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Xbox 720 und PS4: John Carmack zeigt sich unbeeindruckt von den Möglichkeiten der Next-Gen-Konsolen

Hätte Carmack nicht damals beim Sprung von der 6. auf die 7. Konsolengeneration das selbe sagen können?
Spiele wie Call of Duty, Forza / Gran Turismo, Half Life 2, Killzone, Halo, Resident Evil 4, GTA, Sonic, Dead or Alive usw. gab es schon damals und spielen sich kaum anders als ihre Nachfolger oder vergleichbare Spiele auf PS3 / Xbox 360.

Ich bin allerdings der Meinung, dass manche Genres wie Shooter und Rennspiele noch viel Potential haben, in Richtung Realismus zu gehen.
Jump 'n Runs, Strategiespiele, Beat 'em ups etc. leben von ihrer Spielmechanik. Hier sind wirklich nur noch oberflächliche Verbesserungen zu erwarten.
Aber was ist bspw. mit Rennspielen und Shootern?
Bei Rennspielen sieht meist alles abseits der Strecke trist und leblos aus. Die Fahrphysik ist nie vollkommen glaubwürdig, geschweigedenn realistisch und Schadensmodelle sind vorgefertigte Lachnummern. Bis auf ein paar Schilder, Pylonen und andere Fahrzeuge ist meist nichts zu beeinträchtigen. Beispiel: Rast man mit 300 km/h gegen eine Hauswand, macht es kurz "bumm", das Auto trägt seine vorgefertigten Schadensmodelle davon und die Hauswand hat keinen einzigen Kratzer. Was würde aber in Wirklichkeit passieren? Wäre es nicht unheimlich spannend, virtuell solche Experimente durchführen zu können?

Bei Shootern (egal ob 1st oder 3rd Person) könnte man ohnehin alles machen. Das Beispiel anhand eines Rennspiels gilt auch hier. Bei Shootern könnte man allerdings alles machen, was auch in der Realität möglich ist. Man stelle sich bspw. ein chemisch und physikalisch korrektes, grafisch realistisches Spiel ähnlich wie Minecraft vor. Die Möglichkeiten und somit der Spielspaß wären schier endlos.
 
Bei Shootern(aber auch Rollenspielen wie Mass Effect oder Action-Spielen wie The Third) gibts noch viel (verschenktes)Potential. Ich zocke seit mehr als 25 Jahren und habe manchmal das Gefühl, die Zeit stehe still, z.B. in Max Payne 3.
-KI ist seit FEAR 1 stehen geblieben, wird zudem oft noch unterboten
-Ego-Ansicht ist seit Turok 1 stehen geblieben, man kann dankbar sein, wenn man Füsse hat, ist aber überwiegend eine schwebende Kamera, ich möchte endlich eine realistische Simulation dessen, was ich sehe
-flüssige Animationen, nach dem Abrollen möchte ich nicht zwei Sekunden lang wie eine 1 da stehen
-subtile Automatiken, dammt nochmal, es kotzt mich an, wenn ich in der Ego oder Third rückwärts laufe und an einem Objekt hängen bliebe, dass mich in RL nicht belasten würde
-alle Möglichkeiten von RL: Rennen, Hüpfen, Klettern, Schwimmen, einen Hang geneigt rauf laufen(das Prinzip Unreal, indem einem das Hüpfen vrerboten ist, ist einfach nervig:ME, GoW)
-anständige Schleich-Algorythmen, vernüftige Reaktion von Gegnern auf Leichen
-hört mit den verdammten Schlauchshootern ohne Wahlmöglichkeit und verschiedenen Optionen zur Erledigung von Aufgaben auf(zumindest sowas wie Crysis 2 sollte Pflicht sein)
-gebt mir überall Möglicheiten zur Anpassung meinen Chars(muss nicht wie Skyrim sein, wenn es die Story nicht erlaubt)
-gebt mir Upgrades und Anspassungsmöglichkeiten für waffen und Ausrüstung, gebt mir Loot, gebt mir Interessantes in den Schläuchen

Vielleicht klingt jetzt das, wie wenn ich Rollenspiele zocken sollte, nur spiele ich gerne eine Rolle und schiesse gerne auf professionellem Niveau.
An sich mache ich da keine Unterschiede zwischen Genres. Wenn ich fahre, möchte ich eine Fahrsimulation, wenn ich ballere, ein realistisches Verhalten und einen vernünftigen Grund, wieso ich ballere, wenn ich prügle, dann wie in den besten Prüglern. Wenn ich durch einen Dungeon laufe, dann reicht es mir nicht mehr, einfach allem den Kopf wegzupusten, was mir begegnet. Ich muss keine offene Welt haben, aber zumindest breite Schläuche mit realistischen Grenzen. Wenn ich Wasser sehe, muss man mir einen Grund geben, wieso ich nicht schwimmen kann und Zäune und andere läppische Hindernisse, die ich nicht erklettern kann, nerven mich. Deswegen bin ich der Meinung, dass Genres keine Entschludligung sind, in einem Bereich still zu stehen. Jedes Spielprinzip braucht besseres Gameplay. Ich zocke verschiedene Spiele und denke, ja dieses Element würde es im perfekten Spiel brauchen, aber ich finde keines, das alles kombiniert.Hingegen gibt es kaum ein Spiel, indem sich mir nicht Fragen aufdrängen wie:
Haben die das jemals selbst gezockt?
Sind die Entwickler dermassen anspruchslos oder blind und taub?
Bin ich einzige, der sich dabei langweilt, sich verarscht oder genervt fühlt und ähnliches?
Gilt übrigens auch für Rage, ein Spiel mit soviel verschenktem Potential und dafür voller technischen Versager und mit viel Gähn-Potential.

Ja, die Konsolen schränken einem nicht bei der Kreativität ein, aber bin ich unbescheiden, wenn ich eine anständige Grafik UND ein anständiges und zeitgemässes Gameplay möchte? Bin ich zu heikel, wenn ich mich frage, wieso wir heute keine anständige Grafik UND ein zeitgemässes Gameplay kriegen, wenn einem die Konsolen nicht in der Kreativität beschränken?
 
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