optische Items für einen bestimmten Charakter hat, dann müsste man ebenso es als "nicht ok" definieren, wenn man bei Sammelkarten 100 Packungen zu je 50 Cent kaufe muss, um alle Teammitglieder seiner Lieblingsmannschaft zu haben.
 
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