Chef der Budesagentur für Arbeit: "Anstelle Computer zu spielen, lieber einen IT-Kurs belegen."

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Orzhov

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Was will der mit Wirtschaft 4.0, wenn wir nichtmal die digitale Infrastruktur für 2.0 haben?
 

Enisra

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Hach ja
Alte Menschen und Dumme Kommentare, ich meine, es ist ja nicht so als wenn ich einen Großen Teil meiner Englischfähigkeiten über Spiele habe -.-
Ich meine, man könnte auch mal fähige Menschen in den Arbeitsämtern beschäftigen, aber wahrscheinlich sind die selbst auf dem freien Markt nicht vermittelbar...

Und wie Lox schon sagte:
All work and no play makes Jack a dull boy
 

Wut-Gamer

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Es ist natürlich nicht verkehrt sich in seiner Freizeit weiterzubilden, aber irgendwann muss man auch einfach mal entspannen. Von daher schließt sich ein IT-Kurs und Computerspielen nicht unbedingt gegenseitig aus, finde ich.
 

Batze

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Ganz so unrecht hat er ja nicht, aber die meisten sogenannten IT Kurse die auch die Arge vermittelt wenn man eventuell gerade arbeitslos ist sind Word/Exell Spielkurse aber haben mit IT nicht wirklich viel am Hut. Daran müsste erstmal gearbeitet werden.
 

Athrun

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Ich denke auch, das der Rat nicht verkehrt ist. Aber meiner Meinung nach müssen wir 'technikaffin' werden. Ich merk es in meinem Beruf (First-Level-Support für Buchhaltungssoftware) das die Buchhalter oft nicht wissen wie man die Programme richtig bedient. Aber da hilft kein einfacher IT-Kurs. Da hilft eher abends zusammen mit den Kindern Computer spielen ;)
 

Alreech

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Uff, zum Glück nur Computerspiele. Weiter vor der Glotze bei Tatort & Lindenstraße zu verblöden statt einen Englisch oder IT-Kurs zu machen ist also erlaubt.
Wie ist es eigentlich wenn ich als Computerspieler arbeitslos werden, wird mir dann die Stütze gestrichen weil ich gespielt habe statt mich Fortzubilden ?

Ach ja, als Oberst a.d. sollte er ja eigentlich für Computerspiele sein, schließlich wurden die von den Amis erfunden um die Kinder auf kommende Kriege vorzubereiten... ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/Frank-Jürgen_Weise
 

Razorlight

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Bundesagentur für Arbeit = alles Verbrecher und Arschlöcher... musste mal gesagt werden.
 

Markusx26

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Ich habe niemals einen PC Kurs vom Arbeitsamt bekommen. Das einzige was es gibt sind "Wie bewerbe ich mich richtig" Kurse. In meiner jetztigen Arbeit (IT Administration) habe ich seit 11 Jahren keine Kurse bekommen. Ohne PC Spiele und quatschen mit Amerikanern könnte ich kaum Englisch.
 

Amosh

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Ich empfinde den Rat als etwas merkwürdig... Prinzipiell ist ja nichts dagegen einzuwenden, sich weiterzubilden, aber er rät, in der Freizeit weiterzuarbeiten - Und ich muss zugeben, dafür hänge ich zu sehr an meiner Freizeit. :D
Wer außerdem schonmal versucht hat, DOS-Games unter Windows 7 und höher zum Laufen zu bringen, weiß, was es heißt, mit Computern umgehen zu können.

Englisch habe ich durch mein Studium als Chemiker sehr stark verbessert, immerhin ist fast die gesamte Primärliteratur dort auf Englisch verfasst.
 

Herbboy

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Wenn man manch einen kennt, der in der Freizeit wirklich fast nur "rumgammelt" und/oder zockt, dann hat der Mann völlig Recht. Denn im IT-Bereich muss man auch mal mit neueren Dingen ein wenig beschäftigen, sofern die Firma einem nicht Kurse anbietet, die als Arbeitszeit gelten. Und auch in vielen anderen Berufen ist es nicht verkehrt, sich mal in der Freizeit weiterzubilden. Das muss ja nicht täglich sein, oder über 4 Wochen an 3 Tagen gleich je 4 Stunden. Aber mal was lesen und recherchieren macht Sinn.

Aber es ist auch klar, dass etliche, die aus Sicht eines Durchschnittsbürgers "Gamerfreaks" sind (mehr als eine Stunde am Tag Gaming ist für viele völlig unvorstellbar), eine sehr gute Bildung haben und durch ihr Hobby ihr Wissen in einigen Bereichen aufwerten und/oder auch auf eine Art und Weise entspannen, die wiederum wichtig für das "normale" Leben ist. Umgekehrt sieht man doch immer wieder, dass Leute, die nur an "Beruf und Karriere" denken, sehr oft zu einer Mischung aus weltfremden Misanthropen mit Egoismushang werden, die irgendwann dann zusammenbrechen, weil sie nichts anderes als den Job im Kopf haben.

Und vieles ist auch Weltanschauung - zB der werte Professor Spitzer kritisierte mal die Gamescom, weil die Leute dort "sinnlos" ihre Zeit vergeuden und doch lieber zum Beispiel französisch lernen könnten. Dass da viele Leute hinfahren wie zu einem Urlaub, wo auch der Herr Spitzer sicher mal nichts macht, was mit "Weiterbildung" zu tun hat, und dass man dort auch etliche soziale Kontakte hat, ist dem Hirnforscher wohl egal... Das Gegenteil wäre jemand, der sagt, dass Sprachen&co lernen VÖLLIG egal ist, z.B. weil es ja Übersetzungssoftware gibt. Der ignoriert dann wiederum, dass das Lernen auch den Geist schult und dass es später durchaus hoch angerechnet wird, wenn man mal beruflich mit einem Franzosen zu tun hat und ohne Hilfsmittel mit ihm Kommunizieren kann.

Die Wahrheit liegt wohl dazwischen: wer z.B. nur auf Gamingmessen rumhängt, aus dem wird nix, außer er kommt in der Gamingbranche unter. Wer sich wiederum nur "offline" mit klassischer Bildung beschäftigt, wird mangels Routine mit modernen Techniken und Nutzung des Internets ins Abseits geraten und zum Eigenbrödler werden, oder er "muss" Professor werden... ;) Dafür kann er dann auch auf französisch fragen, wie man denn auf einem Tablet das Bild vergrößern kann... :B
 

Zybba

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Ich sehe das wie LOX-TT. Das eine ist Hobby und das andere Weiterbildung für den Beruf. Hat also nicht wirklich miteinander zu tun.

Bundesagentur für Arbeit = alles Verbrecher und Arschlöcher... musste mal gesagt werden.
Mit so einer Weltanschauung machst du es dir ja ziemlich einfach...
 

suggysug

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Also einen Moment, der Chef der Bundesagentur für Arbeit, der vermutlich (wahrscheinlich sogar ganz sicher) diese Aussage der eigenen Sekretärin zitiert hat damit SIE es auf dem Computer schreiben kann, rät den Spieler in der Freizeit lieber einen It-Kurs zu belegen und English zu lernen?!

Vielleicht als Beispiel vorangehen?

Ich kann das wirklich nicht ernst nehmen,...
Deutschland hat IT Technisch ganz andere Probleme, da hilfts auch nicht wenn jetzt jeder Spieler ein IT-Kurs (was Lachhaft ist) oder gar ein IT-Studium (was Teuer und Zeitaufwendig ist, dafür lernt man dann auch Tatsächlich was) macht. Wie LOX-TT es schon sagt, es ist ein Hobby und wenn es im Leben gut läuft, man Schule, Arbeit, Familie und Verpflichtungen in Griff hat dann soll man seine Freizeit so genießen wie man es selber am besten findet! (Somit ich jetzt rausgehe und Stundenlang das Gras beim wachsen zuschau, ist genauso sinnfrei und zeitverschwenderisch aber ich bin mit meinem Leben im reinen)
 

RedDragon20

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Uff, zum Glück nur Computerspiele. Weiter vor der Glotze bei Tatort & Lindenstraße zu verblöden statt einen Englisch oder IT-Kurs zu machen ist also erlaubt.
Wie ist es eigentlich wenn ich als Computerspieler arbeitslos werden, wird mir dann die Stütze gestrichen weil ich gespielt habe statt mich Fortzubilden ?

Ach ja, als Oberst a.d. sollte er ja eigentlich für Computerspiele sein, schließlich wurden die von den Amis erfunden um die Kinder auf kommende Kriege vorzubereiten... ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/Frank-Jürgen_Weise
Ich glaube, du hast nicht ganz verstanden, worum es da ging. ^^ Der Mann spricht sich nicht per se gegen Videospiele aus. Er spricht sich dafür aus, die Freizeit auch mal zu nutzen, um sich in Sachen IT und Englisch weiter zubilden. Und daran ist erstmal nichts verkehrt. Englisch wird immer wichtiger und in Zeiten, in denen auch Technik immer mehr in den Vordergrund rückt, sollten Menschen zumindest wissen, dass die Firma Modzilla (Firefox) keine Käsesorte ist. Und solche Dinge sind ja nun wirklich kein Fachwissen.

Ich sehe in seiner Aussage allerdings das ein oder andere Problem:

1. Wie einige hier schon richtig gesagt haben, ist Freizeit eben Freizeit. Wer keine Lust hat, sich in seiner Freizeit weiter zubilden, der wird das auch nicht tun. Das ist ja auch erstmal völlig okay.
2. Gerade ältere Semester ab 50+ tun sich schwer damit, neue Dinge zu lernen. IT und Technik wird in allen Bereichen immer wichtiger, z.B. auch in der Landwirtschaft. Aber wenn ich mir hier bei uns im Dorf die älteren Menschen so anhöre, dann hab ich manchmal, überspitzt ausgedrückt, den Eindruck, dass der Hexenhammer wieder aus dem Regal geholt wird, um das Hexenwerk "IT" und "Technik" möglichst effizient auszumerzen. :B
3. Wirklich gute IT- und Englichkurse, abseits der Arbeit und Schule, sind sehr rar und gerade die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter bieten da keine Alternative. Maßlos unterbezahlte Dozenten, miese Lehrmittel (teilweise PCs von vor 15 Jahren oder älter) und Stoff, der einen nicht weiter bringt und meist darauf hinaus läuft, irgendwelche Spiele oder Rätsel zu machen.

Gerade bei letzt genannten Behörden besteht großer Nachholbedarf. Solche Kurse sollten auch nicht nur Arbeitssuchenden angeboten werden, sondern jedem. Deutschkurse, Medienkompetenz, IT, Englisch, Mathe...das sind alles Bereiche, in denen viele Leute, egal ob arbeitssuchend oder Arbeiter, Probleme haben. Vor allem sollte man kompetente Dozenten einstellen, die auch entsprechend bezahlen und vernünftige Lehrmittel zur Verfügung stellen. Selbststudium ist schön und gut, aber gerade bei Leuten, die nur wenig Vorkenntnisse in Bereich A und B haben, ist die Fehleranfälligkeit sehr hoch, weswegen es auch kompetent durchgeführte Kurse braucht.

Aber grundsätzlich ist die Aussage dieses Mannes nicht völlig verkehrt. Aber ich persönlich würde es nicht nur auf den IT-Bereich und auf Fremdsprachen begrenzen, sondern auch auf andere Bereiche, wie z.B. Medienkompetenzen usw. erweitern.
 

kamelle

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Ich finde er hat recht. Oft genug habe ich genau in diesem Forum schon gelesen "Scheiß Publisher... keine deutsche Vertonung. Kauf ich nicht, mein Englisch ist nicht gut genug!"
Und jedes Mal denke ich mir 'Schuß nicht gehört - lern die Sprache, du Noppen... -.-'

Kritisieren kann man den allgemeinen Ansatz der Aussage, aber wenn die Aussage ein wenig differenziert wird, dann kann ich dem schon zustimmen. Und zu sagen 'Das eine ist Arbeit, das andere Vergnügen' ist in der heutigen Arbeitswelt viel zu kurz gedacht. Wenn man sich nicht auch ein wenig privat engagiert, ist man schnell Bestandteil der nächsten Rationalisierung.
 

Schalkmund

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Die Pappnase ist 65 und will Spielern was über das Aneignen von Computerwissen erzählen. Es sind i.d.R. die Leute die am Computer anfangen zu zocken, welche sich nach und nach immer mehr IT-Kenntnisse aneignen. Mal ehrlich die Meisten hier können sicher mit dem PC umgehen, ob nun Software bedienen oder auch Hardware verbauen, und haben sowohl durch den Umgang mit Spielen als auch durch die allgemeine Nutzung des Internets brauchbare Englischkenntnisse.

Bei reinen Konsolen- oder Smartphone-Zockern mag das vielleicht anders aussehn, aber PC-Gaming an sich ist schon kein schlechter Einstieg um auch nebenbei die Handhabung von Computern zu erlernen.
 

RedDragon20

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Die Pappnase ist 65 und will Spielern was über das Aneignen von Computerwissen erzählen. Es sind i.d.R. die Leute die am Computer anfangen zu zocken, welche sich nach und nach immer mehr IT-Kenntnisse aneignen. Mal ehrlich die Meisten hier können sicher mit dem PC umgehen, ob nun Software bedienen oder auch Hardware verbauen, und haben sowohl durch den Umgang mit Spiele als auch durch die allgemeine Nutzung des Internets brauchbare Englischkenntnisse.

Bei reinen Konsolen oder Smartphone-Zocker mag das vielleicht anders aussehn, aber PC-Gaming an sich ist schon kein schlechter Einstieg um auch nebenbei die Handhabung von Computern zu erlernen.
Und hier ist wieder das Problem...nicht jeder hat Zeit und Muse, sich mit PC-Technik an sich auseinander zusetzen, wie es gestandene PC-Spieler es häufig tun. Der Großteil hier besitzt mit Sicherheit Wissen um PC-Technik, das sich ohne weiteres als Fachwissen bezeichnen lässt, wenn auch kein gehobenes Fachwissen. Zumindest würde ich es nicht als Allgemeinwissen bezeichnen, wenn man den Aufbau einer Grafikkarte kennt oder wie eine CPU in etwa funktioniert.

Allgemeinwissen im IT-Bereich ist mMn nach:
Was steckt in einem PC?
Verwendung von Officeprogrammen?
Internet als Recherchemedium richtig nutzen.
Mozilla ist kein Käse!
Das Internet kann nicht gelöscht werden, wenn man die Browserverknüpfung entfernt!
Es heißt Browser, nicht Brauser! Brauser ist der Mann von Brause.


Aber mal zum Beruf an sich...und mal wieder ernsthaft...
Wer gut in seinem Beruf sein will, sollte sich auch da weiter bilden. Und es bleibt nicht aus, dass man sich auch mal privat etwas weiter bilden MUSS.
Selbst in meinem Bereich, also in der Pädagogik, ist Technik und Englisch wichtig. Erzieher sollten schon wissen, dass was es für Medien gibt, wie man sie (pädagogisch korrekt) nutzt und dass Kinder dauernd mit Medien konfrontiert werden und Fragen haben. Und weil man auch immer mehr mit mit ausländischen Bürgern zu tun hat, sollte man auch sein Englisch auf ein Niveau bringen, mit dem man sich halbwegs verständlich unterhalten kann.

Aber eben nicht nur in Sachen IT und Englisch ist Weiterbildung wichtig. Man übt einen Beruf ja in der Regel nicht aus, weil man dazu gezwungen wurde, sondern weil man sich für den Bereich interessiert. Also sollte man sich in seinem Berufszweig auch umfassend weiterbilden. Durch angebotene Weiterbildungen/Fortbildungen und eben auch privat.

Und nicht jeder, der am PC zockt, hat auch wirklich die Ahnung, die du da offenbar voraussetzt. Es war ja auch nicht die Rede von reinen PC-Spielern, sondern von Spielern allgemein...ob nun Core-Gamer oder Casuals.
 
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Herbboy

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Aber mal zum Beruf an sich...und mal wieder ernsthaft...
Wer gut in seinem Beruf sein will, sollte sich auch da weiter bilden. Und es bleibt nicht aus, dass man sich auch mal privat etwas weiter bilden MUSS.
Selbst in meinem Bereich, also in der Pädagogik, ist Technik und Englisch wichtig. Erzieher sollten schon wissen, dass was es für Medien gibt, wie man sie (pädagogisch korrekt) nutzt und dass Kinder dauernd mit Medien konfrontiert werden und Fragen haben. Und weil man auch immer mehr mit mit ausländischen Bürgern zu tun hat, sollte man auch sein Englisch auf ein Niveau bringen, mit dem man sich halbwegs verständlich unterhalten kann.

ja, allerdings muss man auch SEHR aufpassen, wie sehr privates und berufliches sich überschneiden. Selbst bei recht starkem persönlichem Interesse am Themenfeld, was der Beruf behandelt: es darf nicht passieren, dass man irgendwann ALLES privat macht, was nicht ausschließlich mit dem Erledigen der Arbeit zu tun hat. D.h. zB eine Weiterbildung für Schullehrer in Sachen "wie geht man mit Facebook um" sollte zwar teils durch eigenes Interesse erfolge, sollte aber AUCH vom Arbeitgeber aktiv behandelt werden WÄHREND der Arbeitszeit, wobei speziell Lehrer ja ohnehin vieles außerhalb der offiziellen "Bürozeiten" machen müssen, aber Du weißt sicher, was ich meine ;) Bei einem zB Schreiner würde ja auch niemand auf die Idee kommen zu fordern, dass er die Bedienung der neuen Maschine in seiner Freizeit lernen soll.

Man muss da sehr überlegt ausbalancieren, was nun im Rahmen der Arbeit "gelernt" werden sollte und was man auch mal privat machen kann. Dass man privat natürlich auch weitere Qualifiaktionen erwerben kann, ist aber klar - nur darf ein Chef so was nicht "fordern". Wenn der Chef will, dass zB mein "Businessenglisch" besser wird, soll er mir halt einen Kurs anbieten, der mir auf die Arbeitszeit angerechnet wird. Ob ich so einen Kurs vielleicht auch freiwillig privat mache, um von meiner Seite aus wiederum zu zeigen "ich bin sehr motiviert" oder um mich (ggf. auch woanders) für einen besseren Job zu bewerben, sollte MIR überlassen bleiben und nicht eine Selbstverständlichkeit sein, ansonsten haben irgendwann viele Leute GAR keine echte Freizeit mehr...

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen Freizeit/Hobby sich zu >90% mit dem Beruf überschneiden. zb wenn ein Redakteur hier auch privat jeden Tag noch 2-3 Stunden zockt, Trailer anschaut, sich über neue Games usw. informiert, bildet er sich auch in der Freizeit automatisch weiter. Aber so was ist bei den meisten Berufen eben nicht der Fall, bei vielen auch völlig unnötig - eine Kassiererin bei LIDL kann privat an sich rein gar nix in Sachen "Weiterbildung" tun, außer wenn sie einen ganz anderen Job will ;)
 
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Lolmann23

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Naja ganz unrecht hat er nicht. Klar, jeder Mensch darf gerne zocken was und wie viel er möchte. Aber sich nebenbei weiterzubilden ist auch nicht verkehrt :D Wobei man bei Spielen natürlich auch das eine oder andere lernen kann :D
 

RedDragon20

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ja, allerdings muss man auch SEHR aufpassen, wie sehr privates und berufliches sich überschneiden. Selbst bei recht starkem persönlichem Interesse am Themenfeld, was der Beruf behandelt: es darf nicht passieren, dass man irgendwann ALLES privat macht, was nicht ausschließlich mit dem Erledigen der Arbeit zu tun hat. D.h. zB eine Weiterbildung für Schullehrer in Sachen "wie geht man mit Facebook um" sollte zwar teils durch eigenes Interesse erfolge, sollte aber AUCH vom Arbeitgeber aktiv behandelt werden WÄHREND der Arbeitszeit, wobei speziell Lehrer ja ohnehin vieles außerhalb der offiziellen "Bürozeiten" machen müssen, aber Du weißt sicher, was ich meine ;) Bei einem zB Schreiner würde ja auch niemand auf die Idee kommen zu fordern, dass er die Bedienung der neuen Maschine in seiner Freizeit lernen soll.

Man muss da sehr überlegt ausbalancieren, was nun im Rahmen der Arbeit "gelernt" werden sollte und was man auch mal privat machen kann. Dass man privat natürlich auch weitere Qualifiaktionen erwerben kann, ist aber klar - nur darf ein Chef so was nicht "fordern". Wenn der Chef will, dass zB mein "Businessenglisch" besser wird, soll er mir halt einen Kurs anbieten, der mir auf die Arbeitszeit angerechnet wird. Ob ich so einen Kurs vielleicht auch freiwillig privat mache, um von meiner Seite aus wiederum zu zeigen "ich bin sehr motiviert" oder um mich (ggf. auch woanders) für einen besseren Job zu bewerben, sollte MIR überlassen bleiben und nicht eine Selbstverständlichkeit sein, ansonsten haben irgendwann viele Leute GAR keine echte Freizeit mehr...

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen Freizeit/Hobby sich zu >90% mit dem Beruf überschneiden. zb wenn ein Redakteur hier auch privat jeden Tag noch 2-3 Stunden zockt, Trailer anschaut, sich über neue Games usw. informiert, bildet er sich auch in der Freizeit automatisch weiter. Aber so was ist bei den meisten Berufen eben nicht der Fall, bei vielen auch völlig unnötig - eine Kassiererin bei LIDL kann privat an sich rein gar nix in Sachen "Weiterbildung" tun, außer wenn sie einen ganz anderen Job will ;)
Es liegt natürlich an einem selbst. Aber wer Interesse an seinen Beruf hat, wird sich mit Sicherheit in den wichtigen Bereichen ohnehin weiterbilden, auch privat. Ein Informatiker wird sich vermutlich schon allein aus beruflichem Interesse mit neuer Hardware (was ja das Werkzeug eines Informatikers ist) beschäftigen. Zumindest kenne ich keinen einzigen Informatiker in meinem Freundeskreis, der sich z.b. nicht mit VR auseinandergesetzt hat. Viele davon sind auch keine großartigen Gamer.
Ein IT-Systemkaufmann genauso. Ein Pädagoge wird sich sicher auch mit neuen Erkenntnissen aus der Psychologie oder mit neuen Gesetzesgrundlagen beschäftigen. Muss man einfach, auch abseits von Weiterbildungen. Ansonsten kann ich dir ohne weiteres zustimmen.

Aber um mal wieder zu den Bereichen IT und Englisch zurück zukehren...Das sind beides Bereiche, die heutzutage doch als lebenspraktisch bezeichnet werden können. Ich denke, kaum einer kommt noch ohne Internet, Office Programme etc. zurecht. Briefe an Behörden usw. werden nicht mehr handschriftlich geschrieben, sondern am Computer. Und Englisch ist ohnehin eine Weltsprache und egal wohin man geht, man wird dauernd mit Englisch konfrontiert. Das ist auch nicht zwangsläufig allein auf die berufliche Tätigkeit einzugrenzen.

Man sollte sich daher auch privat ein bisschen weiterbilden. Aber, wie gesagt, es tun sich viele Menschen schwer mit sowas, gerade ältere Semester. Viele Menschen, mich eingeschlossen, tun sich auch etwas schwer mit Fremdsprachen. Und da sollten Behörden, wie die Bundesagentur für Arbeit, gründlich Sorge dafür tragen, dass Mängel bei Kenntnissen in diesen Bereichen möglichst abgestellt werden können, indem man kompetent durchgeführte Kurse anbietet. Und sowohl Kurse, als auch private Weiterbildung sind keine Sisyphusaufgabe.


PS: Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum hier einige ignorant, teilweise sogar verärgert auf die Aussage dieses Mannes reagieren. Warum fühlt man sich denn dadurch so angegriffen?
 
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Zybba

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PS: Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum hier einige ignorant, teilweise sogar verärgert auf die Aussage dieses Mannes reagieren. Warum fühlt man sich denn dadurch so angegriffen?
Es ist schon richtig, dass seine Grundaussage nicht verkehrt ist. Das haben viele hier ja auch schon gesagt.

Allerdings empfehle ich ihm ja auch nicht, weniger seinen Hobbies nachzugehen und stattdessen etwas zu lernen. Den Politikern rät er ja auch nicht, englisch zu lernen. Die können das ja alle, wie wir wissen... ^^
 

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Es ist schon richtig, dass seine Grundaussage nicht verkehrt ist. Das haben viele hier ja auch schon gesagt.

Allerdings empfehle ich ihm ja auch nicht, weniger seinen Hobbies nachzugehen und stattdessen etwas zu lernen. Den Politikern rät er ja auch nicht, englisch zu lernen. Die können das ja alle, wie wir wissen... ^^
Genau das ist es ja aber auch nur: Eine Empfehlung und kein Dogma. ^^ Aber trotzdem fühlen sich hier einige offenbar regelrecht persönlich angegriffen. :B
Und warum er das so sieht, hat er ja auch erklärt und die Aussage nicht einfach mal ohne jeden Kontext in den Raum geworfen.

Man kann dessen Meinung teilen oder eben nicht. Aber blöd ist die Aussage nun wirklich nicht.
 

Alreech

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Ich glaube, du hast nicht ganz verstanden, worum es da ging. ^^ Der Mann spricht sich nicht per se gegen Videospiele aus.
"Und da kann ich jedem einzelnen nur die gute Empfehlung geben, sich darauf einstellen. Da müssen die Menschen entscheiden, ob sie Computerspiele machen oder einen IT-Kurs belegen und ob sie in der Freizeit auch mal Englisch lernen"

Nein, er nennt nur Computerspiele als Freizeitbeschäftigung auf die man zugunsten einer Fortbildung verzichten sollte.
Warum nur Computerspiele ? Warum nicht Fernsehen, Lesen, Aktivität im Sportverein... ?

Aber grundsätzlich ist die Aussage dieses Mannes nicht völlig verkehrt. Aber ich persönlich würde es nicht nur auf den IT-Bereich und auf Fremdsprachen begrenzen, sondern auch auf andere Bereiche, wie z.B. Medienkompetenzen usw. erweitern.
Grundsätzlich wird die Aussage durch die Verwendung eines Beispiels beschädigt. Egal welches Beispiel einer Freizeitaktivität man nennt, sie wird dadurch immer abgewertet.
Zudem geht es darum auf Freizeit zu verzichten um besser komerziell ausgebeutet werden zu können.

Es gibt auch andere Gründe Englisch zu lernen, z.B. um Killerspiele und Horrorfilme in Orginalsprache genießen zu können - oder um auch mal nichtdeutsche Medien zu konsumieren.
Auf IT Kenntnisse trifft das gleiche zu. Die Hausfrau die einen Gimp-Kurs macht um ihre Urlaubsbilder besser bearbeiten zu können wird dadurch sicher nicht besser am Arbeitsmarkt vermittelbar...

Fremdsprachen sind übrigens auch Teil der Schulbildung in Deutschland.
Eigentlich sollte jeder der in der Schule Englisch oder Französisch gelernt hat in der Lage sein dies auch zu Nutzen. Nur machen es die wenigsten.
Gleichzeitig ist es an vielen beruflichen Schulen immer noch so das im technischen Bereich (wenn es nicht gerade IT ist...) kein Englisch auf dem Stundenplan steht.
Das wird spätestens dann problematisch wenn man nach 3 Jahren Ausbildung und 2 Jahren Berufstätigkeit eine Fortbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker beginnt - da sind dann Englischkenntnisse wieder gefordert.
 

RedDragon20

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Nein...es ging nicht darum, auf die Freizeit komplett zu verzichten, sondern die Freizeit zu nutzen, um sich zu bilden. ;)

Eigentlich völlig egal, welches Beispiel man dafür verwendet oder welchen Bereich man für seine Argumentation wählt...die Kernaussage bleibt die gleiche: Bildet euch weiter, denn es ist wichtig, weil es die aktuelle Entwicklung erfordert.

Dass der Kerl offensichtlich nicht viel mit Videogames am Hut hat, ist auch mir klar. Irgendwo auch verständlich, da die wenigstens Menschen in dem Alter etwas mit Videogames zu tun haben.
Aber das für bare Münze zu nehmen und sich so offensichtlich angegriffen zu fühlen, ist...naja. Wer schlichte Weiterbildung mit kommerzieller Ausbeutung gleichsetzt, dem ist nicht mehr zu helfen... :B

Dir würde gut tun, mal einen Schritt weiter zu denken und zwischen den Zeilen zu lesen.
 
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