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Battlefield 3: Keine zivilen Opfer im Ego-Shooter - "Es ist kindisch, sich mehr Blut zu wünschen"

Wer Homefront gespielt hat kann sich vielleicht an die Szene erinnern am Anfang als man im Bus fährt bevor man befreit wird. Da steht am Straßenrand eine kleine junge Familie (Mann, Frau und ein kleines Kind) mit erhobenen Händen vor einem Japaner, und der erschießt die beiden Erwachsenen. Das Kind läuft schreiend zu Ihnen während Sie zusammensacken und liegen bleiben. Man selbst ist nur Zuschauer. Diese Szene wirkte aber so verstörend auf mich in diesem Moment, daß ich meine Maus und Tastatur ausließ und ich mich in meinen Sessel zurückfallen ließ. Ich dachte "Oh mein Gott".

Ich finde solche Szenen sind in "Spielen" nicht nötig. Schon gar nicht selbst in so einer Weise zu interagieren (müssen). Es geht um den Spielspass und im MP vor allem um Teamgeist. Missionen gemeinsam spielerisch zu bewältigen, und nicht den "bösen" Terroristen zu spielen der Menschen abschlachtet.

klar genau sowas braucht es doch, ums realitätsnah zu machen, bzw in dem fall auch schwarz/weiß zu definieren, was ist denn an dieser szene schlecht? sie ist intensiv und hat einen sinn, anderes wäre es wenn jede 5min irgendwelche zufälligen leute abgeschlachtet werden...

spass ist ein aspekt, aber ich persönlich mag solche differenzierten sachen und spiele nicht um mich berieseln zu lassen...
 
Ich bin generell auch nicht für eine wahnsinnig blutrünstige Darstellung von Gewalt, andererseits fände ich es auch mal sehr mutig von Seiten der Entwickler, eine realistische Darstellung eines eigentlich so heiklem Themas zu zeigen. Dazu müsste man aber auch einen Aufwand betreiben, gerade im Storytelling und im Charakterdesign, der sich für die Verkaufszahlen nicht lohnen würde. Dazu kommt, dass man bei einem so realistischen Thema bereits eine eigene Meinung hat, was einen daran hindert, so zu handeln, wie es ein echter Soldat tun würde, schon allein weil das eigene Überleben ja nicht davon abhängt.
Doch das der moralische Aspekt funktionieren kann (zumindest bei mir), hat Bioshock bereits gezeigt. Obwohl ich das Spiel 3mal hintereinander durchgespielt habe, konnte ich keine einzige Liite Sister umbringen, um an mehr Adam zu kommen.
Deswegen fände ich es interessant, gerade in einem Spiel für Erwachsene, auch moralisch schwierige Entscheidungen fällen zu müssen, oder im Zweifelsfall auch nicht mehr zu können, weil man nicht die Zeit dazu hat. Das muss aber auch verarbeitet werden können. Anders als in einem Call of Duty (Teil 1 und 2 mal ausgeschlossen), in dem ständig etwas passiert.
Schwierig ist der Umgang mit Gewalt in immer realistischeren Spielen natürlich, doch gibt es auch Raum für spielerisch interessante Lösungen.

naja zivilisten (unbeteiligte) haben NICHTS mit deinem überleben zu tun, denn sonst sinds keine unbeteiligten... der witz ist nämlich du weißt nicht ist diese verschleite frau eine unbeteiligte/ne kämpferin/ist sie überhaupt ne frau... und das könnte man schon gut in ein spiel einbauen, denn wenn du weißt wer dein gegenüber ist, ist es auch nicht schwer die angemesse reaktion darauf zu liefern.... und das eigene leben kann sehr wohl davon abhängen, bzw in nem spiel ist der tot von nahestehenden personen/kameraden wohl tragischer...
 
unterhaltung (spiel) != spass

ka was du für ein mensch bist, aber ich fühle mich auch wohl/habe spass wenn ich mich nicht mit anderen speilern messe... ich habe spass wenn ich lese, wenn ich mich über interessante themen informiere, wenn ich mich unterhalte, wenn ich koche, wenn ich tiere füttere...

also um unterhalten zu werden/über sachverhalte aufgeklärt zu werden muss man nicht unbedingt ein buch lesen. spiele können gewisse situationen, wie es sie nunmal gibt auch vermitteln und besonders situationen wie krieg/menschen sterben können so sehr realitätsnah rübergbracht werden UND wenn das einen schockiert sollte man nicht denken, "hä wie krank sind denn die entwickler", sondern !"hä warum hat die figur das jetzt gemacht, warum tötet jemand zivilisten..."!

Nimm dir die Zeit und lies noch einmal ganz genau nach, was ich geschrieben habe. Es ist natürlich schön, dass du heute Abend auf jede Einzelne Aussage der verschiedenen User geantwortet hast (^^), es bringt aber nichts, wenn du dabei nicht verstehst, worum es geht.

Ich habe nicht geschrieben, dass die Welt nur Spaß am PC-Spielen haben kann oder dass Bücher schlecht sind :-B, ich habe geschrieben, dass ein Spiel absolut nichts mit Krieg zu tun hat. Ich gehe sogar davon aus, dass viele von denen, die hier über ihre Künste im "Krieg" applaudieren, noch nie eine Waffe in der Hand hatten und schreiend weglaufen würden, sobald sie den Rückstoß ihres Gewehrs spüren. Man erlebt am PC eben absolut gar nichts vom wirklichen Krieg - genausowenig wie man weiß, wie Motorradfahren ist, nur weil man MotoGP gespielt hat. Die Sounds mögen gut sein und die Grafik immer ansprechender. Mit der Realität hats aber eben nichts zu tun.

In einem Spiel wie Battlefield steht hauptsächlich der Spaß an der Taktik im Vordergrund bzw der Spaß daran, schneller zu sein als sein Gegenüber - im Sp ist sicherlich auch die Dichte der Story interessant. Von einem "Erleben des Krieges" kann aber eben an absolut keiner Stelle gesprochen werden. Und genau aus diesem Grund empfinde ich es als scheinheilig, das Einfügen von Zivilisten als besonders wertvoll bzw "gefühlsintensiv" zu bezeichnen. Als ob ich erst 40 Leute "töte" und im nächsten Moment, weil ich ein weinendes Kind sehe, an den Schrecken des Krieges erinnert werden würde. Klar hab ich mich vorher an Headshots und Messerkills erfreut, aber wenn ein Zivilist drauf geht, dann sieht man den Schmerz des Krieges so richtig ^^ Hört bitte auf, solche Märchen zu erzählen, nur um es irgendwie zu rechtfertigen.

Als taktisches Element? Meinetwegen. Als "den anderen Blickwinkel gegenüber dem schönen Teil am Krieg"? Lächerlich.
 
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