Siehst du das wirklich bei jedem Spiel so? An sich sind Zusatzinhalte ja nix schlechtes. Stell dir vor du hast ein Spiel, was dir unglaublich gut gefällt und du gar nicht genug davon kriegst. Bist du da nicht gewollt noch 15 Ocken für nochmal ~10h hinzulegen?
Nein, bei jedem Spiel sehe ich das nicht so. Du hast schon recht. Aber diese Erfahrung habe ich einfach noch nicht gemacht. The Witcher habe ich nicht gespielt. Die DLCs die ich mal gekauft habe, gingen maximal 2 Stunden, und waren nicht so pralle. Bei Unity und Syndicate hätte ich für Gegenwart DLCs sofort bezahlt, da es mich eben brennend interessiert, wie ein gutes Buch. Dafür zahlt man auch. Aber ob ich jetzt mit Arno und den Frye Zwillingen in Paris oder London ein Verbrechen aufkläre... das bringt mir keinerlei Benefit. Wie gesagt zählt für mich der Bezug zu einer anderen Zeit einfach zu den wichtigsten Faktoren.
Beispiel: Sich über den Animus das alte Rom zu Zeiten ~1.400 anschauen, um dann (heute) ein mächtiges Artefakt dort wiederfinden zu können. (Brotherhood)
Beispiel: Sich die Vergangenheit eines seid 500 Jahren Toten Assassinen anschauen, um mit ihm das Grab eines weiteren toten Assassinen, der seit weiteren 1000 Jahren tot ist, finden zu können, nur um in diesem Grab (heute) ein Artefakt finden zu können. (Revelations)
Das ist das was mich fasziniert. Nur in der Vergangenheit zu spielen, ohne einen Bezug zur Gegenwart zu haben, ist mir einfach zu wenig. Und wenn dann DLCs rauskommen, die ebenfalls keinen Bezug zur Gegenwart haben, da es keine wirkliche Gegenwart gibt (Unity, Syndicate) dann sind mir die leider herzlich egal. Auch wenn es schade ist.
Oder noch ein Beispiel: Das Ende von AC2. Man schaut durch die Augen eines seid 600 Jahren toten Assassinen und wird Zeuge, wie er vor 600 Jahren mit Außerirdischen / Vorläufern oder wie auch immer man sie nennen mag, gesprochen hat, nur um in diesem Gespräch festzustellen, dass diese Vision dann mit einem selbst (oder dem Protagonisten, den man Spielt, nämlich Desmond) spricht. Wo man sich einfach denkt... WTF?
Wie kann eine Zivilisation die es seid tausenden oder noch mehr Jahren nicht mehr gibt, gewusst haben, dass zu diesem Zeitpunkt (vor 600 Jahren unserer Zeit) ein Mensch diese Vision sehen wird? Und wie zum Teufel können sie gewusst haben, dass es 600 Jahre später die Technologie geben würde, sich genetische Erinnerungen anschauen zu können, und jemand eben dadurch Zeuge eben jenes Gespräches / Vision werden würde? Und dann auch noch wissen, wer das ist?
Das sind diese Brainfuck momente, weswegen mir Assassins Creed gefällt, und nicht weil ich mit Piratenschiffen durch die Gegend fahren kann. Klar macht das auch spaß, aber es ist eben lange nicht so geil, wie die Story hinter Assassins Creed 2. Das ist in etwa so, als wenn ich sagen würde ich wäre Hardcore Harry Potter Fan, würde aber die Bücher nicht kennen. Denn die sind einfach noch 5 mal geiler. Ähnlich ist es für mich mit dem Bezug zu einer anderen Zeit. Ist der nicht da, ist das Ganze nur halb so geil.