Falsch, Blizzard hat nicht reagiert...
in Starcraft2 ist es seit Anfang an so, das nach einer Online Anmeldung das Offline Zocken möglich ist.
Wenn ich aus irgendeinem Grund temporär kein Internet habe, mein Virenprogramm den Launcher kappt oder das B-net nicht antwortet: Wie soll ich mich dann online anmelden? Geht nicht, also kann ich nicht offline spielen. Und nochmal: Ich habe bei SC2 das Problem gehabt, dass keine Verbindung mit dem Battle.net hergestellt werden konnte. Da wurde mir kein Offline-Modus angeboten. Später kam ein Patch. Danach hatte es einmal mit der Verbindung nicht geklappt und das Spiel fragte mich, ob ich ohne Achievements offline spielen möchte (der zweite Verbindungsversuch hatte dann geklappt, also musste ich nicht offline spielen). Erzähl mir also nichts.
Du solltest das was ich geschrieben hab vielleicht nicht aus dem Kontext reissen... wo hab ich D3 mit WoW verglichen?
Ich hab lediglich angemerkt das WoW als auch SC2 das Battle.net benötigen und es mit D3 + Titan genauso kommen wird.
Nein, du hast Diablo nicht mit WoW verglichen. Habe ich auch nicht behauptet. Aber du verteidigst einen Onlinezwang für Diablo 3 damit, dass WoW auch übers Battle.net läuft. Und das ist Käse, weil WoW eben ein MMO ist. Das wäre so, als würde ich eine Internetverbindung zum DVD schauen damit verteidigen, dass man Videos auf youtube auch nur online sehen kann. Das sind einfach zwei verschiedene Dinge.
Diablo 3 ist kein MMO. Und für mich ist es auch kein Spiel, welches den Fokus auf den Multiplayer legt. Das mag für dich anders sein. Vielleicht stellst du den Onlinezwang von Diablo auf eine Stufe mit dem von WoW und Titan, weil es für dich hauptsächlich ein Multiplayer-Spiel wird?
Schau mal... Ich bin selbständig. Anstatt jetzt ein wenig zu arbeiten, unterhalte ich mich in einem Forum mit Leuten darüber, ob man im Singleplayer online sein muss oder nicht. Das ist in Ordnung, denn ich hab schon ein paar Stunden hinter mir und freue mich über etwas Abwechslung. Was ich jetzt nicht arbeite, hole ich heute Abend wieder auf. Wenn ich dann noch Lust habe eine Runde zu zocken, werde ich das vielleicht ein Stündchen tun, bevor ich in die Kiste gehe. Kommt mir was anderes dazwischen, werde ich heute überhaupt nicht zocken.
Warum erzähle ich dir das? Ganz einfach: Ich möchte dir verständlich machen, welchen Stellenwert der Multiplayer für mich hat. Hättest du Bock, mit jemandem wie mir regelmäßig im MP zu zocken? Ich kann dir jetzt noch nicht mal sagen, ob ich in 6 Stunden zocke oder nicht! Wie will man mit jemandem wie mir jemals vorwärts kommen? Ich dagegen habe auch keine Lust, mir meine spontan genommenen Pausen (wie jetzt) zu verbieten, nur damit ich Abends meine Arbeit erledigt habe und auch garantiert pünktlich zocken kann.
Ich habe keine Lust meinen Ablauf auf ein Spiel auszurichten. Auf der anderen Seite kann ich sehr gut verstehen, dass wohl kaum ein Mensch Lust hat mit jemandem ernsthaft zu zocken, der jetzt noch nicht weiß, ob er in ein paar Stunden da ist. Ich zumindest hätte keine Lust auf mich zu warten. Was sagt uns das? Multiplayer ist nichts für mich! Ein kurzes Match bei SC2, klar, gerne. Ein schnelles Rennen bei Shift 2? Lass krachen! Aber irgendwas längeres?
Das glaube ich nicht, Tim...
Fazit: Diablo ist ein Singleplayer-Spiel. Zumindest für mich. Also ist es für mich Käse, das ganze mit der Onlinepflicht bei WoW zu begründen.
Ich will hier auch gar keine Welle wegen dem Onlinezwang machen. So richtig vom Kauf abhalten wird es mich vermutlich nicht. Bei Assassins Creed hat es mich vom Kauf abgehalten. Aber das ist eben kein Diablo, sondern nur Assassins Creed

Da finde ich die Streichung der Skillpunkte schon schlimmer.
Was ich will, ist einfach nur ein wenig zum Nachdenken anregen. Mit welcher Begründung MUSS man online sein? Meinen Singleplayer offline zu lassen, tut niemandem weh. Den Singleplayer ins Internet zu zwingen, könnte aber wieder vollkommen sinnlos dazu führen, dass Leute online nicht spielen können, obwohl sie eigentlich gar nicht online sein wollen. Was Blizzard da rausgehauen hat ist kein "Feature" welches Internet benötigt, sondern eine über-restriktive Kopierschutzmaßnahme, die Raubkopien verzögern soll. Man nimmt einfach hin das ehrliche Käufer Probleme haben werden (wenn auch nur kurzfristige), um den Raubkopierern ihren Crack für ein paar Wochen zu verzögern. Man konzentriert sich wieder mal auf Raubkopierer, anstatt auf seine Kunden. Das finde ich eben... ... Naja... "Lächerlich", um es mal freundlich auszudrücken.
Die Welt dreht sich weiter, wenn ich aus irgendeinem abstrusen Grund in Zusammenhang mit dem Onlinezwang mal einen Abend nicht zocken kann. Piepegal. Ich raff nur nicht, warum das sein muss. Man konnte jahrzehntelang ohne Internet im Singleplayer spielen. Dieser Trend zum Onlinezwang passt mir einfach nicht. Er ist für mich als Spieler sinnlos. Wenn ich Online spielen will, ist das meine Sache. Wenn ich es nicht will, sollte es das aber bitte auch bleiben.
Was kommt als nächstes? Und das ist keine "Totschlag-Verschwörungs-Paranoia"-Frage. DLCs gingen auch allen am Hintern vorbei, bis die Publisher auf die tolle Idee kamen DLCs zu bringen, welche den nächsten Teil einer Serie einleiten. Kauft man nicht, hat man einen Teil der Hauptgeschichte verpasst. Hätte auch niemand gedacht. Wer weiß also, was als nächstes kommt, wenn wir Spieler erstmal solch einen Brocken geschluckt haben... Vielleicht nimmt man uns unsere Spiele ganz weg und wir dürfen nurnoch über OnLive in 1280x720 streamen? Wer weiß, wir schlucken ja auch den Onlinezwang... Raubkopien wären dann endgültig Geschichte und wer kein DSL hat, hat eben Pech gehabt. Wir Spieler machens ja eh mit...
Das Ganze ist eine Frage dessen, in welche Richtung sich die Branche gerade bewegt. Vor 20 Jahren hab ich ein Spiel installiert, stundenlang mit dem Computer gekämpft und irgendwann mal sorgenfrei drauf losgespielt. Vor 15 Jahren habe ich ein Spiel installiert, den Key eingegeben und sorgenfrei gezockt. Vor zehn Jahren musste ich die Disc im Laufwerk lassen. Vor 7 Jahren musste ich meine Spiele dann online aktivieren. Seit 5 Jahren muss ich sie über einen externen Client starten und habe eventuell noch Installationslimits. Zwischendrin fingen die Spiele dann mal an, den Rechner nach Programmen zu durchsuchen, welche zum Umgehen eines Kopierschutzes taugten. Und nun kommt langsam die Zeit, in der man permanent mit dem Server des Publishers verbunden sein muss.
Ich sage nicht, dass ich einem Spiel wieder manuell beibringen möchte, welche Hardware ich wo installiert habe, damit es eventuell läuft. Aber wo sind die Zeiten einer simplen Keyabfrage hin? Mit den Raubkopierern ins Jenseits? Kann nicht sein, denn Raubkopierer gibt es trotz der ganzen neuen Maßnahmen immer noch. Sogar mehr als damals... Welchen Grund gibt es also für so abstruse Ideen, wie trotz Steam noch Installationslimits zu setzen (wtf?) und Spieler für den Singleplayer ins Internet zu ziehen?
Naja... Fein brav ein Schritt nach dem Anderen. Freut euch auf OnLive. In zehn Jahren ist es soweit. Man ist bis dahin ja eh dauerhaft online (auch für den Singleplayer) und spart sich dann eben auch noch den Ärger mit der Installation... Toller Service.
Sorry, wenn ich ein bisschen abgeschweift bin. Ich raffe halt einfach nicht, wie man sowas noch feiern kann. Erinnert mich irgendwie an Steam. Da hat man auch drauf geflucht und feiert es heute als tollen Service. Beim UbiLauncher waren sich auch noch alle einig, dass das Ding der letzte Mist und pure Schikane ist. Blizzard hats nun geschafft, dass die ersten den tollen Service verteidigen...