Kein CDPR????!!! Jetzt bin ich geschockt.
Wenn ich so zurück denke gab es schon immer Probleme mit Spielen, ich mein WoW Classic war schon immer die reinste Baustelle und das obwohl die Leute deutlich mehr Geld ins Spiel gesetzt haben wie es bei Anthem der Fall ist.
Da war man geduldiger, vielleicht auch mehr Spieler als heutzutage. Den einfacher werden die Spiele nicht mehr, sondern eher komplexer (was sich eben auch mit dem Trend der Dayonepatches bestätigt) und vorallem auch kostspieliger! Während Japanospiele (Danke fürs Beispiel) meistens sich nur aufs nötigste beschränken (zb 2 Sprachausgaben - Englisch und Japanisch wenn überhaupt manchmal ist es auch nur Text das akustisch mit einem Schlagwort oder ein "hm" oder anderen Tönen eingeleitet wird- wenn es mal überhaupt bis zur deutschen Übersetzung reicht wenn ich so an Yakuza oder Persona denke...) und westliche kritikpunkte wie zb Grind oder Lootboxverfahren wie in Xenoblade gerne belächelt werden. Werden von westlichen Spielen deutlich mehr erwartet. (Hmm das gibt gleich Haue von Spiritogre ^^)
Ich finde, gerade im asiatischen Raum sind Dinge, wie DLCs, Mikrotransaktionen, Grind usw. quasi Spielinhalt Nummer 1, gerade was MMOs angeht (und ich hab schon einige gespielt). Freilich gibt es da auch äußerst löbliche Ausnahmen (Die Souls-Reihe oder Final Fantasy z.B.). Aber die gibt es im westlichen Raum ebenso.
Ubisoft ist, meiner Meinung nach, eine dieser Ausnahmen. Der Support für die beiden letzten AC-Spiele ist/war absolut vorbildlich und gerade mit AC Origins hat Ubisoft gezeigt, wie es richtig geht. Dazu kommen noch, neben den bekannten AAA-Titeln, kleine Spiele, wie Rayman, Child of Light, Valiant Hearts usw., die eben nicht die große breite Masse abdecken sollen, sondern auch mal ans Herz gehen und bei denen man merkt, dass da mit viel Herzblut gearbeitet wurde. Das sieht man bei EA eher weniger und schon gar nicht bei Activision Blizzard.
CD Projekt RED ebenso. Mit der Witcher-Reihe haben sie (bei mir) einen ordentlichen Vertrauensbonus bekommen, trotz der offensichtlichen Mängel dieser Spiele, weswegen ich mir Cyberpunk 2077 sicherlich zum Release holen werde.
Aber davon ab sollte man nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt für jeden was, egal ob nun aus dem asiatischen Raum oder dem westlichen.
Ich war der erste, der hier im Forum den "Grind" von Anthem verteidigt hat. Nur soviel mal vorneweg.
Ubisoft hatte ich selbst schon erwähnt, CDPR hatte ich schlicht nicht dran gedacht, Cyberpunk 2077 ist ja nun auch noch immer eine ganze Weile hin. Und natürlich gibt es auch hier und da kleinere westliche Studios in Europa und Amerika, die durchaus schöne Spiele abliefern.
Was ich zu asiatischen Spielen sagen kann ist, die Budgets mit wenigen Ausnahmen wie u.a. Final Fantasy sind winzig, das sind alles keine Triple A Titel. Und ja, auch mich nervt die Spielzeitstreckung durch langweiligen Grind bei diesen Games. Ich denke da auch oft, warum machen die da nicht ein 20 - 30 Stunden Game draus statt eines mit 40 - 70. An den Japano-Games gibt es unendlich viel zu kritisieren, die oftmals vorhandene DLC-Politik etwa, wobei das zu 90 Prozent nur kosmetische Sachen sind auf die ich dann dankend verzichte. Die 1300 Euro an DLCs die man bei Steam für DoA 5 Last Round latzen könnte sind natürlich ein schlechter Witz, ich habe mir die Ultimate Version für 40 Euro gekauft und habe da dadurch vielleicht schon 80 bis 90 Prozent der Inhalte. Der Quatsch ist halt für reiche Fans gedacht. Aber es gibt auch richtige Negativbeispiele, allen voran Nintendo, die zerlegen ein Spiel in zwei Teile oder mehr und verkaufen es doppelt. Die bieten für Fire Emblem im eShop für stolze 50 Euro ein paar zusätzliche Missionen an, und natürlich werden DLCs bei Nintendo nie im Preis gesenkt oder als Komplettbundle mitverkauft. Aber was ist die Wahrheit? Das sind alles Inhalte, die für Hardcore-Fans gedacht sind. Jeder normale Spieler braucht nur eine Version der Pokémon Spiele, die Zusatzmissionen von Fire Emblem haben mit der Story nichts zu tun, es sind einfach nur 100 Missionen oder so ohne großen Story-Teil. Oder anders ausgedrückt, auch hier, wer Hardcore-Fan ist kann zugreifen, dafür ist das gedacht.
Anders eben als Mikrotransaktionen bei vielen westlichen Spielen, siehe Hearthstone, wer mehr als nur gelegentlich mal eine Runde zocken will, der muss richtig Kohle latzen.
Warum liebe ich jetzt Japano Games? Sie bieten oftmals nicht besseres oder schlechteres Gameplay als westliche Titel, aber im Gegensatz zu westlichen Titeln bekomme ich hier praktisch immer eine packende Story und gut durchdachte Charaktere, dazu keinen moralischen Zeigefinger, keine "political correctness" mit dem Holzhammer aufgedonnert sondern einfach nur Spiele zum versinken in einer Fantasiewelt und zum Spaßhaben, die mich die Realität vergessen lassen. Diese Leichtigkeit des Seins ist es, die mich an ihnen so erfreut und die westliche Spiele heutzutage zu oft missen lassen.
Bei japanischen Filmen und Spielen gibt es z.B. durchaus immer homosexuelle oder Transgender Charaktere, nicht nur als Comic Relief sondern ganz normal, während sie mir in westlichen Spielen wenn dann oft schön "progressiv" aufs Auge gedrückt werden. Ein schönes Beispiel ist Astolfo von Fate, wer sich nicht mit der Lore beschäftigt kriegt wahrscheinlich nicht mal mit, dass sie Transgender ist, eben weil es für die Handlung keine Rolle spielt.
Bezüglich fehlender Synchronisation, da verzichte ich gerne drauf, denn das Budget würde wohl auch hier nur für die dritte Liga reichen, wie man ja schon bei vielen Anime-Serien im TV sehen kann. Wie ich feststellen durfte ist der O-Ton meißt noch der mit Abstand beste. Bei der Hyperdimension Serie etwa, die englischen Sprecher reden mit hohen Piepsstimmen, total nervig und unnatürlich, was übrigens bei fast allen Idea Factory Titeln der Fall ist. Bei der Steam Version konnte ich zum Glück auf japanisch wechseln und war erst mal überrascht, weil die Leute ganz normal sprechen!