Herablassend finde ich an seinen Ansichten garnichts. Sein Weltbild mag tatsächlich altmodisch sein. "Veraltet" ist Ansichtssache. Ist etwas veraltet, weil sich ein neuer Trend durchsetzt? Oder ist es veraltet, weil eine eventuelle Mehrheit es anders sieht?
Natürlich ist es herablassend. Immerhin urteilt er über Leute, die er nicht kennt ...
Dass Homosexualität etwas unnatürliches sei, hat er nirgends geschrieben. Dass es das in der Tierwelt (wohl mit Natur gemeint) ebenso gibt, ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen.
Er sprach "von Gott nicht gewollt" und "dient dem Fortbestand der menschlichen Rasse" ... also das ist, wie ich bereits oben meinte, in Bezug auf die Ehe harter Tobak. Was genau meinte er mit "von Gott nicht gewollt!"? Sicherlich nicht die Eheschließung, denn ich behaupte einfach mal, dass die Häufigkeit der Eheschließung auf dem Standesamt den der kirchlichen Trauung weit überlegen ist, dementsprechend hat das Ganze erstmal nichts mit Gott zu tun.
Mag sein, dass man nicht (nur) heiratet um Kinder zu zeugen/kriegen, aber ein durch Ehe gebundenes Familiensystem bietet erfahrungsgemäß mehr Sicherheit (langfristig) als ein "Unfall"-Kind. Selbst bei einer "wilden" Ehe sind die "Barrieren" niedriger, als bei einer üblichen Heirat.
Das mag vllt. in irgendwelchen dritte Welt Ländern sein, aber definitiv nicht in Deutschland. Das Kind bzw. Frau, oder auch Mann, ist durch das dt. Gesetz abgesichert, der, der mehr verdient, muss dem Verdienstschwächeren helfen. Das kann der Mann sein, der die Frau finanzieren muss, dass kann aber auch die Frau sein, die den Mann finanzieren muss ...
D.h. also, das Ganze hat absolut nichts mit einer Absicherung zutun, schau dir doch einfach mal die Scheidungsraten an, also wieviele Paare mit Kindern lassen sich scheiden ... wo ist da die Absicherung?
Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn jeder seine Sexualitiät, seine Liebe, etc. so auslebt, wie er/sie das möchte. Dennoch bin auch ich dagegen, dass eine Ehe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern auf die gleiche Stufe gestellt wird, wie die zwischen Mann und Frau.
... warum? Das ist doch der Punkt, niemand kann wirklich gute Argumente, Gott ist kein gutes Argument, bringen. Ich denke, wir sind alle in der Lage eine einigermaßen gute Diskussion zu führen, also: was spricht gg. die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare?
Aber Leuten vorzuwerfen, dass ihr Weltbild "veraltet" sei, finde ich nicht in Ordnung. Letztlich hat jeder hier Argumente für seine Seite, die auch berechtigt sind. Ich gehe ja auch nicht her und werfe allen Pro-"Homo-Ehe"-Leuten vor, ihre Ansichten würden ein bestehendes, funktionierendes "Weltbild" durch ihre reaktionären Ideen zerstören.
Die Argumente würde ich gern mal lesen wollen, vorallem würde mich interessieren, was genau 'zerstört' wird? Es wird doch maximal das Weltbild erweitert, schließlich verbietet niemand die Ehe von Mann & Frau?!
Hier geht es nur um eine Anpassung bzw. Rechnung tragen von aktuellen sozialen Strukturen, machen wir uns mal nichts vor: vor 50 Jahren wurden solche Diskussion in Amerika auch geführt, nur ging es damals um Weiße & Schwarze. Heute ist es absolut normal, dass es solche Ehen gibt, wo genau ist der Unterschied zwischen dem Punkt, der vor 50 Jahren als absolut undenkbar galt und der Diskussion heute?