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Assassin's Creed hat verloren, was es vor Jahren mal gut gemacht hatte

Ich mochte die Pause vor Origins. Hat gut getan. Vielleicht mochte ich das Spiel deshalb besonders. Oder auch wegen dem Ägypten-Szenario, das lag mir sehr.
 
Vom Setting her finde ich viele Assassin's Creed Teile interessant. Aber der Gameplay-Loop, vor allem die zahlreichen Neben- und Sammelaufgaben und die Map, die zugekleistert ist mit "Theme Park Attraktionen" für den Spieler (kurz: Die Ubisoft-Formel), haben mich irgendwie nie abgeholt und fast immer auf halbem Weg aufgeben lassen.

Auch die SciFi Elemente fand ich immer störend, ein rein historisches (muss nicht zwingend geschichtsakkurat sein) hätte mir da besser gefallen. Spätere Teile hab ich allerdings nicht gespielt. Mein letztes Assassin's Creed war Syndicate, weil ich das viktorianische Setting sehr mag.

Den Parkour-Teil und die lebendigen und detaillierten Städte mochte ich aber. Es macht einfach Spaß unbemerkt über die Dächer der Stadt zu rennen während unten auf den Straßen das Leben tobt und niemand ahnt, was gerade um sie herum passiert. Ein düsteres Vampir-Spiel in dem Stil würde ich feiern.
 
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Ich denke Ubisofts größtes Problem ist, dass der Laden einfach viel zu groß geworden ist. Valhallas credits gingen ja auch fast 40 min lang. Man muss also kein großer Zahlenkenner sein, um zu verstehen, dass die Produktion solcher Titel sehr kostspielig ist. AC ist die cash cow im Portfolio und Gott bewahre, wenn die Zahlen nicht so ausfallen wie man (der Investor) sich das wünscht. Ubisofts Versuche neue IPs zu etablieren waren auch nicht wirklich von Erfolg gekrönnt. Zudem kommt noch hinzu, dass die Lizenzen für Star Wars und Avatar sicherlich auch einiges an Geld gekostet haben.

Der Konzern befindet sich ja schon seit längerer Zeit in der Abwärtsspirale. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Shadows das Ruder rumreißen wird. Ubisoft steht finanziell massiv unter Druck. Da reicht ein gut verkauftes AC nicht aus, um sich über Wasser zu halten. Das Spiel müsste mindestens so gut performen wie Valhalla. Die ganzen Verschiebungen kosten ja auch nochmal einiges an Geld.

Am Ende des Tages sind ja eh nicht meine Erwartungen entscheidend, sondern die der Investoren. Wenn die mit den Zahlen unzufrieden sind, selbst wenn sich das Spiel + DLCs gut verkaufen sollte, dann ändert es eh nichts an Ubisofts Lage. Man wird durch den Release vielleicht das Geschäftsjahr aufhübschen können, aber das war es auch wieder. Ein Laden dieser Größe kann nicht nur von einem Spiel leben. Es ist unvermeidbar, dass Ubisoft privatisiert wird. Ob das die Lösung ist wird man sehen, aber dann ist Ubisoft wenigstens gezwungen wieder mehr Risiken einzugehen. Ein einfaches weiter so kann es nicht mehr geben, wenn man nicht mit Ansage gegen die Wand fahren möchte.
 
Vom Setting her finde ich viele Assassin's Creed Teile interessant. Aber der Gameplay-Loop, vor allem die zahlreichen Neben- und Sammelaufgaben und die Map, die zugekleistert ist mit "Theme Park Attraktionen" für den Spieler (kurz: Die Ubisoft-Formel), haben mich irgendwie nie abgeholt und fast immer auf halbem Weg aufgeben lassen.
Wieso, vieles davon ist doch rein optional und man muss es nicht machen um das Ende zu sehen :O
 
Wieso, vieles davon ist doch rein optional und man muss es nicht machen um das Ende zu sehen :O
In den älteren Titeln war es sogar in "überschaubarer" Zeit - 30 - 40, maximal 50 Stunden - locker schaffbar Plotmissionen wie auch alles daneben zu erledigen. Aber seit Origins sind das extreme Langzeitprojekte geworden wo man niemals unter 100 Stunden kommt, und ab da verlieren mich die Spiele. Auch weil das Wiederholmuster der sekundären Quests dabei nochmals stärker auffällt.

Für sowas bin ich nicht Komplettist genug um meine Motivation lang genug hoch zu halten. Vor allem wenn der Spielspaß gefühlt in Arbeit inklusive Überstunden ausartet. Solch ein Gefühl kenne ich von AC der alten Schule nicht, selbst von meinen unliebsten Teilen wie Black Flag nicht.
 
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In den älteren Titeln war es sogar in "überschaubarer" Zeit - 30 - 40, maximal 50 Stunden - locker schaffbar Plotmissionen wie auch alles daneben zu erledigen. Aber seit Origins sind das extreme Langzeitprojekte geworden wo man niemals unter 100 Stunden kommt, und ab da verlieren mich die Spiele. Auch weil das Wiederholmuster der sekundären Quests dabei nochmals stärker auffällt.

Für sowas bin ich nicht Komplettist genug um meine Motivation für sowas lang genug hoch zu halten. Vor allem wenn der Spielspaß gefühlt in Arbeit inklusive Überstunden ausartet.
Tatsächlich ist das auch der Grund warum ich bei den 150h (und nachgesehen: 55% Fortschritt) nicht am Stück spiele, sondern immer wieder "ein bisschen weiter". Begonnen habe ich es am 22.12.2023!

Mir macht das Spielprinzip aber dann bei der Rückkehr wieder Spass. In einem Rutsch wäre das sicher anders.

In der Spielzeit ist natürlich auch Geblödel wie mit geringem Level nach Kreta zu segeln vor irl- Reise dorthin letztes Jahr usw.

Im Endeffekt verfehlt dadurch Ubi bei mir auch ihr Ziel, da ich mit einem Teil problemlos 2 Releases "überbrücken" kann und so - wenn überhaupt - den nächsten dann im Sale kaufe.

 
Wieso, vieles davon ist doch rein optional und man muss es nicht machen um das Ende zu sehen :O
Das stimmt.
Die Frage die sich mir dabei stellt ist aber: Warum ist das alles dann im Spiel überhaupt enthalten, wenn es für das Spiel und die Spieler absolut unwichtig ist?
Warum dieser unnötige Produktionsaufwand und die damit verbundenen Kosten?
Das ist eine Frage, die ich mir bei vielen OW Spielen stelle. Wozu 100 Kisten platzieren, in denen ich jeweils 3 Äpfel und einen Silberlöffel finde? Wer packt sowas überhaupt in eine Truhe und versteckt sie dann auch noch? ;)
Es ist mir natürlich klar, dass es ein vergleichsweise geringer Aufwand ist, massenhaft generischen Inhalt mittels Gießkannenprinzip über eine Map zu verteilen, aber wie gesagt, warum das alles?
Und wenn sich ein Entwickler dann noch auf die Fahnen schreibt: Wir wollen den Spielern glaubwürdige und möglichst realistische Welten präsentieren, da muss ich manchmal wirklich schmunzeln.
Ich habe schon einmal geschrieben, ich komme mir bei sowas als Spieler nicht mehr ernstgenommen vor.
 
Hallo steinzeitalte Antonia (das hast du gesagt!).
Vielleicht kann man den gesamten Artikel zusammenfassend mit der fehlerhaften Einschätzung beantworten, alle Assassin's Creed Teile wären auch Assassin's Creed. Neee, nur der Name steht darauf, mehr nicht. Aus Assassin's Creed wurde wie viele andere Ubisoft Games (inkl Far Cry und Watch Dogs) ein mit der berüchtigten Ubisoftformel gekochter Einheitsbrei produziert, so dass sich alles irgendwo gleich spielt, was eigentlich schon vor mehreren Jahren als veraltet hätte angesehen werden müssen. Es hat also nichts mit Assassin's Creed an sich zu tun. Die ersten Teile waren toll, bis später etwas anderes daraus wurde. Und das hat auch nichts mit deinem dreistelligen Alter zu tun.

Die letzten gefühlt 5 - 7 Teile muss man gar nicht Assassins Creed nennen. Selbst der objektiv beste Teil der Reihe Black Flag müsste gar nicht AC im Namen tragen, könnte ein tolles eigenständiges Spiel sein.

Nun ja, ich erwarte gar nichts von Shadows. Es wird nur mehr vom Gleichen sein. Aber ein Ghost of Yotei wird zeigen, wo der Hammer wirklich hängt
 
So erging es mir auch bei den AC Teilen, irgendwann habe ich abgeschaltet. Dasselbe gilt leider auch für viele andere Spiele, die zwar alle supertoll aussehen, aber im Grund immer nur wieder die gleichen monotonen Abläufe haben. Es gibt kaum ein Spiel, wo ich sagen würde, es wäre wirklich ein Novum. Das neue AC reizt mich sehr aufgrund des Settings, leider sagt mir meine Glaskugel aber voraus, dass ich mich schnell langweilen werde und es deinstalliere. Wir werden sehen, aber zumindest scheint der Realismusgrad evtl eine Erfrischung in die Reihe zu bringen. Ansonsten darf man gerne mit diesem Titel die Reihe einstampfen. Sollen sie doch mal ChatGPT für neue Spielideen befragen, wenn ihnen nichts einfällt.
 
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