Ich persönlich fand alles ein wenig enttäuschend. Da gefiehl mir die PS4 Präsentation (habe die nicht live gesehen, aber von den Inhalten her) besser. Gestern Abend hat man so gut wie überhaupt kein Gameplay der Spiele gesehen, die vorgstellt wurden. Gut, zumindest bei FIFA ist man das ja gewohnt, aber bei CoD Ghost hätte ich mir das schon "gewünscht", obwohl ich CoD nie gespielt habe und wohl auch diesen Teil links liegen lassen werde.
Andererseits hat Microsoft ja angekündigt, erst auf der E3 den Fokus auf die Spiele legen zu wollen.
Außerdem wurde ja nach der Veranstaltung bestätigt, dass es eine absolute Gebrauchtspielsperre geben wird. Man wird ab jetzt ja ähnlich wie bei Steam und Co. nur noch Lizenzen erwerben und die Retail-Disks dienen nur noch als Datenträgermedium. Das heißt, dass man sein Spiel via Code an seinen Account bindet und mit dieser Disk das jeweilige Spiel auch auf anderen Konsolen installieren bzw. spielen wird können, aber dafür einen neuen Code für den
Vollpreis erwerben muss. Also eigentlich PC-Praktiken, die der Konsole aber den Charakter einer solchen nehmen.
Am PC fnde ich das auch gar nicht schlimm. Ich habe da irgendwie viel eher das Gefühl, dass ein Spiel auch wirklich zu
einem Rechner gehört. Vielleicht ist das aber auch nur schon so lange Gang und Gebe, dass man sich dran gewöhnt hat, bzw. es akzeptiert. Außerdem sind PC-Spiele ja nun mal ein ganzes Stück günstiger, als ihre Konsolen Pendants.
Interessant auch:
Wir werden eine Lösung dafür haben - wir reden heute nicht darüber - mit der ihr eure zuvor gespielten Spiele online eintauschen könnt.
- Phil Harrison, Corporate Vice President Microsoft
Wie das aussehen soll, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht einen Winzbetrag an MS-Points als Gegenleistung für das Abtreten seiner Lizenz oder sowas. Aber wie gehts dann weiter? Kann ein anderer Käufer diese "gebrauchten" Lizenzen dann auch für weniger Geld kaufen? Warum sollte ich dann noch auf die teure, "neue" Microsoft-Lizenz zurückgreifen? Mir erschließt sich das noch nicht so ganz.
Auf jedenfall macht Microsoft hiermit nicht nur Gebrauchtwarenhändlern den Garaus, sondern schafft ja eindeutig ein Monopol für den Vertrieb von Xbox Gebrauchtspielen. Und ich bin mal gespannt, wie europäische Kartellämter das beurteilen werden.
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Ansonsten fand ich die Präsentation für ein globales Event extrem auf den nordamerikanischen Markt zugeschnitten. Natürlich will Microsoft seine Vormachtsstellung gerade in den USA sichern, aber so wurden 15-20 Minuten nur von Inhalten gesprochen, von denen uns in Europa wahrscheinlich nur ein Bruchteil erreichen wird.
NBA, NFL und ESBN interessieren die meisten Europäer doch nur marginal. Ich hoffe, dass der Fokus bei der E3 wirklich auf global erscheinenden Spielen liegen wird, statt auf "Ami-Sport". Aber ich denke schon, dass wieder irgendein ehemaliger Football-Spieler auf der Bühne stehen wird, um das nächste Madden zu bewerben oder sowas in der Art.
Für Spieler kann die E3 eigentlich trotzdem nur noch besser werden.