Genau das machen aber die Spielefirmen noch bevor die USK die zu gesicht bekommen ... Entsprechend kann man das dennen kaum vorwerfen. Eher den Publischern, die die bessee Freigabe haben wollen um ein größeres Publikum zu bekommen. (Würd mich mal interessieren wieso sich das eigentlich lohnt, immerhin machen das ja viele und deutschland ist ja auch kein wirkliches riesenland... Und bei enigen spielen kommt ja selbst durch den schnitt nichts niedrigeres bei raus)
Filme kann man eben schlecht zensieren ausser n dem man Szenen weglässt, was aber oft sinnentstellent wirken würde...
Blödsinn. 99% der Shooter sind bereits von Haus aus unter USK18 eingestuft. Selbst der neue Tomb Raider, von dem alle Vorgänger USK 16 oder noch tiefer eingestuft waren. Shooter haben daher bis auf wenige Ausnahmen in der Regel die höchste Freigabestufe in Deutschland (von USK 18 bis hin zum Index Liste B). Und was man auch nicht vergessen darf: Bei Shootern ist die Gefahr sehr groß, daß es im Nachgang sehr oft zu härteren Neueinstufungen auf Antrag kommen kann. Sprich die Übernahme aus der normalen Einstufung USK18 ohne Beschränkungen bei Werbung und freier Auslage in die Indexlisten. Stichwort z.B. Modern Warfare 2 in der UK-/US-Fassung. Da muß man nur regelmäßig mal die Pressemeldungen verfolgen, wo es heißt Spiel XY Neueinstufung auf Antrag in Index Liste A.
Ich kenne auch bewußt wirklich (bis auf einen einzigen) keinen Shooter, den ein Publisher gecuttet hätte um z.B. statt einer USK 18 eine USK 16-Einstufung zu erreichen. Ausgenommen fällt mir hier nur das Spiel Soldier of Fortune II ein, wo der Publisher bereits vor den Verhandlungsmarathon mit der USK in vorauseilendem Gehorsam zu weit gegangen war und z.B. aus realen Personen Roboter aus einer Parallelwelt gestrickt hatte. Wohl einer der abstrusesten Cuts der Computerspielegeschichte. Dieses Beispiel fehlt übrigens in der genannten Spiele-Verhunzungsliste meines Erachtens. Dem Entgegen sind die Cuts in Fallout 3 echt verschmerzbar.
Und trotzdem sind viele USK-18 Shooter Cut (Beispiel Fallout 3, die gesamte FEAR-Reihe u.v.a.), weil ohne Cut das Thema Index bis hin zum Verbot eine Rolle spielt.
Aus dem Grund gibts auch keine deutsche Version von Spielen wie zum Beispiel Dead Island. Weil diese ohne Cuts keine Zulassung bekämen und der Publisher aus dem Grund nicht einmal den Versuch unternimmt, das Spiel der USK vorzustellen.
Albern wirds dann letzten Endes bei Cell Shading-Games wie Borderlands, wo es die AT-Fassung uncut gibt, aber für Deutschland dieser Comic-Shooter extrem gecuttet wurde.
Und mit einem Spiel, für das der Entwickler viel Geld in dessen Programmierung und Fertigstellung gesteckt hat und das bereits am ersten Verkaufstag auf dem Index steht, macht er kein Geld. Sein eigentliches Ziel dabei. Umsonst steckt er ja keine Millionen in die Entwicklung eines solchen Spiels.
Und genau aus dem Grund besteht auch kein Interesse von seiner Seite ein Spiel so weit exzessiv mit Gewalt zu versehen, daß er dadurch Gefahr läuft, daß das Game auf dem Index landet (im dümmsten Falle halt auf Liste B), weil er das Spiel bei Einstufung in Liste A a) weder öffentlich bewerben darf noch b) es offiziell in Shops herumliegen lassen kann. Bei Liste B wäre die Luft komplett raus, da absolutes Verkaufsverbot in Deutschland incl. Beschlagnahme. Dies sogar unter strafrechtlichen Gesichtspunkten.
Schuld haben hier oft die BPJM bzw. die USK, weniger der Publisher.